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Die dunkle Seite von WhatsApp: Das Kleingedruckte im Überblick

Den WhatsApp Messenger muss man nicht groß vorstellen. Die populäre Anwendung ist mindestens ebenso berühmt wie berüchtigt, man denke nur an die Schlagzeilen wegen Kettenbriefen, Todesdrohungen und Sicherheitslücken. Es gibt aber auch einen Aspekt der App, der relativ selten in der Öffentlichkeit erwähnt wird und von dem die meisten kaum etwas wissen. Das ist die dunkle Seite des Messengers, oder besser gesagt das, was Ihr über die Nutzungsbestimmungen wissen solltet, die Ihr bei der Installation von WhatsApp akzeptiert.

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© AndroidPIT

Mehr als die Hälfte aller WhatsApp-Nutzer ist sich bestimmt nicht darüber im Klaren, wie es mit der genauen Rechtslage rund um WhatsApp und seine Anwendungsmöglichkeiten aussieht. Wem gehören zum Beispiel die Chat-Gespräche, wer ist für den Verbleib der verschickten Bilder verantwortlich, was ist mit dem Account, wenn jemand das Smartphone benutzt oder klaut? Wir zeigen Euch, was sich im “Kleingedruckten” von WhatsApp verbirgt.

Änderung der Nutzungsbedingungen

Es ist wichtig zu wissen, dass WhatsApp sich das Recht vorbehält, die Nutzungsbedingungen jederzeit zu ändern, nach Belieben und ohne Ankündung. Es liegt also an Euch als Nutzer, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und Euch selbst zu informieren.

Mindestalter

Viele wissen nicht, dass es ein Mindestalter für die Nutzung der Messenger-App gibt: Wer nicht mindestens 16 Jahre alt ist, braucht eine Erlaubnis der Eltern. In der Praxis erfolgt aber keine Prüfung des Mindestalters.

Gewährleistung und Sicherheit

  • Es gibt keine Garantie des Anbieters, dass Chat-Nachrichten und Bilder vertraulich behandelt und sicher übertragen werden. Die Sicherheitsproblematik von WhatsApp ist vieldiskutiert und wird es auf lange Sicht auch bleiben.
  • Konversationen und Status-Änderungen werden bei WhatsApp nicht gelöscht, sondern versteckt in der Datenbank der Anwendung abgelegt.
  • WhatsApp hat Zugriff auf alle Details Eurer Kontakte: Name, Adresse, E-Mail-Adresse, sämtliche Informationen aus Eurem Adressbuch können ausgelesen werden. 

Einschränkungen

  • WhatsApp darf nur zu privaten Zwecken eingesetzt und nicht kommerziell genutzt werden. Käufe und Verkäufe sowie alle Aktivitäten, die auf Profit abzielen, sind verboten.
  • Der Einsatz von Bots zum Senden von automatischen Nachrichten, Massennachrichten oder Spam ist untersagt.
  • Sexuelle Inhalte sind nicht explizit verboten, müssen aber entsprechend als solche gekennzeichnet werden, zum Beispiel durch einen “ab 18”-Hinweis.
  • Es ist ausdrücklich untersagt, WhatsApp-Quellcode zur Weiterentwicklung oder Anfertigung von Kopien der Anwendung zu verwenden und die Anwendung zu manipulieren (zum Beispiel, um den Online-Status zu verstecken oder Chat-Nachrichten auszuspionieren).
  • Den Nutzern ist es nicht erlaubt, kopiergeschützte Inhalte oder geistiges Eigentum anderer ohne Erlaubnis zu teilen oder zu versenden. WhatsApp ist nicht verantwortlich für etwaige Verletzungen des Urheberrechts.
  • Das gilt auch für Links auf illegale Seiten: WhatsApp ist nicht für verlinkte Inhalte verantwortlich.

Pflichten und Konsequenzen

  • Bei Diebstahl oder Verlust des Smartphones, auf dem WhatsApp installiert ist, seid Ihr als Nutzer verpflichtet, WhatsApp per E-Mail über den Vorfall zu unterrichten, damit Ihr nicht für den eventuellen Missbrauch haftbar seid.
  • Bei Verletzung der Nutzungsbedingungen könnt Ihr ohne Erklärung von der Inanspruchnahme des Dienstes ausgeschlossen werden.
  • Kriminelle Vorkommnisse in Verbindung mit der App (also zum Beispiel verschickte Viren, Spam-Nachrichten, Drohungen, Identitätsdiebstahl) müssen innerhalb von 12 Monaten gemeldet werden, danach erlischt jeder Rechtsanspruch.

Abschließend kann man festhalten, dass WhatsApp zwar Sicherheitslücken aufweisen mag, sich der Anbieter aber mit Hilfe der Nutzungsbestimmungen wasserdicht abgesichert hat und für jede Eventualität gerüstet ist. Kennt Ihr die Bedingungen bis ins kleinste Detail, und was haltet Ihr von der dunklen Seite von WhatsApp?

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75 Kommentare

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  • Hallo zusammen, habe auch WhatsApp. Aber dauernd muß ich mein Handy neu aufladen. Wird dort über mein Handy-Konte Gebühren beim Chat abgebucht ?


  • Uwe 27.12.2013 Link zum Kommentar

    Ist doch OK was ist daran verwerflich ?


  • WhatsApp!


  •   8

    Es passt zwar nicht 100%, aber ok. Und zwar hab ich eben meine Nummer über die App geändert. Und nun haben sie meine Lizenz von Lebenslang ( durch ex IOS Nutzung), auf 1 Jahr reduziert. Obwohl über die alte Nummer und Android die Lebenslange weiterhin war.


  • Ein Wechsel in meinem Freundeskreis war nicht möglich. Haben sich alle gewehrt. Ich mag whatsapp auch nicht. Viele meinen immer es geht nur um den Text den man schreibt. Das ist doch gar nicht das schlimmste. Die können die eigenen Kontakte im Adressbuch "missbrauchen". Aber schön über Google und Co herziehen...


    • Ich hab Ihnen keine Wahl gelassen... zum Glück konnte ich Einige überzeugen und so haben dann alle mitgezogen. Whatsapp habe ich nicht mal aufm Phone.


  • Finde ich super dass das Thema endlich mal angeschnitten wird. Gerade jetzt wo soviel von snowden bekannt gemacht wird. WA kommt mir sowieso net aufs phone schon wegen der Funktion des Phonenummern auslesens. Es bekommt auch keiner keine Nummer wenn er/Sie WA verwendet. Ansonsten gibt's nr Anzeige da Daten von mir ohne Einwilligung weitergereicht wurden in so einem Fall.



  • Tja, darum nutze ich Threema...


  • RBO 19.12.2013 Link zum Kommentar

    Fast alle Sozial Media Anbieter erzielen ihre Umsätze nicht durch Nutzergebühren sondern durch die Monetarisierung ihrer Nutzerdaten. Je mehr Nutzerdaten erhoben werden, desto schneller kann ein Dienst wachsen. Da keiner die AGB oder Nutzungsbedingungen liest, wird vielen Anwendern das Problem der persönlichen Datensicherheit erst durch Artikel wie diesen hier vor Augen geführt. Deshalb finde ich den Artikel und die Diskussion gut und hilfreich.

    Die rechtliche Ausgangslage wird in den entsprechenden Kommentaren fast unisono falsch bewertet. Klagebefugnis gegen AGB haben ausschließlich Wettbewerber und Verbraucherschutzverbände. Bei Erfolg wird der Vertragsanbieter gerichtlich (oder außergerichtlich durch eine strafbewehrte Unterlassungserklärung) gezwungen, seine AGB zu ändern. Dabei hat er natürlich einen großen Handlungsspielraum. (Stichwort: Vertragsfreiheit) Durch die Instanzen hat ein Anbieter zudem gute Chance, ein rechtskräftiges Gerichtsurteil über 3 Jahre hinaus zu verzögern. Selbst bei einer erfolgreichen Klage bleiben die vorher geschlossenen Verträge wirksam. Der Anbieter muss keine Verträge rückwirkend ändern. Zudem hätte ein Nutzer nur dann eine Klagemöglichkeit, wenn er dem Vertragsanbieter einen Schaden nachweisen könnte. Genau das aber ist in Bezug auf die Datennutzung fast unmöglich. Recht haben und Recht bekommen liegen für den Nutzer dabei meilenweit auseinander. Das Argument, die Verträge seien eh rechtswidrig geht daher komplett am Thema vorbei.

    Die Gerichtsbarkeit von ausländischen Anbietern ist bislang auch noch nicht eindeutig geklärt. Für Anbieter, die zumindest eine Zweigniederlassung in einem EU-Land haben, ist der Ort der Nutzung des Verbrauchers alternativ vorgeschrieben. Allerdings haben US-Firmen bereits erfolgreich vor Gericht argumentiert, dass es sich bei ihren Niederlassungen lediglich um Vertriebsorganisationen handeln würde und die Server in den USA betrieben würden. Die Lösung findet sich in der EU-Datenschutzrichtlinie, die allerdings noch einen weiten Weg vor sich hat. (Die Lobby der Internetriesen ist groß und Klagerecht am Ort des Verbrauchers würde das Geschäftsmodell der US Internetkonzerne empfindlich einschränken.)

    Es gibt aus meiner Sicht nur eine denkbare Lösung für mehr Datensicherheit bzw. aus Nutzersicht faire Nutzungsbedingungen. Wir müssen nach besseren Alternativen suchen und mit unserer Nachfragemacht wirtschaftlichen Druck auf die Anbieter ausüben. (für WA z.B. die hier genannten BlackBerry Messenger, hoccer XO, Threema)

    Ich betreibe eine Internetplattform, die Zusammenfassungen und Bewertungen von AGB von Nutzern für Nutzer möglich macht. (wikimarx.de) Die Seite befindet sich im Betatest und ich plane, Werbung von Wettbewerbern mit fairen AGB auf Vertragsanalysen von unfairen AGB zu schalten. Wenn’s klappt kann das auch ein Beschleuniger für mehr Datenschutz bzw. bessere AGB aus Nutzersicht sein. (Für jede Art von Feedback bin ich natürlich dankbar.)

    Anyway – aus meiner Sicht macht es immer Sinn, Werbung für bessere Alternativen zu machen. Auch wenn es zunächst aussichtslos erscheint. Steter Tropfen höhlt den Stein…:)


  • DANKE - Super Tip und habe jetzt Threema auf allen Geräten installiert!! Hatte vorher noch gar nix davon gehört.
    Ideal auch für einen " Echte Freunde Test ": Nur wem ich es Wert bin das er es auch installiert, ist mein wirklicher Freund! :-))
    Zeit also mal die Spreu vom Weizen zu trennen....Lach


  • Stimme Daniel voll zu. Ob nun Whatsapp, Googel, Facebook oder die kleinste popelige App - Eure Daten können und werden mit Sicherheit gespeichert. Man kann sich nur schützen, indem man keine relevanten Daten auf seinem Phone speichert. Aber wer macht das schon?

    Ich habe einen Bekannten der in einem Software-Unternehmen arbeitet. Dort werden ua. Trackingfunktionen programmiert und in die Apps von großen Unternehmen implementiert. Daten werden gespeichert und ausgewertet. Man glaubt garnicht WAS da alles ausgelesen wird. ;) Und in den Permissions die der Nutzer bei der Installation der Apps sieht, steht längst nicht alles drinn. Und ich rede hier nicht von irgendwelchen Kleinkrimminellen, sondern von internationalen Konzernen.

    Also seid euch beim Download nicht so sicher. ;)


  • Also ich bin der Meinung das ganze ist zwar nicht harmlos, aber wie gesagt, eine genauso verbreitete alternative gibt es nicht.
    Das Whatsapp jetzt Telefonnummern hat von Menschen die mit Strenzel, Gurke, oder Steiner in meinem Telefonbuch stehen ist mir egal. Sollen sie sich n Oskar schenken. In Telefonbüchern stehen auch Nummern mit Namen und die kann sogar die ganze Welt sehen.
    Das Whatsapp die drei email Adressen hat ist mir auch egal. GOOGLE hat die mindestens genauso lang. Und ich denke das ist 'gefährlicher'. Und mal ernsthaft, wer auf dem Smartphone Daten hat die confidential sind der sollte Erstens kein Whatsapp auch nur auf m Handy haben und sich ernsthaft überlegen ob ein Smartphone als diensthandy oder zum Speichern solcher Daten die beste Wahl ist. Denn abgesehen von Whatsapp gibt's da ganz andere Möglichkeiten für Dritte an Daten zu kommen..


  • Durch das Auslesen deines Telefonbuchs sind es aber nicht nur "deine" Daten. Das betrifft dann im Zweifel auch Menschen, die das anders sehen als du ;)


  • Wenn ich meine Millionendeals oder den nächsten Banküberfall plane, dann sicher nicht über Whatsapp o. Facebook. :D Nee mal ernsthaft: Das was ich im Internet kommuniziere interessiert doch keine Sau und das wird bei 99℅ der Nutzer nicht anders sein.

    Was will Whatsapp mit meinen Daten anfangen? Die können meine Daten ruhig verkaufen und ein paar Cent an mir verdienen. Dafür bekomme ich schließlich auch eine (fast) kostenlose Software/Plattform.


  • UUUUHHH, das böse WhatsApp ! Jetzt auf einmal wird sich über die AGB´s aufgeregt. Vorher hat das keine Sau interessiert. Es war cool, bei WA zu sein, genau wie einen Account bei Furzbock zu haben. Wieviele Mitglieder haben die? Eben, so viele potenzielle Vollidioten, die ihre Daten in der Gegend herumschleudern und sich dann aufregen, dass sich die NS of Amerika vor Freude die Hände reibt und Daten sammelt, dass es einem schwindelig wird. Und jeder Vollfurz glaubt, dass seine Statusmeldungen die wichtigsten der Welt sind... Da war es wohl jemandem langweilig als er diesen Artikel geschrieben hat :)

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