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Morgen erscheint die angebliche Smartphone-Revolution mit Googles Know-how und HTCs Design

Nextbit, eine Kombination aus Google-Know-how und HTCs einstiger Geheimwaffe, will den Smartphone-Markt revolutionieren. An Versprechen mangelt es nicht, an Glaubwürdigkeit schon eher. Morgen wird das Nextbit-Smartphone enthüllt und die Macher werden des Hypes nicht müde.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Man muss schon etwas verrückt sein, um auf einem derart gesättigten Markt, auf dem im Prinzip nur ein einziger Hersteller es schafft, wirklich stabil Geld zu machen (Apple), eine neue Smartphone-Marke etablieren zu wollen. Und vielleicht sind sie ja auch verrückt, die einstigen Mitarbeiter von Google und HTC, die sich nicht scheuen, den Mund weit aufzureißen, wenn sie von ihrem kommenden Premium-Smartphone sprechen. Schauen wir uns an, was hier vor sich geht:

Da wäre Tom Moss, einstiger Worldwide Head of Business Development and Partnerships bei Google, Mike Chan, Software-Entwickler für Android zwischen Version 1.0 und 3.0, und Scott Croyle, der Chefdesigner hinter der HTC-One-Serie, also u.a. One X, One M7 und M8. Wir haben also eine Mischung aus Software- und Design-Expertise, alle mit haufenweise Insider-Wissen hinsichtlich Android. Zusammen formen sie Nextbit, eine Talentschmiede, die sich bisher auf Cloud-basierte Softwarelösungen konzentrierte und nun mit offizieller Unterstützung von Google Ventures zum Smartphone-Bauer werden will.

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Als Flagship-Killer hatte sich schon OnePlus mit markigen aber wenig fundierten Sprüchen dargestellt. Bei Nextbit hat man offenbar zugehört. / © OnePlus

Nextbit macht auf OnePlus

Und was verspricht Nextbit uns? Hier wird es etwas ermüdend, doch wenn man (noch) nicht mit Substanz punkten kann, muss man es mit hyperbolischen Lippenbekenntnissen tun, wie OnePlus uns in Vergangenheit und Gegenwart eindrucksvoll demonstriert: Wie Tom Moss verspricht, arbeitet man an einem Smartphone im “Premium-Segment” zwischen 300 und 400 Dollar (wenn das Premium ist, was sind dann Apple, Samsung, LG, Sony, HTC und Co.?!), das “verdammt grandios” wird. Was auch sonst?

Um die eigene Mission zu rechtfertigen, ist sich Moss auch nicht zu schade, den Mythos von der “Smartphone-Müdigkeit” aus dem Hut zu zaubern, den man angehen wolle, indem man “die Dinge anders” machen werde.

Die nächste sensationelle Innovation verspricht man uns dann im Folgenden: “Die Performance deines Telefons wird dank Software-Verbesserungen mit der Zeit besser werden und funktional auf einem höheren Niveau liegen”. Ich dachte immer, das nannte sich Software-Update und wäre schon seit ein paar Jährchen Gang und Gebe?

Falls das nicht ausreichte, um uns von der Presse zu beeindrucken, hat man jedoch eine weitere kleine Revolution auf Lager: Das Smartphone soll das leidige Thema Speichermangel frontal angehen. Zu diesem Zweck will Nextbit auf Cloud-Technologie setzen. Wenn das mal nicht ein Wort ist? Vergessen wir also für den Moment, dass so ziemlich jeder größere Hersteller bereits seit Jahren hauseigene Cloud-Abos mit seinen Smartphones anbietet.

In jedem Fall will man “die Grenzen des Machbaren pushen”, so Moss. Wir sind fasziniert.

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Ein Mann und sein Design: Auch wenn sich die One-X-Serie sehr verändert hat, bis zum One M9 (rechts) war Scott Croyle für sie alle verantwortlich. / © HTC, ANDROIDPIT

Gibt es ein Erfolgsrezept?

Aber genug des Sarkasmus, aktuell hält man sich mit substanziellen Informationen leider noch sehr zurück. Doch die Zutaten für ein interessantes Produkt sind definitiv gegeben. Vor allem die Tatsache, dass man den Mann für sich gewinnen konnte, der HTC quasi im Alleingang zu einer Art Design-Ikone gemacht hat, ist vielversprechend.

Denn was auch immer man über HTC One M7 und M8 sagen kann und in der Vergangenheit gesagt hat, an der Design-Front waren es zwei spektakuläre Smartphones. Und schon zuvor hatte Croyle u.a. mit dem HTC One X eines der schicksten Geräte seiner Zeit erschaffen. Sein Weggang von HTC im Jahr 2014 half dem Konzern definitiv nicht, auch wenn dieser mit Gewalt versuchte, am etablierten Design festzuhalten, was ihn womöglich dann auch Croyles Nachfolger kostete, der nur ein Jahr später ebenfalls das sinkende Schiff verließ.

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Am 1. September wird Nextbit sein erstes Smartphone enthüllen. / © Nextbit

Mehr Hype geht nicht

Seitdem die Story ihren Lauf nahm, ist Nextbit nicht um kühne Statements verlegen, die es munter in seinem Twitter stream veröffentlicht. Dort heißt es, man "erschaffe die Zukunft von Android" und "der erste September markiert den Beginn des Android-Cloud-Zeitalters." Jetzt sollen wir unsere Backen zusammenkneifen.

Nextbit ist damit ziemlich auf den Hype-Zug aufgesprungen und jetzt erwarten wir gespannt, was uns das Unternehmen morgen offenbaren wird. Wir können Euch leider erst mehr Einzelheiten zum Nextbit-Smartphone geben, wenn der Launch stattgefunden hat. Was glaubt Ihr, wird sich unter dem Vorhang verbergen? Was würdet Ihr Euch von seinem solchen Smartphone versprechen? Teilt Eure Ideen mit uns in einem Kommentar.

Via: CNET Quelle: Nextbit

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60 Kommentare

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  • Sch***e .... ist das Teil pottenhässlich!

    • Dafür, dass der Designer von HTC kommt, hätte ich mehr erwartet.
      Das Einzige, was vom One übernommen wurde, sind die viel zu großen Displayränder.

  • Von der Hardware gesehen, ist das Gerät aktuell auf einem guten Stand, aber wenn es erst Anfang 2016 erscheint, wird sich vielleicht noch was ändern.

  •   10

    Wenn das ein Smartphone mit wechselbarem Akku und Speicherkarten-Slot wird, dann ist das sicherlich eine gute Alternative für enttäuschte Samsung Nutzer - vorausgesetzt die Hardware ist ähnlich stark und die Software ansprechend...

    denn sie dürften ja auf viel Erfahrung bauen...

    • Weder noch. Es war aber klar, dass kein SD-Karten-Slot vorhanden sein wird, da Nextbit neben dem internen Speicher noch auf 100 GB in der Cloud setzt.
      Die Hardware liegt ungefähr auf dem Niveau des kommenden Nexus 5.
      Das Gerät kommt mit entsperrtem Bootloader. Man kann also einfach Cyanogenmod oder ähnliches aufspielen.

  •   54

    Eine große Frage ist, wie das im Bericht erwähnte Smartphone aussehen wird in Sachen Design, welches Gehäusematerial es hat.
    Alles ist möglich nach dem Motto, entweder traumhaft schönes Smartphone, ein durchschnittlich gewöhnlich aussehendes Gerät oder ein oller hässlicher Kasten.

  • Gibts auch eine Uhrzeit? Interessiert mich nämlich, je nachdem wie der Preis ist, schon ein bisschen.

    •   58

      Als besondere Innovation soll das Teil tatsächlich auch die Uhrzeit anzeigen können. ;-)

    •   10

      Du kannst dich auf deren Internetseite anmelden. Dann bekommst du den Newsletter und es wird wohl zeitnah die Info eintreffen.

  •   58

    Wow, eine Gruppe von bei ihren ehemaligen Arbeitgebern gescheiterten Managern und Entwicklern bauen einen neuen ... Gääähn!!! ... Flaggschiff-Killer.

    So hören sich seit Jahren echte Erfolgsgeschichten in dieser Branche an... ;-)

  • Wenn sie ein gutes Gerät zu einem vertretbaren Preis anbieten und regelmäßig Updates anbieten, die das Gerät auch verbessern, dann traue ich ihnen schon was zu.

  • Ich bin mal gespannt.. 😁

  • Klingt wie bei Apple als sie mit Facetime die "Videotelefonie" erfunden haben. Frei nach dem Motto, alles was es ewig gibt, kann man trotzdem als geniale Idee verkaufen. Ich sehe die Kritik nicht, warum kein Platz für einen neuen Hersteller sein soll ? Hätte Xiaomi auch so gedacht.....naja , bestimmt haben die selben Leute das auch vor ein paar Jahren gesagt und Jahre davor meinten alle : Was braucht die Welt noch Hersteller wo es doch Nokia gibt.... Die Geschichte wiederholt sich nur, auch wenn mir der Glaube an die Cloud als mobiler Speicherersatz etwas fehlt. Ich hab meine Musik lieber auf dem Gerät und mache mir keine Sorgen ums Netz und Daten kontingent.

    • Man kann durchaus versuchen ältere Dinge als Innovation zu verkaufen. Gelingen tut es jedoch nur Apple.

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