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Den Androiden mit PAW Server für Android vom PC verwalten

Ständig fummeln wir an ihm rum, und wollen fast alles mit ihm machen. Ja, so sind sie, die modernen Smart-Phones: Mit ihnen kann man ja mittlerweile auch fast alles machen. Dennoch wäre es so manches Mal bequemer, man könnte den kleinen Freund vom PC aus verwalten. Zumal ja die eine oder andere Sache ohnehin von A nach B soll: Backups zum Beispiel. Das Handicap bei vielen Lösungen zu diesem Problem: Sie sind, wie etwa MyPhoneExplorer, Plattform-abhängig. Und diese Plattform heißt in der Regel „Windows“, sodass wir Linuxianer und auch unsere Cousins aus dem Mac-Lager da erstmal außen vorstehen. Kann PAW Server für Android da Abhilfe schaffen?

Diese SMS nervt wie keine zweite: "Datenvolumen ist bis Monatsende gedrosselt"!
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Getestete Version Aktuelle Version
0.59 0.97.2

Funktionen & Nutzen

Testgerät: Motorola Milestone 2
Android Version: 2.2
App benötigt mindestens: 1.5
Berechtigungen: Ziemlich viele, die aber auch gebraucht werden
root: nicht benötigt

PAW Server für Android bietet einen großen Funktionsumfang – wobei man sich immer vor Augen halten sollte, dass es sich hier noch um eine Beta-Version handelt! Was also lässt sich alles mit dieser App anstellen?

Nachdem Du die knapp 3MB aus dem Market geladen und die App installiert hast, musst Du sie natürlich zunächst starten. Ein ziemlich simples Interface begrüßt Dich hier, in dem Du nicht viel machen kannst: Eigentlich nur den Service starten (bzw. beenden, wenn er läuft). Wirkt zunächst wenig beeindruckend – aber alles andere geschieht dann vom Web-Browser aus. Die passende URL zeigt Dir die App an, sobald Du den Service gestartet hast. Diese tippst Du auf dem PC in den Webbrowser ein, und schon kann es losgehen.

Erster Pluspunkt also: Plattform-Unabhängigkeit! Einen Web-Browser bietet jedes nur halbwegs moderne Betriebssystem. In meinem Test war das Firefox 3.6 unter Ubuntu.

Nach dem eingeben der URL und dem Laden der ersten Seite wirst Du nun mit einem Anmelde-Bildschirm begrüßt. Klar: Dein Androide ist ja jetzt beliebig aus dem Netz erreichbar, auch wenn in der Regel nur aus dem lokalen WLAN – aber mit entsprechendem „Mapping“ in Deinem Internet-Router kannst Du ja auch eine entsprechende Freigabe einrichten, sodass auch von Extern ein Zugriff möglich wäre. Ein gewisser Schutz ist daher selbstverständlich. Für Deinen ersten Zugriff stehen die Default-Login-Daten direkt unter den Eingabefeldern. Ändern kannst Du diese später.

Zweiter Pluspunkt: Remote-Wartung ist möglich! Du kannst Dir auf diese Weise also z.B. von einem „Experten“ hilfreich unter die Arme greifen lassen.

Ja OK, toll: Anmelden aus dem lokalen Netz, anmelden von irgendwo – aber wozu? Was kann man denn nun tun, wenn man sich angemeldet hat? So viel, dass es diesen Testbericht sprengen würde, sollte ich auf jedes Detail eingehen. Wer also daher, wie ich, zunächst lieber anhand einer „Demo-Vorführung“ informiert werden möchte, dem seien zwei Youtube-Videos empfohlen: Ein allgemeiner Überblick, sowie die Vorführung eines speziellen Features: Läuft nämlich der PAW-Server, so erhält das „Share“ Menü einen zusätzlichen Eintrag, mit dem sich Daten zwischen dem Androiden und dem PC austauschen lassen. Coole Sache!

Unmittelbar nach der Anmeldung erhaltet Ihr aber zunächst einen Überblick über das „angeschlossene System“: Gerätename, Android-Version, Uptime (wie lange ist es schon angeschaltet?), interner und externer Speicher. Ein Blick auf die Statusbar am oberen Rand verrät Euch übrigens stets die Auslastung der CPU, Stärke des WLAN-Signals, freies RAM, aktuelle Lautstärke, sowie Batteriestand. Sofern verfügbar, soll hier auch die GPS-Info auftauchen – das konnte ich bei dem vielen Beton um mich aber nicht testen.

Während der zentrale „Frame“ die jeweilig ausgewählten Details anzeigt, findet Ihr am linken Rand das Menü: Hier könnt Ihr auswählen, was Ihr sehen (oder tun) wollt. Unmittelbar nach der Anmeldung ist das „Phone“ Menü geöffnet: Hier könnt Ihr direkt einen Anruf auslösen, die Anrufliste auslesen – oder Euer Telefon klingeln lassen, falls Ihr nicht mehr wisst, wo Ihr (oder Euer Hund) den Knochen hingelegt habt.

Was hier aber auch auffällt, ist ein kleiner Haken: Alles ist in Englisch! Aber wie bereits erwähnt: Es ist noch eine Beta, und Features first, please...

Was für die Telefonie im ersten Menü galt, wiederholt sich nun in den nächsten beiden Punkten für SMS und EMail: Eine EMail könnt Ihr lediglich verschicken (naja, das kann man am PC auch anders). Bei SMS könnt Ihr jedoch auch die erhaltenen und die verschickten Nachrichten einsehen. Und natürlich SMS verschicken, die Ihr ganz normal per Tastatur am PC verfasst! Das ist schonmal was feines, und wir halten fest:

Dritter Pluspunkt: Anrufe vom PC initialisieren, SMS vom PC aus lesen und schreiben!

In der Media-Sektion begrüßt Dich zunächst ein Dateimanager: Hier kannst Du das gesamte Dateisystem durchforsten (nicht nur die SD-Karte), Dateien auf den PC herunter- oder auch vom PC hochladen. Allerdings nach Web-Manier, und nicht per Drag-and-Drop. Geht es um die gemachten Fotos, so nutzt Du besser den Camera-Browser: Nicht nur bietet Dir dieser eine Vorschau der Bilder, er lässt Dich auch eines davon als Hintergrund-Bild festlegen. Auch eine Dia-Show (Image Slideshow) findet sich hier. Mit dem Voice Recorder verwandelst Du eben Mal Deinen Androiden in ein Diktiergerät (und kannst die gemachte Aufnahme auch direkt von hier aus auf diesem abspielen lassen). Per Text to Speech liest Dir Dein Phone schließlich vor, was Du in die Textbox eingibst. Was eine Webcam wohl ist, brauche ich Euch sicher nicht zu erklären – und unter dem „vergessenen“ Punkt MP3 Player wählst Du Musik auf dem Gerät aus, welches selbiges dann abspielt.

Vierter Pluspunkt daher: Dateien auf dem Androiden vom PC aus verwalten, Medien wiedergeben, Hintergrundbilder festlegen, und weitere Features remote nutzen!

Die Fun Sektion ist eher schmal und kaum erwähnenswert (aber auch weniger wichtig). Sie bietet Dir ein Memory-Spiel aus den auf dem Androiden gefundenen Icons, sowie ein Puzzle aus einem vom Gerät gewählten Bild.

Die Addons sind jedoch wieder interessant: Nutzern von GreaseMonkey (einem Addon u.a. für Firefox) bietet sich hier ein vereinfachter Zugriff auf den Market (market:// Links werden dann direkt zum Phone umgeleitet), sowie eine Browser-Toolbar, über die sich eine Seite dann direkt auf dem Telefon-Webbrowser öffnen, oder eine Route von Google Maps/Streetview dorthin übertragen lässt; auch Bookmarks lassen sich so im Browser Eures Androiden ablegen. Und auch Entwickler werden hier fündig, die den PAW Server um eigene Funktionalitäten erweitern, oder seinen „Core“ in eigene Apps einbinden möchten. Letztere Gruppe sollte sich auch unbedingt auf der Website des Projekts umschauen, wo es weitere interessante Informationen gibt.

Kommen wir zum System: Hier öffnet sich das ganze Repertoire der Systemüberwachung. Du kannst Dir z.B. eine Liste der laufenden Prozesse oder der installierten Apps anzeigen lassen (bei letzteren tauchen interessanterweise Dinge auf, die Dir auf dem Telefon selbst im App-Drawer gar nicht angezeigt werden – und erstere Liste erlaubt natürlich auch das „Killen“ von Prozessen). Aus letzgenannter Liste heraus kannst Du auch Apps direkt auf dem Gerät starten lassen. Auch kannst Du ein Backup der von Dir installierten Anwendungen anlegen: Hier wird die .apk Datei zum Download angeboten (praktisch auch, wenn Du selbige für ein anderes Gerät benötigst, welches die App im Market nicht findet). Die Zwischenablage Deines PCs und des Androiden lassen sich hier „verbinden“, und auch die Systemlogs kannst Du einsehen und Lautstärkeeinstellungen anpassen.

Fünfter Pluspunkt: Systemverwaltung inklusive Prozessliste, installierte Apps, App-Backup, Logfiles und Clipboard!

In der Server Sektion kannst Du den PAW Server konfigurieren. Wichtig hier vor allem: Die Anmeldedaten (Benutzer und Passwort). Für mehr Sicherheit (insbesondere, wenn Du den Server über das Internet bedienen möchtest) kannst Du auch das Protokoll auf „HTTPS“ umstellen. Auch lässt sich der PAW Server als Proxy konfigurieren, was ich allerdings nicht probiert habe.

Die Sektion Development ist – der Name legt es nahe – vor allem für Entwickler interessant: Hier lässt sich die App erweitern. Als Programmiersprache kommt dabei sogenannter „Bean Shell Code“ zum Einsatz, der sich in HTML einbetten lässt (aber nur von PAW selbst interpretiert wird). Über Plugins lässt sich dies noch um z.B. PHP erweitern. Beispiel-Codesnippets erleichtern den Einstieg.

Sechster Pluspunkt: Erweiterbarkeit. Erfordert allerdings Programmierkenntnisse. Gleiches gilt für zahlreiche Funktionen, die zwar nicht in die GUI eingebunden sind – sich aber über die API ansprechen lassen.

Siebenter Pluspunkt: Für Tasker- und Locale-Fans enthält die App bereits ein Plugin, mit der sich der Service direkt starten lässt (also nicht nur die App starten, sondern dort auch den Start-Button drücken)

Fazit: PAW Server für Android bietet eine Vielzahl an Funktionen und Möglichkeiten. Als Web-Client ist er vielleicht nicht so bequem wie eine „native Anwendung“, dafür aber überall verfügbar, ohne dass erst irgendwas auf dem PC installiert werden muss. Und auch völlig unabhängig vom auf selbigem laufenden Betriebssystem – geht also auch beim Besuch bei Freunden und Verwandten. Einzelne fehlende Dinge (wie die deutsche Sprachunterstützung) möge man der App nachsehen, da sie sich noch im Beta-Status befindet.

Bildschirm & Bedienung

PAW Server für Android ist klar strukturiert und intuitiv bedienbar. Es ist eine Web-Applikation ohne „Schnickschnack“, die auf jedem PC ohne Installation zusätzlicher Software im Browser genutzt werden kann – was einerseits ein großer Pluspunkt ist, anderseits verschiedene „Bequemlichkeiten“ wie Drag-und-Drop vielleicht vermissen lässt. Der Fokus liegt hier klar auf Funktionalität, weniger auf Spielereien.

Leider ist die Oberfläche ausschließlich in Englisch gehalten – aber da es sich noch um eine Beta handelt, kann man hier noch auf Lokalisierung hoffen.

Fazit: Klar und funktional.

Speed & Stabilität

PAW Server für Android lief bei mir durchweg stabil und flüssig, keinerlei Abstürze oder Freezes.

Preis / Leistung

PAW Server für Android gibt es für lau, gratis, nada. Einfach herunterladen und installieren, fertig. Werbung? Keine gesehen. Klasse Support mit kurzen Response-Zeiten verdient definitiv den fünften Stern.

36 Kommentare

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  • die Geschwindigkeit ist ja zum heulen. bis es meine knapp 300 apps auf dem pc angezeigt hat, vergingen sage und schreibe 8 min! Schade sonst wäre das teil echt klasse

  • Firefox und Chrome funktionieren hervorragend

  • Hm, der IE mal wieder. Das Problem ist, dass ich keinen habe und das deshalb nicht so richtig testen kann.
    In der Anmeldemaske befindet sich ein Meta Tag, so dass der IE9 eigentlich das IE8 Rendering verwenden sollte. Scheint wohl nicht immer zu funktionieren.
    Getestet habe ich mit Firefox und Chrome.
    Diese beiden Browser sollten funktionieren.

  • beim inPrivateBrowsen unter IEx9 geht es auch.

    nun, da wird jetzt also jeder zum Ziel kommen, einerlei welcher Browser, irgendeine Möglichkeit existiert immer.

    btw.: die app ist Klasse gemacht !

  • Hinweis: unter dem 64Bit-IEx9 funktioniert es.

  • Izzy
    • Blogger
    13.07.2011 Link zum Kommentar

    Also IE9 ist das Sorgenkind. Wahrscheinlich hat Mickeysoft da wieder ganz spezielle Sicherheitsmechanismen eingebaut, sodass es wirklich mit Sicherheit nicht funktionieren kann #-/

  • izzy,
    schneller als der Schall ....

    jedoch: ich akzeptiere cookies

    vielleicht hilft aber dies hier weiter:
    erfolglose Versuche unter Win7/IExpl9
    und Server2008/IExpl9

    FireFox und WinXP/IExpl8 funktionieren beide.

    nochmals DANK für die schnelle Reaktion !

    vielste Grüße
    Walter

  • doppelt, also gelöscht.

    ... die Antwort ging zu schnell, da hab ich mein posting nicht mehr gefunden ...

    ;o)

  • Izzy
    • Blogger
    13.07.2011 Link zum Kommentar

    1) Du akzeptierst keine Cookies
    2) Javascript abgeschaltet

    In der Reihenfolge. Weil kein Cookie, und er weiß nicht, dass Du angemeldet bist => zurück zur Anmeldemaske. Bei Javascript ähnlich, falls irgendwelche Weiterleitungen/Umleitungen damit realisiert sind (a la "Prüfe Eingabe, wenn OK dann NeueSeite=xxx..." -- hier würde dann u.U. NeueSeite nicht gesetzt, und damit die alte wieder geladen. Cookies halte ich für das Wahrscheinlichste.

  • ??? bis zur Eingabe von user/pwd geht alles hervorragend, aber ekzeptiert wird es nicht : die Anmeldung geht in eine Endlosschleife.
    (und die Kombi User/Pwd ist schon klar .... ;o)

    anpingen kann ich die Adresse, das Abrufen der Anmeldeseite klappt ja ebenfalls.

    Hat jemand eine Idee, was das sein kann ?

  • Benutze die app schon lange und bin begeistert. Tut (fast) alles, was sie soll und ist dabei noch open source. Vorbildlich :-)

  • Suoer Idee!!! So ein Programm fehlt mir wirklich noch, das Fon per PC warten.

    Hoffentlich wird "olle" Jack Wolfskin nicht wegen dem Logo suaer...

  • @Stephan: Im Mobilfunknetz funktioniert es meistens nicht. Teste das mal, sobald Du mit Deinem Android + Notebook/PC mit dem gleichen WLAN/LAN verbunden bist. Meistens siehst Du im PAW-Server dann eine Adresse die mit 10.x, 172.x oder 192.x beginnt.

  • Izzy
    • Blogger
    08.07.2011 Link zum Kommentar

    Sind denn Rechner und Androide im gleichen Netz? WLAN beim Androiden an?

  • Hallo! Wenn ich das richtig verstehe installiere ich die APP auf meinem Phone..starte diese und starte den Sever mit dem "Play" Symbol. Dann wird mir eine Adresse für den Web Browser gezeigt.

    Hier eine Frage: Muss ich dann noch irgendetwas einrichten?

    Denn wenn ich die Adresse in meinen Webbrowser am Rechner eingebe wird nicht verbunden... :-/! Oder habe ich hier etwas völlig falsch verstanden?

    LG

  • Erstmal: Klasse Tool!!!

    Per Internet erreichbar zu sein klappt mit etwas 'von hinten durch die Brust ins Auge' doch.

    Dieses geNATe der Provider geht mir schon länger auf den Keks! Es funktioniert so einiges dadurch nicht (eben alles was per IP erreichbar sein soll)
    Ich hab mir mit OpenVPN nach Hause einen Tunnel gebaut und leite sämtlichen Internetverkehr darüber. Somit erreiche ich meinen Ackerschnacker von überall per Portforwarding auf dem heimischen Router. Angenehmer Nebeneffekt: Der Mobilprovider bekommt von meinem Traffic nichts mehr mit (das geht den schlicht nix an)

  • Großartiges Tool, vielen Dank für diese tolle Arbeit!

  • und zack der Akku war Leer, sehr langsam bei mir. sehr gute Ansätze und viele Funktionen
    Gruß

  • Gaaanz tolle App, ich kann jetzt mein Smartphone zu Hause lassen und z. B. von Arbeit aus verwalten.

  • FUER ALLE BLONDEN .:)

    login daten :

    der default user ist "admin"----das passwort ist "paw" --eingeben ohne " :)

    nacher unter Serversettings änderbar.......

    steht alsgleichung eigentlich da:

    Default user/password = admin/paw

    auch ich war für einige zeit blond :)

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