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Datenschutz, Privatsphäre, obskure Spielereien: Dieser Messenger hat es alles

Wer kennt sie nicht, die bittere Reue nach dem Absenden einer nicht durchdachten Nachricht? Die gängigen Messenger helfen hier nicht weiter. Eine buchstäblich obskure App schon.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Obscure: der Messenger für verschleierte Bilder. / © ANDROIDPIT

Das altgediente Beispiel für eine Nachricht, die nicht hätte verschickt werden sollen, ist die SMS an die Ex, die sich im Zuge einer alkoholschwangeren Nacht als brillante Idee darstellte, doch im Morgengrauen selbstverständlich als äußerst peinlicher Fehler entpuppt. Dass so etwas aus technischer Sicht nicht sein muss, zeigt Obscure, ein neuer kostenloser Messenger im Google Play Store.

Dieser erlaubt es, versendete Nachrichten und Bilder im Nachhinein zu löschen - auch auf dem Gerät des Empfängers. Wer Nacktfotos verschickt hat, die er nachträglich bereut, hat mit Obscure überdies den Vorteil, dass Bilder nicht einfach abgespeichert oder Screenshots angefertigt werden können. Wer ein empfangenes Foto aus dem Stream aufs Handy holen will, muss explizit ein Original anfragen. Und wer die auf dem Display angezeigten Nachrichten im Chat vor neugierigen Blicken schützen will, kann diese über einen Tap unkenntlich machen.

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Das Löschen bereits versendeter Nachrichten und das Verschlüsseln derselben. / © Obscure Inc

Das sind die guten Nachrichten, die auf einen Nachrichtendienst mit Privatsphäre-Fokus schließen ließen. Leider verbergen sich diese funktionalen Perlen hinter einem Wust von - man verzeihe es uns - absoluten Sinnlos-Features. Tatsächlich stellt sich der ganze Messenger bestenfalls als Spielerei dar, dessen Hauptziel es ist, anderen Bilder zu schicken, von denen man nicht sicher ist, ob man wirklich will, dass der Empfänger sie sieht. Denn es gibt zahlreiche, zugegebenermaßen witzige, Verschleierungsoptionen, die sicherlich ein paar Mal Spaß machen. 

Einige Funktionen erfordern allerdings eine Verbindung mit dem Google-Play-Account, was den vermeintlichen Privatsphäre-Fokus schon wieder in Frage stellt. Außerdem ist das Design des Messengers äußerst altbacken. Warum ich mich überhaupt dazu entschließen sollte, jemandem ein bis zur Unkenntlichkeit verfremdetes oder gar gänzlich verstecktes Bild zu schicken, das dieser dann entweder kaum erkennt oder dessen Aktivierung er sogar erst erbitten muss, ist die unbeantwortete Kernfrage hier.

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Das verspielte Entfremden von geteilten Bildern scheint der Hauptdaseinszweck von Obscure. / © Obscure Inc

Ob das Ganze für Euch einen Sinn ergibt, müsst Ihr selber entscheiden. Da die App kostenlos ist, verliert Ihr nichts. Allein für die eingangs erwähnten, interessanten Features wollten wir Euch aber definitiv auf diese neue App aufmerksam machen. Manches davon wäre als universeller Messenger-Standard sicherlich wünschenswert - nur bitte ohne die ganzen obskuren Kindergartenspielereien.

Obscure – Teile, was du willst Install on Google Play

Quelle: Google Play

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Top-Kommentare der Community

  • Peter F. 08.10.2014

    Na, dann hoffe ich mal, dass keiner 2 Handys, oder eine zusätzliche Digitalkamera hat.
    Ich meine nur, gerade in Bezug auf die erwähnten Nacktfotos... sollte in Zeiten wie diesen keiner so naiv sein zu glauben, dass er irgendetwas, das die digitale Welt betreten hat, auch endgültig wieder löschen kann, und so eine "Funktion" sollte nicht zu Leichtfertigkeit verleiten.

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