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3 Min Lesezeit 6 mal geteilt 26 Kommentare

Die Ouya ist am Ende und ich weine der Android-Konsole keine Träne nach!

Es hatte alles so gut angefangen mit der Ouya. Leider konnte die von Kickstarter mit über acht Millionen US-Dollar an den Start gebrachte Android-Konsole nicht mal ansatzweise das liefern, was sich viele Unterstützer erhofft hatten. Mittlerweile steht das Unternehmen zum Verkauf und damit scheint das Ende endgültig besiegelt. Meine Meinung dazu: Schade, aber wer so viel Mist baut wie die Ouya-Macher, hat es auch nicht anders verdient!

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Große Erwartungen, die nicht erfüllt wurden. / © Ouya

Wir brauchen mehr solche Träumer!

Ich bin ein großer Fan von kleinen Entwicklern. Von Indie-Studios, die etwas wagen, sich nicht verbiegen lassen und mit ihren Spielen den großen Studios zeigen, wie wenig innovativ sie sind - Suck on this, Call of Duty! Auch ist es immer wieder schön zu sehen, wenn ein kleiner Zwerg einen angeblich übermächtigen Riesen angreift. Die Jungs und Mädels von Ouya hatten allein schon deswegen meine Hochachtung verdient, weil sie es mit Microsoft, Sony und Nintendo aufnehmen wollten.

Auch wenn ich kein Geld gespendet habe, drückte ich den Underdogs doch fest die Daumen und hoffte darauf, dass sie es sich in einer kleinen Nische gemütlich machen. Dass es so nicht gekommen ist, ist traurig, angesichts der eklatanten und schlicht dummen Fehler hält sich mein Mitleid aber eher in Grenzen.

Die Ouya: Ein einfach schlechtes Produkt

Eine einfache Regel aus der harten Geschäftswelt lautet: Bringe ein Produkt heraus, das besser ist als das deiner Konkurrenten. Tja… was war also die Ouya? Sie war definitiv keine High-End-Konsole und die hatte zugegebenermaßen auch niemand erwartet, aber etwas mehr hätte es dann doch sein können.

Um ehrlich zu sein bin ich mit der Konsole nie richtig warm geworden und selbst mein Ouya-Fanboy-Kumpel, bei dem ich das Gerät ausprobieren konnte, war schon nach wenigen Tagen bitter enttäuscht. Vor allem der Controller war ein mittelgroßes Desaster und auch das Spieleangebot ließ zu wünschen übrig. Als Mediathek wurde die Spielekonsole ohnehin schnell von besser ausgestatteten Online-Videotheken verdrängt. Es kam also wie es kommen musste und der Hype verflüchtigte sich sehr schnell wieder.

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Die Konsole ist nicht größer als vier Hanuta-Waffeln. Der Controller ist dafür deutlich mächtiger und schwerer. / © ANDROIDPIT

Und die Moral von der Geschicht?

Wer große Ziele hat, kann gerne auch scheitern. Kein Problem. Was ich beim Falle der Ouya aber sehr bedenklich finde ist, wie sehr hier teils verschuldet, teils unverschuldet mit den Erwartungen der Fans gespielt wurde. Die Idee, eine konkurrenzfähige Android-Konsole herauszubringen, war sicher nicht schlecht, im Nachhinein aber viel zu überambitioniert.

Sich dabei im Vorfeld als “sichere Spiele-Bank” zu präsentieren, war von den Machern ein geschickter Marketing-Zug und ich will hier auch niemanden böse Absichten unterstellen, aufgrund des Misserfolgs wirken heute viele Ankündigungen aber eher wie leere Worthülsen - irgendwie musste ich bei vielen Statements an Peter Molyneux denken… Dass auf Kickstarter nicht nur Träume erfüllt werden, sondern viele dieser Träume auch schnell platzen können, dürfte mittlerweile klar sein.

Es ist nunmal so gekommen wie es gekommen ist und auch wenn enttäuschte Liebe ziemlich schmerzen kann, braucht es doch mehr Träumer, die etwas wagen. Vor allem wenn es um Konsolen und Videospiele geht!   

Top-Kommentare der Community

  • Landstalker 30.04.2015

    Wie soll das Teil denn auch nur ansatzweise Erfolg erzielen ? Habe heute zum ersten Mal von der Konsole erfahren und so geht es wahrscheinlich auch 99 % aller Normalbürger ...

26 Kommentare

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  • Also ich hab damals eine gekauft für 80 Euro. Ist immer noch täglich im Einsatz mit nem Xbox controller, der melee f10, kodi und retroarch kann sie alles was ich will.

  • einfach einen Controller fürs Handy holen und schon hat man denselben Effekt, wie mit der Ouya.

  • 2-L 02.05.2015 Link zum Kommentar

    Na klar sind die Leute bei solch einem Scheitern entäuscht, weil sie an etwas geglaubt haben.

    Bei Crowdfunding-Projekten, muss man leider neben vielen Erfolgen, auch mit eventuellen Verlusten rechnen. Das hat diese Art Finanzierung - etwas anderes ist es nämlich nicht - leider auch so an sich...

  • immer diese niederschmetternden Überschriften - die Ouya wird bei Mir und bestimmt bei vielen anderen Retrospielern länger im Wohnzimmer stehen als hier angesprochen! kann es nicht verstehen das so viele schlecht über ein Produkt labbern, obwohl sie nie etwas damit zu tun hatten.

  • VSD 01.05.2015 Link zum Kommentar

    Duck Game ist einer der besten Offline-Multiplayer der letzten Jahre! Und exklusiv Ouya!

  • Leider war es ein Rohrkrepierer:
    – Ohne Kreditkarte lässt sich das Teil nicht nutzen
    – Nach dieser Hürde kommt der OUYA-Store anstatt der Google-Play-Store
    – Schlechter WLAN-Empfang

  •   51
    XXL 01.05.2015 Link zum Kommentar

    Na ja, mal ehrlich, wen wundert das? Das gleiche Schicksal blüht dem Nexus-Player.

    • Nicht ganz ,Google hat ganz andere Möglichkeiten das Teil zu Supporten ,abgesehen davon ist der playstore drauf welcher wesentlich mehr Apps und Spiele enthält als der ouya Store.
      Und der Markt dafür ist inzwischen wesentlich größer als damals.

  •   50

    Ich lese heute auch zum ersten mal davon.

  • Ich glaub eher, dass es an den gehalt- und inhaltlosen Smartphone Spielen liegt. Die sind mir schon 5 min zu wider.

  •   15

    Habe damals mitgeholfen, das Ding zu finanzieren. Ich bin nicht der Meinung, dass es ein grundsätzlich schlechtes Produkt ist. An den Controller hatte ich mich schnell gewöhnt, wer diesen nicht mochte, konnte einen beliebigen, bluetooth-fähigen Ersatz verwenden.
    Mit Spielen wie BombSquad hatte ich, gerade im Koop-Modus, grossen Spass! Softwareseitig sah es dann aber schon eher düster aus. Es dauerte beispielsweise viel zu lange, bis man die Ouya vernünftig als Streamingmedium verwenden konnte.

  • Solange Sony's Box den markt beherrscht werden es alle anderen schwer haben. .zocker wollen High-End ohne Kompromisse.

  • Das Konzept war mutig und innovativ, aber seiner Zeit voraus. In einigen Jahren wird man zurück schauen und ouya als ersten von vielen Nägeln im Sarg der klassischen Konsolen Hersteller betrachten.

  • Davon gehört habe ich öfter, aber nie etwas wann sie auf den Markt kommt.

    Irgendwie erinnert mich die Story an das WeTab/-Pad. Grossspurig als iPad Killer angekündigt, Verkaufsstart mehrmals verschoben, dann Rezessionen bei Amazon getürkt und dann als Nullnummer auch wieder verschwunden.

  • Es war von Anfang an klar, das die Ouya sich nicht wirklich durchsetzen wird. Wer Playstation oder Xbox kennt, wird sich keine Konsole kaufen auf der nur Smartphone spiele funktionieren. Ich hab mal mit dem Gedanken gespielt mir eine zu kaufen. Hab den Gedanken aber schnell wieder verworfen.

    XXL

  • Ace 30.04.2015 Link zum Kommentar

    Dann wird es zeit das ich mir eine kaufe

  • Ou... was?

  • Naja in einer Zeit, in der das G4 belächelt wird, weil es "nur" den 808er soc und nicht den 810er hat, da hat es eine auf ARM Technik basierende Konsole nicht leicht. Die veraltet doch während sie in der Entwicklung ist.

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