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Deutschland wird beim mobilen Datenvolumen abgezockt
3 Min Lesezeit 84 Kommentare

Deutschland wird beim mobilen Datenvolumen abgezockt

Jetzt ist es offiziell: Die Deutschen bezahlen viel zu viel für mobiles Internet. Fast nirgendwo sonst in der EU ist Highspeed-Volumen so rar und teuer. Unfairer Wettbewerb mit Streaming-Anbietern treibt den Wahnsinn auf die Spitze. Und warum das in Europa so sein kann, verstehen selbst die Experten nicht.

In fast keinem anderen Land in der Europäischen Union muss man so viel für mobiles High-Speed-Volumen zahlen wie in Deutschland. Das hat jetzt eine Studie des finnischen Telekommunikationsberaters Rewheel herausgefunden. In Finnland bekommt man 50 Mal soviel Datenvolumen pro Euro wie bei uns, im Nachbarland Frankreich sind es noch immer 20 Mal so viel.

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In Finnland bekommt man 50 Mal so viel High-Speed-Datenvolumen wie in Deutschland für den gleichen Preis. Historisch gehen die Preise immer weiter auseinander. / © Rewheel

Das Zahlenmaterial, das Rewheel zusammengetragen hat, erweist sich als Offenbarung. Der Wucher für schnelles Datenvolumen in Mitteleuropa ist größer, als man angenommen hätte – und die Schere öffnet sich weiter. Während in skandinavischen Ländern das durchschnittliche Inklusivvolumen für 35-Euro-Verträge (die als Messstandard herangezogen wurden) in den vergangenen 18 Monaten von knapp 8 auf fast 20 Gigabyte pro Monat anstieg, stagnierte es in „ausgewählten, geschützten EU-Märkten“, u.a. in Deutschland bei knapp über zwei Gigabyte.

Der Verbrauch steigt mit dem Angebot

Jetzt könnte man sich fragen, ob der Kunde überhaupt so viel Datenvolumen braucht. Als hätte man bei Rewheel geahnt, wer sich über die Zahlen am meisten aufregen würde, haben die Experten ausgerechnet Deutschland mit Finnland verglichen. Der monatliche Pro-Kopf-Verbrauch an mobilem High-Speed-Datenvolumen liegt bei den Finnen bei knapp über fünf GB (wir erinnern uns: dort bekommt man für 35 Euro im Schnitt 50 GB Inklusivvolumen!), während wir hierzulande nur rund 400 MB surfen, einen Teil davon längst mit der Drosselung, wie wir neulich in unserer Umfrage von Euch gelernt haben.

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Das verbrauchte Datenvolumen steigt mit dem Angebot, relativ betrachtet reizen wir unser knappes Volumen tendenziell mehr aus. / © Rewheel

Das bedeutet also (wenig überraschend), dass die wenigsten Finnen je von Ihrem Provider gedrosselt werden, ihnen also Frust erspart bleibt, der hierzulande total üblich ist. Und warum das so ist, können sich auch die Experten von Rewheel nicht erklären. Sie schreiben dazu: „Die Menge an ungenutzten Breitbandkapazitäten in Deutschland und anderen geschützten/konsolidierten Märkten und die Untätigkeit der Europäischen Kommission sowie der jeweiligen Regulierungsbehörden sind nicht nachvollziehbar.“

Geldschneiderei auf Kosten der Netzneutralität

Hinzu kommt die beinahe kriminelle Tendenz der Provider, Kooperationen mit Streaming-Diensten zu verabreden, deren Videos und Musik am Datenvolumen vorbei übertragen wird, während der übrige Inhalt des Internets auf Rechnung des High-Speed-Volumens geht. In den Niederlanden sei eine solche Praxis bereits verboten, während hierzulande die Telekom munter Spotify- oder MobileTV-Streams an seinem Datenzähler vorbeileitet – nur eines einiger möglicher Beispiele.

Was wir also brauchen, sind wahlweise Roaming-freie SIM-Karten aus Finnland oder einfach eine EU-weite Angleichung der Datenpreise. Denn weder unsere Infrastruktur noch unser Wohlhaben unterscheiden sich von Finnland so deutlich, als dass man eine derartige Diskriminierung weiterhin rechtfertigen könnte.

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84 Kommentare

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  • ich nutze hier in d eine NL sim dadurch läuft das imternet viel schneller


  • hallo leute

    mit fyve könnt ihr unbegrenzt surfen usw

    hab bislang noch keinerlei drosselmeldungen erhalten


  •   54
    Gelöschter Account 31.07.2015 Link zum Kommentar

    Eine Form von Ungerechtigkeit :-(


  • Ich Frage mich ob es günstiger ist einen Vertrag im EU-Ausland abzuschließen und hier mit roaming zu nutzen als einen deutschen Vertrag zu haben


    • So etwas kann durchaus sein - wobei man ohne Wohnsitz in dem jeweiligen Land unter Umständen gar keinen Vertrag bekommt. (Die wollen ja sicher sein ihr Geld auch zu bekommen.)


  • Mich würde mal interessieren, was sich durch diesen Artikel für uns andern wird (auch wenn Ihr recht habt).


  • Der ganze Mist gehört abgeschaltet dann hört auch die Volksverdumung auf


  • Genau deswegen wird auch fleißig die schwachsinnige Störerhaftung behalten. Man stelle sich vor wie das mobile Datengeschäft der Provider wegbrechen würde wenn man in den Städten durch ein Netz von freien WLan´s gehen könnte.


    •   37
      Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

      "Freifunk" würde in DE, unabhängig der Störerhaftung, eh nicht funktionieren.
      "Der" Deutsche will ja gerne alles billig, besser noch umsonst haben. Aber seinen teuren IP-Zugang kostenfrei mit anderen teilen? Der Deutsche, diese Krämerseele? Der Deutsche, der in DE wie wohl nirgends Fressen, Saufen und Wohnen kann und dann jammert wenn anderswo mobile IP-Zugänge weniger kosten?


  • Tja, werde dann mal zu AldiTalk springen. Tschüss Telekom du warst mir zu teuer und zu ungerecht zu mir, wir hatten eine lange Zeit und die ist jetzt vorbei.


    •   58
      Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

      AldiTalk ist e-Plus, womit Du in weiten Teilen der Republik Dein Datenvolumen gar nicht nutzen kannst, weil Du kein Netz hast. (Ich bin selbst Simyo/e-Plus-Kunde und weiß leider, wovon ich rede...)


      • "AldiTalk ist e-Plus"
        ... und somit nutzt du gleichzeitig des E-Plus- und das O2-Netz, zusammen also das größte Netz Deutschlands.

        UbIx


      •   58
        Gelöschter Account 25.05.2015 Link zum Kommentar

        Meine Güte, wie kann man nur so auf Werbung reinfallen...? Ich wohne am Rande des Schwarzwalds. In unserem Dorf, 5 km von der nächsten großen Kreisstadt entfernt, hast Du mit e-Plus null Empfang. Mit D1 gibt es hier keine Probleme.


      • Oder es geht weder E+, T-Mobiel, Vodafone noch O2 oder nur O2 oder nur E+ oder nur T-Mobiel und fast nie nur Vodafone. => wohne auch im Schwarzwald.
        Ich habe es ausprobiert, bei uns ist entweder O2 oder E+ besser als T-Mobiel. Vodafone ist leider der schlechteste (nach über 20 Jahren habe ich schweren Herzenz von D2 auf E+ bei 1&1 gewechselt).
        PS: D2 wurde in Villingen-Schwenningen damals bei Mannesmann Kienzle gebohren, bevor es von Vodafone übernommen wurde.


  • Wir haben doch auch bei den Mobiltarifen alle eine Internet Flatrate!
    Wer darauf angewiesen ist, jederzeit und überall seine Mails abzurufen, kann das auch ohne LTE Geschwindigkeit machen.


  •   13
    Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

    vodafone Marionettenkasper ihr


  •   13
    Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

    Vielleicht wäre vodkafon die ideale Lösung 😂


  • Schreibt das mal an Vodafone, für die ihr hier Werbung macht ;-)

    Gelöschter Account


  •   37
    Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

    Es ist doch ganz einfach...

    Wem die Preise für sein Hobby zu hoch sind, der sucht sich ein anderes, günstigeres Hobby. Da dies faktisch einem Boykott gleichkäme müssten die Anbieter sich eine Lösung einfallen lassen.

    Wer aber nur dumm pöbelt (und mehr ist dieser journalistischer Erguß nicht) der darf sich nicht wundern.

    Und wer dann auch noch "Advertorials" für VF (ausgerechnet) bringt der kann nicht für voll genommen werden - und stellt diesen Anspruch hoffentlich auch nicht.


    •   58
      Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

      "Wer aber nur dumm pöbelt..."

      Wer im Jahr 2015 Kommunikation als "Hobby" bezeichnet, der sollte sich genau überlegen, wann er das Wort "dumm" benutzt...


      •   37
        Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

        Für Privatpersonen ein privates Vergnügen, also Hobby. Wir haben uns an all diese Bequemlichkeiten gewöhnt, sie sind praktisch und wir wollen sie nicht missen. Aber brauchen? Da muss wirklich niemand immer erreichbar sein oder immer jeden erreichen können. Aber ok, Eltern brauchen heute auch ein "Babyfon". Und Sagrotan...

        Und im beruflich / gewerblichen Bereich ist mit Blick auf die Erreichbarkeit und Reaktion wohl eher die mobile Telefonie entscheidend. Und die Kosten für lassen sich wohl generell absetzen.


      •   58
        Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

        Ich habe ja keine Ahnung, in welcher Welt Du lebst, aber meine unterscheidet sich offenbar sowohl beruflich, als auch privat drastisch von der Deinen.

        Ohne mobilen Internet-/Daten-Zugriff, ohne unterwegs abrufbare e-Mail und Co. könnten viele heute ihren Job schon gar nicht mehr ausführen. Und auch im Privaten haben sich heute die üblichen Kommunikationswege ggü. denen von vor 5, 10, oder 20 Jahren drastisch geändert. Das, was Du da oben bringst, entspricht irgendwie einem immer wieder gehörten, technikfeindlichen Gutmenschen-Blabla, das keinerlei Bezug zur Realität hat.


      •   37
        Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

        Ich arbeite für einen lokalen IP-Anbieter und verbringe werkstäglich viel Zeit im ÖPNV. Ich denke, ich habe daher einen gewissen Überblick, was Kunden "möchten" und was sie "brauchen". Sie meinen sie müssten jetzt das Foto versenden, jetzt bei ebay bieten, jetzt den Film streamen oder gar jetzt das Onlinebanking machen. Und im ÖPNV bekommt man auch immer wieder mit, wofür die Dienste "gebraucht" werden. Das sind dann auch die gleichen, die auf das Display starrend durch die Straßen laufen oder hinterm Steuer sitzend fahren. Es muss ja jetzt gemacht werden...
        Du meinst halt, sie brauchen es wirklich, ich sage, sie wollen es nur. Das ist eben der Unterschied. Du nennst es technikfeindliches Gutmenschen-Blabla (was Käse ist, da ich die Dienste ja durchaus gerne und viel nutze). Ich nenne es ehrlichen Realismus. Ehrlich zu sich selbst.


        Das IP beruflich tatsächlich gebraucht wird ist wohl konsens. Auch ein Grund, berufliches und privates zu trenen. "Gute" Arbeitgeber stellen ihren Arbeitnehmern die (mobilen) IP-Zugang zur Verfügung, da muss man sich dann keine Sorgen um sein privates Volumen machen.


      • Zitat: "...ohne unterwegs abrufbare e-Mail und Co. könnten viele heute ihren Job schon gar nicht mehr ausführen."
        Dann sind es aber beruflich bedingte Kosten und wer es wirklich beruflich braucht zahlt diese Kosten auch. Ich kann mich erinnern, dass ich für mein erstes Mobiltelefon DM 3.500,00 zahlte und jeden Monat ca. DM 100,00 an Gebühren hatte - und da habe ich schon nur die nötigsten Gespräche unterwegs gemacht. Dagegen ist es heute ein Schlaraffenland.
        Und was die permante Erreichbarkeit angeht, jemand aus der Familie meinte schon vor Jahren: Nur ein Diener muss permant erreichbar sein.
        Und wenn die Leute mal weniger auf Ihre Kommunikation sondern mehr auf z.B. den Strassenverkehr achten würden wäre es vermutlich gesünder für sie.


      •   58
        Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

        "Dann sind es aber beruflich bedingte Kosten und wer es wirklich beruflich braucht zahlt diese Kosten auch."

        Notgedrungen. Gerade kleine Unternehmen und Selbständige müssen heute - allen Jubelmeldungen zum Trotz - immer mehr auf den Cent achten. Und weshalb man z.B. hierzulande für Kommunikation das zigfache ggü. Ländern, wie den skandinavischen, wo ansonsten durch die Bank weg Lebenhaltungskosten und Löhne deutlich über den unseren liegen, ausgeben muss, ist einfach nicht erklärbar.

        "Ich kann mich erinnern, dass ich für mein erstes Mobiltelefon DM 3.500,00 zahlte und jeden Monat ca. DM 100,00 an Gebühren hatte ..."

        Und heute verkaufen einem Telekom und der hiesige Werbepartner Vodafone lächelnd Verträge mit Minimal-Leistungen, die ähnlich teuer sind.

        "Und wenn die Leute mal weniger auf Ihre Kommunikation sondern mehr auf z.B. den Strassenverkehr achten würden wäre es vermutlich gesünder für sie."

        Hier hast Du uneingeschränkt recht. Aber womit werben gerade z.B. Audi , BMW und Ford in Fernsehen und Rundfunk? Genau: Mit Internetdiensten im Auto...


      •   37
        Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

        Wann und bei welchen Anbieter zahlte man zu DM-Zeiten DM 100,- für eine All-Net-Flatrate? Ich kann mich noch gut an Minuten-/SMS-Preise von DM 1,39 erinnern.

        Genau, bei keinem. Heute kann man für EUR 60,- Festnetz Fon-/IP-Flat und Mobil Fonflat mit 1GB Daten. Und selbst Minuten-/SMS-Preise von EUR 0,29 sind wohl eher die Ausnahme.

        Ich kann nicht erkennen, wo das schlechter ist als "damals"...


      • Ich bin selbstständig mit einem kleinen Unternehmen und frue mich über diese, im Vergleich zu früher, günstigen Preise. Und auch als Selbstständiger muss ich nicht permanent Online sein, und um nur die Mails zu holen reichen die aktuellen Datenvolumen allemal. Wobei ich persönlich es eher als Zumutung empfinde E-Mails auf einem Mobiltelefon zu erledigen.


      • Zu den damaligen Zeiten gab es sicherlich keinerlei Flatrates - ich hatte jedenfalls keine gefunden. Und heute bekommt man für das gleiche Geld die Flatrates und trotzdem sind viele unzufrieden. Es sollte einfach gar nichts kosten. Wie ich diese "Geiz ist geil" Mentalität hasse.
        Sicher sind die deutschen Tarife im EU-Vergleich zu hoch, aber im Vergleich zu den Zeiten vor 10-15 Jahren sind die deutlich günstiger als damals.


      •   58
        Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

        @ Andreas:

        Schon mal überlegt, dass die Technologie permanent leistungsfähiger und zugleich günstiger wird? Vergleiche mit "vor 10.15 Jahren" verbieten sich hier, während eben Vergleiche mit anderen Ländern deutlich treffender sind. Und hier stellt sich komischerweise dann heraus, dass selbst Länder, wie die Schweiz oder die skandinavischen Staaten, in denen Lohne und Lebenshaltungskosten ansonsten deutlich über denen Deutschlands liegen in Bezug auf mobiles Internet wesentlich günstiger sind, als bei unsereins. Der Deutsche lässt es halt mit sich machen...


      •   37
        Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

        Du hättest also lieber Essen, Trinken und Wohnen teurer aber dafür Mobilfunk günstiger? Also Grundbedürfnisse zu Luxus erklären und Luxus zu Grundbedürfnissen erklären?

        Oder soll, dann eher typisch Deutsch, wieder alles billig sein?
        Seinerzeit rühmte man sich mit "Made in Germany". Heute verlangt es nach "Cheap for Germans".


      •   58
        Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

        "Du hättest also lieber Essen, Trinken und Wohnen teurer aber dafür Mobilfunk günstiger? Also Grundbedürfnisse zu Luxus erklären und Luxus zu Grundbedürfnissen erklären?"

        Mach Dich schlau über die Verhältnisse in den von mir genannten Ländern, bevor Du solche Sprüche ablässt. Keines dieser Länder hat so starke soziale Gefälle, wie Deutschland. Wenn das Brot 20% teurer, der Nettolohn aber auch 20% bis 25% höher als bei uns ist, die medizinische und soziale Versorgung dabei noch besser, sind die Grundbedürfnisse eben kein Luxus. Nur weil Du Dir als deutscher Tourist in der Schweiz oder Skandinavien dort kaum ein Frühstück leisten kannst, heißt das noch lange nicht, dass es den dort Lebenden schlecht geht.

        Ach ja: Der zweite Absatz ist einfach nur dumm.


      •   37
        Gelöschter Account 24.05.2015 Link zum Kommentar

        Mit Blick auf Skandinavien/Schweiz mag das richtig sein. Hier im Thread ist typischer Weise von EU-Staaten die Rede. Und in den allermeisten davon ist Leben teurer als in DE.

        Der zweite Absatz ist leider korrekt. Bei Lebenshaltung und Alltag gibt es kein zu billig. 50 Cent für 500 gr. Aufschnitt, ein 1/1 Hähnchen für 5,- Euro und die Jeans für 10,- Euro. Nur wenn es um das Prestige geht, da spielt Geld kaum eine Rolle. Auch nicht bei denen, die just dafür gar keine Mittel haben.


      • "Keines dieser Länder hat so starke soziale Gefälle, wie Deutschland."
        Naja, ich habe bisher noch nirgendwo so viele Bettler wie zuletzt in Stockholm gesehen.

        "Ach ja: Der zweite Absatz ist einfach nur dumm."

        Leider nicht.
        Ich erlebe es täglich wie gerade Deutsche um Preise feilschen wie es selbst in arabischen Ländern in Geschäften nicht zu finden ist.


      • Nur waren eben vor 10-15 Jahren andere Länder im Bereich mobile Kommunikation auch schon günstiger - und die hatten dort den gleichen technologischen Standard wie wir.


  •   25
    Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

    Erst Gez dann Soli dann Datenvolumen Abzocke abschaffen


    •   58
      Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

      Was die einzelnen Punkte miteinander zu tun haben, erklärst Du uns noch, ja?


  • Schweiz: 30 CHF/€ (LTE + 30GB limitierte Datenmenge). Für weniger Geld gibt es weniger Datenmengen.


  • Bezahle bei Aldi Talk 10€ für 1,5GB. Wenn die 1,5GB aufgebraucht sind, kann ich mir nochmal 1,5GB für 3€ holen.

    Gelöschter AccountTobias R.


  • 500 MB für 9.99€ ist schon sehr happig bei der Telekom. Wenn es da etwas gibt wo man mehr für weniger Geld bekommt wäre ich sehr zufrieden. Hab da was gelesen hier oder bei Facebook 3 GB für 20€.


  •   3
    Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

    In DE müssen die Frequenzen teuer ersteigert werden. Ist das in anderen Ländern auch so?
    Es wäre sonst ganz schön dreist von der Politik, die Frequenzen zu maximalen Preisen zu versteigern und sich dann darüber zu beklagen, dass die Preise in DE zu teuer sind.


    • Sehr gutes Argument. Ich hoffe verantwortungsvolle Medien nehmen sich des Themas an und durchleuchten das Thema mal auf kritischer statt reißerischer Basis.


    •   58
      Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

      Ich schrieb es bereits ganz unten (was aufgrund des tollen Aufbaus der Kommentarfunktion leider schon nicht mehr ohne weiteren Klick sichtbar ist):

      Der Bund versteigert immer wieder auf's neue Frequenzen für alte und neue Mobilfunknetze. Einer der größten und höchsten Bieter ist dann gerade das Unternehmen, dessen größter Anteilseigner der Bund selbst ist. Hier wird richtig sinnlos Geld verbrannt, das dann später als Grund dafür herhalten muss, dass hierzulande mobile Dienste so extrem teuer sind.

      Sprich: Dein Argument ist vordergründig schon richtig, aber in Wahrheit ist es nur das Deckmäntelchen für massenweise verbranntes Geld, das man sich vom braven Steuer- und Gebührenzahler bezahlen lässt.


  •   29
    Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

    der Deutsche ist in allen Belangen der Dumme in der EU, profitieren tut nur die Wirtschaft mit neuen billigen Standorten (Osterweiterung) , billigen Arbeitsplätzen die von Mindestlohn noch nie gehört haben. Der "reiche" Deutsche lässt sich doch gerne melken, was soll er sonst auch tun?


  • also ich in Österreich bin mit dem netzbetreiber "3"*komplett zufrieden. Für 20 euro unbegrenzt internet und bei 4 GB wird erst gedrosselt finde ich total fair. beim mobile Internet sowieso.


    • Hast du Hui Flat 20 ? Unbegrenzt Internet und trotzdem Drosselung ? Da kann etwas nicht stimmen. Sind die 4 GB etwa für's Smartphone ? Ich bin auch bei Drei , Hab Hui Flat 30 , LTE bis zu 30 Mbits Download unlimitiert, ohne Drosselung und zahle 25 Euro . Internet für das Smartphone ist wesentlich teurer .


      • Unendlich Internet und Drosselung schließen sich gegeneinander ja nicht aus, er kann schließlich unendlich mit der Drosselung weiterverbrauchen...


      • Schau dir mal die Tarife bei Drei an dann weißt du was ich meine. Ich kann als Neuling keinen Link einfügen . Es gibt einen Tarif mit 20 Gb . Da wird dann nach Verbrauch der 20 GB gedrosselt.


  • Spannend, wie hochqualifiziert die Daten interpretiert werden. Anstatt als (vermeintlich) vernünftiger Journalist die Daten und Hintergründe zu hinterfragen wird mit den Worten "Abzocke" "Geldschneiderei" "Diskriminierung" "Wucher" um sich geworfen.

    Was ist mit den Fragen:

    - wie ist die Festnetzabdeckung oder alternativen Möglichkeiten in den jeweiligen Ländern, wie viel GB nutzt z.B. der Finne durch fixed lines (DSL/Kabel/etc)
    - wurden die Netze staatlich subventioniert, ähnlich dem Breitbandausbau in Deutschland und die Preise sind deshalb so niedrig
    - inwieweit wird das Nettoeinkommen berechnet? Bekommt man in Polen z.B. für 35EUR z.B. einen Wocheneinkauf für einen 3 Personenhaushalt?

    Naja. Wer sein Handwerk vom Springer-Verlag lernt...... spricht für die Zielgruppe.


    • Also in Helsinki habe ich die Leute genauso wie hier mit dem Smartphone in der Hand spazieren sehen und ein Park war voll von verschiedensten Hotspots die wohl zumeist von den Mobiltelefonen kamen und die jeweiligen Laptops der Leute versorgt haben.
      Und zuletzt zurück aus Stockholm kam die SMS vom Prepaid-Anbieter, dass mich X MB oder Y GB soundsoviel SKR im Roaming kosten würden - ein kurzer Vergleich zu deutschen Preisen ergab das ich im Roaming mit der schwedischen SIM umgerechnet weniger zahlen würde als bei einem deutschen Anbieter.
      Dabei liegen die Lebenshaltungskosten in Skandinavien deutlich über unseren - nur eben nicht beim mobil telefonieren. (Das war aber auch schon vor Jahren so. Ich kenne viele Leute die vor 10-15 Jahren z.B. SIM-Karten aus Dänemark nutzten, einfach weil die trotz Roaming günstigere Preise boten als bei deutschen Anbietern zu finden war.)


  • Guter und informativer Artikel. Echt eine Frechheit was sich die Anbieter bei uns erlauben -.- Ich selber weiß garnicht wie es sich anfühlt Musik zu streamen ohne Angst du haben das in weniger als 1 Stunde mein Internet gedrosselt wird. (Habe leider nur 200 Mb Highspeed)


  • Jetzt wäre es noch interessant zu wissen, was die Telefonie und Sms kosten? Ist dies eventuell in den anderen Ländern ohne Flats wie wir sie haben?
    Also ich zahle 35€ habe Eu weite Tele, Sms und Datenflat+ 3,5gb Highspeed. Finde den Preis ganz okay.

    Aber war hier doch schon immer so, die Daten sind die neue Sms, diese kostete bei uns im Europaschnitt auch immer am meisten.
    Die Sms viel als Einnahme weg und die Daten sind die neue Geldquelle.

    Mir kommt das wie Spreisabsprachen vor, ist echt komisch das sich nahezu kein Anbieter dazwischen mogelt der besonders viel Datenvolumen an bietet um auf Kundenfang zu gehen.


  • Wie hoch ist denn die nicht genutzte Kapazität der Netze?
    Also ich finde es auch zu teuer.
    Aber auf Grund von Bevölkerungsdichte, Größe und Netzteilnehmern dürften deutsche Netze ja schon teuerer sein als finnische.


    • Aber müsste man nicht dagegen abwägen, dass eine höhere Bevölkerungsdichte zu einer höheren Anzahl an Kunden pro m2 führt. Klar würde damit die Belastung des Netzes steigen, aber wohl auch der Umsatz und damit die Investitionsvolumina der Netzbetreiber.

      Andersherum: In wenig dicht besiedelten Ländern, ist im Vergleich ein flächendeckendes Mobilfunknetz doch weniger rentabel oder?


    • Ich würde mal sagen das bei einer hohen Bevölkerungsdichte das Netz umso Günstiger wird . Mehr Nutzer Pro Funkzelle. Aber das das Netz bei uns an seine Grenzen kommen würde glaube ich nicht. Und selbst wenn, wäre doch nicht schlimm wenn es bei starker Auslastung mal langsamer wird. Lte bietet sicherlich genug Bandbreite das es für alle schnell genug bleibt.


  •   15
    Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

    Das ist unsere geile Volksregierung die sich aber nur um industrielle Interessen kümmert ein weiteres Beispiel. Wir werden ja ausgenommen wie Schafe.


  • das wäre doch mal ne Aufgabe für unsere unterbezahlten und überqualifizierten EU Technokraten, das was den Staat in punkto Technik Volkswirtschaftlich viran und weiterbringen würde. Aber ob sich das einer Traut? bei der Lobby? Sehr fraglich...


    •   37
      Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

      Wenn es in anderen EU-Ländern besser ist, dann ist der Vorwurf an die EU-Technokraten wohl fehlgeleitet.

      Zumal es nicht Aufgabe einer Regierung ist billigst Mobilfunk zu ermöglichen oder zu erzwingen.
      Der Staat schafft die Rahmenbedingungen. Die (Privat)-Wirtschaft schafft die Produkte. Und der Konsument entscheidet sich für oder wider diese Produkte.


      • Das hilft aber nichts, bei der Wahl zwischen teuer und teuer. Angebot - Nachfrage trifft in dem Fall nicht so ganz zu.


      •   37
        Gelöschter Account 23.05.2015 Link zum Kommentar

        Doch, genau das ist Angebot und Nachfrage! Genau so wird es definiert.

        Der Konsument muss bei Nichtgefallen die Kette unterbrechen und die Nachfrage einstellen. Dann wird sich das Angebot ändern.


  • Es würde mich jetzt wirklich wundern, wenn man in Deutschland mehr bezahlt als in der Schweiz! Aber leider ist die Schweiz in dem Vergleich gar nicht dabei.


  • Streiken wäre nicht schlecht.
    Ich bin dabei.


  • Unglaublich wahr. Jedesmal wenn die 2GB nicht mehr ausreichen muss ich 10€ für extra Datenvolumen bezahlen. Die Leute hier würden im Monat mehr an Datenvolumen verbrauchen, wenn Sie mehr hätten. Ständig die Werbung für kostenloses anrufen oder SMS schreiben ist so absurd. Heutzutage braucht man wirklichen flat Internet. Mehr nicht!

    Wenn so ein Anbieter auftaucht bin ich der erste der wechselt :)


  • Roaming-freie Sim Karten aus Finnland. Haha, genial.

    Interessanter Artikel.


  • Ich sage es immer wieder gerne:
    In Österreich für 20€/Monat unendlich Datenvolumen.


  • Da beneide ich die Österreicher


  • Sehr schöner Artikel!
    Sehe das ganz genauso.


  •   49
    Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

    Wir bekommen nur die Nachteile der EU weiter gereicht.

    In Griechenland ist es übrigens noch teurer, und dass beim einem drittel Gehalt (wenn überhaupt) wie hier in Deutschland.

    Gelöschter Account


    •   58
      Gelöschter Account 22.05.2015 Link zum Kommentar

      Was hat das bitte mit der EU zu tun? Stimmt: Gar nichts.

      Viel interessanter ist doch folgendes: Der Bund versteigert immer wieder auf's neue Frequenzen für alte und neue Mobilfunknetze. Einer der größten und höchsten Bieter ist dann gerade das Unternehmen, dessen größter Anteilseigner der Bund selbst ist. Hier wird richtig sinnlos Geld verbrannt, das dann später als Grund dafür herhalten muss, dass hierzulande mobile Dienste so extrem teuer sind.

      Das einzige, was die EU hier tun könnte, wäre, diesen Irrsinn endlich einmal aufzuhalten. Aber dann kommen wieder die neoliberalen Armleuchter, die es in fast jeder, in Bund und Ländern vertretenen Partei gibt, und heulen uns was von "Eingriffen in den 'freien' Markt" vor...


  • mit uns deutschen kann man es ja machen

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