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Deshalb könnte Dich die Polizei für einen Handydieb halten

Das Smartphone ist weg. Es ist geklaut oder verloren, vielleicht gleich noch eine Person mit dazu. Kein Problem, es gibt doch den Googles Android-Gerätemanager oder Apps wie “Finde mein iPhone”. Doch die GPS-gestützte Hilfe hat ihre Tücken, insbesondere wenn Menschen sich selbst auf die Suche machen.

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Bei dem US-amerikanischen Pärchen Christina Lee and Michael Saba klingeln immer wieder fremde Menschen, die meist wütend ihre Mobiltelefone zurück verlangen. Mal in Begleitung von Polizisten, mal ohne. Manchmal kommen sie laut eines Berichts der Online-Publikation Fusion am Morgen, manchmal Abends, manchmal mitten in der Nacht.

android geraete manager
Handy-Ortung per Android Geräte-Manager - kann helfen, kann aber auch falsche Hoffnung wecken! / © AndroidPIT

Tritt irgendwann die Polizei die Tür ein?

Lee und Saba müssen jedes Mal beteuern, dass sie keine Diebe sind dass und auch keine fremden Smartphones in ihrem Häuschen in einem Vorort von Atlanta zu finden sind. Nicht jeder aufgebrachte Ankömmling lässt sich dabei mit freundlichen Worten überzeugen. Und einmal ging es auch nicht nur um ein verlorenes Smartphone, sondern noch um einen zugehörigen vermissten Teenager. Prompt wurden Lee und Saba zu Tatverdächtigen und ihr Haus zu einem möglichen Tatort.  

Entsprechend besorgt sind Lee und Saba, dass ihnen irgendwann die Polizei die Tür eintritt. Diese Sorge erscheint nicht unberechtigt, denn das ist anderen auch schon passiert, etwa einem Hausbesitzer in England. Eine Lösung hat das Pärchen noch nicht gefunden, weder Mobilfunkunternehmnen noch Polizei konnten ihnen laut Fusion helfen. Und laut Fusion-Bericht fühlt sich auch keiner wirklich zuständig für das Problem, auch nicht die US-amerikanische Telekommunikationsbehörde FCC.

Keiner fühlt sich zuständig

Den Stress mit wütenden Smartphone-Suchenden kennt auch Dwayne Dobson. Der US-Bürger und Rentner hatte laut US-Medienberichten aus dem Jahr 2013 rund 2 Jahre lang immer wieder unerwünschten Besuch wildfremder Menschen auf seinem Grundstück, die Apples App “Finde mein iPhone” genutzt hatten, um ihre verlorenen oder gestohlenen Geräte wiederzufinden. Sogar 911-Notrufe wurden seiner Adresse zugeordnet.

Dobson brachte ein Schild neben seiner Haustür an: “No Lost Cellphones”, keine Verlorenen Mobiltelefone seien bei ihm zu finden. Eine technische Lösung war 2013 noch nicht gefunden, dafür gab es viele mögliche Ursachen der Probleme. Zum einen, dass einem Mobilfunkmast die selbe Adresse zugeordnet war wie seinem Haus und womöglich ein Softwareproblem beim zuständigen Mobilfunkanbieter Sprint.  Die Position der drei  Handymasten in der Nähe von Lees und Sabas Haus dürfte wohl ebenfalls kein Problem sein.

Eine wirkliche Lösung scheint es bisher ebenso wenig zu geben, wie einen richtigen Ansprechpartner. Die Betroffenen sind bisher wohl noch auf sich alleine gestellt.

Gefährliche Selbstjustiz

Nicht nur falsche Informationen aus der GPS- und Handymasten-Ortsermittlung können gefährlich sein. Auch wenn die GPS-Daten richtig sind, können sie es sein. Vor allem für diejenigen, die sich selbst auf die Suche nach ihren gestohlenen oder verlorenen Smartphones machen. Es kann zwar auch mal von Erfolg gekrönt sein, an der Tür eines Fremden zu klingeln um das eigene Gerät wiederzubekommen. Doch es gab auch schon Vorfälle, wo es zu Schlägereien kam. Was wenn der Dieb das Gerät nicht reumütig herausgibt? Was wenn er sich wehrt und gar bewaffnet ist?

Im Gespräch mit AndroidPIT.de riet ein Sprecher der Berliner Polizei dazu, auf jeden Fall die Polizei einzuschalten und eine Anzeige aufzugebe. Gegebenenfalls könne man dann gemeinsam mit der Polizei den Ort aufsuchen, wo das gestohlene Gerät laut GPS-Finde-Funktion zuletzt geortet wurde.

Schützt Eure Smartphones!

Die Berliner Polizei empfiehlt in einem PDF-Dokument Einwohnern und Besuchern der Hauptstadt dazu, sich die 15-stellige IMEI-Nummer des eigenen Handys zu notieren, die Marke und das Modell zu wissen und die eigene Kundennummer beim Netzbetreiber sowie dessen Telefon-Hotline-Nummer aufzuschreiben. Mit diesen Daten fällt es dann leicht ein Gerät als gestohlen zu melden und die SIM-Karte zu sperren.

Wer auf Nummer sicher gehen will, dass die auf dem Handy und der eingesteckten microSD-Karte gespeicherten privaten Daten geschützt sind, kann sie aus der Ferne beispielsweise mittels Android Geräte-Manager löschen. Damit kann das Gerät auch geortet, zum Klingeln gebracht und komplett gesperrt werden. Mehr dazu in unserem Artikel zum Thema.

Das Beste aber um sein Smartphone zu schützen, ist es laut Polizei  es nicht in der Gesäßtasche oder sonstigen Außentaschen zu verstauen, es nicht in Cafés offen auf dem Tisch liegen zu lassen und die Bildschirmsperre immer aktiviert zu lassen. Mir selbst riet einmal ein Sicherheitsdienst-Mitarbeiter: Wenn schon Hosentasche, dann wenigstens vorne, wo man Diebstahlsversuche schnell mitbekommt.

Top-Kommentare der Community

  • Siniox 23.01.2016

    Schön und gut, Handy siehste dennoch nie wieder, wenn es dir nicht grade von einem Kevin geklaut wurde.

  • Tenten 23.01.2016

    Interessanter Artikel, vielen Dank dafür (:

  • Hans-Thomas M. 24.01.2016

    Irgendwie habe ich das nicht gerafft. Am Anfang beschreíbt der Autor Fälle, bei denen unbeteiligte Leute wegen fehlerhaften Ortungsergebnisse, die solche Funktionen wie "Find my phone" oder auch der Android Gerätemanager geliefert haben, und im 2. Teil empfiehlt er genau solche Funktionen einzusetzen? Und der Titel passt auch nur zum ersten Teil. Was sollt mir der Artikel denn nun sagen? Dass ich mein Phone besser schützen soll, oder ob ich damit anderen Leuten Unannehmlichkeiten machen kann? Das ist für mich nicht die Artikelqualität, die ich mir wünsche

33 Kommentare

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  • Es sollte jedem klar sein, daß das Phone eingeschaltet und eingebucht sein muß , um den ungefähren Abstand ( +/- 100 m bis +/- 5 km je nach Ort und Deckung bzw. Mastendichte ) feststellen zu können. GPS ist daher in jedem Fall für genaue Ortung nötig. Es ist daher wichtig, daß der Dieb daran denkt, das Gerät nicht in Innenräumen aufzubewaren. Haha!! Dazu kommt, daß um die GPS-Daten übertragen zu können, muß sich das Gerät im Bereich deines Providers oder Daten-Roamingpartners befinden.

  • Viele - auch ich - haben doch schon mal "find my iPhone" bzw. andere Android Apps mit einem nicht gestohlenen Gerät ausprobiert.

    Wieso sind dabei niemandem falsche GPS-Daten aufgefallen? Wieso tritt denn dieses Phänomen nur bei geklauten Handys auf???

    Merkwürdig....

  • "Es ist geklaut oder verloren, vielleicht gleich noch eine Person mit dazu."
    Wie kann eine Person 'geklaut werden' oder 'verloren gehen'?!? Hält der Autor Menschen für Dinge und oder Eigentum?!?

    Sehr merkwürdige Geisteshaltung...

  • Naja Androidpit eben dicke Überschrift meistens nichts dahiner Also mein handy ist jetzt so gesichert das wenn wer den sims rausnimmt / wechselt, das handy nach einem PW fragt auch wenn man das handy, löscht. Wenn wer 5 mal das unsichtbare muster falsch eingiebt löscht es die daten auf sd und handy.
    @ Da rennen den 100% wider die Datenschützer das haus ein. Man könnte dies und das damit anstellen plus weltweit eine nummer der person zuordnen. 2. Auch imai kann man ändern im handy.

  • ich hab jetzt immer noch nicht verstanden, wieso die Polizei mich für einen Handydieb halten könnte. wäre schön wenn das technische Problem beleuchtet wird, so wie es die Überschrift suggeriert.

    wenn die Provider ne gemeinsame Liste mit gestohlenen Handys (IMEI) führen würden und diesen Handys dann das Einwählen in ihr Netz untersagt wäre die Diebstahlrate sicher geringer. aber daran sind sie offenbar nicht interessiert. immerhin können sie darauf hoffen, dass der Geschädigte (evtl. in ihren Shops) n neues Handy kauft.

  • "Stress" mit zwei s wenn ich bitten darf.

  • Irgendwie habe ich das nicht gerafft. Am Anfang beschreíbt der Autor Fälle, bei denen unbeteiligte Leute wegen fehlerhaften Ortungsergebnisse, die solche Funktionen wie "Find my phone" oder auch der Android Gerätemanager geliefert haben, und im 2. Teil empfiehlt er genau solche Funktionen einzusetzen? Und der Titel passt auch nur zum ersten Teil. Was sollt mir der Artikel denn nun sagen? Dass ich mein Phone besser schützen soll, oder ob ich damit anderen Leuten Unannehmlichkeiten machen kann? Das ist für mich nicht die Artikelqualität, die ich mir wünsche

  • Hallo!

    Das so viel gestohlen wird dürfte auch daran liegen dass die meisten offen zeigen was sie haben. Bei mir steckt alles in der Jackentasche. Geld und Plastikkarten nach Möglichkeit getrennt aufbewahrt. Bei mir müssten die Diebe schon so nah rankommen dass sie die Reißverschlüsse der Taschen öffnen müssen, oder gar die ganze Jacke um an die Innentaschen zu kommen. Je weniger man zeigt was man hat umso geringer ist die Diebstahlwahrscheinlichkeit.

    Gruß, René

  • Das Problem muss ja nicht beim Mobilfunk Anbieter oder so liegen. Mein Handy wird via GPS auch immer am gleichem Punkt geortet, egal wo ich mich Grade (im Ort) befinde

  • Wow so viel Text aufeinmal konnte man bei euch lange nicht mehr lesen! Schön das ihr es doch noch könnt😉👍

  • Ich habe bereits schon davon gelesen. Klingt irgend wie schon lustig, nur das Paar hat mittlerweile große Angst. Und keiner konnte bis jetzt sagen warum oder wieso es immer zur falschen Ortung kommt.

  • "Schild neben seiner Haustür an: “No Lost Cellphones”"


    Super Taktik! Da denkt sich der Bestohlene doch sicher das dir Person nichts zu verbergen hat ^^
    Am besten weitet man diese Methode noch weiter aus. Jeder Ausländer sollte "No thief", jeder deutsche " No racist" und jeder Politiker "No liar" auf das Oberteil drucken lassen. Wobei ich der letzt genannten Gruppe nicht unbedingt glauben würde...

    • Bei Politikern würde ich vorschlagen, das zu tätowieren. Das tut 1. weh und ist 2. nicht so leicht wieder zu entfernen. Und zwar auf die Stirn, damit man es auch immer sehen kann

  • Jetzt weiß ich auch warum die Handys immer größer werden, damit man sie nicht mehr in die Außentaschen stecken kann und man sie quasi immer in der Hand halten muß, das sieht man täglich überall wie die Besitzer mit den Dingern rumlaufen.
    Bistrotische müssen verkleiner werden, dann können die ihre Dinger auch nicht mehr drauflegen und müssen sie festhalten.

  • Ich sehe das Problem nicht. Ich wickel die Phones immer sofort in Alu folie ein, so hat es kein Netz egal ob gps oder Mobil. Habe einfach immer eine Rolle in meiner Tasche, die reicht dann auch für 3 Tage.

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