Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
2 Min Lesezeit 2 mal geteilt 19 Kommentare

Deutschland will vergessen werden: Google gibt Einblicke

Seit dem EU-Urteil zum Recht auf Vergessenwerden sind Zigtausend Löschanfragen bei Google eingegangen. Der Konzern hat nun genannt, aus welchen Ländern diese hauptsächlich kommen und was an deren Umsetzung so schwer ist.

Diese SMS nervt wie keine zweite: "Datenvolumen ist bis Monatsende gedrosselt"!
Stimmst du zu?
50
50
3174 Teilnehmer
google light shadow new format
© Viktor Gladkov/ shutterstock/ANDROIDPIT

Google hat einen Zwischenstand durchgegeben und über seine Methoden berichtet, die bei Löschanfragen angewandt werden. Das Hauptproblem dabei sei neben der gelegentlichen Inkompetenz der Antragsteller (die auch gerne mal facebook.com löschen lassen wollen) vor allem die Abwägungen zwischen dem Recht auf Vergessenwerden und dem öffentlichen Interesse, die vor allem durch zurückgehaltene Informationen der Anstragsteller erschwert würden.

So nennt Google Beispiele, in denen Individuen für Verbrechen im Teenager-Alter verurteilt wurden, diese nun als nicht länger relevant darstellen, dabei aber auslassen, dass sie mittlerweile im Erwachsenenalter wieder für verwandte Vergehen verurteilt wurden. Das heißt, teilweise wird eine ausgelaufene Relevanz durch aktuelle Geschehnisse erneuert. In anderen Fällen unterschlagen Antragsteller schlichtweg ihre Rolle im, beziehungsweise Relevanz für das öffentliche Leben oder fordern die Löschung wahlloser Inhalte, nur weil ihre Namen darin enthalten sind - selbst, wenn es um sie gar nicht geht. Hier wird klar, dass Google mit der Umsetzung des Urteils überfordert ist, und genau das war zu erwarten. Wie sollte es auch anders sein?

Interessanter-, aber nicht wirklich überraschenderweise kamen die zweitmeisten Löschanfragen bisher (bis zum 18. Juli) aus Deutschland, 16.500 an der Zahl. Nur Frankreich liegt mit 17.500 knapp davor. Auf Platz drei folgt Großbritannien (12.000), dann Spanien (8.000), Italien (7.500) und die Niederlande (5.500). Wohlgemerkt sind dies nur Zahlen bereits bearbeiteter Anfragen und das aus einem Zeitraum von circa anderthalb Monaten. Ohne Zweifel wird sich dieses Bild noch massiv verändern.

Mich würde mal interessieren, ob jemand von Euch eine Löschanfrage gestellt hat und wenn ja, was seine Erfahrung dabei war.

Via: The Verge Quelle: Google

Top-Kommentare der Community

19 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
2 mal geteilt

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!