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Dieser neuen Firma gehört Google jetzt

Scheinbar aus dem Nichts hat Google-Chef Larry Page eine radikale Umstrukturierung angekündigt, die einem freiwilligen Aufbrechen des Google-Imperiums gleichkommt. Was ist geschehen?

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Pages offizielle Erklärung auf dem Google Blog kommt erwartbar romantisch daher. Große Firmen neigten dazu, bequem zu werden und festzufahren. Das solle Google nicht passieren, weshalb man sich selber herausfordern und es sich selbst etwas unbequemer machen müsse.

Was schön klingt, gibt die Realität wahrscheinlich nicht 1:1 wieder, tatsächlich macht es sich Google nun erheblich bequemer, und die Börse dankt es ihm. Als Reaktion auf die geplante Umstrukturierung machte die Google-Aktie einen gehörigen Sprung von sechs Prozent.

google zwang
Google sprengt seine eigenen Fesseln und macht sich durch die Umstrukturierung freier. / © ChameleonsEye/shutterstock/Google/ANDROIDPIT

Sind Google-Gegner nun "Analphabeten"?

Künftig wird Google selber nur noch als eine Tochtergesellschaft unter dem Dach des neuen Unternehmens Alphabet geführt, als dessen Gesamt-CEO Larry Page auftritt, während Sergej Brin als Präsident fungieren wird. Sundar Pichai, der bisher das operative Geschäft von Googles Kernprodukten (wie Android und Chrome) führte, avanciert zum offiziellen Google-CEO, wir dürfen ihn also künftig ebenfalls als Google-Chef bezeichnen (und im Gegensatz zu Larry Page, als direkten).

Unter dem Dach von Alphabet, das künftig auch an Stelle von Google an der Börse gehandelt werden wird, wird es dann zahlreiche weitere Tochterunternehmen geben, die somit aus dem Google-Kerngeschäft ausgegliedert werden. Zu ihnen gehören unter anderem 

  • die sagenumwobenen X Labs, Sergej Brins Herzensangelegenheit, das innovative Zentrum Googles, 
  • Bio-Tech-Unternehmen wie Life Sciences und Calico (Stichwort Blutzucker messende Kontaktlinsen und ewiges Leben), 
  • das Unternehmen Nest, dessen smarte Thermostate Google 2014 für über 3 Milliarden US-Dollar gekauft hatte,
  • Fiber, unter dessen Dach Google derzeit in den USA zum Netz-Provider avanciert 

Das, was Google traditionell ausmachte, also Web-basierte Dienste wie die Google-Suche, Gmail, Google Maps, Chrome, YouTube und mehr, bleibt unter dem verschlankten Google-Dach zusammengefasst. Das Betriebssystem Android selbstverständlich auch.

google kraken
Der vermeintliche Kraken Google gibt sich transparent. / © Paper Street Design/shutterstock/ANDROIDPIT

Warum das Ganze?

Hier können wir nur spekulieren. Spätestens seit dem vergangenen Jahr vernehmen wir vermehrte Rufe unter anderem aus der EU nach dem gewaltsamen Aufbrechen von Google, und tatsächlich scheinen die Pläne zur Umstrukturierung spätestens seit Anfang 2014 zu existieren, da die Domain der neuen Alphabet-Website in dem Zeitraum erstmals gesichert wurde.

Gleichzeitig kämpft Google schon seit Langem mit Vorwürfen der Intransparenz, was sich mit einer klareren Trennung der verschiedenen Geschäftsbereiche nicht nur auf dem Papier ändern könnte. 

Zuletzt gibt es die wirtschaftliche Komponente. Die Google-Aktie und das Google Geschäft sind gesund, doch Börsenerwartungen werden bereits seit einigen Quartalen nicht mehr erfüllt (was freilich nicht viel bedeutet, denn der Umsatz wächst in gesundem Maße weiter). Die klare Trennung des Flaggschiffs (die Google-Marke) von den zahlreichen Nebenkriegsschauplätzen, die momentan in aller Regel lediglich Geld schlucken, ohne dabei Umsätze zu generieren, erlaubt es Google selbst ebenfalls, sich wirtschaftlich stärker und von diesem Ballast unabhängig darzustellen, wenn in künftigen Quartalsberichten unnötige Geschäftsinvestitionen schlichtweg nicht mehr auftauchen. Zumindest nicht im Zusammenhang mit Google selbst. Im Prinzip ist dies einfach eine Maßnahme für Investoren.

Direkter formuliert: So können Zahlen auf eine Art und Weise geschönt werden, wie es bisher nicht möglich war, da Google als großes Konglomerat neben seinen gewaltigen Einnahmen auch immer gewaltige Investitionen zu verbuchen hatte. Dieses Kuddelmuddel wird künftig dem Mutterunternehmen Alphabet anhaften, nicht dem heimlichen Kern und der Vorzeigemarke Google.

Ändert sich für den Nutzer dadurch etwas? Wir wüssten nicht, was.

Top-Kommentare der Community

  • Björn N. 11.08.2015

    Skynet als Firmenname wäre absolut genial gewesen ^^

  • Stephan Serowy 11.08.2015

    Aber ganz ehrlich, ich sehe nicht, was hier reißerisch ist (meine Kollegen übrigens auch nicht - wir haben die Kritik natürlich wie immer ausführlich diskutiert). Wo werden skandalisierende Vokabeln verwendet oder Sensationshascherei betrieben? Gut, die eine Zwischenüberschrift war jetzt ein kleiner Scherz, den man lustig finden kann oder nicht, aber das ist nicht einmal als Wertung gemeint. Wo ist denn sonst eine persönliche Wertung im Artikel? Komm schon, etwas Humor darf sein, und ich denke, der Witz erschließt sich auch schnell, ob man nun drüber lachen will oder nicht (ich vermute mal, dass es auch nur selbst bekennende Google-Gegner sind, die sich dem Humor verschließen, weil sie sich persönlich angegriffen fühlen - dabei ergäbe der Satz nicht einmal Sinn, wenn man ihn ernst nehmen wollte). Aber wenn es dir besser gefällt, formuliere ich es als Frage um und spendiere dem Wort "Analphabeten" sogar Gänsefüßchen zur semantischen Distanzierung vom eigentlichen Inhalt des Wortes...

  • DiDaDo 11.08.2015

    Das Lustige ist, dass ich die Überschrift zehn mal lesen musste, um zu verstehen was gemeint ist. Ich bin davon aufgegangen, dass Google selbst mal wieder eine Firma aufgekauft hat und wunderte mich über das schlechte Deutsch. :D So weit ist es schon ...

  •   30
    Dean G...... 11.08.2015

    Google-Gegner sind nun Analphabeten
    Das ist Bild-Niveau....sowas hat hier nix zusuchen...

  • Alexander Grüßung 11.08.2015

    Jede andere Newsseite schreibt objektiv darüber und ihr macht wieder ne Überschrift ala BLÖD-Zeitung.
    Was soll das werden?

50 Kommentare

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  • Wie es wohl später weitergehen wird?

  • Das hätte ich auch gesagt. Die hätten dann noch Facebook, Twitter und Amazon; sowie viel mehr "Internet-Größen" übernommen.

  • Die Überschrift des Artikel ist völlig deplatziert und im typischen "Bild-Stil". Google strukturiert sich neu, da gibt es keine "neue Firma" die daherkommt und Google schluckt... Der Artikel und die News an sich ist ja interessant genug, wieso also die sinnlose Effekthascherei?

    • Damit du den "interessanten Artikel" bzw. die News auch liest. Was du, oder zumindest 90% der anderen Leser, nicht getan hättest, wenn da stünde "Google strukturiert sich um". Davon aber mal ganz abgesehen ist an dem Titel durchaus etwas Wahres dran, denn Google degradiert sich selbst damit zum Tochterkonzern (auch ein Titel, den wir im Gespräch hatten). Das mag nur auf dem Papier und vor dem Steuerrecht so sein, und geklickt hätten das vermutlich genau so wenige, aber es ist wahr und zumindest aus unserer Sicht nicht uninteressant.

      • Das sollte euch aber zu denken geben, wenn ihr so verzweifelt auf dieses billige Click-Baiting angewiesen seid. Ganz mal davon abgesehen woher oder wie ihr diesen krassen Wert - 90% der User würde die News nicht lesen - erhebt.
        Ich habe die Neuigkeit bereits vorher - ohne sensationsgeilen Titel - wahrgenommen. Andere Medien schaffen es auch mit neutralen Titel meine Aufmerksamkeit zu bekommen.
        Die Neuigkeit an sich ist schon so überraschend und Sensation genug. Folglich auch lesenswert ohne diesen überrissenen Titel. Ob sich darin ein funken Wahrheit finden lässt steht überhaupt in keiner Relation zur tatsächlichen Begebenheit. Es gibt keine neue Firma, bzw. Eigentümer. Diese sind schliesslich immer noch die gleichen...

  • Ich habe jetzt Angst um meine Daten, denke meinen Account werde ich nun löschen.....

    • Also ich denke, anders mit den Daten geht "Alphabet" bestimmt nicht um als es noch "Google hieß" und keine "Money-Giving-Holding" war. Obwohl: Google an sich ist schon zu einer "Money-Giving-Holding" geworden, so wie "Volkswagen" oder "Daimler" im Automobilbau.

  • Entscheidung seitens Google okay. Artikel okay. Nothing to do here for me. :D

  • Hier werden kosten vom A nach B gesteckt um Steuern zu sparen. Nichts besonders, arm, aber nichts besonderes.

    • Unternehmen optimieren sich immer im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten - was ihr gutes Recht ist. Viel schlimmer finde ich den Steuer-Konkurrenzkampf mit unseren "Freunden" in Luxembourg und Irland. Weshalb wohl sitzen Google und Amazon in solchen Ländern? Weil Luxembourg und Irland z.B. mit Dumping-Steuern locken, die die Unternehmen in Deutschland nicht bezahlen müssen. Insofern verdienen diese auf moralisch höchst grenzwertige Art und Weise an deutschen Umsätzen...

  • Ich weis jetzt ehrlich gesagt nicht, warum hire schon wieder so viele Leute über den Artikel oder die Überschrift meckern...
    Für mich alles im grünen Bereich :)

  •   23

    Sehr reißerisch diese Überschrift aber ok ,

    Nun den ich bin gespannt was Nokia macht 2016 ,Sie wollen ja auch wieder in den Smartphonemarkt einsteigen ,allerdings die Geräte nicht selbst herstellen ,sondern herstellen lassen.

    So weit so gut,ist ja schon mal eine gute Taktik ,aber ob sie mit Android Erfolg haben werden ?

    Wenn ihr darüber Kenntniss haben solltet ,zum Thema Nokia ,würde ich mich sehr auf einen Artikel darüber freuen.

  •   30

    Google-Gegner sind nun Analphabeten
    Das ist Bild-Niveau....sowas hat hier nix zusuchen...

    • Das hat genau in dem Artikel nicht gepasst. Stephan komm schon mehr Sachlichkeit und guter Journalismus anstatt zuviel eigene Wertung und reißerisch. Ich weiss du kannst es besser

      • Aber ganz ehrlich, ich sehe nicht, was hier reißerisch ist (meine Kollegen übrigens auch nicht - wir haben die Kritik natürlich wie immer ausführlich diskutiert). Wo werden skandalisierende Vokabeln verwendet oder Sensationshascherei betrieben? Gut, die eine Zwischenüberschrift war jetzt ein kleiner Scherz, den man lustig finden kann oder nicht, aber das ist nicht einmal als Wertung gemeint. Wo ist denn sonst eine persönliche Wertung im Artikel? Komm schon, etwas Humor darf sein, und ich denke, der Witz erschließt sich auch schnell, ob man nun drüber lachen will oder nicht (ich vermute mal, dass es auch nur selbst bekennende Google-Gegner sind, die sich dem Humor verschließen, weil sie sich persönlich angegriffen fühlen - dabei ergäbe der Satz nicht einmal Sinn, wenn man ihn ernst nehmen wollte). Aber wenn es dir besser gefällt, formuliere ich es als Frage um und spendiere dem Wort "Analphabeten" sogar Gänsefüßchen zur semantischen Distanzierung vom eigentlichen Inhalt des Wortes...

      • Ich muss ehrlich sagen, dass ich ausnahmsweise mal nichts am Artikel auszusetzen habe, gut gemacht Stephan!
        Ich bin zwar nicht dein größter Fan (wie du sicherlich weißt), aber Kritik nur der Kritik wegen zu üben, finde ich dann doch etwas hart.
        Hier ist bis auf die Zwischenüberschrift alles sachlich und neutral gehalten - und bei der müsste ich sogar schmunzeln, als wertend oder so habe ich das jetzt nicht empfunden :D

        Ich wünsche mir mehr solche Artikel von dir ;)

      •   30

        Als wenn deine Kollegen, den schneit hätten dir ( `chef ´) zusagen der artikel wäre schräg....deine Überhebliche art, und deine Aroganz, kommt nicht gut rüber, die Manifestiert sich in FAST allen Artikeln von dir..seitdem du das sagen hast, geht es mit dieser Seite abwärts...aber das scheint dir ziemlich egal zusein...deinen Chef´s und dir zählen nur klicks...es scheint das es mit der Seite Pit,es nach oben geht, eben wegen diesen Klicks, aber in wirklichkeit geht es abwärts

  • Ja herzlichen Glückwunsch 👍(Ironie Ende).

  • Jede andere Newsseite schreibt objektiv darüber und ihr macht wieder ne Überschrift ala BLÖD-Zeitung.
    Was soll das werden?

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