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Schwimmendes Smartphone ein Fake?

Das fragwürdige, ehemalige Kickstarter-Projekt CometCore Inc. versucht es weiter bei Indiegogo: ein schwimmendes Smartphone mit Top-Hardware soll bei der Crowdfunding-Plattform finanziert werden. Handelt es sich hierbei um einen Betrug?

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Comet-Smarphone ist ein Fake?

Das Comet-Smartphone soll die Träume eines jeden Wassersportlers erfüllen: ein schwimmendes Smartphone mit  märchenhafter Ausstattung im kompakten Design: 4,7-Zoll-Display mit HD-Auflösung, Snapdragon 810, zwei 16-Megapixel-Kameras und soll in zwei Speichervarianten erhältlich sein: 32 GB und 64 GB mit jeweils 4 GB RAM, und, und, und. Für gerade mal 230 Euro (plus Versand)! Ach ja, es hat Flossen! Doch seht selbst:

Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo ist das Comet-Smartphone noch mitfinanzierbar, doch sollte man sich hüten, zu investieren. Warum? Zuvor hatte das Unternehmen auf Kickstarter rund 25.000 Dollar eingesammelt, und das Projekt kurz nach der Veröffentlichung wieder geschlossen. Die Begründung sollen wohl die mitgelieferten Kopfhörer sein, die gegen die Richtlinien von Kickstarter verstoßen.

Hierbei muss man erwähnen, dass bei Kickstarter keine Qualitätskontrolle existiert. Für die Kickstarter-Unterstützer heißt es letztlich, dass das gespendete Geld bei Fehlschlag der Finanzierungsrunde zurück auf die Konten der Besitzer fließt, also man kriegt seine Spenden zurück. Nun versuchen die Macher vom nur auf Renderings existierenden Comet-Smartphone Indiegogo-Investoren zu finden. Es wurden bereits 10.600 Euro gespendet und ein Ziel von gerade einmal 100.000 Euro sollen für die Produktion der ersten Auflage reichen.

Der President & Chief Business Development Officer hat nun ein Statement zum Comet-Smartphone abgegeben: "100.000 Euro reichen nicht für eine Massenproduktion. Allerdings reicht es für eine kleine Auflage. Wir haben sehr viele Investoren die bereits versuchen, 7-stellig zu investieren und größere Anteile unserer Firma zu kaufen. Allerdings ist das erst der Schritt nach der Kampagne. Wir haben alles geplant und in Vorbereitung. Unser Projekt ist echt und KEIN FAKE. Dafür stehe ich mit meinem Namen: Matthias Mende." 

comet smartphone promo
Kann das Comet-Smartphone zu viel für zu wenig? / © CometCore Inc.

Auch aus physikalischer Sicht, ergibt das Ganze keinen Sinn, also die verpackte Hardware zusammen mit der Schwimmfähigkeit bei dem angegebenen Gewicht (120 Gramm). Und auf dem gezeigten Demo-Video sieht man einen Prototyp auf dem Wasser schwimmen, doch sieht es aus wie ein Smartphone der Xperia-Z-Reihe. Auch der im Gerät befindliche Stimmungsbarometer soll anhand der Temperatur Euer Gemüt widerspiegeln können, so eine Art Stimmungsring im Smartphone also.

Sowohl auf Kickstarter als auch Indiegogo gehen alle gesammelten Spenden bei einer Fixed-Funding-Kampagne (auch beim Comet-Smartphone) erst dann an das Unternehmen, wenn es sein Finanzierungsziel erreicht hat. Hinweis: Wie bei Crowdfunding-Projekten generell anzumerken ist, können diese trotz erfolgreicher Finanzierung noch scheitern oder verspätet geliefert werden.

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Top-Kommentare der Community

  • Jorge B 16.09.2015

    Erkläre uns doch mal, warum Samsung unnötig in der Welt ist. Versuch es mal mit Sinnvollen Argumenten, ich wette darauf, dass du es nicht schaffen wirst

  • Conjo Man 16.09.2015

    Wenn es im Wasser schwimmt, kann der 810er wenigstens 'nen "kühlen Kopf bewahren"...
    abgedroschen, aber ich konnt's mir nicht verkneifen

  • A. K. 16.09.2015

    230€ ist ein verdammt guter Preis für das gebotene.

    Aber ein QSD810 mit 2,5 GHz? Da basiert die Wasserfestigkeit wahrscheinlich darauf, dass jede Feuchtigkeit bei Kontakt verdampft. Wenn ich mir andere Hersteller anschaue, die auf 1,8 GHz runter Schrauben mussten.

    Interessant ist es auf jeden Fall und guter Formfaktor.

85 Kommentare

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  • Es ist nicht fair uns als frage wuerdig und Fake darzustellen. 100.000 Euro reichen nicht fuer eine Massen Production. Allerdings reicht es fuer eine kleine Auflage. WIr haben sehr viele Investoren die bereits versuchen 7 stellig zu investieren und groessere Anteile unserer FIrma zu kaufne. Allerdings ist das der Schritt nach der Kampagne. WIr haben alles geplant und in Vorbereitung. Unser Projekt ist echt und KEIN FAKE. Dafuer stehe ich mit meinem Namen: Matthias Mende


    •   44

      auf eine frage wegen Updates haben sie gesagt morgen oder übermorgen gibt es ein Update dabei ist das Smartphone noch nicht einmal gebaut das sagt mir doch genug 2. gebe ich bei Google den nahmen einer 2man Firma irgendwo in hinter kurdistan ein bekomme ich mindestens 5 Ergebnisse bei ihrer Firma 0


    • Hallo Herr Mende,

      ich persönlich weiß nicht, wie es um Ihr Projekt steht, und äußere mich direkt deshalb auch nicht dazu. Aber man muß nicht lange googlen, um auf Berichte wie im österreichischen "Der Standard" (http://mobil.derstandard.at/2000017151954/Keine-Qualitaetskontrolle-Das-schwimmende-Smartphone-auf-Kickstarter) zu treffen, in dem das Projekt eben als FAKE dargestellt wird. Ich verstehe mittlerweile auch, warum Sie keine technischen Details zu dem Projekt bekannt geben können:
      Laut der indischen Patentsuchmaschine ( http://ipindiaservices.gov.in/publicsearch/ ) Stand 20.09.2015, 3:20 Uhr, ist ein Patent zwar eingereicht worden, und die Prüfung des Patents wurde für
      den 14.03.2015 beantragt (Request For Examination Date 14/03/2015 22:40:29), aber es ist noch keine Prüfung erfolgt (Status Application Awaiting Examination), geschweige denn, ein Patent tatsächlich erteilt worden.
      Da die Veröffentlichung technischer Details einer Erfindung, vor Erteilung des Patents, deren Patentierung verhindern kann (die nach Erteilung des Patents für jedermann einsehbar sind), und die Erfindung damit schutzlos wäre, können Sie natürlich nichts dazu sagen.

      Meine Frage wäre dennoch: Warum ist eine Patenteinreichung, die spätestens am 22.08.14 erfolgt ist, bis heute noch nicht einmal geprüft? Wäre nämlich das Patent erteilt, wäre es überhaupt kein Problem, auch sehr kritische Interessenten mit dann geschützten technischen Informationen davon zu überzeugen, dass ihre Pläne realistisch und machbar sind.
      Eine andere Frage wäre, die ja auch indirekt im Artikel anklingt: Können die Investoren, die auf Kickstarter ein Smartphone bereits vorbestellt haben, auch noch mit der Lieferung rechnen, obwohl die Kickstarter-Kampagne eingestellt wurde?

      Es liegt mir natürlich fern, Sie als Unternehmer in irgendeiner Weise belehren zu wollen, aber als solcher, und auch als Landsmann, wissen Sie natürlich, dass der deutsche Verbraucher besonders kritisch ist. Die Bezeichnung "negativ" halte ich daher für unangebracht. Ich denke, für Ihr Projekt wäre die Schaffung von Vertrauen überaus förderlich. Meine Empfehlung, bei aller gebotenen Bescheidenheit natürlich, wäre daher:
      Beschleunigen Sie das Patentverfahren. Nach Patenterteilung können Sie offen über technische Details berichten (da diese dann vor Nachahmung geschützt sind, und ohnehin einsehbar), um potentielle Käufer und Investoren von der Machbarkeit und den Vorteilen Ihres Projektes zu überzeugen.
      Erklären Sie, dass kein Investor, z.B. auf Kickstarter, mit einem Totalverlust rechnen muss, weil dort die Kampagne abgebrochen wurde. Erklären Sie, wieso Berichte wie im "Der Standard" zustande kommen konnten, und Ihrer Meinung nach falsch sind.
      Investment erfordert Vertrauen. Aber das muss ich Ihnen natürlich nicht erzählen.

      Sollten mein Darstellungen fehlerhaft sein, bitte ich das zu entschuldigen, und lasse mich gerne eines Besseren belehren.


  •   27

    Für einfach nur Fake oder Vorschussbetrug finde ich die Sache zu durchschaubar unglaubwürdig. Schon die Fotos mit den drei Surfbrett-Finnen sind dermaßen absurd. Vielleicht ist genau das das Experiment? Wie leichtgläubig finanzieren Interessenten auf Kickstarter & co offensichtlich unsinnige Projekte und wie reagieren die Medien darauf?


  • Leute, das ist ein Fake! Googelt das Phone doch mal ;)


  • Bald kann ich wortwörtlich mit meinem Handy schwimmen gehen hahaha xD


  • Der Snappy 810 mit 2,5 GHz???


  •   44

    da ist mein s5 aber besser das kann sogar tauchen


  • Wow, Cometcore hat seine Webseite ja gehörig aufgeblasen und "sorry" für mich hat das ganze leider an Fragwürdigkeit zugenommen. Solche Geschichten wie "as seen on Android Pit & Reuters " ergeben für mich immer den Beigeschmack der Sache einen offiziellen Anstrich verpassen zu wollen. Ich sehe hier keine Berichte die sagen "Oh, wir sahen einen laufenden Prototypen. " Die Videos auf der Seite, naja nehmts mir nicht krum, aber wenn der Chef auf seinem Bildschirm ein paar Rendergrafiken von a nach b schiebt und irgendjemand anderes an einer Platine rumlötet....dann könnte ich auch behaupten ich baue in meiner Garage den Nachfolger des Spaceshuttle.
    Last but not least die Videos mit dem Tauchgang : Warum hat das Gerät so ne weisse Schwimmweste an ? Wenn ich einem Smartphone ein Wasserdichtes Cover mit Luftkammer spendiere, dann wird jedes Gerät schwimmen.
    Davon mal abgesehen, hat das Gerät kein randloses Display, es kann sich also nicht um das besagte Comet Phone handeln. Irgendein Wasserdichtes Smartphone zum schwimmen zu bringen, ist jetzt keine Ingenieursleistung.

    Ist auch schön das die einen Komponisten für Ihre Klingeltöne haben, aber was mich mehr interessieren würde ist, mit welcher Firma die kooperieren ? Soviel Realität muss drin sein, das man sagt mit 100000 Dollar und 10 Mitarbeitern stemmt man so ein Projekt nicht. Oneplus wollte das so verkaufen obwohl alle Welt wusste, das es sich im Hintergrund um OPPO handelt, Huawei hat es bei Honor gar nicht erst versucht. Da müssen große Köpfe im Hintergrund sein, sonst ist das ein Kampf mit stumpfen Waffen.

    Ich bin mal gespannt , wann es in absehbarer Zeit handfeste Informationen gibt. Dieses Gerät hätte sicher mit diesem oder auch einem höheren Preis das Zeug zum erfolgreichen Gerät, jedoch sehe ich eine Auflistung von Traumwerten und Specs ohne belastbare Fakten wie das ganze laufen soll.


    •   44

      wenn jemand etwas behauptet muss ich das glauben außer jemand kann beweisen das das nicht stimmt


      • Also "glauben müssen" tut man schon mal gar nichts. Ich finde nur , da man sich seitens Cometcore in diese Diskussion begeben hat, kann man doch auch mal Fragen zum Background der Geschichte loswerden. Einfach um sich ein Bild zu machen , wo hier Wunschdenken und wo greifbare Realität ist.
        Die Idee dahinter ist sicher gut, aber gute Ideen hat jeder mal.... Fragen muss da wohl erlaubt sein.


      •   44

        glauben heißt nicht wissen:ich zweifle auch daran aber im nicht glauben kann ich genausowenig wie glauben


  • Hallo Herr Mende,

    beim Versuch nach Patenten für den Schwimmmechanismus des Smartphones zu recherchieren, konnte ich diese nicht finden. Stattdessen bin ich auf einen Artikel der österreichischen Zeitung "Der Standard" gestoßen, der das Projekt in einem weniger vorteilhaften Licht erscheinen lässt.

    http://mobil.derstandard.at/2000017151954/Keine-Qualitaetskontrolle-Das-schwimmende-Smartphone-auf-Kickstarter

    Können Sie die darin gemachten Vorwürfe entkräften, und vor allem mal erklären, wie das Smartphone an der Wasseroberfläche bleibt, wenn es nach den Gesetzen der Physik eigentlich untergehen müsste?
    Und wie kann man aus der Temperatur einer Person ihre Stimmung ermitteln?


    • Nach der Physik darf man hier nicht gehen, eine Hummel hat zum Verhältnis ihres Körpers auch viel zu kleine Flügel und könnte wenn es nach der Physik ginge auch nicht fliegen, tut es aber doch.
      Aber mal Spaß beiseite, ich glaub auch nicht an dieses Teil.


      • Vielen Dank. Sehr guter Vergleich mit der Hummel! Allerdings ist es keine Hummel hier ;) Hier ist das Patent vom Comet Erfinder: (kann leider keine links hier posten weil ich noch ein neuer user bin) . Bitte gehen Sie auf Google und schreiben SIe: " Patent Prashanth Raj Urs htsyndication "

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