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Dessin - Effiziente Notiz-App mit Hardware-Steuerung

Wer kennt das nicht? Die To-Do-Liste wird immer länger und ein paar entscheidende Details gehen doch immer durch die Lappen - und sei es nur den Wecker für die kommende Woche zu stellen.

Mit der App Dessin soll Euch ein nützliches Tool an die Hand gegeben werden, mit dem Ihr noch weitaus mehr anstellen könnt als lediglich Mind-Maps und Notizen zu erstellen. Wie sich die App in der Praxis macht, zeige ich Euch hier in meinem Testbericht.

Bewertung

Pro

  • Schönes Design
  • Intuitive Nutzung
  • Verknüpfung mit Hardware-Funktionen

Contra

  • Abstürze
  • Lange Eingewöhnung
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 7 4.3 Nein 2.7 2.12

Funktionen & Nutzen

In der App Dessin erwartet Euch erst einmal ein leerer Bildschirm, den Ihr mit Euren Ideen füllen könnt. Nur wie funktioniert es? Da die App weder ein Tutorial noch ein Menü oder sonstige Hinweise mitbringt, seid Ihr hier erst einmal auf Euch allein gestellt. Beim ersten Start der App könnt Ihr nur auf ein aufspringendes Fragezeichen tippen und so auf die Webseite wechseln, die Euch die Grundfunktionen erklärt - allerdings auf Englisch.

Im unteren linken Bildschirmbereich seht Ihr ein sechseckiges Symbol, das Euch vorerst jedoch nichts nützt. Später könnt Ihr damit einzelne Abschnitte Eures wilden Notiz-Netzes auswählen und zwischen noch freien Plätzen und Verbindungen hin- und herspringen.

Um nun eine Notiz anzulegen, müsst Ihr zuerst lange auf den leeren Bildschirm tippen. Dort erscheint ein kreisrundes Swype-Menü, über das Ihr erste Aktionen auswählen könnt. Da es sich um ein Swype-Menü handelt, müsst Ihr zum Bestätigen einer Option über das Icon hinauswischen. Fahrt Ihr hier mit dem Finger nach oben auf das Foto-Symbol im Menü, öffnet sich gleich im Anschluss ein neues Menü und Ihr könnt auswählen, ob Ihr ein Bild einfügen oder eine Textnotiz machen wollt.

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Gähnende Leere - für die ersten Verbindungen müsst Ihr Euch erst reinfuchsen. / © AndroidPIT

Die einzelnen Schnipsel lassen sich nun untereinander verbinden. Alternativ könnt Ihr einem Element gleich direkt mit einer Verbindung weitere Notizen oder ganze Aktionen hinzufügen. Dazu wählt Ihr immer das entsprechende Icon aus dem Swype-Menü aus. Die Bezeichnungen zu den Symbolen werden dabei kurz eingeblendet. Einzelne Elemente, wie beispielsweise “Aktionen” oder “Auslöser”, haben ein weiteres Kontextmenü, in dem noch mehr Optionen für Euch bereit liegen. Bei der Verknüpfung sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Besonders interessant ist vor allem, dass Ihr nicht nur klassische Mind-Maps anlegen könnt, sondern sich auch Hardware-Funktionen Eures Gerätes beeinflussen lassen. Ein Beispiel: Ihr wählt unter “Auslöser” das “Geogatter” aus und erhaltet einen Google-Maps-Ausschnitt mit Eurem aktuellen Standort. Die Karte selbst könnt Ihr auch verschieben und so einen anderen Ort wie Euren Arbeitsplatz auswählen. Anschließend tippt Ihr auf den weißen Pfeil unter der Karte und wählt über das Menü eine Verknüpfung aus, beispielsweise unter “Aktionen” → “WiFi”.

Zugegeben: Es kann manchmal etwas dauern, bis Ihr das richtige Element gefunden habt, weil die Verbindungsmöglichkeiten einfach sehr vielfältig sind. Das WiFi-Symbol wird dann an Eure Karte angeheftet. Ihr könnt es über einen Fingertipp auf das Icon und dem Swype-Befehl über die Einschalt-Taste aktivieren. So loggt sich Euer Tablet oder Smartphone immer in das WLAN-Netz ein, das es an dem von Euch festgelegten Ort gibt. Ähnlich könnt Ihr mit der Signaleinstellung verfahren.

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Den Verknüpfungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. / © AndroidPIT

Ebenso lässt sich auch ein Wecker anheften, den Ihr mit einem kleinen Wochenkalender verknüpfen könnt, um Eure Weckzeiten zu verwalten. Auch dafür gibt es im Menü Extra-Icons mit eigenen Einstellungen.

Ist der Bildschirm vollgepackt mit Mind-Maps, Erinnerungen und Alarmsignalen, könnt Ihr das eingangs erwähnte sechseckige Symbol am unteren Displayrand mit einem langen Druck antippen. Jetzt bekommt Ihr einen Gesamtüberblick zu allen Notizen, indem Ihr nach oben zum Verkleinern und nach unten zum Vergrößern der Ansicht wischt. Ein blaues Fenster zeigt Euch den Ausschnitt, der sich in der Normalgröße öffnet, wenn Ihr wieder loslasst. Schiebt den Notizuntergrund einfach unter dem blauen Viereck hindurch und sucht Euch so eine freie Stelle oder eine entsprechende Mind-Map heraus.

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Mit einem Finger zoomen und mit einem anderen Finger die Karte verschieben./ © AndroidPIT

Mir persönlich fehlt allerdings eine Option zum Leeren der gesamten Karte. Falls Ihr also irgendwann wieder von vorn beginnen wollt oder Eure Notizen abgearbeitet sind, müsst Ihr jedes Element einzeln löschen. Und das kann dauern.

Die Verknüpfungen, die Ihr so erstellt, können sehr vielseitig und unterschiedlich sein. Nach einer längeren Eingewöhnungsphase lässt sich die App sehr intuitiv nutzen. Zu Beginn ist es jedoch äußerst mühsam, die richtigen Elemente auszuwählen. Zudem sind die Icons etwas klein und wer größere Finger hat, wird die Nutzung nicht sehr intuitiv finden, da man schnell einen Teil des Kreis-Menüs verdeckt. Zieht Ihr den Finger auf ein Symbol, um zu sehen, was es damit auf sich hat, solltet Ihr nicht zu ruckartig handeln, da Ihr sonst gleich das Icon auswählt und auf der Karte anlegt.

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Klassische Mind-Maps lassen sich immernoch am einfachsten anlegen. / © AndroidPIT

Bildschirm & Bedienung

Dessin bringt auf jeden Fall ein minimalistisches und schickes User-Interface mit. Dazu kommen angenehme Sounds, je nachdem, was Ihr für Elemente verknüpft oder anlegt. Leider kann die Bedienung erst nach einer längeren Eingewöhnung als intuitiv bezeichnet werden. Zu Beginn findet man sich ohne Hinweise und Tutorial leider nicht so gut zurecht. Die Swype-Menüs einzelner Symbole sind außerdem etwas zu klein geraten und machen das Notizenanlegen für Nutzer mit größeren Händen zur Geduldsprobe.

Speed & Stabilität

Dessin stürzte im Test leider aus unerfindlichen Gründen zweimal ab. Beim Befüllen des Notizblattes lief die App allerdings flüssig und fehlerfrei, Verknüpfungen wurden schnell erstellt. Hardware-Befehle wurden entsprechend der Eingabe umgesetzt und funktionierten einwandfrei.

Preis / Leistung

Dessin kostet derzeit 2,99 Euro. Für eine Mind-Map-App mit Zusatzfunktionen ist das trotz alledem ein recht stolzer Preis. Wenn die App jedoch in den bereits genannten Kritikpunkten noch verbessert wird, könnte sich der Preis durchaus lohnen.

Abschließendes Urteil

Insgesamt überzeugt Dessin vor allem dadurch, dass Hardware-Funktionen des Smartphones oder Tablets mit in die Notizen eingebunden sind. So lassen sich Terminkalender und Notizen sehr gut mit WLAN, Klingeltonsignalen und Standortdaten kombinieren. Wer Dessin wirklich effektiv nutzen möchte, sollte sich allerdings wirklich Zeit nehmen, um die App kennenzulernen. Von Jetzt auf Gleich ist ein sinnvolles Anlegen von Notizen kaum möglich. Vor allem die Verwaltung der einzelnen Knotenpunkte in den Clustern kann zu Beginn etwas anstrengend sein. Trotzdem ist Dessin allen zu empfehlen, die Ihre Gedanken gern übersichtlich in Mind-Maps oder Fotocollagen sammeln.

3 Kommentare

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  • intuitive Nutzung, aber lange Eingewöhnung - passt irgendwie nicht zusammen ...

  • Bei mir sieht alles aus wie immer. Bist du über Handy auf der Seite oder am PC? Schick doch sonst einfach mal einen Screenshot.

  • kann mir einer erzählen warum.hier die Überschrift.Und andres in dünnem blau auf hellem grau geschrieben wird.
    ist euer Grafiker in Urlaub.
    oder.wollt ihr euch unbedingt ein Beispiel am unsäglichen ios nehmen... für die neuerdings Grafik regeln auch nur noch Störung ihres Glaubens sind..;)).. bitte ändern, wäre schön.

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