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Deshalb kommt mir eine Smartwatch nicht ans Handgelenk

Die Samsung Gear S2 wirft Ihre Schatten voraus, immer mehr Hersteller wollen in naher Zukunft ebenfalls eine Smartwatch herausbringen und dann ist da ja noch der “Motor” Apple mit seiner total tollen (Sarkasmus!) Uhr. Mich lässt das alles sehr kalt und ich glaube auch nicht, dass den intelligenten Uhren eine rosige Zukunft beschert ist.

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Halte dich mit deiner Schwarzmalerei zurück!

Man sollte immer vorsichtig sein, wenn es darum geht, sich anbahnende Trends im Voraus zu verurteilen oder ihnen keinen Erfolg zu prognostizieren. Ich war mal der festen Überzeugung, dass die Wii der Sargnagel für Nintendo sein wird oder dass Touch-Screens bei Handys nie den ganz großen Durchbruch schaffen werden. Tja, was soll ich sagen… man(n) kann sich irren. Deshalb bin ich auch eher vorsichtig, wenn es um ein hartes Urteil rund um Smartwatches geht.

Fakt ist: Es ist ein neuer Acker, der von vielen namhaften Herstellern bestellt wird, natürlich mit der Intention, dass wir schon bald alle mit so einem Ding am Arm herumlaufen. Es ist auch nicht so, dass es bei Smartwatches keine Verbesserungen in den vergangenen Jahren gegeben hat. Sie können immer mehr, sehen immer besser aus und da gibt es immer noch viel Luft nach oben, frische und innovative Ideen umzusetzen. Klingt alles toll und ich bin durchaus gespannt, was da noch kommen wird, dennoch kann ich mich nicht mit dem Konzept anfreunden. Über allem steht bei mir die Frage: Was bringt das alles mir persönlich?

Die persönliche Note fehlt

Ich habe kein Auto, weil ich in unserer schönen Hauptstadt alles mit dem Fahrrad, Tram oder U-Bahn erreichen kann. Bin ich deswegen gegen Autos? Nein, natürlich nicht. Ich brauche ein KFZ einfach nicht, da es nicht zu meiner jetzigen Lebenssituation passt. 

Diese Argumentation sollte man nicht ins Extreme führen, denn was braucht der Mensch schon wirklich? Also ohne was kann er nicht existieren? Für manche mag der Fernseher der Mittelpunkt des Lebensinhalts sein, oder er kann nicht auf den Gang ins Stadion verzichten, aber es geht natürlich auch ohne.

AndroidPIT LG G Watch R 7
Smartwatches. Kann man haben, muss man aber auch nicht.. / © ANDROIDPIT

Warum ich nicht auf ein Smartphone verzichte, ist eigentlich recht nachvollziehbar, weil durch das kleine Gerät mein Leben ein Stück angenehmer wird. Nicht wirklich besser, sondern schlicht komfortabler. Ich bin dadurch schneller in Kontakt mit lieben Menschen, kann mich schnell auf den neusten News-Stand bringen und die Taschenlampe im Xperia Z1 Compact hilft mir morgens das passende T-Shirt im Schrank zu finden. Die Deckenbeleuchtung bleibt dadurch nämlich aus, wodurch meine Freundin nicht geweckt wird. Genial!

Was aber wäre der Zugewinn für mein Leben durch eine Smartwatch? Gute Frage, schwere Frage! Es kommt natürlich immer darauf an, was man ganz persönlich will, es schadet auch nicht, aufgeschlossen gegenüber dem zu sein, was eher nicht zu einem passt. Ist das nicht der Fall, ist schnell alles schnell sc...ße.

Ich will der Smartwatch auch nicht ihre Berechtigung absprechen, da sie, natürlich abhängig vom Modell und der Ausstattung, viele Menschen glücklich macht und deren Leben bereichert. Bislang bieten mir die Dinger aber zu wenig, damit ich schwach werde.

Noch mehr Technik rumschleppen?

Auch wenn es viele anders sehen und es sicher nicht ganz korrekt ist, aber Smartwatches sind für mich eher abgespeckte Smartphones, die man am Handgelenk trägt. Ich habe mich lange mit den Funktionen diverser Uhren auseinandergesetzt und ich bin leider auf kein grandioses Feature, meinen persönlichen “Game-Changer” gestoßen. So ziemlich alles, was man meiner Meinung nach auf der Smartwatch machen kann, kann der Android-User so auch auf seinem Smartphone machen. Und das auch noch auf einem schönen und vor allem großen Bildschirm. Von der umfangreicheren Auswahl an Apps und ganz allgemein den Möglichkeiten, die man auf einem Smartphone hat, will ich hier gar nicht erst anfangen.

Warum nehme ich also nicht noch ein weiteres Smartphone mit, das weniger kann als das, welches in meiner Hosentasche steckt? Richtig, weil es schlicht überflüssig wäre. Aber wenn es sich dabei um eine Uhr handelt, ist das in Ordnung und sogar hip? Nein, das ist es meiner Meinung nach definitiv nicht. Es ist natürlich schön, für jede Lebenslage das passende Gadget zur Hand zu haben, aber ich will doch nicht mit lauter Technik am Körper herumlaufen. Lest das Buch “Der Circle” von Dave Eggers, dann wisst Ihr wo das hinführt!

Samsung Gear S2 face
Die Gear S2 sieht elegant aus, Schönheit allein reicht aber nicht. / © Samsung

Spaß beiseite. Smartwatches sind weder schon tot, noch das ganz große Erfolgs-Ding. Es muss einfach mehr passieren, mehr geboten werden, damit mich die klugen Uhren in Versuchung führen können. Also los Entwickler, strengt Euch an, wenn Ihr mein sauer verdientes Geld wollt.

PS: Hab’ ich eigentlich schon erwähnt, dass ich seit meinem ersten Handy keine Armbanduhr mehr trage? Der Grund: Handys haben standardmäßig eine Uhr!

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Top-Kommentare der Community

  • Diesel 06.09.2015

    Bravo Stefan Grund !
    Hervorragender Artikel gut geschrieben.
    Spiegelt genau meine persönliche Meinung wieder. Finde diese Uhren auch nur als Spielerei.

  • Sue H
    • Blogger
    07.09.2015

    Mir wäre mein Geld zu schade, von ca. 150€ aufwärts will ich mir andere/ für mich wichtigere Dinge kaufen..

  • Ingo Leschnewsky 06.09.2015

    Ich trage seit gut 40 Jahren keine Armbanduhr mehr. Aber letztes Jahr habe ich mir - quasi zum Testen - die LG G Watch zum halben Preis gekauft. Seitdem muss ich nicht mehr jedes Mal das Smartphone aus der Hosentasche fummeln, wenn ich die Uhrzeit wissen möchte, eine Message oder eine Mail erhalten, einen Musiktitel vorspringen oder lauter stellen will, eine Eil- oder Unwettermeldung kommt, meine Lieblingsmannschaften ein Tor schießen, ich an etwas erinnert werde, etc. Natürlich brauche ich das nicht dringend, doch es ist wie auch mein Smartphone selbst ein netter Luxus, der mein Leben ein bisschen erleichtert, und auf den ich nicht mehr verzichten möchte.

  • DiDaDo 06.09.2015

    Warum sollte es denn nerven? Liegt nachts auf dem Nachttisch und lädt von ganz alleine. So wie das Smartphone auch ;)

78 Kommentare

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  • Danke :), genau meine Rede^^

    Mein Freund und ich hatten dieses Thema gerade erst, weil er sich irgendwie zum Bday so eine Uhr gewünscht hätte (davon abgesehen, dass die in Frage kommenden Modelle letztlich ohnehin viiiiieeeeel zu teuer wären...), was mich "zwang", mich erstmals wirklich etwas konkreter mit der neuen Materie >Smartwatch< auseinanderzusetzen, denn auch ich fand die ganze Kiste von Anfang an uninteressant und irrelevant (natürlich nur für mich persönlich und in Bezug auf meine individuellen Lebensumstände) :-/

    Und auch, nachdem ich nun ein paar Stunden damit zugebracht habe, mich über viele Details und Modelle sowie deren Fähigkeiten zu informieren, bleibt's (für mich) dabei: so ne'Smartwatch macht in meinen Augen eigentlich maximal für sportlich aktive Menschen (wegen der vielen Fitness-Optionen wie Schrittzähler usw) oder Bauarbeiter (und ähnliche Berufe, wo man outdoor arbeitet und sich die Hände schmutzig macht, so dass man damit dann lieber nicht den Touchscreen vom Telefon berührt) Sinn, aber ansonsten seh'ich's genauso wie Stefan, dass die Uhr keineswegs imstande ist, irgendwas an besonderer Technik zu bieten, was mein Smarty nicht mindestens bzw eigentlich sehr viel besser, komfortabler und ansehnlicher könnte, und deshalb wäre es nur Geldverschwendung...

    Ach so, und Armbanduhren mag ich sowieso nicht, hab'sogar schon mit ca. 14 Jahren aufgehört, welche zu tragen, weil ich mich nicht länger durch die Zeit "geißeln" lassen wollte ;-) und sie mich außerdem auch nur sinnlos am Arm gestört haben (@Stefan: selbst im prä-smartphonischen Zeitalter war es durchaus möglich, auch ohne Armbanduhr die Zeit zu kennen --> einerseits hingen ja fast überall Uhren in der Stadt (Standuhren, Haltestellen-Uhren, Uhren in Werbetafeln usw) und andererseits konnte man notfalls ja immer irgendjemanden nach der Uhrzeit fragen..., und ich persönlich hab'mich zB immer auch an den Menschen orientiert, die ebenfalls jeden Morgen zur selben Zeit an der Haltestelle waren oder in der Tram saßen - wenn's dieselben wie jeden Morgen war, dann wusste ich, die Zeit haut hin^^)

  • " Stefan, Du schreibst "...aber ich will doch nicht mit lauter Technik am Körper herumlaufen. Lest das Buch “Der Circle” von Dave Eggers, dann wisst Ihr wo das hinführt!!"

    Dies Beispiel passt nicht zum Thema. Im ´Circle´ geht es quasi um George Orwell und sein Werk "1984" , das aber noch eine oder zwei Zehnerpotenzen höher- der total überwachte, gläserne Mensch. Den haben wir in gewisser Weise mit unseren Smartphones eh schon. Aber die Smartwatch am Arm setzt hier nun wirklich nicht noch was oben drauf.

    Gibst Du uns Bescheid, Stefan, wenn Du eine Smartwatch am Arm hast? Das wird ganz sicher! kommen.

  • ich verstehe nicht wieso es Leute gibt, die anscheinend ständig ihr Handy aus der Tasche holen müssen um die Zeit zu checken. Und jetzt dafür die Smartwatch brauchen. Ich mein, die Zeit musste ich noch nicht mal vor 20 Jahren ständig checken, die Uhrzeit findet man doch an jeder Ecke. Angefangen zu Hause, wo es noch den einen oder anderen Wecker gibt, Funkuhr in der Küche oder sonst wo, dann die Uhrzeit auf verschiedensten Geräten (Kühlschrank, Herd, Wetterstation, das ganze Zeugs), und natürlich am PC, Notebook, Smartphone oder Tablet und natürlich auch Fernseher und Radio. Dann geht man üblicherweise raus, ins Auto oder zum Bahnhof, an beiden Orten gibt es Uhren.
    Dann ins Büro, spätestens am PC oder Notebook gibt es wieder Uhrzeit. Und dann der ganze Weg zurück wieder nach Hause. Warum ich nun noch wg der Uhrzeit ständig mein Handy aus der Tasche fummeln sollte ist nicht nachvollziehbar.
    Ich hab aus den genannten Gründen auch noch nie eine Armbanduhr getragen.
    Sprich wg der Uhrzeit ist so ziemlich das letzte warum ich mein Handy aus der Tasche ziehe, da gibt es hundert andere wichtigere Gründe. Gleiches gilt natürlich für eine Smartwatch.

    Da die Smartwatch mir aber letztendlich neben der Uhrzeit nur mitteilt das irgendwas auf meinem Handy passiert ist, kann ich mir diesen Umweg auch schenken und dann gleich das Handy checken, das macht sich ja auch bemerkbar. Und selbst wenn man es nicht sofort bemerkt, das irgendjemand irgendwas will - na und ???

    • Ich sehe das genauso wie du. Aber es gibt halt Leute die ihren Spass daran haben.
      Wie mein Bruder mit iwatch. Eigentlich nervt ihn das Handy. Aber coole Spielerei für ihn.
      Ich selber will eher weniger digitalen Wahnsinn als mehr. Dazu noch mehr Möglichkeiten (Sport) mich zu katalogisieren. Was mir sowieso die Laune am Phone verdirbt die Datensammelei. Aber das juckt ja heute niemand mehr. Hauptsache Spass macht das Ding.
      Und wenn ich mich digital prostituieren muss. Ich hab Spass mit meinem neuesten Teil 😉

  • Was für ein nutzloser Artikel. Wäre er eingeleitet worden mit "deshalb kommt mir KEINE smartwatch erst einmal mehr ans Handgelenk", wäre es interessant geworden. So sind alle aber alle Klischees von Contentaufbereitung als überlanger Kommentar erfüllt worden.

    Was ist der nächste "Android technik-bezogene Artikel"? Warum ein Privatjet für einen Berliner ohne Auto mit Geburtsjahr nach 1980 in Deutschland nichts ist und man sich keine Handyhalterung dafür kaufen würde?

    War bei Springer oder SPON nichts mehr frei?

  • Es gibt ne Reihe von Anwendungen für Smartphone die sinnvoll sind, aber das Problem mit der miserablen Akku Laufzeit ist nicht gelöst. Aktuell ist pebble der einzige mit einer Laufzeit von einer Woche, aber das bei einfacher paper Grafik ich langweile mich schon seit einem Jahr damit.

    Bevor die Laufzeit bei intensiver Nutzung nicht auf min. 5 Tage kommt, kommt mir auch keine andere Smartwatch nicht ans Handgelenk. Was noch dabei sein sollte:

    - Rundes Display
    - Bluetooth headset Kopplung
    - ausgereifte integrierte Sprachsteuerung
    - kontaktloses laden des Akku

    • Und nochmal meine Frage nach dem Sinn einer 5 Tage laufenden Smartwatch, wenn das Smartphone als Datengeber nach spätestens 2 Tagen nichts mehr von sich gibt.

      •   44

        ach didado darauf wirst du nie eine Antwort bekommen wenn sie eine smartwatch bauen bei der der Akku 5 tage hält könntest du hier Kommentare lesen die etwa so tönen würden "nein viel zu dick und viel zu schwer die ist ja potthässlich.ein Akku einer smartwatch muss nur einen Tag lang halten länger nicht.ist doch keine große Arbeit sie am Abend auf die Ladestation zu legen.dünn und leicht muss sie sein. dünn und schlank und lange Akkulaufzeit verträgt sich nun mal nicht

      • du wartest ja wohl kaum bis dein Datengeber sprich Smartphone nichts mehr von sich gibt - da bist du ja wohl der letzte der mit leerem Akku im Smartphone dastehen möchte ;-)
        Insofern würde dieser Fall bei dir nie eintreffen.
        Ansonsten gebe ich aber Recht, eine Smartwatch die 1-2 Tage hält fände ich auch ziemlich nutzlos. Es kann nicht sein dass man sich mit immer mehr Geräten behängt und dann ständig nach Lademöglichkeiten Ausschau halten muss. Und ausserdem finde ich das Minidisplay einer Smartwatch auch ziemlich nutzlos, ich brauch kein 2.Gerät an mir, was mir nur Bescheid sagt das auf meinem ersten Gerät, was ich auch am Körper trage, sich irgendwas getan hat. Und was ist mit weitsichtigen Personen, die müssen dann erstmal eine Lesebrille rausholen um überhaupt irgendwas auf dem MiniDisplay zu erkennen ? Bis dato ist jedenfalls eine Smartwatch ein ziemlich nutzloses Spielzeug.

      •   44

        Bis dato ist jedenfalls eine Smartwatch für mich ein ziemlich nutzloses Spielzeug. müsste es eigentlich heissen!
        was für den einen gilt muss für den anderen nicht gelten

  • Statt ein Wegwerfprodukt (Software) lieber eine hochwertige mechanische aus der guten alten Schweiz.
    Das hat Style. Dieße Uhren sind mehr Technik-Spielerei als sonst was derzeit für mich.

    Wie immer jeder wie er will. Wer sein Spaß dran hat solls kaufen.
    Ich selber bin kein fan von mich an die digitale Leine zu legen. Dazu noch ein Gerät zum laden.

    •   44

      aber wir Schweizer haben es noch nicht fertig gebracht eine Uhr zu bauen die mir mit Bild zeigt wer gerade anruft ich zahle lieber 300 Franken für eine Uhr die etwas mehr kann als nur die zeit anzuzeigen ,als 1000 Franken für eine rollex Statussymbole ist das letzte was ich brauche und nötig habe.über die Batterie schreibe ich nicht noch extra etwas hat hier zu viele die zu müde sind die smartwatch am Abend aufzuladen

  • Zitat:"Warum ich nicht auf ein Smartphone verzichte, ist eigentlich recht nachvollziehbar, weil durch das kleine Gerät mein Leben ein Stück angenehmer wird. Nicht wirklich besser, sondern schlicht komfortabler. Ich bin dadurch schneller in Kontakt mit lieben Menschen, kann mich schnell auf den neusten News-Stand bringen..."

    Tja, jetzt einfach Smartphone gegen Smartwatch austauschen und schon wird ein Schuh für mich draus.
    Das kleine Display am Handgelenk macht es unnötig, das Handy aus der Tasche zu nehmen. Das Gerät selektiert für mich Infos vor. Meldet sich nur das Handy kann es warten, vibriert es am Handgelenk ist es wichtiger.
    Extra das Handy aus der Tasche zu nehmen um zu wissen in ein Stau auf der Strecke ist? Wer es gerne mag - auf gehts. Ich schaue auf die Smartwatch...
    Langweiliges Familientreffen und der Lieblingsverein spielt... kein Problem jedes Tor wird mir am Handgelenk mitgeteilt ohne das ich demonstrativ desinteressiert das Handy auf dem Tisch liegen habe.

    Die synchronisierte Einkaufsliste auf dem Handy beim einkaufen dabei? Tolle Sache, bequemer machen sich die Haken aber trotzdem am Handgelenk.

    Muss jeder wissen, ob das ein Mehrwert ist oder nicht.

  • Ob man aus einer Smartwatch Gewinn zieht, hängt ganz wesentlich davon ab, wie man Kommunikation betreibt, und welchen Stellenwert man ihr einräumt.
    Schriftliche Benachrichtigungen, ob nun gelbe Post, E-Mail oder SMS, beantwortet ich in der Regel nicht spontan, sondern bei sich ergebender Gelegenheit. Deshalb habe ich auch in aller Regel kein Bedürfnis, unmittelbarer von deren Eintreffen zu erfahren, zumal gelbe Post und E-Mail nicht wirklich zeitnah eintreffen müssen. Hier bringt mir eine Smartwatch also nichts. Anrufe wegzudrücken, selbst mit schriftlicher Benachrichtigung, halte ich für ziemlich unhöflich, nach Möglichkeit sage ich lieber selber, wenn ein Anruf nicht passt. Ist es unpassend Anrufe anzunehmen, z.B. in einer Besprechung, dann wird eben stumm geschaltet, der Anrufer landet auf der Mailbox.
    Oder es geht halt keiner ran, z.B. im Straßenverkehr. Das muss jeder Anrufer verstehen, und was nutzt mir die Information über den stattfindenden Anruf, die mir auch der Klingelton liefert, wenn ich nicht annehmen kann?
    Ganz wichtigen Anrufern kann man bei Stummschaltung notfalls mit App's wie CritiCall Vortritt verschaffen.
    Deshalb ziehe ich auch hier keinen Gewinn aus so einer Smartwatch, zumal der Anrufer seine Rufnummer verdecken kann.
    Die wichtige Benachrichtigungsfunktion bringt mir also nichts.
    Ein eingebauter MP3-Player hat ohnehin zu wenig Speicher für meine Ansprüche, und die Fitnessanzeigen würden eher zur Depression führen, als zu motivieren.
    Andere sehen die Dinge anders, deshalb gibt es an deren Entscheidung für so eine Uhr so wenig zu kritisieren, wie umgekehrt meine dagegen zu kritisieren ist. Meinungen können und dürfen sich aber ändern, und auch die muss nicht endgültig sein.

  • Ich habe eine Junghans Mega (Funkuhr mit Solartechnik). Die läuft auch 21 Monate ohne Sonne Sekundengenau. Und eine Smartwatch nur für die Uhrzeit abzulesen brauche ich nicht. Ich tue es mir gewiss auch nicht an meine SMS, Emails, Twitter + Threema Nachrichten auf so einem Mini Display anzusehen. Wie lange soll ich denn da das Ding vor die Augen halten? Muss dazu nicht auch Bluetooth am Smartphone aktiv sein? Also auch der Accu schneller leer. Und nur um zu sagen ich hab so'n Ding brauch ich's auch nicht.

    •   32

      "Ich tue es mir gewiss auch nicht an meine SMS, Emails, Twitter + Threema Nachrichten auf so einem Mini Display anzusehen."

      Textnachrichten lassen sich super lesen, die Darstellung ist nicht kleiner als am Smartphone. Die Pebble hat noch den Vorteil, dass sie in der Sonne besser ablesbar ist, als das Smartphone selbst...



      "Wie lange soll ich denn da das Ding vor die Augen halten?"

      Keine Ahnung ;-)
      Meine Tochter lernt gerade Lesen und bekommt das auch auf meiner Pebble sehr gut hin...



      "Muss dazu nicht auch Bluetooth am Smartphone aktiv sein? Also auch der Accu schneller leer."

      Nein, der Stromverbrauch ist am Smartphone fast nicht zu bemerken...

  • bei meiner letzten vertragsverlängerung habe ich ein s5 + eine gearfit bekommen. dachte auch das ich damit nichts anfangen kann. wollte die gearfit verkaufen oder meiner partnerin schenken. da ich kritisieren ohne testen aber ziemlich naiv finde siegte die neugier, ich testete 2 tage & möchte kein leben mehr ohne smartwatch! :-)

  • Moe 07.09.2015 Link zum Kommentar

    Ich bin von dem Artikel sehr enttäuscht. In einem privatem Block, neben Bildern vom Frühstück ist es okay, aber nicht hier. Das ist eine eigene Meinung eines Redakteurs und bietet NULL Mehrwehrt für den Leser.
    Früher war es so, dass man versucht hat, seine eigene Meinung nicht in Artikel einfließen zu lassen so gut es geht, heute scheint es Standard zu sein.

    Manche Menschen sind nun mal sehr Technik affin und finden Gadgets generell interessant. Gerade von einem Technischen Redakteur habe ich so etwas eigentlich erwartet, aber dieser deklassifiziert sich ja nun selbst.

    Nichts destotrotz ist es seine Meinung und daher zu akzeptieren, dennoch finde ich es als Leser sehr ernüchternd, dass solch ein Artikel in einem Technikmagazin erscheint.

    1. Verprellt Ihr unbewusst Leser, welche so etwas mehr als Innovativ und gut finden
    2. Kann ich den Redakteur nicht mehr so ernst in kommenden Artikeln nehmen. Bei Uhren wird er diese vielleicht nicht mehr so objektiv beurteilen, wie ist es generell bei Games und Smartphones etc.? Es kostet Ihn Glaubwürdigkeit, daher sollte man keine Artikel mit der reinen eigenen Meinung schreiben - nur so al Tipp

    Als User darf ich das und daher werde ich jetzt meine Meinung zum Hauptthema Kundtun.

    Ich bin generell ein Fan von Zukunftsweisenden Gadgets. Sprich ich habe eine Smartwatch und finde diese Idee sehr vielversprechend.
    Ich sehe es als gefährlich an, technische Änderungen von vornherein zu verteufeln. Wenn es alle machen würden, gäbe es keine Smartphones, Laptops, Flachbildfernseher, vielleicht nicht mal Handys.

    Was ist denn der Unterschied, ob ich eine Analoge Uhr trage, oder eine Smartwatch?
    Optisch gibt es kaum noch unterschiede und hier gehe ich mal nicht auf Geschmäcker ein.

    Meine Analoge Uhren haben eine Kostenspanne von 150-300 Euro im Schnitt. Hier sehe ich die Uhrzeit und das Datum, wenn ich es einstelle. Dafür läuft die Uhr Jahre.

    Eine Smartwatch kostet 100-400 Euro und bietet hier GENAU DAS GLEICHE AUF WUNSCH + extra Möglichkeiten.
    Man muss sie nur zwischen 1 und alle 7 Tagen laden.

    Also warum sollte ich eine Smartwatch verteufeln, wenn ich normale Uhren nutze?
    Man verzichtet auf Anwendungsmöglichkeiten und schränkt sich selber ein, wo man mehr machen könnte.

    Diejenigen die keine Uhr am Handgelenk tragen und sagen ich bin generell kein Freund von Armbändern, Uhren und Schmuck am Handgelenk sind verständlicher, als Menschen welche dies alles oder einer davon nutzen, aber Smartwatches verteufeln.

    Fazit für mich:
    Wer eine Normale Uhr trägt sollte generell keine Smartwatch verteufeln, dazu hat er kein Anrecht. Digitale Uhren werden doch von euch auch nicht verurteilt...oder?

    • Hallo,

      interessant wie sehr sich beeinflussen lassen. Die Meinung eines Redakteurs zu lesen finde ich eher erfrischend und zeigt doch auch seine Glaubwürdigkeit. Würde diese Person alles gut heißen was Android und Gadgets angeht wäre diese Person gleich als käuflich beschimpft.

      Jeder kann sich doch seine Meinung darüber bilden und mich als Leser hat es bestätigt zum Thema Smartwatches :)

      Gruß
      Andi

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