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Devolo Gigagate im Test: Eine Gigabit-WLAN-Bridge für die Fernsehecke

Devolo hat mit dem Devolo Gigagate eine WLAN-Brückenlösung in petto, die Internet und Netzwerk via WLAN in Eure Fernsehecke bringt. Wir haben das Gigagate getestet.

Bewertung

Pro

  • Einfacher Aufbau
  • Keine Vorkenntnisse nötig

Contra

  • Nur ein Gigabit-Port am Satelliten

Devolo Gigagate: Preis und Verfügbarkeit

Das Devolo Gigagate ist als Starterset bei Amazon erhältlich und kostet derzeit 229 Euro. Weitere Satelliten sind einzeln erhältlich und kosten jeweils 138,99 Euro.

 

Devolo Gigagate: Design und Verarbeitung

Devolos Gigagate besteht aus zwei Bestandteilen: Eine Basisstation schließt Ihr an Euren Router via Ethernetkabel an. Außerdem gibt es einen Satelliten, der mit der Basis die Daten austauscht. Äußerlich sehen sich die beiden Geräte sehr ähnlich - schwarzes, glänzendes Plastik dominiert. Die Verarbeitung ist gelungen und das Design verschandelt selbst ein Designer-Wohnzimmer eher nicht.

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Devolo Gigagate / © AndroidPIT

Devolo Gigagate: Besonderheiten

Die Gigagate-Basis stellt für die Gigagate-Satelliten ein eigenes WLAN-Netzwerk bereit, das im 5-GHz-Frequenzband betrieben wird. Devolo sagt, die maximale Bandbreite liege bei 2 GBit/s. Weil aber der Anschluss an den Router nur via Gigabit-Ethernet erfolgt, solltet Ihr nicht mit solchen Geschwindigkeiten rechnen. Der Satellit bietet fünf Ethernet-Geräten Anschluss - allerdings unterstützt nur einer davon Gigabit-Geschwindigkeiten, die anderen kommen auf maximal 100 MBit/s. Außerdem spannt der Satellit einen eigenen WLAN-Hotspot auf.

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Gigagate Basis und Satellit unterscheiden sich vor allem durch die Kabelanschlüsse. / © AndroidPIT

Im Starterset ist ein Satellit enthalten, den Ihr an die gewünschte Stelle in Eurem Zuhause stellt, wo Ihr einen Netzanschluss benötigt. Denkbar wäre hier ein Arbeitszimmer oder auch Eure Fernsehecke. Infrage kommt jeder Ort Eurer Wohnung, den Ihr nicht mittels kabelgebundener Infrastruktur erschließen könnt. An den Satelliten könnt Ihr bis zu vier weitere Geräte mit einem Netzwerkabel anschließen.

Ich habe bei mir zuhause zwei Notwendigkeiten, eine solche WLAN-Brücke einzusetzen: Mein Fernseher soll ans Netz, unterstützt aber kein WLAN. Und rund um meinen Fernseher sind Settop-Boxen und Media-Player platziert, die mitunter keine Schnellverbindung via WPS unterstützen. Weil aber mein WLAN-Passwort 63 Stellen aufweist (nur Sonderzeichen und wirre Buchstabenfolgen), gibt es für mich keine Möglichkeit, diese Geräte in mein WLAN zu integrieren. Ich kann aber auch kein Netzwerkkabel vom Router zur Fernsehecke legen (und PowerLAN ist unmöglich).

Die Einrichtung von Gigagate gelingt innerhalb von wenigen Minuten. Ihr müsst einfach nur die Basis an den Router und das Stromnetz (leider ein eigenes Netzteil, kein USB-Anschluss) anschließen. Drüben in der Fernsehecke (oder im Arbeitszimmer) das gleiche für den Satelliten. Jetzt blinken ein paar LEDs an den beiden Geräten und nach kurzer Zeit steht die Verbindung. An den Satelliten kommen jetzt die Netzwerkkabel der einzelnen Geräte und schon kann es losgehen.

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Devolo Gigagate / © AndroidPIT

Vorteil an der Zwei-Geräte-Lösung ist, dass im Prinzip jedes Heimnetzwerk mit Gigagate aufgerüstet werden kann, ohne dass umfangreiche Arbeiten an der Netzwerkinfrastruktur anfallen oder ein neuer Router mit WLAN ac her muss. Wer aber schon ein modernes WLAN-ac-Netzwerk betreibt, könnte auf den Gedanken kommen, dass lediglich ein Empfänger, also im Gigagate-Sprech der Satellit, ausreicht. Das wäre dann auch günstiger. Alternativen dafür sind aber selten geworden. Linksys hat eine solche WLAN-Brücke im Angebot.

Devolo Gigagate: Software

Eine Admin-Oberfläche liefert wichtige Informationen zum Gigagate und erlaubt es, die Konfiguration zu ändern. So können beispielsweise die voreingestellten WLAN-Kennwörter geändert werden. Außerdem lässt sich das WLAN-Netz des Satelliten deaktivieren.

Devolo Gigagate: Performance

Die Übertragungsgeschwindigkeiten von Gigagate sind natürlich abhängig davon, wie weit Basis und Satellit voneinander entfernt sind. Außerdem ist das Gigagate nicht von den typischen WLAN-Killern gefeit: Fußbodenheizungen bei stockwerkübergreifenden Installationen, um nur ein Beispiel zu nennen. Drei Aspekte möchte ich hier hervorheben.

Wie stabil ist das Gigagate-WLAN?

Der Flaschenhals in dieser Installation ist natürlich die WLAN-Verbindung zwischen Basis und Satellit. Hier setzt Devolo aber alles ein, um Kapazitätsengpässe zu vermeiden. Das Gigagate-WLAN funkt im 5-GHz-Bereich und kann bis zu 2 GBit/s schnell sein - natürlich nur unter idealen Funkbedingungen. Im Praxiseinsatz ist die Performance niedriger.

Je nach Beschaffenheit des Hauses sind mit Gigagate zehn oder zwanzig Meter durchaus zu überwinden. Wer niedrige Ansprüche an die Datenraten hat, wird möglicherweise noch größere Entfernungen überbrücken können. Bei mir zuhause sind es nur wenige Meter, die Gigagate packen muss und das gelingt auch vorzüglich. Größere Entfernungen sind möglich, gehen aber zulasten der Höchstgeschwindigkeit.

Wir haben für diesen Test zwei unterschiedliche Installationen erfolgreich ausprobiert. Ein Blick beispielsweise in Amazon-Rezensionen verrät aber, dass es durchaus auch andere Erfahrungen gibt. Die von Devolo angegebenen maximalen 300 Meter Reichweite dürften die wenigsten User tatsächlich auskosten können. Hier sollte man keine unrealistisch hohen Erwartungen ansetzen. Kurzum: Die physikalischen Beschränkungen von WLAN-Netzen kann Gigagate nicht aufheben.

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Devolo Gigagate / © AndroidPIT

Reicht ein Gigabit-Anschluss?

Wie schon erwähnt, besitzt der Satellit lediglich einen Gigabit-fähigen Ethernet-Anschluss. Für meine Zwecke reicht das aus, denn ich benötige in der Fernsehecke nicht einmal ansatzweise diese Geschwindigkeiten. Zum Vergleich: Die meisten Internetanschlüsse haben Geschwindigkeiten von 16, 50 oder maximal 100 MBit/s - selbst an den langsameren LAN-Ports kommt also Eure Internetgeschwindigkeit maximal an. Auch Videostreams von YouTube, Netflix oder Sky sind mit 100 MBit/s ohne Weiteres möglich.

Problematischer könnte diese Einschränkung sein, wenn mehrere PCs mit hohen Datenanforderungen via Gigagate ins Netz sollen.

Braucht es den zusätzlichen WLAN-Hotspot des Satelliten?

Der Satellit spannt einen zusätzlichen Hotspot auf. Leider funkt dieses zweite Netzwerk nur im 2,4-GHz-Band, sodass hier keine maximale Performance zu erwarten ist und in Wohngebieten kann es hier zu Überbelegungen der WLAN-Kanäle kommen. Nichts desto trotz hat der zusätzliche Hotspot seinen Mehrwert, gerade wenn längere Entfernungen zu überbrücken sind.

Abschließendes Urteil

Seinen Zweck erfüllt Gigagate sehr gut. Die Einrichtung ist sehr einfach und unkompliziert, der Mehrwert bei vielen denkbaren Installationen ist hoch. Im Test erwies sich die Stärke des WLAN-Netzes stets als etwas besser als diejenige des Routers. Gigagate kann allerdings auch keine Wunder bewirken, was die überbrückbaren Entfernungen betrifft.

Wer eine Ecke in der Wohnung oder im Haus mit einer Netzwerkverbindung ausstatten möchte, dabei aber keine Lösungen wie PowerLAN verwenden kann, der sollte einen genaueren Blick auf den Devolo Gigagate werfen.

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22 Kommentare

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  • Devolo Produkte sind gut wenn um um das reines DLan geht! Meine letzte Erfahrung mit dem AC WiFi 1200 Adapter war alles andere als positiv...

    Daher habe ich zwei Router im Einsatz um auf allen Stockwerken die beste WLAN Performance zu erreichen 😉😄

  • Die meisten haben inzwischen wohl einen Router mit Wlan. Oder wenn nicht eben ein WLAN extra. Wer das nicht hat will wohl kein WLAN.
    Somit reicht evtl. doch z. B. auch ein Fritz Repeater 1750E. Der kostet nur gute 70€, bietet zudem 2,4 und 5 GHz.
    Einziger Nachteil, nur ein Anschluss.

    Läuft bei mir total stabil.

  • Die vorgestellte Lösung mag ihren Zweck gut erfüllen - Bandbreite bietet sie ja reichlich. Den Preis dafür finde ich allerdings schon etwas "ambitioniert" . Ich streame Amazon Instant Video - und Netflix-Filme, und bei sehr schlechtem Wetter, wenn der SAT-Empfang Probleme macht, auch normales Fernsehen zu einem FireTV-Stick aus einem 16 MBit/s Internetanschluss über WLAN der n-Klasse, also mit Brutto max. 450 MBit/s im 2,4 GHz-Band. Das leidet in meiner Wohnlage allerdings noch nicht unter völliger Überfüllung. Den Access-Point, der allerdings nur zwei Mimo-Pfade (und damit max. 300 MBit/s brutto) unterstützt habe ich bei Ebay gebraucht für etwa 30 € erstanden. Auch HD-Streams lassen sich so über ca. 12 m und eine Zwischengeschossdecke in der Regel störungsfrei streamen. Ein Blueray -Player mit LAN-Anschluss aber ohne WLAN kann über einen WLAN-Client ebenfalls ins heimische Netzwerk eingebunden werden. Auch er empfängt die beiden Streaming-Dienste, ist aber durch den FireTV-Stick redundant, und wird hauptsächlich für DVD's und Bluerays verwendet. Die zeitweise schwache Feldstärke im Bereich des Fernsehers wurde durch einen Repeater, baugleich dem Access-Point und auch nur etwa so teuer, aber in einer anderen Betriebsart, deutlich verbessert. Auch wenn der Prinzip bedingt die Übertragungsbandbreite halbiert, hat die verbesserte Feldstärke zu mittlerweile fast perfekten Streaming-Ergebnissen geführt.

    Eine Passphrase mit 63 Symbolen mag fast perfekte Sicherheit bieten, ist aber, wie im Artikel gezeigt, kaum noch handhabbar. Mir reichen da schon 23 Symbole.

    Wer in Gegenden mit überfülltem 2,4 GHz Band lebt, muss vielleicht etwas mehr Geld für 5 GHz-Wlan in die Hand nehmen, sollte aber in der Regel dann auch damit gut fahren.

  • Skywolf vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Mein WLAN Passwort hat auch 63 Zeichen und das ist auch gut so.

    • C. F.
      • Blogger
      vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Meines hat 18 und:

      "How Secure Is My Password?

      It would take a computer about

      7 quadrillion years

      to crack your password"

      https://howsecureismypassword.net/

      • Paul F. vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Cool danke für den link...... 175000 jahre braucht man, um mein Passwort zu knacken..... Im Normalfall

        Vielleicht sollte ich mir ein sichereres einfallen lassen 😁😁😁

      • DiDaDo vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Du baust dir also ein sicheres Passwort zusammen und tippst es dann einfach auf irgendeiner Website ein. Prima.

      •   16

        Dachte ich mir auch gerade. Diese "wie sicher ist mein Passwort seiten" waren schon immer etwas suspekt....

      • DiDaDo vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Vorallem wenn er hier ständig die Datenschutzkeule schwingt.

      • C. F.
        • Blogger
        vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Ich habe einfach mein täglich benutztes Passwort, welches auch für Wlan gilt, eingetippt. Und ja, mein Passwort ist aus Wörtern, Zahlen und Sonderzeichen "zusammengebastelt". Probleme damit? Und ein Passwort hat für mich auch stark mit dem Schutz meiner Daten zu tun. Oh Mann....es gibt schon Vollpfosten hier...

      • DiDaDo vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Hast du verstanden was genau ich jetzt angeprangert habe?

      • bei mir dauert es forever 😂😂

    • Dann bist Du an dieser Stelle "sicher". Aber pass auf, dass Angreifer nicht eine lohnendere Schwachstelle in Deinem System angreifen. Wie alte Firmware oder Social Engineering. ;-)

  • Finde es echt lustig das jemand sein WLAN Passwort mit 63 Zeichen belegt.

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