Test Verfasst von:

die Simpsons™ Springfield

Verfasst von: Thomas Weissenbacher — 21.02.2013

Als Simpsons-Fan freut man sich natürlich sehr, wenn das erste große Simpsons-Spiel für Smartphones und Tablets endlich auch auf Android verfügbar ist. iPhone und iPad kommen schon länger in den Genuss. Der etwas sperrige Namen „die Simpsons™ Springfield“ ist die eingedeutschte Version des englischen Originals „The Simpsons™ Tapped Out“. Aber können die Simpsons in Form eines Aufbau-Spiels überhaupt überzeugen?

 

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
4.1.2 4.13.5

Funktionen & Nutzen

Testgerät
Samsung Galaxy Note 2
Android Version: 4.1.2
Root: Ja
Modifikationen: Nein

Details zur App
Verwendbar ab: 2.3.3
Größe nach Installation: Ca. 168 MB
Ice Cream Sandwich bzw. Jellybean optimiert: Ja

Berechtigungen
Anrufe
Netzwerkkommunikation
Speicher
System-Tools: Ruhezustand des Gerätes deaktivieren
Ihre Konten

Fazit zu den Berechtigungen
Die Berechtigungen von die Simpsons™ Springfield zeigen keine Auffälligkeiten. Fürs Spielen ist eine aktive Internetverbindung notwendig.

Ich kann mich selbst wirklich als riesengroßer Simpsons-Fan bezeichnen. Ich kenne ausnahmslos jede Folge, den Großteil davon habe ich mehrere Male gesehen (in den älteren Staffeln sicher jede Folge über ein dutzend Mal). In fast jeder Lebenslage fällt mir ein passendes Simpsons-Zitat ein. Warum ich das erwähne? Weil es später im Testbericht durchaus noch wichtig ist!

Die Hintergrundgeschichte von „die Simpsons™ Springfield“ ist schnell erklärt und wird auch mit einem Video gezeigt. Homer ist im Kernkraftwerk damit beschäftigt, ein „Happy Little Elves“ Spiel auf seinem myPad zu spielen, übersieht dabei eine Explosion im Reaktor und schon wird Springfield samt Bewohnern in alle Himmelsrichtungen geschleudert. Die Intro-Szene lässt schon ahnen, was man später bestätigt bekommt: Es wurde viel Wert auf Authentizität gelegt: Alle (englischen) Original-Synchronstimmen für jeden im Spiel auftauchenden Charakter sind da, und die Zwischensequenzen sehen aus wie direkt aus einer neueren Folge genommen. Zudem liegt schon der erste Witz im „Happy Little Elves“ Spiel, das Homer spielt: Er findet es langweilig, weil man immer nur tippen und aufbauen, dann wieder warten und aufbauen muss. Also kauft er für viel Geld Beeren ein, die das Spiel beschleunigen. Ganz genau so läuft das Simpsons-Spiel aber auch ab, mit dem Unterschied dass hier nicht Beeren, sondern Donuts die Prozesse beschleunigen. Gerade im Hinblick auf die Donuts (mehr dazu später) ist das sehr selbstironisch. Homer macht sich nach der Explosion zuerst einmal daran, sein Haus wieder aufzubauen. Ist das geschafft, taucht auch Lisa auf und hilft ihrem Vate. So muss man nach und nach mehr Häuser und Gegenstände freischalten und Springfield wieder aufbauen. Dabei muss man sich aber nicht an das „echte“ Springfield halten, sondern kann die Stadt ganz nach Belieben wieder aufbauen. Jeder neue Charakter hat dann je nach Stufe des Spielers verschiedene Aktionen, die er ausführen kann (oft in Interaktion mit anderen Gebäuden oder Gegenständen). Diese dauern von einigen Sekunden bis zu 24 Stunden, und bringen je nach Dauer mehr Geld und Erfahrungspunkte. Auch das Aufbauen von Gebäuden dauert unterschiedlich lange. Zudem kann man alle 24 Stunden in ein „alternatives Springfield“ gehen und dort kurze Zeit interagieren.

Die Liebe zum Detail und der klassische Simpsons-Humor wurden wirklich gut umgesetzt - auch die deutsche Übersetzung ist sehr gut. Ich bin bei den neueren Simpson-Folgen eher skeptisch, da der klassische Simpsons-Humor oft nicht mehr vorhanden ist. Umso überraschter war ich, als im Spiel regelmäßig Anspielungen auf alte Folgen gemacht wurden. Zudem machen sich die Figuren regelmäßig über das Spiel lustig oder Homer jammert bei Aufräumarbeiten, dass er sich wünschte dies wäre ein Shooter-Spiel. Auch die Dialoge und Aktionen der verschiedenen Sprinfieldianer passen genau. „die Simpsons™ Springfield“ ist wirklich keine lieblose Umsetzung, Simpsons-Fans kommen voll auf ihre Kosten. Auch die Anzahl der Gegenstände kann sich sehen lassen: Vom Reifenfeuer über den Zitronenbaum bishin zur Jebediah Springfield Statue gibt es so ziemlich alles, was man in Springfield nicht vermissen möchte. Aber auch wenn alles hervorragend umgesetzt wurde, so kann das über eine Tatsache nicht hinwegtäuschen: Das Spielprinzip an sich gibt es schon in x-facher Ausführung.

Fazit
„die Simpsons™ Springfield“ bringt spielerisch eigentlich nichts Neues. Trotzdem macht es viel Spaß, sein eigenes Springfield nach und nach aufzubauen und dabei gut unterhalten zu werden. Der Umfang an Charakteren, Gebäuden und Items ist aber wirklich sehr groß und lustige Details wie interaktive Itchy und Scratchy Rubbellose sind nette Ergänzungen.

Tipp Nr. 1: Tippt Homer 10x hintereinander an!
Tipp Nr. 2: Die (sehr lauten) Benachrichtigungen der App kann man nicht direkt in der App abschalten. Ab Android 4.1 kann man jedoch unter "Apps" bzw. "Anwendungen" oder "Anwendungsmanager" die Benachrichtigungen einzelner Apps abschalten. Einfach die App in der Liste suchen, auswählen und dann die betreffende Option wählen.

Bildschirm & Bedienung

Alles, was gebaut werden kann, sieht auch genau wie in der Serie aus. So lässt das Haus der Simpsons z.B. kein Detail vermissen (hineingehen kann man aber in kein Gebäude). Auch die Animation der Figuren wurde gut gemacht, jede Aktion ist (sofern sie nicht in Gebäuden stattfindet) voll animiert. Nur bei näherem Hineinzoomen wirkt „die Simpsons™ Springfield“ etwas unscharf, zumindest am Display des Galaxy Note 2. Die Bedienung wurde gut umgesetzt und ist sofort gemeistert.

 

Speed & Stabilität

Stabilitätsprobleme hatte ich bei „die Simpsons™ Springfield“ eigentlich keine; nur einmal konnte kurz keine Verbindung aufgebaut werden. Das Spiel läuft auch absolut flüssig. Dafür haben es aber die Ladezeiten in sich: Alleine schon der Start des Spiels dauert viel zu lange (an die 20 Sekunden).

 

Preis / Leistung

„die Simpsons™ Springfield“ ist kostenlos im Google Play Store erhältlich und enthält keine Werbung. Viele Gebäude und Gegenstände muss man aber mit Donuts kaufen. Diese findet man zwar auch so im Spiel, aber viel zu selten. Die Preise von Donuts reichen von 2.27€ für ein dutzend Donuts bis 100€ für 2400 Donuts. Zum Vergleich: Möchte man den Bau eines Gebäudes verkürzen, kostet das ein paar Donuts, Professor Frinks Labor z.B. kostet 150 Donuts. Auch Spielgeld kann man kaufen, das ist aber eher nicht nötig. Es kann zwar etwas dauern bis man genügend Geld für größere Gebäude etc. beisammen hat, aber es ist problemlos machbar. Die Donuts nerven wesentlich mehr, da man viele Dinge eben nur für Donuts kaufen kann.

 

Screenshots

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