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Die besten Apps für Video-Chats und ein Bierchen mit Freunden

Die besten Apps für Video-Chats und ein Bierchen mit Freunden

Mit welchen Anwendungen könnt Ihr am besten an einem Video-Chat teilnehmen? Und welche lohnen sich besonders, um mit Verwandten und Freunden in Kontakt zu bleiben? Seitdem wir in Quarantäne sitzen, beschäftigen sich viele mit genau diesen Fragen. Wir klären auf!

Anwendung für Videokonferenzen und -Dienste erfreuen sich seit dem Beginn des mehr oder weniger freiwilligen Hausarrests wachsender Beliebtheit. Und so tummeln sich Video-Apps wie Discord, Whatsapp und Zoom in den App-Stores und buhlen um Eure Aufmerksamkeit. Wahrscheinlich habt Ihr die eine oder andere Video-App bereits bei Euch installiert und ich komme hier sicher auch etwas spät um die Ecke. Das aber auch nur, weil ich Euch eine Liste von Tools, Anwendungen und Diensten vorstellen wollte, die ich zuvor selbst testen konnte.

Seit fast einem Monat sitze ich jetzt in meinem eigenen Zimmer fest und dabei ist mein 20 m² großer Raum zu meinem Büro geworden. Ich habe also am Freitagabend Video-Konferenzen über Hangouts miterlebt und weitere Angebote getestet, während ich mit einem wohlverdienten Feierabendbier in das Wochenende gestartet bin.

Das Resultat ist diese lange und selbst getestete Liste der besten Tools und Apps für die Arbeit im Home Office und das Quatschen mit Freunden per Bildschirm.

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Google Hangouts, Skype und Jitsi: Diese Dienste helfen Euch im Home Office

Google Hangouts ist das Hauptwerkzeug, das wir Androipitler für unsere täglichen Redaktionstreffen und Video-Konferenzen nutzen. Für Unternehmen gibt es natürlich auch eine kostenpflichtige Version namens Google Hangouts Meet. Die kostenlose Version ist aber mehr als ausreichend.

Der große Vorteil bei Hangouts ist die einfache Handhabung. Auf dem Desktop müsst Ihr keine Software oder Anwendung installieren, denn alles was Ihr braucht, ist lediglich ein Google-Konto. Zur Nutzung erstellt Ihr einen Chat-Raum und generiert einen Freigabelink, den Ihr anschließend an die Empfänger Eurer Wahl schickt. Die Empfänger müssen dann nichts weiter tun, als auf den Link zu klicken und so in den Chat-Raum zu kommen. Wollt Ihr Hangouts auf Eurem Handy nutzen, dann müsst Ihr allerdings zunächst die Google Hangouts-App per Google Play Store (oder per App Store) herunterladen.

Im Chat-Raum können bis zu 25 Personen teilnehmen und zehn zur gleichen Zeit auf dem Bildschirm angezeigt werden. Gut zu wissen: Im Gegensatz zur kostenlosen Version von Zoom, habt Ihr bei Hangouts keine zeitliche Begrenzung von 40 Minuten bei Euren Chats. Nutzt Ihr bereits Google-Dienste wie Google Mail oder Kalender, dann ist die Integration von Terminen per Hangouts und das Senden an Eure Kontakte denkbar einfach.

Ich selbst habe meinen Google-Kalender mit meinem Slack-Konto (eines meiner Arbeitswerkzeuge) verknüpft. Hierdurch bekomme ich vom Google Kalender zehn Minuten vor dem Beginn einer Besprechung eine Benachrichtigung und einen Link zum Hangouts-Chat-Raum. Eine wirklich praktische Sache.

Skype: der altmodische Video-Chat

Nein, Ihr seid nicht im Jahr 2007 gelandet. Skype gibt es wirklich immer noch und bleibt eine der Anlaufstellen für Videokonferenzen. Auch diesen Dienst könnt Ihr kostenlos und einfach nutzen und bis zu 50 Personen in einem Video-Chat zusammenbringen. Während Ihr Skype auf dem Handy installieren müsst, ist dies auf dem Computer nicht zwingend erforderlich, denn der Video-Chat-Dienst funktioniert über Euren Webbrowser.

Es ist Euch zwar wahrscheinlich selbst schon so bekannt wie ein bunter Hund, aber: Mit Skype könnt Ihr chatten, Audio- oder Video-Gruppengespräche führen. Neben dem Senden von Dateien, enthält die Anwendung ebenfalls ein Modul zur gemeinsamen Bildschirmnutzung – kurz, Ihr und Euer Gesprächspartner am anderen PC sehen gleichzeitig, was auf dem Bildschirm passiert.

Das Tool ist wie Hangouts, nur eben nicht von Google und daher außerhalb dessen Ökosystem. Ihr braucht zur Nutzung also ein Microsoft-Konto, denn Skype wurde 2011 vom US-Riesen gekauft.

Jitsi Meet, die Videokonferenz für Zadistes 2.0

Auch bei Jitsi Meet handelt es sich um eine kostenlose Videokonferenz-Software. Das Hauptargument für dieses Tool liegt darin, dass Ihr den ganzen Gaffern (Google, Amazon, Microsoft, Apple etc.) aus dem Weg geht. Jitsi Meet möchte Eure persönlichen Daten gut sichern und so werden die Daten standardmäßig verschlüsselt, während Ihr kein Konto zur Nutzung anlegen müsst. Den Dienst könnt Ihr auf Handy oder Tablet per App oder auf dem PC in einem einfachen Webbrowser nutzen.

Da der Dienst weniger verbreitet und unbekannter ist als manch andere Dienste, werdet Ihr wohl ein wenig Überzeugungsarbeit leisten müssen, damit Ihr Eure Freunde und Familie mit an Bord holen könnt. Dafür ist Jitsi Meet aber auch sehr umfassend und bietet eine Menge Funktionen. So könnt Ihr beispielsweise die Teilnehmer-Anzeige umschalten, Euren Bildschirm freigeben, einen Chat aufrufen und Euch sogar "melden". Dadurch zeigt Ihr an, dass Ihr etwas sagen wollt, ganz ohne Eurem Gegenüber störend ins Wort zu fallen.

Daneben könnt Ihr auch YouTube-Videos in die Konferenz integrieren und freigeben, live auf YouTube streamen oder die gesamte Videokonferenz aufzeichnen. Und als kleiner Bonus entkommt Ihr so den lästigen Web-Giganten, die nach Euren persönlichen Daten geifern.

Jitsi Meet kostenlos aus dem Google Play Store herunterladen

Jitsi Meet kostenlos aus dem App Store herunterladen

Google Duo, WhatsApp und Messenger für einen Abend mit Freunden

Ja, ja – Mir ist schon klar, dass es heutzutage sehr viel bekanntere Apps gibt, die von Zoomern verwendet werden, wie zum Beispiel Houseparty. Weswegen ich Euch von der allerdings abrate, erkläre ich Euch weiter unten. Für mein Wochenendbier mit einigen meiner Freunde halte ich mich aber an die Klassiker wie WhatsApp oder Google Duo.

Google Duo: die native Lösung für ein Android-Smartphone

Ebenso wie Gmail, Google Maps oder Chrome gehört auch Google Duo zu den Anwendungen, die Hersteller installieren müssen, wenn sie die Vorteile des Google Play Store auf ihren Geräten nutzen wollen. Das bedeutet: Seid Ihr nicht gerade im Besitz eines neuen Huawei-Smartphones, dann ist auf jedem Android Smartphone Google-Duo vorinstalliert.

Um einen Chat zu starten, gebt Ihr einfach die Telefonnummer ein oder wählt die gewünschte Person (oder Personen) aus Euren Kontakten aus. Seit kurzem können sich bei Google Duo bis zu zwölf Personen in einem Chat-Raum aufhalten.

Es ist wirklich einer der einfachsten Wege, um einen Video-Anruf mit einem Smartphone zu führen. Ihr braucht nicht mal eine App dafür installieren – zumindest nicht, solange Ihr Android nutzt. Wollt Ihr die Anwendung auf iOS nutzen, könnt Ihr diese kostenlos im App Store herunterladen.

.Google Duo kostenlos aus dem App Store herunterladen

WhatsApp und Messenger: Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Diese beiden Dienste sind mit Sicherheit genau die beiden, die ich Euch eigentlich gar nicht vorstellen brauche. Sowohl WhatsApp als auch Facebook Messenger sind Teile des großen Facebook-Universums und dementsprechend bekannt. Für den professionellen Einsatz ist WhatsApp allerdings wenig tauglich, da es stark eingeschränkt ist. So könnt Ihr die App beispielsweise nur auf dem Handy oder dem Tablet, nicht aber auf dem PC nutzen. Auch in der Gruppengröße bleibt WhatsApp überschaubar. Videokonferenzen sind nur für bis zu vier Personen – für Video-Chats mit kleinen Gruppen reicht die App aber durchaus aus.

Der Messenger von Facebook steht in der Datensicherheit hinter WhatsApp. So werden hier die Gespräche nicht automatisch verschlüsselt, dafür sind die Einschränkungen etwas gelockert. Statt vier können bei Messenger bis zu acht Personen an einem Video-Anruf teilnehmen. Daneben kann die App auf dem Handy, dem Tablet und dem PC genutzt werden.

Eine weitere Anforderung bei Messenger ist, dass Eure Freunde und Familie ein eigenes (aktives) Facebook-Konto haben müssen, um den Dienst nutzen zu können. Dies entfällt bei WhatsApp. Habt Ihr selbst Euer Facebook-Konto gelöscht oder pausiert, solltet Ihr Euch überlegen, ob es sich wirklich lohnt, dieses zu reaktivieren oder neu zu erstellen.

Houseparty und Zoom: Diesen Video-Chat-Apps solltet Ihr aus dem Weg gehen

Houseparty: Zu gierig nach persönlichen Daten

Wie ich bereits in einem anderen Artikel erwähnte, ist Houseparty ein Video-Chat-Dienst, von dem wir heutzutage viel hören. Vielleicht habt Ihr die App auch schon einmal in einer Liste der "besten Videokonferenz-Apps" gesehen, die momentan die Runde machen.

Die Funktionsweise der App ist sehr einfach gehalten. Sie ermöglich es Euch, in einem Video-Chat  mit bis zu acht Personen gleichzeitig zu reden. Die Besonderheit ist, dass auch Freunde von Freunden an dem Chat teilnehmen können – solange Ihr das auch wollt, versteht sich. Wollt Ihr unter Euch bleiben, könnt Ihr auch private Chat-Räume erstellen. Neben dem Chatbereich bietet Euch die App zusätzlich ein paar wenige Minispiele an – so beispielsweise Pictionary oder Trivial Pursuit.

Wirft man aber mal einen kurzen Blick in die Datenschutzrichtlinien, sieht man schnell, welche Daten die App alle sammelt. Ist der Zugang zu Euren Kontakten der App noch nicht bekannt, dann sammelt die App einfach die IP-Adresse des Nutzers, die IMEI-Nummer seines Gerätes, seinen Betreiber und im Großen und Ganzen auch noch Name, Standort, Geschlecht und so weiter und so weiter. All diese Informationen können dann abgeglichen werden.

Das schärfste an Houseparty ist aber, dass die App "den Inhalt aller Gespräche, die über den Dienst geführt werden, einschließlich aller Ideen, Erfindungen, Konzepte, Techniken oder Know-how für jeden Zweck, wie beispielsweise die Entwicklung, Gestaltung und/oder Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen, verwenden" darf.

Konkret bedeutet das nichts anderes, als dass Ihr getrost auf die Verschlüsselung pfeifen und stattdessen die Archivierung – von Video- und Audio- - Gesprächen zu kommerziellen Zwecken huldigen sollt. Darum mein Rat: Rennt, bevor sie Euch bekommt!

Zoom: Ein einziges Datensieb

In guten wie in schlechten Zeiten – so heißt es doch so schön und auf Zoom scheint das auch zuzutreffen. Denn der Dienst ist durchaus beliebt und das wahrscheinlich auch gerade deswegen, weil Ihr bei ihm bis zu 100 Teilnehmer gleichzeitig in einem Video-Chat aufnehmen könnt. Insgesamt 49 davon können gleichzeitig auf dem Bildschirm eingeblendet werden.

Zahlen, bei denen einem schwindelig werden kann und man schon beträchtlich die Augen zusammenkneifen muss, um auch ja alle 49 Teilnehmer in den winzigen Zellen auf dem Bildschirm erkennen zu können. Natürlich müsst Ihr nicht die ganzen Plätze ausfüllen, aber es ist doch schön zu wissen, dass die Möglichkeit gegeben ist.

Bemerken möchte ich hier kurz, dass Ihr natürlich auch 100 Kontakte bei Google Hangouts haben könnt – die allerdings nur mit der kostenpflichtigen Version, für die Ihr im Monat etwa fünf Euro locker machen müsst. Bei Zoom hingegen bekommt Ihr diesen Platz-Service kostenlos. Zoom rührt auch mächtig die Werbetrommel damit, dass Ihr bei dem Dienst den Hintergrund Eures eigenen Chat-Fensters verändern könnt. Auf diese Weise kann jeder Teilnehmer seinen eigenen Hintergrund hinzufügen. Ihr könnt also getrost einmal das Zimmer verlassen und Euer Badezimmer aufsuchen. Habt Ihr als Hintergrundbild Euer Büro oder Euer Arbeitszimmer, wird das niemand merken.

Klingt super, oder? Das große Problem bei Zoom ist aber die zeitliche Begrenzung der kostenlosen Version. Denn abhängig von der Anzahl Eurer Chat-Teilnehmer ist der Video-Anruf auf 24 oder 40 Minuten begrenzt. Und der Wechsel zum Bezahl-Modell – das kostet immerhin schon 15 Euro pro Monat -  lohnt sich meiner Meinung nach nicht.

Nachdem, was ich aus der Unternehmenserklärung verstanden habe, kann ein zahlendes Mitglied kostenlos Mitglieder einladen. Diejenigen, die nicht zahlen, haben die zeitliche Begrenzung. Weshalb ich hauptsächlich von Zoom abrate, sind aber vielmehr die Nachrichten rund um die Weitergabe personenbezogener Daten.

Vor einigen Tagen geriet der Dienst ins Kreuzfeuer, nachdem Motherboard (Vice) entdeckte, dass Zooms iOS-Version statistische Daten an Facebook schickte. Und das, obwohl die Benutzer kein Konto im sozialen Netzwerk hatten. Nach dieser durchaus schlechten Werbung, erklärte Zoom gegenüber Motherboard, dass es die Sicherheit der Daten seiner Nutzer sehr ernst nimmt.

Als Zeichen seines guten Willens gab das Unternehmen an, dass es das Login-Modul mit Facebook implementiert habe. Auf diese Weise wird den Nutzern eine einfache Möglichkeit geboten, sich mit Zoom zu verbinden. Daneben gab das Unternehmen an, dass es erst kürzlich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die API Daten sammelt. Daher sucht man nun nach Alternativen, um die Verbindung weiterhin über Facebook anzubieten. Die Verwendung von Facebook-SDK wurde aufgegeben und die Funktion wurde überprüft und korrigiert. Nun geht der Nutzer über den Webbrowser des iPhones.

Die Lage scheint sich damit wieder normalisiert zu haben und das Unternehmen hat sich bereits entschuldigt. Trotzdem rate ich Euch, weiterhin ein Auge auf Eure Daten zu haben. Auf jeden Fall gibt es genügend Alternativen, die ich Euch oben alle aufgeführt habe, um die unsicheren Dienste zu umgehen. Wieso also mit dem Feuer spielen?

Was haltet Ihr von den angeführten Diensten und Apps? Ist Euer Favorit dabei oder vertretet Ihr eine ganz andere Meinung?

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