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4 Min Lesezeit 12 Kommentare

Diese vier Science-Fiction-Ideen kann man heute kaufen

Die Haushalte werden smarter und vernetzter als je zuvor. Alle Geräte sprechen miteinander im Internet der Dinge und werden steuerbar durch nichts weiter als einen Sprachbefehl oder sogar bloß eine Geste. Von uns definierte Programme regeln alles nach unseren Wünschen automatisch, wenn wir das wollen. Diese Visionen sind aber nicht neu. Alte Filme liefern den Videobeweis: Aus Fiktion wird langsam Wirklichkeit.

Licht per Sprachbefehl

Philips und Amazon Echo integrieren sich dank der KI "Alexa" so, dass Ihr Eure Beleuchtung im Haushalt per Sprachbefehl steuert. "Hey Alexa, mach es im Wohnzimmer ein bisschen dunkler". Im Test von Amazon Echo erklärt Kollege Hans-Georg: "Besonders spannend sind die Möglichkeiten, wenn Ihr auf Smarthome-Lösungen wie Philips Hue, Telekom Magenta SmartHome, digitalSTROM oder Netatmo setzt. Denn diese Smarthome-Gadgets könnt Ihr via Skill über Alexa steuern."

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Schlaue Lampen lassen sich von der Smart-Home-Zentrale sprachsteuern. / © AndroidPIT

Wie das aussieht, wenn's fertig ist? Der Film Demolition Man aus dem Jahr 1993 hat eine Demo von einem perfekt eingerichteten Alexa-Setup bereits integriert. Der Bösewicht Simon Phoenix (Wesley Snipes) hat den Sprachbefehl fürs Licht vom deutschstämmigen "Lights" kurzerhand ins lateinisch-stämmige "illuminate" abgeändert. Personalisierung der Smart-Home-Lösungen wird wohl auch der zweite Schritt sein, sobald unsere Haushalte einmal vernetzt wurden. Ebenso muss die heute noch nötige Hotword-Aktivierung per "OK Google" oder "Hey Alexa" noch überwunden werden, wie es im Film schon der Fall ist.

Telefonieren mit dem Fernseher

Während zum Glück noch nicht alle Fernsehapparate eine Kamera auf Euch richten, sind Spielkonsolen von Microsoft und Sony schon seit geraumer Zeit mit Optiken ausgestattet. Diese lassen sich natürlich auch für Video-Anrufe einsetzen. Microsoft, Besitzer von Skype und Hersteller der Xbox, verbindet natürlich die beiden Dienste und erlaubt somit Skype-Calls am Fernseher.

Eine Video-Konferenz am Fernseher gibt es in vielen Filmen. Eines der markantesten Beispiele dürftet Ihr aus dem 1989er Klassiker Zurück in die Zukunft II kennen. Dort wird Marty McFly per Video-Anruf und anschließendem Fax von seinem Chef und Bully Needles gefeuert.

Im Hause McFly ist praktisch alles sprachgesteuert. Und die Macher haben schon die Macken der Technik vorhergesehen: Die Sprachsteuerung springt oft erst beim zweiten oder dritten Mal Anbrüllen an. Und noch mehr: Die Kinder tragen permanent AR-Brillen zum Chatten mit ihren Freunden, und werden offenbar per Einblendung über eingehende Telefonate im ganzen Haus informiert, sodass sie wissen, wer Papa anruft.

Die komplette Vernetzung greift über

Als cineastisches Paradebeispiel einer Böse gewordenen künstlichen Intelligenz geben sich SkyNet aus der Terminator-Reihe und HAL 9000 aus 2001: Oddyssee im Weltraum ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch nur bei Kubricks Klassiker aus dem Jahre 1968 bekommt die Maschine eine Art Gesicht, eine Stimme und vor allem einen eigenen Charakter, der im Laufe des Films die komplette Handlung an sich reißt, indem er das Leben der menschlichen Charaktere absichtlich in Gefahr bringt, um sein eigenes Bestehen zu schützen.

HAL 9000 wird in etlichen Episoden von Futurama oder den Simpsons aufgegriffen und ein sprechendes, rotes Auge gilt bis heute als Symbol der bösen Maschine, welches die Kontrolle übernimmt.

Kombinieren wir mit Gestensteuerung

Qualcomm hat mir in seinem Advanced Content Lab ein VR-Headmount gezeigt, mit dem ich meine Finger aufzeichnen und sie im virtuellen Raum nutzbar machen konnte. Noch in diesem Jahr erwarte ich Geräte, die diese Technologie in der Praxis nutzen.

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Meine Hand, gefilmt durch das Auge des VR-Headmounts. / © AndroidPIT

Maschinen können also unsere Hände in den virtuellen Raum übertragen und die dargestellten Inhalte mit Eingaben unserer Hand interagieren lassen. Freihand-Steuerung von Projektionen sind also kein Problem mehr. Gepaart mit einer intelligenten Sprachsteuerung, deren Hardware man in Form von Google Home oder Amazon Echo schon jetzt kaufen kann, sind wir also verblüffend nah dran an Tony Starks Aufbau aus dem 2010 erschienenen zweiten Teil des modernen Iron Man Franchise.

Hoffnung oder Spuk: Was bringt die Zukunft der smarten Häuser?

Die Realität hat die Science Fiction in vielen Bereichen eingeholt. Jetzt stehen wir an dem Punkt, an dem die komplett vernetzte Technologie unser Zuhause übernehmen wird. Junge Entwicklungen wie WLAN-Rounter mit integrierter Smart-Home-Hub-Funktionalität zeigen, dass die Industrie uns quasi in den Smart-Home-Ökokosmos hereinschieben wird, ob wir das wollen oder nicht. Wir als Kunden müssen dann umso genauer darauf achten, wie viel Vernetzung wir mit unseren Geräten zulassen wollen. Nicht, dass wir eines Tages vor unserem Haus stehen und es sich bei uns entschuldigt: "I'm sorry Dave, I'm afraid I can't do that."

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12 Kommentare

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  • Alles wird smart,nur der Mensch verblödet langsam. Wo ist der Sinn ?


  • Ich warte noch immer auf "das" echte Hoverboard und die genaue Wettervorhersage wie im Zurück in die Zukunft 😋

    Ansonsten dann ein Holodeck wie bei Avatar oder vom Iron Man 😎


  • Was ist mit den Muscheln? Wann gibt es die? :D


  • Hey. Ich will ja kein Spielverderber sein und vor allem bin ich für eine Smarte Welt. Aber! Alles wird Smart, Autos, Handys etc aber der Mensch wird dümmer. Ich kenne kaum Kinder die eine normale Karte lesen können oder gar Handwerklich was auf die Reihe kriegen. Die Autofahrer verlassen sich so dermaßen auf ihre Assistenzsysteme, das sie immer Risikoreicher fahren. Wir lassen uns manipulieren von Facebook und Google ohne mal ein bisschen selbst zu denken. Wir hinterfragen nicht mehr. Die Jugend, vielleicht nicht alle, verblödet. Nehmt einem 14 Jährigen das Smartphone weg, die Playstation, die ganze selbstverständlich gewordene Technik. Er hört auf zu atmen. Ich wäre ja mal dafür, das der Mensch wieder Smart wird. Vielleicht hört ja dann das ganze weltweite Elend auf. Denkt mal drüber nach....


    • Stimmt, weil es damals kein Elend gab, schöne Welt die du dir da zurecht bastelst.
      Übrigens, ich, 29J alt kann ebenfalls keine Karte lesen und Handwerklich habe ich nichts auf dem Kasten. Und ich bin nicht mit Playstation, Handy und co aufgewachsen sondern war fast den gesamten Tag über draußen. Es gibt Dinge die liegen einem nicht, ganz einfach. Es hat seine Gründe weswegen ich zB einen sozialen Beruf ergriffen habe.
      Handwerk interessiert mich einfach null, so war es schon immer.

      Früher war alles so gut und toll bla bla, ich kann dieses gesabbel echt nicht mehr hören/lesen.


  • Nennt mich altmodisch, aber ich will das alles nicht. Na gut, Licht per Sprachbefehl anmachen okay, das könnt ichmir noch vorstellen, den Rest aber bitte nicht. Wir Menschen werden so immer fauler, irgendwann vielleicht ohne Maschinen und Technik Lebensunfähig. Weit weg scheint das heute nicht mehr zu sein, wenn ich mir manchmal so einige junge Menschen anschaue, es sind aber weiß Gott nicht alle.


  • Da ich gewohnt bin daß zu Hause alle auf mein Kommando reagieren freue ich darauf auch die Technik mit einfachen Befehlen zu steuern.😉


    • Die Technik soll uns unterstützen, nicht uns faul werden lassen. Das sind auch nur Dinge, die das Leben einfacher machen. Es wurden ja auch Autos erfunden, und der Mensch wurde dann auch faul zu gehen. Bestimmte Dinge dienen einfach dazu, das es schneller geht.


  • ich hätte keine lust, mit maschinen nach der maloche zu quasseln. da reicht mir die arbeitszeit, während welcher ich mit menschen reden muss.


  • Naja, die Smarthome-Vernetzung ist ja technisch gesehen nicht viel mehr als eine bessere individuell programmierte Zeitschaltuhr. Sprachsteuerung ist ebenso ein alter Hut, nun halt intelligenter durch weltweite Vernetzung. Und Gestensteuerung für den Massenmarkt kennt man spätestens seit der Wii oder Xbox. Auch schon 10 Jahre her.

    Alles nicht wirklich etwas, was ich damals als Science Fiction gesehen hätte. Im Grunde genommen ist die Entwicklung recht langweilig und enttäuschend, was sowas betrifft.


  • Ein smartes Haus bringt vor allem aus gesundheitlicher Sicht eine Menge Freude mit. Sollen sich alle schön Ihr ganzes Haus mit Elektrosmog zuballern. In 10-20 Jahren gibt's garantiert die Quittung retour. Und wofür? Damit man futuristisch unterwegs ist und die Lampen, Kühlschränke und was weiß ich nicht noch alles über wlan steuern kann.


  • Gefällt mir! Echt süß schaurig.

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