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Die Huawei-Katastrophe: Eine Woche ohne Gewinner
Gewinner und Verlierer 3 Min Lesezeit 31 Kommentare

Die Huawei-Katastrophe: Eine Woche ohne Gewinner

Sonntags abends stellen wir Euch die Gewinner und Verlierer der Woche vor. Diesmal allerdings gibt es nur Verlierer - einer hats noch nicht einmal gemerkt.

Es war ein Paukenschlag in der Nacht zwischen Sonntag auf Montag. Google machte den Anfang und kündigte als Konsequenz aus der Notstandsverordung von Donald Trump die Zusammenarbeit mit Huawei auf. Der Handy-Riese aus dem Reich der Mitte darf die Google-Dienste nicht mehr nutzen und keine Updates mehr liefern. Und mit jeder neuen Meldung wurde es schlimmer für Huawei, denn immer mehr Unternehmen lösen die Verbindungen zu dem Hersteller: ARM liefert keine Chips mehr, Panasonic keine Bauteile, Microsoft keine Windows-Lizenzen, und sogar Micro-SD-Karten darf Huawei nicht mehr verwenden, wenn sich die Situation nicht ändert.

Natürlich haben auch die Kunden unter dieser unsäglichen Angelegenheit zu leiden. Die bereits im Markt befindlichen Huawei- und Honor-Smartphones bekommen zwar noch Updates und dürfen die Google-Dienste weiter nutzen, werden bei Android Q aber in die Röhre schauen. Für die neuen Modelle wie das Mate X, das Mate 20 X oder das Honor 20 Pro sieht es ganz düster aus. Android geht zwar auch ohne Google, aber das ist eher eine theoretische Option. Bleibt die Blockade bestehen, wird mit Huawei der zweitgrößte Smartphone-Hersteller der Welt irgendwann verschwinden oder mächtig schrumpfen, und mit ihm die Auswahl der Kunden.

Auch auf US-Seite gibt es nur Verlierer

Aber Moment, wird der eine oder andere jetzt anmerken, die ganzen US-Unternehmen und Donald Trump, die lachen sich doch jetzt ins Fäustchen! Nun, nein. Wenn Google Qualcomm, Intel, Microsoft und Co. keine Geschäfte mehr mit Huawei machen dürfen, dann verliert ja nicht nur Huawei seinen Lieferanten, sondern die auch einen ihrer größten Kunden. Solange die US-Regierung an dem Bann von Huawei festhält, entgehen diesen Unternehmen Unsummen an Geld, von den organisatorischen Schwierigkeiten einmal abgesehen.

Und auch Donald Trump zählt zu den Verlierern der Geschichte, auch wenn er davon noch nichts zu merken scheint. Der US-Präsident, der nach wie vor keine Beweise für die Anschuldigungen an Huawei geliefert hat, schädigt nicht nur Huawei, sondern seine eigene Industrie gleich mit. Die Holzhammer-Methode, mit der Trump hier erneut agiert, schädigt das Vertrauen in die USA und ihre Unternehmen als verlässliche Partner und wird über kurz oder lang dazu führen, dass sich die großen Konzerne aus allen Teilen der Welt anderswo neuen neuen Kooperationen umschauen. Und das alles nur wegen einer Anordnung von Donald Trump.

Habt Ihr, anders als ich, doch noch einen Gewinner in dieser Woche ausmachen können?

Top-Kommentare der Community

  • Maximilian HE vor 1 Monat

    Auf LG Smartphones zu setzen ist seit Jahren absolut kein Grund zur Freude.

    Sorry.

  • Thomas Schumacher vor 1 Monat

    Die grössten Gewinner sind die Hersteller/Anbieter der Donald Trump Toiletten-Bürste, deren Absatzzahlen geradezu durch die Decke schiesst!

  • Bassesh vor 1 Monat

    Ich hoffe, dass die EU als Beispiel vorrangeht und seine Abhängigkeit zu US-Produkten und Programme abbaut, damit uns so eine Aktion nicht so stark treffen kann. Zur Zeit sähe es bei uns echt düster aus und das bereitet mir Sorgen..

31 Kommentare

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    • Huawei hat kein eigenes os außerhalb von China. Und warum sollte ein User, welcher sich auf Google Dienste eingeschworen hat, jetzt mit Alternativen rumärgern. So unersetzlich ist Huawei auch nicht. Da wird einfach die Marke gewechselt und fertig. Huawei ist kurz bis mittelfristig der große Verlierer, sollte es zu keiner Einigung kommen.
      Ohne amerikanische Programme und Chip lizensen ist Huawei zum scheitern verurteilt.
      Und noch eines zeigt Trump gnadenlos auf. Die extreme Abhängigkeit der Androiden von Google.
      Das sollte jedem Hersteller zu denken geben


      • Kurzfristig ist Huawei der Verlierer. Nur wird Huawei nicht stehen bleiben und langfristig werden Google und Android die Verlierer sein. Nach diesem Debakel wäre jeder Hersteller schön dämlich, auch weiterhin ausschließlich auf Android zu setzen. Ich glaube, langfristig ist Android Geschichte und wir erleben gerade den Anfang vom Ende.


      • Huawei wird nicht stehenbleiben. Bloß ist es eben auch nicht so, dass jeder einfach sein eigenes os bringen kann. Viele werden ganz einfach auf Google angewiesen sein. Und Google wird auch nicht stehenbleiben. So einen Vorsprung wie ihn Google hat, holt man nicht einfach auf.
        Google Maps wird von Millionen Kunden gespeist. Deshalb ist es so gut.
        Die Dienste untereinander funktionieren sehr gut zusammen. Ähnlich wie bei iOS .
        Ich sehe nicht, wie Huawei da etwas ähnliches außerhalb von China bringen kann.
        Und das ist nur die Software. Der genickbruch sind die arm-lizensen.
        Heute ist in einem Interview des Huawei Chefs zu lesen, dass der Entzug der lizensen so ähnlich ist, als ob man alle Apple Werke in China von heute auf morgen abreißen würde.
        Anders ausgedrückt. Huawei hat darauf keine Antworten.
        Und Nutzer wollen nicht auf antworten warten. Liefert Huawei keine Alternativen die nächsten Monate, sind die User weg. Und Neukunden ziehen Huawei gar nicht erst in Betracht.


  • Huawei hat wohl das Problem, dass sie wohl den chinesischen Geheimdiensten statt dem US-Geheimdienst zuarbeiten müssen.

    Den Deutschen kann es egal sein, den Amerikanern aber nicht...


  • Als Mate 20X Nutzer bliebe ich gelassen.
    Dann gibt's halt kein Android Q.
    Easy 😎


  • Ed O'Neil for Präsident!!!


  • Die grössten Gewinner sind die Hersteller/Anbieter der Donald Trump Toiletten-Bürste, deren Absatzzahlen geradezu durch die Decke schiesst!


  •   3
    Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Die größten Verlierer könnten hierbei die Kunden werden, wenn sich Zwei Streiten - freut sich am Ende niemand.
    Ich hoffe das sich die Situation noch verbessert und sich das ganze im "nichts" auflöst.


    • Man ersetze "könnten" durch "werden" ^^ es sind IMMER die Kunden, die den Kürzeren ziehen.


  • Zum Glück hat sich mein Arbeitgeber schon vor langer Zeit (vor Trump) von Huawei gelöst, und setzt jetzt auf LG (Smartphones) und Samsung (Tablets).


  • Ich hoffe, dass die EU als Beispiel vorrangeht und seine Abhängigkeit zu US-Produkten und Programme abbaut, damit uns so eine Aktion nicht so stark treffen kann. Zur Zeit sähe es bei uns echt düster aus und das bereitet mir Sorgen..


    • Und welche Alternativen gibt es? Die meisten guten Programme kommen aus den USA, außeramerikanische Alternativen Fehlanzeige. Selbst LibreOffice und Firefox sind amerikanisch. Und Linux ist kaum eine Alternative.


      • Genau das ist es ja. Sich nur hinzusetzen und sagen "es gibt nichts anderes" und am Ende nichts zu ändern löst auch nicht das Problem. Die Lösung wäre solche Entwicklungen durch EU-Förderungen zu unterstützen, damit wir nach und nach unsere eigenen Softwarealternativen aufbauen. Und wieso ist Linux kaum eine Alternative?


      • Linux ist kaum eine Alternative weil fasst alles auf Windows aufbaut. Programme wie die von "Autodesk" sind nicht so schnell nachzubauen. Und Office schon garnicht, wenn man berücksichtgt was Office mit VBA noch so alles kann, da gibt es nichts vergleichbares (Starbasic ist Murks, und bei weitem nicht so leistungsfähig wie VBA). Sowas macht man nicht in ein paar wenigen Jahren nach. Bis es "vernünftige Alternativen" geben kann ist die "Affäre Trump" längst Geschichte, und die Welt wieder näher zusammengerückt.


      • Ich habe nie gesagt, dass es einfach wäre. Das wäre es auch nicht, allein schon aus den von dir genannten Gründen. Wenn es jedoch eine EU-Förderung von Start-Ups gäbe, die genau in diese Richtung gehen, ließe sich bestimmt einiges erreichen. Man könnte es durchaus ausprobieren. Was Office angeht gibt es "SoftMaker Office" und ist ein deutsches Programm. Da könnte man z.B. diese Firma unterstützen, um diese weiter zu verbessern.

        Selbst wenn die "Affäre Trump" vorrüber geht, ist es Grund genug sich seine eigene digitale Infrastruktur und Software aufzubauen, um sich unabhängiger zu machen.

        Z. B. das Europäische Ortungssystem Galileo war auch nicht leicht aufzubauen und hat auch lange gedauert, aber es steht bereits und wird weiter ausgebaut (soweit ich weiß). Man hat dies aus dem selben Grund ins Leben gerufen.

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