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Diese kommenden Technologien werden Euch umhauen

Die High-Tech-Branche darf nicht schlafen, wenn sie neue Kunden hinterm Ofen hervorlocken will. Wir stellen Euch ein paar Technologien vor, die Euch so richtig beeindrucken dürften.

Eine zweimal 12 Megapixel Dual-Kamera ist bei einem Smartphone für mich...?

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Das war Augenblicke, bevor Scotts Kopf explodierte. / © ANDROIDPIT

Schöne neue, virtuelle Welt

Samsung und LG haben Googles Cardboard weiterentwickelt und verwandeln Euer Smartphone in ein Virtual-Reality-Headmount. Die Bewegungssensoren reagieren sehr schnell und die Displays liefern die nötige Auflösung, sodass nur noch der Sound nachziehen muss, um Euch das perfekte VR-Erlebnis zu besorgen.

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Bisherige Headmounts sind nichts als eine Studie für das, was uns erwartet. / © ANDROIDPIT

Samsung arbeitet mit Oculus VR zusammen, sodass diese Lücke wahrscheinlich bald geschlossen wird. Denn dort hat man bereits Audio entwickelt, dass Eure Position verfolgt und den Klang entsprechend neu abmischt. HTC hat ebenfalls ein Eisen im Feuer und entwickelt mit Grafikkarten-Experte Nvidia eine VR-Lösung, die unseren Kollegen im Bild von den Socken gehauen hat. Wie sich das mit dem Android-Kosmos verbinden wird, wollen wir einmal abwarten.

Was uns aber am meisten beeindruckt hat, ist Magic Leaps Vision von VR. Das ist eine Firma, die Google gerade erst aufgekauft hat, und in einem Demovideo hat man uns jüngst gezeigt, was in absehbarer Zeit mit VR-Brillen möglich sein soll, vor allem in Kombination mit Technologien à la Project Tango (die wir Euch weiter unten vorstellen). Sehr zu und staunet:

Geräte, die mitdenken

Google hatte sein Project Tango, Qualcomm hat Zeroth. Beides sind Ansätze, Smartphones eine Form von Bewusstsein für Eure Umgebung zu geben. Damit ergeben sich komplett neue Anwendungsgebiete und -formen von Smartphones und deren Nachfolgern. Auch in den selbstfahrenden Autos spielt die Sensor-Technologie freilich eine Rolle.

Zeroth von Qualcomm hingegen will nicht nur ortsbewusste Technologie, sondern einen Silizium-Nachbau des menschlichen Gehirns. Diese Neurale Prozessoreinheit (NPU) wird im Rahmen des Zeroth-Projektes stetig weiter definiert. Das soll es ermöglichen, dass technische Geräte ähnliche Lernfähigkeiten haben wie ein Kind. Positives und negatives Feedback Eurerseits reicht dann aus, dass Euer Smartphone zu bestimmten Gelegenheiten bestimmte Dinge tut. App-Entwickler werden über Schnittstellen auf diese Fähigkeiten zugreifen können, sodass die komplette Software-Landschaft eine Form von Kontextbewusstsein entwickelt, die wir so noch nicht kennen.

Etliche Routine-Handgriffe entfallen dann, sodass wir einfach zum Auto laufen müssen, einsteigen und das Smartphone dem Fahrzeug mitteilt, dass es uns zur Tante fahren soll, da wir uns letzte Woche telefonisch mit ihr verabredet hatten. Unterwegs macht es uns zwei oder mehr Vorschläge für Spiele oder Filme, die wir auf der Windschutzscheibe anschauen wollen. Moment, wieso auf der Windschutzscheibe?


Link zum Video

Transparente und biegsame Displays

Jedes zweite Display auf der Welt kommt von LG oder Samsung. Diesen Erfolg kann man aber nur aufrecht erhalten, wenn man den Leuten nächstes Jahr etwas zeigt, das sie wirklich vom Hocker haut. LGs Curved Displays sind schon eine interessante Sache und das G Flex 2 ist ein schönes Demo-Exemplar. Doch da geht noch viel mehr.

LG transparent OLED
LG hatte schon im Jahr 2014 transparente Displays gezeigt. Die Massenproduktion lässt noch auf sich warten. / © LG

„Die Entwicklung an einer Technologie, um einen virtuellen Raum auf Glas zu erzeugen, ist bereits abgeschlossen. Wir haben sogar einen Prototypen zu Vorführzwecken. Es wird aber noch dauern, bis das Produkt in den Handel kommt, da man noch nicht in den nötigen Massen produzieren kann.“

Korrekt gelesen: LG hat durchsichtige Displays in der Pipeline. Zusammen mit selbstfahrenden Autos wird eine Reise oder das tägliche Pendeln damit zur Unterhaltungsfahrt. Zusammen mit Schaufenstern wird Shopping damit zur endgültigen Reizüberflutung. Displays müssen damit endlich keine blickdichten Wände mehr sein. Auch ein genialer Anwendungsbereich für sie: Smartwatches. Noch sind die Uhren fett und ihre Displays sind der Tod für die winzigen Akkus. Doch mit einem transparenten Display könnte man eine normale Quartz-Uhr aufsmarten, und vor allem könnte man sie noch als Uhr verwenden, wenn der smarte Teil schon wieder ohne Saft ist.

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Samsung baut vielleicht bald biegsame Displays. / © Samsung

Die biegsamen Displays, die Samsung uns bis zum Jahr 2016 verspricht, könnten Tablets im Handumdrehen in einen übergroßen Widescreen verwandeln. Während das Tablet im portablen Modus nur zehn Zoll Diagonale hat, ließe es sich im Präsentationsmodus auf den Tisch legen und auf die dreifache Größe auffalten. Bisher nur eine Fantasie, doch nächstes Jahr vielleicht schon Wirklichkeit.

Mehr Biometrie für bequemere Sicherheit

Ob Samsung oder Qualcomm, alle bemühen sich darum, Eure Smartphones auf bequemere Arten sicher zu machen. Samsung hat unlängst zusammen die vom Stanford Research Institute entwickelte Iris on the Move lizenziert, mit der man pfeilschnelle Iris-Scans machen kann. Wann Samsung das erste Gerät mit dem Iris-Scanner präsentieren wird, wissen wir noch nicht, aber alleine das Versprechen, dass es 1.000 mal so akkurat wie jetzige Fingerabdruck-Scanner arbeiten soll, macht uns ungehalten vor Vorfreude.

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Der Fingerabdruck-Scanner des S6 ist besser als der alte, aber noch lange nicht gut. / © ANDROIDPIT

Qualcomm hatte bereits auf dem MWC 2015 einen Prototypen eines neuartigen Fingerabdruck-Sensors gezeigt, der mit Ultraschall arbeitet und erkennt, ob Blut in den Gefäßen fließt. Seine kompakte Bauform macht es möglich, ihn irgendwo unsichtbar im Smartphone-Gehäuse unterzubringen. Auf die Art würde Euer Smartphone wie von Geisterhand erkennen, dass Ihr Ihr seid und kein Passwort mehr verlangen.

Auch gespannt? Was sind Eure High-Tech-Fantasien, deren Ansätze Euch schon heute Freudentränen in die Augen treiben?

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