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Diese Nougat-Features bekommt Ihr nicht per Update

Jetzt, wo die Verteilung der Updates auf Android 7.0 Nougat beginnt, freuen wir uns auf die neuen Features, die es mit sich bringt. Manche von ihnen lassen sich jedoch nicht per Update nachrüsten und erfordern ein neues Smartphone. Welche dieser Features das sind, und warum wir sie nicht ohne neues Smartphone bekommen werden, erfahrt Ihr hier.

Google wurde immer besser darin, Nexus-Besitzer in den Prozess der Entwicklung neuer Betriebssystem-Versionen einzuspannen. Im Falle von Android 7.0 bekannt die Developer-Preview-Phase bereits im März. Erstmals konnte man über das Beta-Programm auch ohne großen Aufwand die Preview installieren und mitmachen. Nichtsdestotrotz blieben manche dieser Features für die Öffentlichkeit verborgen.

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Das Nexus 6 bekommt Nougat, das Nexus 5 nicht. / © ANDROIDPIT

Das 2014 erschienene Nexus 6 ist das älteste Google-Gerät, das das Update auf Android 7.0 Nougat von Google bekommen wird. Auch die jüngeren Modelle Nexus 5X und 6P werden es bekommen. Aber das heißt nicht, dass ihre Nutzer in den Genuss aller Nougat-Features kommen werden. Dasselbe gilt für die übrigen Android-Smartphones, die von Marshmallow auf Nougat aktualisiert werden. Und von denen kommen noch einige neu auf den Markt.

Es werden noch mehr Marshmallow-Phones neu vorgestellt werden

Der Zeitpunkt des Nougat-Releases ist schwierig gewählt. Erstmals erscheint die neue Android-Version vor der IFA, auf der nach wie vor einige Smartphone-Premieren stattfinden. Voraussichtlich die wenigsten der neuen Android-Geräte werden Nougat ab Werk aufweisen. Das erste Nougat-Phone, von dem schon offiziell gesprochen wird, ist das LG V20. Doch welcher Vorteil ergibt sich daraus, wenn Nougat schon vorinstalliert ist?

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Google zeigt schon eine Vorschau auf das Nougat-basierte LG V20. / © Google

Diese Nougat-Features gibt es nur mit einem neuen Smartphone

Zwei wichtige neue Nougat-Funktionen können nicht per Update nachgereicht werden, eine weitere nur mit Komplikationen. Gemeint sind die so genannten Seamless Updates, die Virtual-Reality-Plattform Daydream sowie die Verschlüsselung auf Datei-Ebene für den schnellen Start.

Das sind Seamless-Updates

Seamless Updates machen den Update-Vorgang für Euch als Smartphone-Anwender komplett unsichtbar. Während Ihr Euer Smartphone normal im WLAN verwendet, wird das Update heruntergeladen und auf einer zweiten, inaktiven Systempartition installiert. Startet Ihr Euer Smartphone neu, wird Android von der aktualisierten Partition gestartet.

Dieses geniale System lässt sich nicht per Over-the-Air-Update von Marshmallow auf Nougat umsetzen, da Android-Phones von sich aus nicht in der Lage sind, ihre Partitionstabelle zu verändern. Dazu bedarf es externer Unterstützung, etwa durch eine Companion-Software am PC und eine USB-Verbindung. Dass LG, Samsung, Sony und die anderen Hersteller ihre jeweiligen Software-Suiten dafür einsetzen werden, schätze ich als unrealistisch ein. Kollege Hans-Georg hat das Thema schon im Mai erörtert:

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Google liefert einen herstellerübergreifenden VR-Standard - für neue Smartphones. / © ANDROIDPIT

Auch Daydream-VR gibt es nur für neue Geräte

Auch die Daydream-Plattform gibt es nur mit neuen Geräten. Zwar gilt der Software-Teil als Nougat-Feature, doch ist dieser ohne die passende Hardware wirkungslos. Der Schriftzug "Daydream Ready" wird Verpackungen künftiger Smartphones zieren und darauf hinweisen, dass sie sich an den neuen Virtual-Reality-Standard halten.

Direct Boot und Verschlüsselung auf Datei-Ebene

Nougat macht nicht nur Updates, sondern auch den Startvorgang schneller. Leider sitzt der so genannte Direct Boot die neue Verschlüsselung auf Datei-Ebene voraus. Und um diese zu aktivieren, müsst Ihr bei bisherigen Nexus-Geräten die Dateiverschlüsselung nachträglich aktivieren. Dies hat zur Folge, das all Eure persönlichen Daten vom Gerät gelöscht werden. Überdies war das nachträgliche Aktivieren dieser Funktion mit Fehlern verbunden, als wir es zum letzten Mal ausprobiert hatten:

Nougat = Newgat?

Auch wenn viele der Nougat-Features selbst Update-würdigen Geräten vorenthalten werden, handelt es sich um ein lohnenswertes Update. Eure Akkulaufzeit wird sich voraussichtlich verbessern, die Produktivität erhöhen und die monatlichen Sicherheitsupdates sind weniger lästig, da das "Apps werden optimiert" entfällt.

EH
Eric Herrmann
Neugerät-exklusive Nougat-Features sind für mich kein Kaufkriterium.
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Top-Kommentare der Community

  • Michael K. vor 3 Monaten

    Ob es jetzt so ein riesen Verlust ist, auf älteren Geräten kein "seamless Update" zu bekommen, sei mal dahingestellt.
    Das Verfahren, das nur bei Major-Upgrades Sinn ergibt, (und im embedded Bereich, wo es auf kurze Stillstandszeiten ankommt, ein alter Hut ist) erfordert immerhin die Reservierung von einigen Gigabyte des knappen internen Speichers, der demzufolge nicht mehr für Apps zur Verfügung steht.
    Und wofür das? Um zweimal, mit sehr viel Glück dreimal im Verlauf eines Gerätelebens ein bisschen Zeit zu sparen. Ich habe solche Aktivitäten ohnehin nebenbei am Fernsehabend erledigt, so dass die Ausfallzeit des Smartphones nicht wehgetan hat.
    Ähnlich mit der nötigen JIT-App-Neukompilierung bei monatlichen Sicherheitsupdates. Oft kurz zu warten muss nicht besser sein, als einmal lang. Die langwierige Neukompilierung aller Apps (unmittelbar nach Einspielung des Patches) könnte man auch auf Zeiten verlegen, wo sie nicht stört (Fernsehabend). Nur wenn man viele Apps zwischen mehreren Sicherheitsupdates nicht nutzt, ergibt sich ein Zeitgewinn, da Apps nicht unnötig oft vorkompiliert werden.
    Hier sollte der Anwender zumindest entscheiden können, welche Form der Vorkompilierung er wählt, oder ob er beide kombiniert (Apps werden beim Aufruf dann JIT-kompiliert, wenn sie noch nicht enbloc vorkompiliert wurden).
    Der Wegfall der "Daydream"-Unterstützung oder zukünftiger Funktionserweiterungen, bei älteren Geräten, die damit zurechtkämen, ist allerdings wirklich ärgerlich.
    Vielleicht hat das Ganze aber sogar eine gute Seite.
    Werden Neugeräte in Zukunft auch funktional bessergestellt, als upgegradete Altgeräte, könnte es für die Hersteller attraktiver werden, Upgrades für Altgeräte schneller auszurollen.
    Negative Effekte auf den Verkauf der neuen Modelle werden dadurch zumindest abgemildert.

44 Kommentare

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  • Ich kann mir vorstellen, dass es Leute geben wird, die generell froh wären, wenn sie das Update bekommen würden. Wenn auch mit abstrichen.^^

  • Udo K. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Samsung soll entlich Tizen auch in Europa zurverfügung stellen. ******Android bevor eine Serie Fehler frei läuft kommt das nachfolger.

    *edit by Mod Leon:
    Kraftausdruck entfernt*

  • 20
    RCH vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    in Kasten aufgesplittet...nein danke goggle

  • Bitte lasst mal eine Rechtschreibprüfung über den Artikel laufen.
    Da drehen sich einem die Fußnägel nach innen...

    • Marcel vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Bitte lass es mal den Deutschlehrer zu spielen...

      • Die Rechtschreibung, der Duden.

        Alles ist dafür da, um es einzuhalten.
        Zudem verbessert es die Leseverständlichkeit.

      • Marcel vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        mimimimi

      • Peter vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Die deutsche Rechtschreibung ist gar nicht so einfach. Wer beherrscht sie wirklich perfekt, der werfe den ersten Stein.

      • 44

        Das der Simon s der zweite deutschlehrer sich hier noch zu Wort meldet war ja klar. Was habt ihr für ein armseliges Leben? Den ganzen tag das Internet nach Rechtschreibfehler Absuchen . Geht Obdachlosen suppe verteilen wäre einiges sinnvoller!
        Ihr seit genau die Typen die den ganzen tag hinter dem Vorhang versteckt sitzen und schaut wann der Nachbar Weg geht und wann er nach Hause kommt.

      • Die Fehler muss man hier gar nicht suchen, die springen dich förmlich an. Keiner ist perfekt, aber ein bisschen Zeit nehmen beim Tippen wäre oft hilfreich für andere hier Lesende.

      • @markus riedberger
        Ihr seid*

      • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Für jemand, der sein Geld mit Schreiben verdient, ist Rechtschreibung doch eine Grundvoraussetzung. So wie ich von einem Koch erwarte, dass er sich vorher mal die Hände wäscht oder von einer Kassiererin, dass sie freundlich dem Kunden gegenüber ist, so kann ich von einem Schreiber auch erwarten, dass er gewisse Konventionen und Gepflogenheiten einhält, die zu seinem Beruf gehören. Es ist einfach höflich, wenn ich gelesen werden will, dass ich dem anderen nicht handwerklichen Pfusch zumute. Das zu kritisieren hat auch nichts mit Oberlehrer zu tun.

      • 44

        wenn man etwas bezahlen müsste um android pit lesen zu können, könnte ich noch zustimmen es ist aber gratis! habe ich aber nicht unbedingt gemeint. schau mal bei den kommentaren nach macht irgendjemand einen noch so kleinen fehler in den kommentaren folgt prommt eine oberlehrerhafte korrektur von simon s. und die schreiben lange nicht alle von berufes wegen.

      • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Ich finde das schon in Ordnung, bei gröberen Unhöflichkeiten etwas zu sagen. Das mache ich ja woanders auch so. Wenn der Kellner mich stundenlang ignoriert oder die Kassiererin einen nicht mal mehr anschaut, weil sie ständig mit der Kollegin im Hintergrund über die Party letzte Nacht quatscht, dann sage ich ja auch was. Natürlich sollte man nicht übers Ziel hinausschießen und selbst höflich bleiben, aber alles gefallen lassen muss man sich auch nicht. Vollkommen egal, ob etwas gratis ist oder nicht (was es im Übrigen nicht ist).

      • Izzy vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        "Die Rechtschreibung, der Duden. Alles ist dafür da, um es einzuhalten."

        Ja ja, Amtsschimmel wollen geritten werden. Erinnert mich irgendwie an die "geführte Exkursion durch die Hölle": Überall Kessel, in denen Menschen mit schweren Stahlketten angeschmiedet waren. Darunter Feuer, etc.pp. Nur in einem Kessel, da saßen die Leute einfach so drin. Frage an den Oberteufel: "Wollt Ihr die nicht auch anketten? Die laufen Euch doch weg!" – Antwort des Oberteufels, der dabei auf den Fußboden rund um den Kessel weist: "Iwo, das sind Deutsche. Da reicht die gelbe Linie."

        Die gelbe Linie darf man schließlich nicht überschreiten. Denn Regeln sind dafür da, dass man sie einhält …

        Davon, welchen "Segen" uns die letzte Rächtschreipreform gebracht hat, möchte ich lieber erst gar nicht reden. Gut, dass ich aus dem Schulalter heraus bin #D

  • Jochen vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Ich teile meine Gedanken. Es lebe Cyanogenmod 14. 😉

  • Ob es jetzt so ein riesen Verlust ist, auf älteren Geräten kein "seamless Update" zu bekommen, sei mal dahingestellt.
    Das Verfahren, das nur bei Major-Upgrades Sinn ergibt, (und im embedded Bereich, wo es auf kurze Stillstandszeiten ankommt, ein alter Hut ist) erfordert immerhin die Reservierung von einigen Gigabyte des knappen internen Speichers, der demzufolge nicht mehr für Apps zur Verfügung steht.
    Und wofür das? Um zweimal, mit sehr viel Glück dreimal im Verlauf eines Gerätelebens ein bisschen Zeit zu sparen. Ich habe solche Aktivitäten ohnehin nebenbei am Fernsehabend erledigt, so dass die Ausfallzeit des Smartphones nicht wehgetan hat.
    Ähnlich mit der nötigen JIT-App-Neukompilierung bei monatlichen Sicherheitsupdates. Oft kurz zu warten muss nicht besser sein, als einmal lang. Die langwierige Neukompilierung aller Apps (unmittelbar nach Einspielung des Patches) könnte man auch auf Zeiten verlegen, wo sie nicht stört (Fernsehabend). Nur wenn man viele Apps zwischen mehreren Sicherheitsupdates nicht nutzt, ergibt sich ein Zeitgewinn, da Apps nicht unnötig oft vorkompiliert werden.
    Hier sollte der Anwender zumindest entscheiden können, welche Form der Vorkompilierung er wählt, oder ob er beide kombiniert (Apps werden beim Aufruf dann JIT-kompiliert, wenn sie noch nicht enbloc vorkompiliert wurden).
    Der Wegfall der "Daydream"-Unterstützung oder zukünftiger Funktionserweiterungen, bei älteren Geräten, die damit zurechtkämen, ist allerdings wirklich ärgerlich.
    Vielleicht hat das Ganze aber sogar eine gute Seite.
    Werden Neugeräte in Zukunft auch funktional bessergestellt, als upgegradete Altgeräte, könnte es für die Hersteller attraktiver werden, Upgrades für Altgeräte schneller auszurollen.
    Negative Effekte auf den Verkauf der neuen Modelle werden dadurch zumindest abgemildert.

  • 44

    schon klar aber doppelte verneinung ergiebt ein ja

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Alles klar!