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Das Internet ist ein schnelllebiges Medium. Genauso schnell wie man interessante Seiten gefunden hat, genauso schnell gehen diese Perlen irgendwo und irgendwie verschütt. Die Organisation ist zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung, doch bei der Organisation gibt es noch Luft nach oben.

Unser heutiger Testkandidat verspricht eine effizientere Organisation und ob Diigo dieses ambitionierte Vorhaben gelingt, erfahrt Ihr in unserem heutigen Testbericht!

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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1244 Teilnehmer

Bewertung

Pro

  • Der Cloud-Dienst ist sehr gelungen
  • Zugriff auf die Diigo-Lesezeichen

Contra

  • Android-Applikation verpasst zu viele Chancen
  • Ungenutztes Potenzial
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.4.2 Nein 2.0.1.0 4.1.0

Funktionen & Nutzen

In der Theorie ist Diigo ein mächtiger Dienst. Der Cloud-Dienst stellt dem Nutzer die Möglichkeit zur Verfügung die verschiedene Medien zu Organisieren. Neben den bereits erwähnten Lesezeichen besteht auch noch die Möglichkeit Notizen anzulegen und Bilder - beziehungsweise Schnappschüsse - effizient zu verstauen. Wobei bei Bilder und Schnappschüsse eher im Arbeitskontext gemeint sind und keine Organisation von tausenden Urlaubsbildern - dafür gibt es weitaus komfortablere Cloud-Anbieter wie Google Drive oder Dropbox.

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Der Anmeldevorgang verläuft reibungslos. / © AndroidPIT

Das echte Highlight ist eher die Handhabung der verschiedenen Lesezeichen. Diigo erlaubt es dem Nutzer nämlich Markierungen und Notizen direkt in Webseiten vorzunehmen und diese mit dem Diigo-Konto abzugleichen. Dieses muss vor Benutzung obligat erstellt werden. Durch den Abgleich mit dem Cloud-Konto ist dann - theoretisch - diese veränderte und selbst bearbeitete Seite auf jedem Gerät abrufbar. Leider bleibt es bei der Theorie, denn die für Android vorhandene Applikation ist eher zum basalen Abgleich von Daten gedacht. Das Markieren und das Schreiben von Notizen bleibt den Browser-Erweiterungen und dem eigens für das iPad erstellten Browser vorbehalten. Zwar kann direkt aus dem Browser heraus ein Lesezeichen an Diigo geschickt werden, doch von den oben genannten Komfortfunktionen ist dann nicht viel übrig. Nur die Bezeichnung des Lesezeichens, Kommentare und Tags können angepasst werden. Sehr überschaubar und auch etwas enttäuschend, wenn man das Potenzial des Dienstes kennt.

Beim Erstellen von Notizen oder dem Verwalten von Bildern sieht die Situation wieder deutlich besser aus, wenn auch hier einzelne Funktionen der Desktopversion fehlen. Ein Schmankerl ist die Möglichkeit gesprochene Sprache direkt in Text umzuwandeln. Dies funktionierte im Testzeitraum erstaunlich gut und durch den unmittelbaren Abgleich mit den anderen Geräten (Macbook und iPad) ist hier die Verzahnung und Effizienz möglich, die im letzten Absatz so schmerzlich vermisst wurde.

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Das Bearbeiten von Lesezeichen ist zwar vorhanden, doch es wäre weitaus mehr möglich gewesen. / © AndroidPIT

Eine weitere vertane Chance ist die nur oberflächliche “Read it Later“-Funktion. Ich persönliche erwarte von einer solchen Funktion, dass ich damit gekennzeichnete Artikel später offline lesen kann. Leider war im Testzeitraum diese Funktion sehr unzuverlässig und Artikel von - als reines Beispiel - DER SPIEGEL oder der Süddeutschen Zeitung wurden nicht wie erwünscht angezeigt.

Insgesamt wirkt die Funktionalität weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Der Dienst Diigo an sich besitzt extrem viel Potenzial und bereichert - bei entsprechender Benutzung - den Alltag ungemein und kann den Arbeitsablauf effizienter gestalten. Die mobile Anwendung für Android jedoch verpasst es die “Highlight“-Funktionen, wie das Markieren und Speichern innerhalb von Internetseiten, in die Anwendung und in den mobilen Browser zu integrieren. Hier sollten die Entwickler über einen eigenen Browser nachdenken, der im Stil des iPad Browsers, diese Funktionen nahtlos in das Androidsystem integriert.

Bildschirm & Bedienung

Bei der Bedienung und der grafischen Präsentation kann die Anwendung auf ganzer Linie überzeugen. Das moderne Erscheinungsbild von Diigo fügt sich sehr gut ins Gesamtsystem ein und auch die generelle Farbgebung wirkt warm und wohltuend.

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Die ausklappbare Seitenleiste bereichert die Bedienung. / © AndroidPIT

Die Bedienung über eine ausklappbare Seitenleiste, die per Wischgeste hervorgerufen werden kann, ist gelungen und intuitiv zugleich.

Speed & Stabilität

Im Testzeitraum von knapp einer Woche war die Anwendung und der Dienst durchgehend zuverlässig und ohne Abstürze oder sonstige Ärgernisse.

Preis / Leistung

Diigo ist ein kostenloser Dienst und die Applikation ist folgerichtig auch kostenlos verfügbar. Auf Werbung wird verzichtet, wenn auch der Dienst eine Premiumversion anbietet, der aber wirklich nur für Power-Nutzer interessant sein dürfte.

Abschließendes Urteil

Wenn ich den Dienst im Allgemeinen bewerten müsste, dann würde ich Diigo eine sehr gute Bewertung ausstellen und allen Lesern raten diese Cloud-Dienstleistung zumindest auszuprobieren. Der Dienst ist sehr interessant und das Markieren von Textpassagen inklusive Notizen ist - besonders für Recherchen - eine echte Bereicherung. Wobei auch in ganz vielen weiteren Gebieten die Anwendung denkbar ist.

Leider verpasst es die Android-Applikation diese Stärke, die Diigo auch gegenüber der direkten Konkurrenz abhebt, zu betonen oder - besser gesagt - überhaupt in die Anwendung zu integrieren. Im direkten Vergleich mit dem Desktop oder dem iPad wirkt die mobile Variante sehr limitiert und eignet sich nur noch zum Abrufen und nicht mehr zum aktiven Gestalten. Dementsprechend ist die Anwendung gut gelungen, doch lässt für höhere Weihen zu viele substanzielle Funktionen vermissen.

3 Kommentare

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  • @Miranmao: wenn ich eines aus dem nsa Skandal gelernt habe, dann das es der nsa völlig egal sein kann, ob ich nun Daten in der cloud ist auf meinem PC lokal speichere. Wenn die wirklich an meine Daten kommen wollen, dann kommen die auch dran, egal wo die Sachen gespeichert sind.


  • euer automatisch startender Oppo Video nervt ziemlich. Könnt ihr das nicht mal abstellen????


  • Also irgendwie bin ich halt schon erstaunt, dass diese ganzen Cloud-Dienste offenbar immer noch so gefragt sind nach dem Bekanntwerden des NSA-Skandals...

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