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Das geht zu weit: Künstlicher Mond soll Straßenlaternen ersetzen
3 Min Lesezeit 40 Kommentare

Das geht zu weit: Künstlicher Mond soll Straßenlaternen ersetzen

Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten, heißt es oft. Aber was die chinesische Stadt Chengdu plant, könnte für nicht wenige wohl wirklich zu weit gehen. Dort plant man eine künstlichen Mond ins All zu schießen.

Der Mond spielt in vielen Kulturen eine wichtige Rolle, treibt mit seiner Gravitation auf der Erde die Gezeiten an, wurde laut einiger Verschwörungstheoretiker noch nie betreten und hilft sogar Zugvögeln bei der Orientierung. Und obwohl der Mond in klaren Nächten ganze Straßenzüge erhellt, ist das der im Südwesten von China gelegenen Stadt Chengdu nicht genug.

Dort plant man nämlich, im Jahr 2020 einen künstlichen Mond ins All zu schießen. So verkündet es zumindest Wu Chunfeng, Vorsitzender des "Chengdu Aerospace Science and Technology Microelectronics System Research Institute Co., Ltd." auf einer Messe für Innovation und Unternehmertum vor einiger Zeit.

Künstlicher Satelliten-Mond soll Straßenlaternen ersetzen

Bei diesem künstlichen Mond handelt es sich um einen Beleuchtungssatellit, der achtmal so hell scheinen soll wie der richtige Mond und damit hell genug sei, um Straßenlampen in der Stadt zu ersetzen. Damit will man einen Bereich zwischen 10 und 80 Kilometern abdecken, die genaue Beleuchtungsreichweite aber innerhalb von einigen Dutzend Metern kontrollieren können.  

night photography exposure
Weg mit den Straßenlaternen und her mit dem künstlichen Mond. / © AndroidPIT

Die Idee basiert auf der Vorstellung eines französischen Künstlers, der sich eine Anreihung von Spiegeln vorstellte, die über der Erde hängen, um das ganze Jahr hindurch Sonnenstrahlen zu reflektieren, um damit die Straßen von Paris zu erleuchten. Die Erprobung für den künstlichen Mond habe bereits vor Jahren begonnen, und nun sei die Technologie endlich ausgereift, erklärte Wu.

Satelliten-Mond könnte die Tierwelt negativ beeinflussen

Natürlich gibt es ausreichend Kritik an dem Vorhaben. Wissenschaftlern zufolge dürfte das vom Weltraum aus reflektierte Licht negative Auswirkungen auf die tägliche Routine bestimmter Tierarten haben und astronomische Beobachtungen stören. Schwierigkeiten dürfte es auch geben, den Mond-Satellit auf Kurs zu halten. Chengdu liegt ungefähr 30 Grad nördlich des Äquators, was das beschriebene Halten über einem bestimmten Gebiet schwer macht. 

Kang Weimin, Direktor des Instituts für Optik, Luft- und Raumfahrt am Harbin-Institut für Technologie, erklärte hingegen, dass das Licht des Satelliten einem Schein in der Dämmerung ähnelt und so die Routine der Tiere nicht beeinflussen sollte. Aber das sind alles nur Theorien.

Rjukan sun mirrors gettyimage 01
Die berühmten Sonnenspiegel von Rjukan / © Getty Images

Eine etwas weniger wahnwitzige Konstruktion existiert übrigens schon seit Jahren in Norwegen. Im Jahr 2013 wurden drei große computergesteuerte Spiegel (Heliostaten) über der norwegischen Stadt Rjukan installiert, um die Bewegung der Sonne zu verfolgen und ihre Strahlen auf dem Stadtplatz zu reflektieren. Zuvor mussten Bewohner durch den Standort in der Enge des Ost-West-Tals dort mehrere Monate ohne Sonnenlicht leben.

Was haltet Ihr von der Idee mit dem künstlichen Mond?

Quelle: People's Daily

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Top-Kommentare der Community

  •   45
    Gelöschter Account vor 4 Monaten

    Weil man nur einen Zusatzmond braucht, wird die Stadt natürlich niiiiiemals auf die Idee kommen, weitere Monde hinaufzuschießen, um mehr als 10-18 km abzudecken.
    Und natürlich käme niiiiiemand auf die Idee die ggf. ausgereifte Technik kommerziell zu nutzen und zu verkaufen. Und natürlich käme auch keine andere Stadt oder kein Staat auf die Idee die kommunalen/staatlichen Energiekosten zu minimieren und eigene Monde zu nutzen. Und natürlich würde kommerzieller Erfolg niiiiemals in einer Aktiengesellschaft an der Börse münden, obwohl die Aktionäre immer nur das globale Wohl im Auge haben und niiiemals an die eigene Dividende denken. Und ebenso natürlich würden eventuelle negative Folgen auf Flora und Fauna und KLIMA (z.B. CO2 Stoffwechsel bei der Photosynthese) bei ZUVIEL Licht sofort und international gelöst werden, weil jeder Staat und jede Stadt sofort die "Schuld" auf sich nehmen würde, den eigenen Mond sofort stilllegen würde und natürlich niiiiiemand unter wirtschaftlichen Einbußen erwarten würde, dass immer "die anderen" mit der Mondabrüstung anzufangen hätten. Und natürlich sind wir aaaaalle am Wohl aaaaller Kleinstorganismen sehr interessiert, weil wir wissen, dass wir am Ende der Nahrungskette die Konsequenzen zu tragen hätten, wenn wir Schaden anrichten, weshalb es ja auch keinen Mikroplastik in den Weltmeeren gibt und selbst Krill so niedlich wie Eisbären, Seehundbabys und Delfine ist und sofort unsere Kindchen-Schema-Mitgefühl-Instinkte berührt....
    Und natürlich brauchen wir driiiingend Zusatzmonde im Orbit, weil auch ein Scheißhaufen erst durch herumschwirrende glänzend-grüne Schmeißfliegen zur vollen Schönheit gelangen kann. Und natürlich haben sich die Chinesen in der Vergangenheit immer seeeehr besorgt um die Umwelt gezeigt und in zutiefst rechtstaatlicher Weise und mit völlig freier Presse/Medienlandschaft die eigenen Unzulänglichkeiten beleuchtet (wobei "beleuchten" jetzt wirklich eine witzige Doppeldeutigkeit hat).
    Natürlich würde auch niiiiemand auf die Idee kommen, derlei Technik militärisch zu nutzen, weil Menschen und Großmächte aus Nächstenliebe und Selbstlosigkeit geformt sind... Deswegen betreibt man ja auch HAARP nicht mehr, nachdem man feststellte, dass man die Atmosphäre ionisieren kann...

    Es wird alles irrer als ich dachte....

  • Sarah vor 4 Monaten

    1. Schwierig es auf einer stabilen Umlaufbahn zu halten. 2. Sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umwelt. 3. Garantiert extrem teuer! Also wozu das Ganze?
    Ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Prestige-Projekt. (Guckt mal was wir tolles haben/können!) Also wird es wohl allen Einwänden zum Trotz auch realisiert werden.

  • Mia vor 4 Monaten

    Da fällt mir noch was ein....

    Warum fangen wir nicht

    1.000.000.000 Glühwürmchen oder wie die süßen Tiere heißen und bauen uns da Lampen???

    Ich wäre dafür, aber künstlichen Mond.... Nee lass mal stecken 🙈🙈

  • trixi vor 4 Monaten

    Wenn einem das gelingt, haben wir schneller einen Weltkrieg als man gucken kann.
    Das ist im Prinzip eine tolle Idee, und KÖNNTE die Welt radikal verändern.
    Aber anstatt es für alle gewinnbringend einzusetzen, würden sich die einzelnen Länder, Firmen usw. darum kloppen. Derjenige der das ganze kontrolliert säße weltweit am längeren Hebel.

40 Kommentare

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  • Lasst es bloss nicht diverse Machthaber größer Nationen hören... Die werden dann evtl auf die Idee kommen eine künstliche Sonne bauen zu wollen.


  • Ich habe einige Idee aber die könnte wahrscheinlich als sehr radikal gesehen werden... Man nimmt alle beteiligten an dem Kunstmond und schickt diese auf die dunkle Seite des Mondes, da können sie ihren Kunstmond anbringen und alle sind glücklich.


  • Ja ja immer diese Versprechen.Die Regierung versprach auch das die Rente ausreicht zum Leben und es keine Altersarmut mehr geben wird. Hat sich bis heut nichts geändert.Die bekommen ja ihre hohen Gehälter weiter aber wir armes Volk müssen noch mit 70 arbeiten gehen um die Rente aufzustocken und stehen früh bei der Tafel.


  • Ist Fortschritt wirklich ein Fortschritt?
    Würden wir uns doch jedes mal mehr hinterfragen als nur Augenwäscherei betreiben wenn wir was neues auf die Menschheit loslassen. Das schlimmste Raubtier auf unserem Planet ist und bleibt der Mensch und immer Menschen sind nur noch auf ICH bezogen. Das wir gerade dabei sind unseren eigenen Ast abzusägen auf dem wir sitzen scheint keinen zu stören. Aber das Geschrei ist groß wenn wir schon im freien Fall sind. Ein besonderen Lob unserer Regierung das Deutschland das einzige Land auf der Welt ist welches ein Dieselfahrverbot macht. Kann man die erreichte Co² Minderung weltweit über Haupt in Promille messen ? Ein Furz von einem Vulkan und schon ist der Efekt für Jahre im Arsch. Und was ist mit den zisch tausenden Flugzeugen die ihre Abgase direkt vor Ort in die Atmosphäre ablassen? Wenn man sich täglich einmal den Flugverkehr nur über Deutschland geschweige Weltweit anschaut geht einem schon das Messer in der Tasche auf. Wozu haben wir den die Technik im Internet Sitzungen ohne Reise zu Hause abzuhalten. Tourismus ist schön aber zu welchem Preis? Natürlich ist Reisen mit dem Jet geil aber nicht nur zum am Strand liegen !! Wussten Sie das ein Benziner mehr Co² ausstößt als ein Diesel ? Hören Sie Morgens vor 6 Uhr Nachrichten und sie hören dazu später wie die Zensurschere zuschnappt wenn das Volk im Auto zur Arbeit hastet. Schade das wir täglich uns selbst belügen.


    • Bei den Dieselfahrverboten geht es mehr um Gesundheitsschutz als um Klimaschutz. Wenn Stickoxide und Feinstaubwerte bestimmte Grenzwerte überschreiten, vor allem wenn sie das dauerhaft tun, ist das der Gesundheit abträglich.
      Es sind derzeit Gerichte, weniger die Politik, die dann Fahrverbote erzwingen können.


      • Was gibt es da an Gesundheit zu verbessern?Dann müssen auch überall draußen Rauchverbote eingeführt werden und es dürften keine Autos mehr fahren.


      • Rauchverbote in Lokalen oder öffentlichen Gebäuden gibt es ja schon.
        Es ist ein Unterschied, ob sich ein Raucher selber freiwillig einem Gesundheitsrisiko aussetzt, oder Personen deshalb einem ausgesetzt sind, weil Autohersteller durch nicht eingehaltene Vorschriften, oder unabhängig davon durch Grenzwertüberschreitungen allgemein dieses Risiko eintritt.


  •   24
    Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Wow, ich habe gerade über 6 Monate durchgeschlafen und bin am 1. April 2019 aufgewacht....ach nein doch nicht. Mist.


  • Es klingt verrückt und könnte auch für die Natur schädlich sein.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Der Kosten-Nutzen-Faktor würde mich interessieren.


    • Das ist eine gute Frage. Also klingt es nicht mindestens für mich Preis/Qualität.


    • Cario vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Würde mich auch Interessieren... Jahrelange Forschung, das riesige Ding zu bauen, mit einer Rakete ins All schiessen.... und das nur um ein paar Laternen zu sparen die vielleicht sowieso kaum Strom fressen würden? Da steckt doch sicher mehr dahinter....


      • Mia vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        @Cario : denkst du etwa an die Illuminaten oder die Freimaurer??? 🤔


      • Denke ich auch. Es geht um Prestige und Machbarkeitsstudien.
        Statt der Straßen kann man z.B. auch ein Schlachtfeld nachts beleuchten, wenn das dem eigenen Vorteil dient (wenn die feindlichen Stellungen beleuchtet sind, die eigenen aber im Dunklen bleiben, kann man den Feind aus der Dunkelheit heraus bekämpfen, ohne dass dieser diesen Vorteil hätte).


  • Sarah vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    1. Schwierig es auf einer stabilen Umlaufbahn zu halten. 2. Sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umwelt. 3. Garantiert extrem teuer! Also wozu das Ganze?
    Ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Prestige-Projekt. (Guckt mal was wir tolles haben/können!) Also wird es wohl allen Einwänden zum Trotz auch realisiert werden.


    • Und genau deshalb auch nur einmal gebaut werden.


      •   45
        Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Vielleicht sollte man versuchen es in die Management- und Marketinghände von Blackberry/TCL zu legen.... nach einer Woche sind sie pleite und man wird sich fragen, wer auf die Idee kam, auf einem Satelliten in Tausend Kilometern Entfernung eine physische Hardware-Tastatur für die Bedienung einzubauen.


  • Mia vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Da fällt mir noch was ein....

    Warum fangen wir nicht

    1.000.000.000 Glühwürmchen oder wie die süßen Tiere heißen und bauen uns da Lampen???

    Ich wäre dafür, aber künstlichen Mond.... Nee lass mal stecken 🙈🙈


  • Mia vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Sowas braucht kein Mensch. 😝

    Zum Glück haben wir keine anderen Probleme 😓

    Ich wäre dann noch dafür, eine Maschine zu bauen um das Wetter zu steuern, was brauchen wir noch????


    • trixi vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Wenn einem das gelingt, haben wir schneller einen Weltkrieg als man gucken kann.
      Das ist im Prinzip eine tolle Idee, und KÖNNTE die Welt radikal verändern.
      Aber anstatt es für alle gewinnbringend einzusetzen, würden sich die einzelnen Länder, Firmen usw. darum kloppen. Derjenige der das ganze kontrolliert säße weltweit am längeren Hebel.


      •   45
        Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Dazu gibt es reichlich (Verschwörungs)theorien zu "HAARP"... Googled mal... Bestimmte Effekte (Polarlichter, Aufheizung der Ionossphäre und verschiedene Wetterphänomene vor Ort) werden sogar offiziell bestätigt.


  •   45
    Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Weil man nur einen Zusatzmond braucht, wird die Stadt natürlich niiiiiemals auf die Idee kommen, weitere Monde hinaufzuschießen, um mehr als 10-18 km abzudecken.
    Und natürlich käme niiiiiemand auf die Idee die ggf. ausgereifte Technik kommerziell zu nutzen und zu verkaufen. Und natürlich käme auch keine andere Stadt oder kein Staat auf die Idee die kommunalen/staatlichen Energiekosten zu minimieren und eigene Monde zu nutzen. Und natürlich würde kommerzieller Erfolg niiiiemals in einer Aktiengesellschaft an der Börse münden, obwohl die Aktionäre immer nur das globale Wohl im Auge haben und niiiemals an die eigene Dividende denken. Und ebenso natürlich würden eventuelle negative Folgen auf Flora und Fauna und KLIMA (z.B. CO2 Stoffwechsel bei der Photosynthese) bei ZUVIEL Licht sofort und international gelöst werden, weil jeder Staat und jede Stadt sofort die "Schuld" auf sich nehmen würde, den eigenen Mond sofort stilllegen würde und natürlich niiiiiemand unter wirtschaftlichen Einbußen erwarten würde, dass immer "die anderen" mit der Mondabrüstung anzufangen hätten. Und natürlich sind wir aaaaalle am Wohl aaaaller Kleinstorganismen sehr interessiert, weil wir wissen, dass wir am Ende der Nahrungskette die Konsequenzen zu tragen hätten, wenn wir Schaden anrichten, weshalb es ja auch keinen Mikroplastik in den Weltmeeren gibt und selbst Krill so niedlich wie Eisbären, Seehundbabys und Delfine ist und sofort unsere Kindchen-Schema-Mitgefühl-Instinkte berührt....
    Und natürlich brauchen wir driiiingend Zusatzmonde im Orbit, weil auch ein Scheißhaufen erst durch herumschwirrende glänzend-grüne Schmeißfliegen zur vollen Schönheit gelangen kann. Und natürlich haben sich die Chinesen in der Vergangenheit immer seeeehr besorgt um die Umwelt gezeigt und in zutiefst rechtstaatlicher Weise und mit völlig freier Presse/Medienlandschaft die eigenen Unzulänglichkeiten beleuchtet (wobei "beleuchten" jetzt wirklich eine witzige Doppeldeutigkeit hat).
    Natürlich würde auch niiiiemand auf die Idee kommen, derlei Technik militärisch zu nutzen, weil Menschen und Großmächte aus Nächstenliebe und Selbstlosigkeit geformt sind... Deswegen betreibt man ja auch HAARP nicht mehr, nachdem man feststellte, dass man die Atmosphäre ionisieren kann...

    Es wird alles irrer als ich dachte....


    • Was ich aber prinzipiell anerkenne, ist dass China wenigstens etwas bewegt, ja sogar bisher Undenkbares in Erwägung zieht. Und bei uns? Absoluter Stillstand, in allen Bereichen. Uns interessiert weder der Umweltschutz, noch technologischer Fortschritt.


      •   45
        Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Da gebe ich dir recht- während man im Rest der Welt innovative Techniken entwickelt, um mittel- und langfristig eine globale Vorherrschaft anzustreben, wird in Deutschland stattdessen eine unglaubliche Phantasie entwickelt, um tradionelle Industrien z.B. vor den rechtlichen Folgen eines Dieselbetrugs zu schützen, in Kurzzeitintervallen (*MzM) zu denken und die Pfründe der Dinosaurier zu sichern!
        (*MzM ist die Bezeichnung für Zeiträume um 4 Jahre und bedeutet wörtlich "von Merkel zu Merkel")


      • Naja, die ESA hat jetzt eine Sonde zum Merkur geschickt. Auch wenn die Amerikaner das schon zweimal geschafft haben, so ist das doch eine sehr anspruchsvolle und komplizierte Mission.
        Auch hat Europa es geschafft, als Erstes auf einem Kometen (Tschuri) zu landen.
        Geleitet wurden und werden diese Missionen vom ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt.
        Bescheidenheit ist eine Tugend, aber man muss auch nicht sein Licht unter den Scheffel stellen.


      •   45
        Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Das muss man natürlich anerkennen. Und ich denke da auch an Grundlagenforschungszentren wie CERN oder DESY (in Hamburg). Aber ich meine eine andere Ebene- jene der Verbrauchswirtschaft und Industrie. Um die CO2-Ziele (auf dem Papier!) zu erreichen, muss u.a. die deutsche Automobilindustrie die jeweiligen Flotten auf einen bestimmten CO2-Wert "drücken" und Elektro-Fahrzeuge anbieten. Als Elektrofahrzeug gilt in Deutschland bereits ein Hybride mit 50 km Elektro-Reichweite! Der BMW i8 hat so auf dem Papier einen Verbrauch von 4 Liter Sprit... In realistischen Bedingungen geht er aber auf 30 km Elektroreichweite runter und unter Volllast (mit Verbrennungsmotor) geht er auf über 29 Liter Sprit!
        Toyota und Nissan zeigen wie es geht.... Leider versucht die EU diese Autos unattraktiv zu machen, indem man die Ladestationen an den Autobahnen nur sehr dünn mit den Anschlüssen für z.B. Nissan versieht und sich gerade um eine europäische Norm streitet. Es mutet so an, als würde Europa krampfhaft versuchen Dampfmaschinen zukunftsfähig zu pimpen und der Rest der Welt an Wasserstoff-Motoren forscht....


      • Ich denke eher, es geht darum, der europäischen Industrie, nicht nur in Deutschland, auch in Frankreich und Italien, hängen viele Arbeitsplätze an der Automobilindustrie und ihren Zulieferern, etwas Zeit zu verschaffen, und so durch "Vorschriftsprotektionismus" die schon fortgeschritteneren Hersteller in Fernost etwas auszubremsen. Wobei die Autoindustrie bestreitet, von der Spitze abgehangen zu sein, der Markt verlange halt noch nicht nach Elektroautos in großem Umfang.

        Generell glaube ich aber auch nicht, dass die europäische, und insbesondere die deutsche Industrie nicht innovativ sind. Deutsche Autos, Anlagen, Industrie- und Chemiegüter verkaufen sich nicht weltweit wie geschnitten Brot, weil sie so rückständig und uninnovativ sind.
        Gerade den Mittelstand kann man da gar nicht genug loben.
        So stehen z.B. zwei schwäbische Ventilatorenhersteller in scharfen Wettbewerb mit Herstellern aus Fernost.
        Weil sie aber durch ständiges Tüfteln, ebenso wie durch solide Ingenieursarbeit ihre Produkte ständig verbessern, können sie diesen bestehen, und ihren Mitarbeitern die Arbeitsplätze sichern. Was ein vielleicht um 15% besserer Wirkungsgrad bedeutet, können vielleicht nur Fachleute richtig einschätzen, und es hat natürlich nicht den Sensationswert eines künstlichen Mondes. Aber es hilft den Kunden Energie zu sparen, was insbesondere in Rechenzentren, wo tausende solcher Filterlüfter laufen können, Energie einzusparen, auch wenn die Ventilatoren etwas teurer sind, als die der Konkurrenz. Das ist Innovation, zwar im Stillen, aber erfolgreich.
        Auch die Verzahnung von akademischer Forschung in Universitäten und Instituten, mit der der Industrie gilt hierzulande als vorbildlich, und die Fraunhofer-Institute als Schnittstelle zwischen Forschung und Anwendung gelten geradezu als Aushängeschild.
        Über die europäischen Nachbarn weiß ich weniger, aber gerade Länder wie Österreich, die skandinavischen Länder und die Beneluxländer oder Großbritannien (trotz des Brexis, der auch langsam seine Auswirkungen zeigt) haben florierende Wirtschaften. Die britische Forschungslandschaft hat auch einen hervorragenden Ruf.


      •   45
        Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Verstehe mich nicht falsch- gerade der Mittelstand in Deutschland ist die treibende Kraft. Und das deutsche Ingenieurswesen genießt in aller Welt einen sehr guten Ruf. Die Innovationskraft ist zweifelsohne da. Aber ich möchte meine Wahrnehmung auf eine sehr vereinfachte Metapher reduzieren: wäre Bill Gates ein Deutscher gewesen, gäbe es das Internet und PC´s in dieser Form nicht, weil keine deutsche Bank einem mittellosen Studenten den erforderlichen 5stelligen Kredit gewährt hätte.... :-)
        Inzwischen wird mehr durch den Aktienhandel BESTEHENDER Firmen erwirtschaftet als durch die Produktion selbst. StartUp-Unternehmen haben es denkbar schwer in Deutschland...


      • Da gibt es schon echte Mentalitätsunterschiede, und die Bereitschaft, auch finanzielle Risiken einzugehen, ist in den USA womöglich schon höher.
        Dafür, das habe ich selber schon erlebt, wird das Budget der Entwicklung bei vielen Firmen strikt an den Umsatz angepasst, und Produkte, die nach zwei Quartalen nicht in der Gewinnzone sind, oft wieder aufgegeben.
        Hierzulande scheint man häufig "langatmiger". Produkte die zunächst Probleme machen, werden mit viel Geduld und auch unter Inkaufnahme von Verlusten weiterentwickelt, und schließlich zum Erfolg gebracht. Man kann das nicht verallgemeinern, aber eine grobe Tendenz in dieser Richtung scheint mir schon gegeben.
        So soll auch die Deindustrialisierung der USA in vielen klassischen Industriebereichen dadurch begünstigt worden sein, dass diese Industriebereiche nicht genug "Phantasie auf große Gewinne" den Investoren geboten haben. Deutschland hat diese klassischen Industrien dagegen erhalten, und profitiert heute ungemein davon. Trump will das in den USA umkehren, wählt aber nach Ansicht vieler die falschen Mittel dafür, wie z.B. Schutzzölle oder die Aufkündigung von Handelsabkommen.


  • Die Idee ist schon sehr alt aber scheiterte nur am machbaren. Wenn wir Energie auf der Erde so einsparen können, was spricht dagegen? 170 Millionen Euro einsparen im Jahr ist doch eine erklägliche Summe und da noch nicht mal eingerechnet den Einspareffekt von CO². Natürlich gibt es auch die Lösung, wie es zum Teil in Norddeutschland gemacht wird, Nachts die Straßenbeleuchtung ganz abzuschalten. Wer nach 22:00 Nachts zu Fuß unterwegs ist muss halt eine Taschenlampe mit nehmen. Natürlich wenn der erste künstliche Mond am Himmel steht werden andere Staaten auch einen wollen und dann geht der Schuss nach hinten los. Die Tierwelt spielt verrückt und auch für uns Menschen ist eine taghelle Nacht Gift. Aber es muss uns allen klar sein das wir als einfache Bürger dagegen keine Chance besteht dagegen etwas zu tun. Die Chinesen planen in den nächsten 2 Jahren auf der Hinterseite des Mondes zu landen und in den nächsten 8 Jahren eine um das xxx fache größere ISS in den Orbit zu entsenden. Und wir beschäftigen uns wie man Manganknollen in der Tiefsee einsammeln kann um noch das letzte wohl in tackte Öko System platt zu machen. Der Sommer 2018 dürfte ja mal der erste Vorgeschmack sein wie die Versteppung in Europa weiter geht. Es ist nur zu hoffen das die Wasserreserven im Winter wieder gefüllt werden ………...ade du schöne Welt!!!!!!!!!


  • So neu ist diese Idee nicht, bereits 2006 wurden in Italien einige Spiegel in den Bergen montiert, um ein kleines Dörfchen zu beleuchten.


  • Das Zusammenleben von Mensch und Tier ist sowieso schon durch Rücksichtslosigkeit des Menschen arg gestört. Solch Vorhaben kann nicht gut sein für ein hochsensibles Ökosystem.


  • Das bringt den Rhythmus jeden Werwolfs durcheinander, von daher ein No-Go.


  • Wenn das reflektierte Licht die Tierwelt stört, dann stört das Licht der Straßenlaternen die Tierwelt auch.

    Also Staßenlaternen und jegliche künstliche Lichtquelle, die die Tierwelt stören könnte verbieten.

    Am besten noch die ganze Menschheit verbieten, wenn man bedenkt, wie die die Tier- und Pflanzenwelt stört.


    • Tim vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Straßenlaternen beleuchten in der Regel aber eben nur die Straßen und nicht das gesamte umliegende Gebiet. So ein künstlicher Mond würde auch Wälder und Co. rund um die Uhr beleuchten.


      • Nein würde er nicht, steht im Artikel:

        "Damit will man einen Bereich zwischen 10 und 80 Kilometern abdecken, die genaue Beleuchtungsreichweite aber innerhalb von einigen Dutzend Metern kontrollieren können."


      • Sarah vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Trotzdem ist das Licht natürlich auch aus den dunklen Bereichen zu sehen und würde somit zumindest die Orientierung von Tieren stören, die dafür den Mond nutzen. Außerdem leben auch in den Städten und Parks viele Tiere.


  • User vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Dafür ist die Wissenschaft da um neues (mehr oder weniger sinnvoll liegt im Auge des Betrachters oft falsch) zu erforschen auch wenn nicht alles jedem passt.
    Und jetzt können die Verschwörungstheoretiker loslegen...

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