Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentar 4 Min Lesezeit 53 Kommentare

Das sind die Smartphones der Zukunft

VR-Brillen hin, Wearables her: Smartphones werden uns noch lange als tägliche Begleiter erhalten bleiben. Doch das heißt nicht, dass sie sich nicht verändern, im Gegenteil. Wir bekommen mit den aktuellen Trends in der Branche einen Ausblick auf die Zukunft der Smartphones - und die hat bereits begonnen.

Die Notch ist da, und wir müssen wohl auf absehbare Zeit mit ihr leben - dachten wir zumindest. Doch nun ist die Zahnlücke im Display, die noch nicht einmal ein Jahr alt ist, schon wieder überholt. Die Smartphones der Zukunft werden ohne die Notch auskommen und trotzdem keine merklichen Ränder rund um das Display zeigen. Der Anfang ist bereits gemacht, und zwar mit dem OPPO Find X, dessen Display ganz ohne Notch daher kommt und trotzdem fast 94 Prozent der Vorderseite einnimmt - rekordverdächtig!

Der Clou bei OPPO ist die Art und Weise, wie das Unternehmen das Problem mit dem geringen Platz im Smartphone gelöst hat. Der komplette obere Bereich, der verschiedene Sensoren und die Kameras - sowohl die Frontkamera als auch die hintere - enthält, schiebt sich nach oben, wenn die Kameras für Fotos, Videos oder Face Unlock benötigt werden. Ist das nicht der Fall, verschwinden sie gut geschützt im Inneren des Smartphones. Das ist eine geniale Lösung, die eine Aussparung im Display überflüssig macht.

Vivo Nex ist der eigentliche Star der WM 2018

In die gleiche Richtung geht auch das Vivo Nex, das derzeit durch die Bandenwerbung bei der Weltmeisterschaft in Russland in aller Munde ist. Auch Vivo verzichtet auf eine Zahnlücke im Display und schiebt die Kamera oben aus dem Gehäuse. Anders als bei OPPO ist hier nur ein kleines Teil beweglich, nicht der gesamte obere Bereich des Smartphones. Der Grundgedanke ist aber der selbe: Die Kamera verschwindet, solange sie nicht gebraucht wird, und macht so Platz für mehr Displayfläche.

Vivo NEX Teardown 15 782
Der Mechanismus im Vivo Nex ist ziemlich aufwendig. / © MyFixGuide

Neben der Kamera und den dazugehörigen Sensoren ist auch die Hörmuschel immer wieder im Weg, wenn das Display bis zum Rand nach oben gezogen werden soll. Während sich piezoelektrische Alternativen als nicht wirklich praxistauglich herausgestellt haben, sind nun neue Displays, die im oberen Bereich Töne erzeugen und so die Hörmuschel ersetzen, in aller Munde. Das Display der neuen Smartphones stellt also nicht nur sichtbare Inhalte dar, sondern kann auch die Audio-Ausgabe übernehmen. Theoretisch könnte damit künftig sogar der separate Lautsprecher obsolet werden, der ebenfalls ziemlich viel Platz im Smartphone einnimmt.

Faltbare Displays sind die Zukunft

Mit schiebbaren Komponenten ist die Entwicklung aber noch nicht erschöpft. Gleich mehrere Hersteller arbeiten an faltbaren Smartphones, welche biegsame Displays besitzen. Des Rennen um das erste marktreife Falt-Smartphone ist noch offen, als Favorit gilt derzeit Samsung mit dem Galaxy X, das seit langer Zeit durch das Internet geistert, zum zehnjährigen Jubiläum der Galaxy-S-Klasse Anfang 2019 aber Realität werden soll.

Klapp-Smartphones werden aber nicht ausschließlich von Samsung entwickelt. Auch Huawei und LG sind dem Vernehmen nach bereits recht weit mit ihren Geräten. Technisch weniger anspruchsvoll, aber bereits auf dem Markt ist das ZTE Axon M, das zwei Bildschirme nebeneinander platziert, dabei aber keinen nahtlosen Übergang hinbekommen hat.

Jede Nische will besetzt werden

Ebenfalls weiter verfeinern werden die Smartphone-Hersteller spezielle Geräte für kleine Nischen auf dem Markt. Prominentes Beispiel dafür sind die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießenden Gaming-Smartphones, die etwa Controller zum Andocken, externe Lüfter oder besondere Displays besitzen. Aber auch Smartphones für besonders harte Einsatzzwecke wie das Cat S61 finden immer wieder viele Fans. Spezialisierung statt Generalisierung also, vor allem für kleinere Hersteller kann das ein guter Weg in die Zukunft sein.

0N3A2114 f
Gaming-Smartphones wie das ROG Phone von Asus sind in aller Munde. / © Asus

Bei all der Faszination für ausschiebbare Kameras und faltbare Display sollten wir aber eines nicht vergessen: Es wird Probleme geben mit den neuen Smartphone-Designs. Bewegliche Teile haben einen deutlich höheren Verschleiß als starre Bauformen, wie wir sie von Smartphones und Handys seit langer Zeit kennen. Funktioniert der Mechanismus für die Kamera nicht mehr, ist es Essig mit Fotos und Face Unlock. Kriegt das Display einen Schaden vom viele Auf- und Zuklappen, nützt der ganze neue Formfaktor nichts mehr.

Wenn alles gut läuft, sind das Kinderkrankheiten, die mit der Zeit durch neue Detaillösungen korrigiert werden. Die Vorteile der neuen Smartphones liegen auf der Hand, da sollten solche Dinge auf lange Sicht nicht entscheidend negativ auffallen. Die schöne neue Smartphone-Welt, sie hat gerade erst begonnen - und ich freue mich darauf!

Was haltet Ihr von diesen Aussichten auf die Smartphones der Zukunft?

31 mal geteilt

Top-Kommentare der Community

  • Karl E vor 3 Wochen

    Das Smartphone der Zukunft gibt es jetzt noch nicht und es ist für mich zumindest auch am Horizont nichts sichtbar, alles was jetzt so experimentel daherkommt ist zwar nett, aber es sind keine Innovationen die wirklich was bringen, ich meine es ist schick so mit ganz wenig Rand, es ist eine Frage der Machbarkeit und natürlich stecken hier innovative "Kleinigkeiten" drin, aber naja, nichts was wirklich von Bedeutung ist, sondern nur marketingtechnisch super verwertbare Gimmicks wie mehre Cams, kein Rahmen ums Display oder die elenende Notch als Pseudofeature, vor allem bei Android. Darf ja alles sein, ist aber kein Zukunftsthema.
    Ich hoffe auf biegbare Display (aber nur wenn es einen Mehrwehrt hat z.B. ein 10-Zöller den man zum 5-Zöller zusammenklappen kann). Wassderdicht, Klinke, erweiterbarer Speicher und Akku austauschbar und trotzdem schick, das wäre mal eine Entwicklung, nd nehmt wieder Schrauben statt Kleber und verzichtet auf Glas auf der Rückseite, nehmt Plastik oder Metall, auch auf kabelloses Laden kann ich verzichten und wenn doch, mit Plastik geht es doch auch.

    Zum Thema Zukufnt: Wie wäre es mit einem aufscheinenden Holodisplay als Zusatzfeature und moderer Akkuktechnik, nicht diesen alten Standard, denn es seit Ewigkeiten gibt? Erfunden wurde schon viel. Und bitte bitte bitte hört auf mehr und mehr Kameralinsen irgendwo hinzupappen, die machen das Gerät nur teuer ohne echten Mehrwert .... verbessert lieber die Software, und zwar beim praktischen Nutzen, ein Benchmark nützt mir nichts, eine handfeste, gute Schnellikeit und Langlebigkeit der Software und des Geräte sind viel dienlicher. Hört einfach auf 2-Jahres Schrott in die Glasssandwiches einzubauen und ach ja, lasst das Glas und den Kleber doch auch gleich weg und baut wieder ordentlich, auch gerne in Europa, macht die Dinger 3 bis 5 Jahre haltbar, meintewegen mit der Möglicheit das äußere zu Ernneuern (mit Covern kann man auch Geld verdienen und es ist schonend zu den seltenen Erden).... wir brauchen auch nciht alle 12 Monate einen neuen High-End-Prozessor, sondern nachhaltige langelebige Dinger. Der Smartphonemarkt muss schrumpfen und zwar gewaltig und dann könnt ihr mal anfangen neue Techniken zu zeigen und einzubauen... aber ach was schreibe ich hier... ihr Hersteller und Marketingfuzzies hört ja doch nicht zu, euch gehts nur um Profit und nicht um Produkte an sich.....

  • Tim vor 3 Wochen

    Es gibt aber auch Leute (wie mich), für die so eine Notch nichts weiter als eine Notlösung und ein Fehler ist. Für mich sind Notches sowas wie Kratzer im Display-Glas: Hat man sie einmal gesehen, sieht man sie immer wieder. Auch wenn sie "ausgeblendet" ist.

    Und gerade Dinge wie die Akkuanzeige sind ein NEGATIVbeispiel für die Notch. Denn nur dank dieser Notch sieht man bei Geräten wie dem iPhone X und dem Mi8 keine Prozentanzeige mehr, sondern nur noch das Icon, aus dem sich oftmals so gut wie gar nichts über den Restakku ableiten lässt.
    Aktives Bluetooth etc. sieht man bei größeren Notches ebenfalls gleich gar nicht und die Uhrzeit wird völlig bescheuerterweise nach Links versetzt, dort, wo die Benachrichtigungen sitzen sollten. Und nur die.

    Und es bleibt dabei: Faktisch haben bis auf 1-2 Ausnahmen ALLE Notch-Phones ein schlechteres Oberflächenverhältnis, als ein S9 ohne Notch. Also nix da mit "Maximum an Display". Und mit dieser mal eben so fast 1cm tiefen Notch beim Pixel 3 XL erst recht nicht.

  • herrlich vor 3 Wochen

    falsch ,wenn man in die Spalte gedrückt wird und von den Herstellern... fängt mit den festverbauten Akkus an ,geht über die fehlende Mini Klinke bis zum fehlenden SD kartenslot und der tollen notch..also wo ist das bitte "liegt im Auge des Betrachters"??die sind teils Beschi..... geworden.und somit ist man teils gezwungen den Kram , trotz Verschlechterung zu kaufen.

  • Tim vor 3 Wochen

    Ich sehe kein Smartphone der Zukunft. Ich sehe nur Machbarkeitsstudien mit vielen Kompromissen für ein "Feature" das keins ist und einem nichts bringt...
    Das "Smartphone der Zukunft" wird definitiv keine Ausfahrbare Kamera haben, sorry...

53 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • "Ebenfalls weiter verfeinern werden die Smartphone-Hersteller spezielle Geräte für kleine Nischen auf dem Markt."

    Ich würde mir wünschen, dass dabei auch mal wieder an die (mMn gar nicht mal so kleine) kleine Nische für kleinere Smartphones gedacht wird.
    Ein Smartphone in vernünftiger Kleinheit (nein, Unihertz, das Jelly und das Atom sind dann leider doch ein bisschen ZU klein), sprich mit einem Display so irgendwo zwischen 3,7'' und 4,7'', bitte ohne Notch, sondern einfach mit normalen, einigermaßen schmalen Rändern und umfassender Ausstattung wäre mir deutlich lieber als so Spezialkonstuktionen wie Teleskop-Kamera oder klappbare Displays die zwar technisch interessant und vielleicht irgendwann mal die Zukunft sind, im Moment auf mich aber doch eher noch unausgereift wirken.

    Und ach ja: Softwareseitig darf auch gern noch einiges verbessert werden. Und zwar bitte nicht immer nur so futuristische Sachen wie Künstliche Intelligenz, Spracherkennung etc., sondern lieber etwas bodenständigere Dinge wie: bessere Stabilität, weniger Bugs, mehr Einstellungsmöglichkeiten, durchdachte Menüführung, mehr Kontrolle des Nutzers über App-Erlaubnisse und Datenverkehr, bessere Back-up Möglichkeiten (auch offline und auch des kompletten Systems), Dual-/Multi-Boot, usw usf..


    • Ja, kleine und handliche Geräte sind so gut wie verschwunden. Würde mir da auch etwas mehr Auswahl
      wünschen. Auf Android Seite sind da wohl nur noch Sonys Compact Geräte nennenswert, zumindest wenn
      es dann auch einigermaßen gute Hardware sein soll.
      Unter 4" wird es dann aber auch für mich zu klein und ist dann auch für viele Anwendungen nicht mehr
      wirklich zu gebrauchen.


    • Ich würde mir mehr wünschen das die Smartphones wieder größer werden. Der Trend Rahmenlos und 18:9 macht aus aktuellen Smartphones kleine 5,5 Zöller.
      So 6,3 Zoll im 16:9 Format wie es damals das Samsung galaxy Mega war wäre mal eine richtig coole Sache. Der Trend zu den kleinen "Babyphones" gefällt mir gar nicht.


  • Welche Zukunft? 20,30 oder 50 Jahre? Oder einfach mal die nächsten 2 bis 5 Jahre? Zumindest in den nächsten Jahren sehe ich das Smartphone so wie es jetzt ist, und es wird am bestehenden weiter verbessert.
    Ich wünsche mir nur das man der Technik den nötigen Platz lässt und das nicht das Design so stark in den Vordergrund gebracht wird.


    • Du meinst sicher verschlimmbessert. In den letzten ein, zwei Jahren hat sich die Entwicklung oft eher wie ein Rückschritt als ein Fortschritt angefühlt.


      • Sowas liegt ja immer im Auge des Betrachters. Wären die "Verbesserungen" so schlimm, würden sie sich auch nicht verkaufen. Da sie das aber scheinbar doch tun, kann es ja nicht so schlimm sein.


      • falsch ,wenn man in die Spalte gedrückt wird und von den Herstellern... fängt mit den festverbauten Akkus an ,geht über die fehlende Mini Klinke bis zum fehlenden SD kartenslot und der tollen notch..also wo ist das bitte "liegt im Auge des Betrachters"??die sind teils Beschi..... geworden.und somit ist man teils gezwungen den Kram , trotz Verschlechterung zu kaufen.


      • @Lukas
        Was du sagst, würde zutreffen, wenn der Käufer tatsächlich eine echte Wahl hätte. Das ist aber nicht der Fall. Wer ein Smartphone unter 5,2 Zoll oder mit Wechselakku möchte, muss nehmen, was er kriegt, falls er überhaupt noch fündig wird. Smartphones in 16:9, ohne Notch, mit Klinke, SD-Karte und Dual-Sim sind ebenfalls schwer zu finden. Wenn ich dann noch Ansprüche an Material, Speichergröße, Preis oder Display habe, dann ist es endgültig vorbei mit einer freien Auswahl. Dein Argument ist also nicht stichhaltig.


      • Tenten, du meinst jetzt sicher Ausstattung und Funktionalität? Da wurde es leider wirklich schlechter. Ich meine ja die Leistung der Hardware. Prozessor, Kamera, Display, Speicher.. Die wurde und wird ja doch stetig verbessert.


      • Eine freie Auswahl gibt es nicht. Man kann nur nehmen was es gibt. Es gibt aber keinen Kaufzwang. Es sei denn der eigene. Es gibt immer noch viele Menschen ohne Smartphone.


  • In einigen Jahren werden die Smartphone eine Art Universal Manager mit den sich alles steuern lässt und den gesamten Alltag umfasst. Ein Hauptschlüssel für alles. Egal ob Türen öffnen, bezahlen, Maschinen/Geräte bedienen, Termine/Verabredungen organisieren oder Einkäufe tätigen - alles geht von meinem PDA aus


  • Das Smartphone der Zukunft ist bei erscheinen Vergangenheit.


  • Die wenigsten benutzen ihr Phone länger als 2 Jahre. Also sei es drum. Und die, die es doch tun, so wie ich, greifen nicht nach den Headlinern der Werbung.

    m7934


    • Nicht länger als länger als 2 Jahre?
      Glaub ich nicht.
      Und warum sollte das so sein? Die Hardwareentwicklung bringt in 2 Jahren doch sogut wie nix!


  • Ob Notch oder nicht, warum merkt niemand das es eigentlich kein Designelement ist, sondern in Abhängigkeit der Art des Kameramoduls und der Anordnung der innerern Komponenten und der Lage des Bildschirms geschiet.


    • Die Notch ist ein Kompromiss für ein nicht existierendes Problem, nämlich den
      "zu großen" Rahmen ums Display.


      • Ich bergrüße alles, was die Ränder kleiner werden lässt. Bin zwar kein riesiger Fan von der Notch, besser wäre ein gänzlich randloses Display aber bis es das gibt, habe ich lieber die Notch als fette Ränder.


      • Ränder sind doch gut. Ränder bedeuten mehr Gehäuse, mehr Gehäuse heißt mehr Platz für die Hardware. Unter anderem auch den Akku. Und wenn man schon unbedingt so wenig Rand lässt, dann sollte auch das Display wieder größer werden. Gerade bei 18:9 wäre mindestens 7 Zoll brauchbar.


      • "wenn man schon unbedingt so wenig Rand lässt, dann sollte auch das Display wieder größer werden {...} mindestens 7 Zoll"

        Nein, bitte nicht! Die Smartphone-Displays sind doch wahrlich schon groß genug.
        Ich hätte gern das Gegenteil: Wenn denn nun schon randlos die große Mode ist, dann bitte auch mal für ein 4,5'' Gerät.


      • Wobei 7 Zoll natürlich wieder der Killer für jeden wären, der sein Handy in der Hosentasche hat.

Zeige alle Kommentare