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[Update] CrowdRoaming - Im Ausland kostenlos surfen via App

Wer kennt das nicht? Der Urlaub im Ausland ist einfach so schön, dass man am liebsten sofort mit den Daheimgebliebenen skypen und Bilder austauschen möchte. So schön das auch ist, kommt der Schock meistens erst nach dem Urlaub mit der Handyrechnung. Die Lösung des Problems scheint bereits auf dem Weg zu sein: CrowdRoaming. Wir stellen Euch hier die neue App vor.

Entertainment am Smartphone an der Haltestelle ist für mich...?

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crowdroaming teaser
 © Google Play Store

Wer Projekte wie CouchSurfing kennt, wird das Prinzip der neuen App schnell verstehen. “Teilen ist das neue Haben”, titelt das 2012 in Leiden (Niederlande) gegründete Unternehmen und meint das wörtlich: Wenn Ihr Euch in der App CrowdRoaming registriert, gebt Ihr nämlich wirklich etwas ab, was Ihr später einmal wiederbekommen könnt: Datenvolumen.

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© AndroidPIT

Nutzer mit Flatrates sind hier vorerst das richtige Publikum. Wer sein Datenvolumen ohnehin nicht ausschöpfen kann, macht Besuchern des Heimatlandes ein besonderes Geschenk und gibt etwas ab. Zwischen 20 und 100 Megabyte könnt Ihr aktuell in Deutschland verschenken, Euer Smartphone verwandelt sich mit der App in einen mobilen und öffentlichen Hotspot, der Nutzern, die beispielsweise im Urlaub in Deutschland kein mobiles Internet haben, dieses über Euer Gerät zugänglich macht.

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Registrieren könnt Ihr Euch auch über Euren Facebook-Account. Für Nutzer mit Android 4.1 und höher funktioniert CrowdRoaming noch nicht, das soll sich jedoch bald ändern. / © AndroidPIT

Im Gegenzug dürft Ihr im nächsten Auslands-Urlaub ebenso das Datenvolumen anderer CrowdRoaming-Nutzer belasten. Wer also nicht mehr abwarten möchte, bis sich das Europäische Parlament endgültig gegen die Roaming-Gebühren entschieden hat, kann CrowdRoaming zumindest einmal testen.

CrowdRoaming-Gründer Homayun Zahidi im Interview

Um Euch noch weitere Einblicke in das Projekt von CrowdRoaming zu geben, haben wir direkt beim Gründer und Geschäftsführer Homayun Zahidi nachgefragt.

interview homayun
Gründer und Geschäftsführer von CrowdRoaming. / © Homayun Zahidi

Herr Zahidi, was war der Auslöser für das CrowdRoaming-Projekt und welche Idee steckt dahinter?

Es mag sich wie ein Klischee anhören, aber CrowdRoaming hat mit Papier und Bleistift am Küchentisch in einer kleinen Stadt in den Niederlanden angefangen. Ich hatte die Vision einer Menschenmenge, alle mit ihren Smartphones beschäftigt: Im Internet surfen, Facebook checken, E-Mails und Nachrichten verschicken. Und zwischen all diesen Menschen stand ein einzelner Urlauber aus einem anderen Land, der seine Arme hob und rief: „Warum kann ich das nicht auch machen?“ Ich dachte, dass die Lösung des Problems sehr einfach sein könnte: Wenn Du im Ausland ohne Internetverbindung unterwegs bist, warum nicht einfach die Daten nutzen, die jemand hier bereits bezahlt hat? So entstand die Idee zu CrowdRoaming. Und jetzt bin ich gespannt, wie die Leute CrowdRoaming nutzen werden.

Wie finanziert sich CrowdRoaming überhaupt?

CrowdRoaming ist nicht unser primäres Geschäftsmodell. Es ist die erste App, die unsere innovative Peer-to-Peer-Technologie nutzt. Wir möchten diese Technologie gerne Partnern zur Verfügung stellen, um sie für geeignete Anwendungen zu nutzen. Wir planen auch weitere Apps, die wir später in diesem Jahr auf den Markt bringen wollen.

Sie sagen, es sind noch weitere Apps geplant, die dieses Prinzip nutzen sollen. Wo sehen Sie hier Möglichkeiten für die Zukunft?

Wie schon gesagt: CrowdRoaming ist die erste App, die unsere innovative Peer-to-Peer Technologie nutzt. Mit dieser Technologie können Smartphones einander erkennen, sich miteinander verbinden und Informationen austauschen, unabhängig vom Mobilfunkbetreiber. Die Smartphones müssen sich einfach in einer bestimmten Entfernung zueinander befinden, zum Beispiel bis zu 50 Meter. Wir sehen Einsatzmöglichkeiten für diverse andere Apps: Smartphones könnten beispielsweise als öffentliche Hotspots für Tablets verwendet werden, ohne umständliche Login-Codes. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind zum Beispiel die sichere Verbindung mit dem Router zu Hause oder ein einfacher Internetzugang für Besucher großer Veranstaltungen.

Aktuell funktioniert die CrowdRoaming-App in Deutschland noch nicht auf allen Geräten. Woran hakt es und wann wird es richtig losgehen?

Generell ist es so, dass wir gerade in den letzten Zügen sind, die App auch für Android 4.1 und höher anzupassen. Dieser Prozess ist voraussichtlich in einigen Wochen beendet.

Gibt es keine Sicherheitsbedenken, wenn jeder sein Smartphone mit CrowdRoaming in einen öffentlichen Hotspot verwandelt?

Das Verwenden der App CrowdRoaming beeinträchtigt in keiner Weise die Privatsphäre – weder wenn Sie eine Nachricht über die Datenflatrate eines anderen versenden, noch wenn jemand über Ihr Telefon kommuniziert. CrowdRoaming verwendet eine verschlüsselte VPN-Technologie, die jegliche Kommunikationsdaten verkapselt und somit sicherstellt, dass sie privat bleiben.

Vielen Dank für das Interview, Herr Zahidi!

Download Google Play Store: CrowdRoaming Free

[Update: 05.07.2013, 13:40 Uhr]

Wie versprochen, habe ich Eure Fragen gesammelt und bei CrowdRoaming noch einmal nachgehakt. Hier sind nun die Antworten von Herr Zahidi. Für alle weiteren Fragen helfen Euch vielleicht auch die FAQ der Internetseite von CrowdRoaming. 

Was passiert, wenn jemand meine Internetverbindung nutzt und illegale Downloads macht?

Daten, die hoch- oder heruntergeladen werden, werden vertraulich behandelt und sind verschlüsselt. Der "Hotspot" kann also nicht wissen, welche Inhalte durch ihn übertragen werden. Das bedeutet, dass der "Hotspot" nicht für den Inhalt verantwortlich ist, der durch ihn geteilt wird.  

Warum funktioniert die App in der Schweiz nicht?

Zunächst haben wir die App nur in der EU gestartet, aber mit der aktualisierten Version haben wir die App gestern im Google Play Store auch für die Schweiz freigegeben.

Ist die Verwendung von CrowdRoaming wirklich nicht gegen die Vorschriften - zum Beispiel die Bedingungen meines Internetanbieters?

Wir respektieren alle AGB von internationalen Internet-Providern und laut unserem Wissensstand verstoßen wir mit der mobilen Anwendung von CrowdRoaming gegen keine Gesetze.

Wie nah muss ich an einem anderen CrowdRoaming-Nutzer dran sein, um den Dienst zu nutzen?

Bis zu einer Distanz von 50 Metern funktioniert die App sehr gut.

26 Kommentare

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  • Meine Lieblingsapp.

    Das gratis Internet geht wunderbar auch im Ausland werde die app auch auch jeden Tag weiternutzen die Verbindung ist vpn gesichert also keine Angst

    Und wenn mal kein crowd Nutzer in der nahe ist verbindet sich die app immer mit einem gratis Hotspot

    Steht alles in der playstore beschreibing man hat also wirklich ueberall internet

  • Naja das mit der Störerhaftung kann man schon umgehen. Die Telekom will ja auch solche Router anbieten, bei denen alle die da mitmachen kostenloses W-LAN von allen Mitgliedern bekommen.

    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bundesweites-w-lan-netz-telekom-verleitet-zum-teilen/8290938.html

    International ist das sicher schwieriger.

  • Izzy
    • Blogger
    06.07.2013 Link zum Kommentar

    In der Tat ein wenig schwammig, fast schon um die Frage herum-manövriert: Die Strafverfolger sind schließlich nicht hinter dem Hotspot her, die "Störerhaftung" wird ihm nicht angelastet, die entsprechenden Schreiben werden auch nicht an ihn gerichtet. All dies betrifft nicht den Hotspot, sondern dessen "Betreiber".

    Anders sähe die Sache aus, wenn der gesamte "Gastverkehr" über ein VPN von CrowdRoaming liefe, also quasi als "Mini-TOR". Das böte dem "Hotspot-Anbieter" dann zumindest in diesem Punkt eine gewisse Sicherheit. Offen bliebe dennoch die Frage, wie die Netzbetreiber das in den jeweiligen Ländern sehen. Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht. Hier sollte sich daher der Anwender gut informieren, bevor er sich damit in die Nesseln setzt.

  • Die vorletzte Antwort ist ja auch sehr spitzfindig formuliert.

    wir respektieren AGBs 《-》verstoßen nicht gegen Gesetze.

    Der Vertrag ist trotzdem gekündigt, wenn die es heraus bekommen.

  • LOL... uns was hilft es, wenn der Hotspot nicht weiß was er sendet, seine IP aber auf illegalen Seiten auftaucht.

    Und illegale Downloads sind noch der harmlose Fall.

  • Ganz genau und so steht es sogar im Gesetz.
    Sprich die APP verstößt also sogar gegen geltendes Gesetzt und ist somit illegal

  • richtig, man ist doch meines Wissens nach dazu verpflichtet sein Netzwerk zu verschlüsseln um so etwas zu verhindern..

  • Die erste Antwort ist Blödsinn.
    Auch wenn die Pakete vertraulich verwendet werden, die Starftat erfolgt weiterhin über meinen Anschluss und damit bin ich haftbar

  • Smartphone am Strand. Tut das not?

  • ich habe das app drauf. ... ich hoffe wenn ich im den Urlaub fahre machen die das auch. Mal sehen ob das update kommt.

  • wie Verbindet man sich mit dem anderen Handy?

  • Absolut Toll, würde ich sofort installieren aber gibt es in der Schweiz noch nicht? Was soll das denn bitte? Ein App das International erfolgt wird internation nicht angeboten? Jemand eine Idee?

  • Ich wäre der perfekte Anbieter, da ich kein begrenztes Datenvolumen habe. :D

  • Blöd nur, wenn dann mal nette Herrschaften mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Tür stehen oder das Telefon überwacht wird, weil man unter Verdacht gerät.
    Die Störrerhaftung ist hier eindeutig. Selbst wenn man sein Netz mit WEP verschlüsselt ist man erst mal verantwortlich, wenn illegales mit dem Netz betrieben wurde.

    Das verstößt zudem noch gehen die AGBs des Internetanbieters.

  • Mich interessiert die Idee auch sehr. Zentral steht für mich aber die Frage nach der Haftung. Ist gewährleistet, dass CrowdRoaming im Falle illegaler Aktivitäten wie ein Provider funktioniert und Nutzer, welche ihre Datenverbindung freigeben nicht für Dummheiten Dritter belangt werden können?

  • Ich sammle Eure Fragen und leite sie direkt an CrowdRoaming weiter. Wenn ich mehr weiß, gibt es ein Update :-)

  • Wie viele Nutzer gibt es denn? Also so von Land zu Land? Damit das Funktioniert sind doch ziemlich viele Nutzer notwendig...
    und was ist wenn ich/oder mein Internetgeber bewege? Bricht dann nicht nach kurzer Zeit die verbindung?

  • Mich würde jetzt noch die genaue Umsetzung interessieren. Wie genau funktioniert das Prinzip? Ich lade die App und stelle 100MB zur Verfügung und diese werden mir dann in der App gutgeschrieben? Oder lasse ich mein mobiles Netz eingeschaltet und dann greift jemand über mein Handy darauf zu? Wie geht es dann anschließend weiter? Stellt er mir dann sein Guthaben zur Verfügung? Häh?

    Ja, da steht was von 50m Entfernung, aber die Funktion erklärt sich mir nicht richtig.
    Mein erster Gedanke wird wohl der bessere sein und jetzt von jemandem geklaut... Naja egal :D

  • Zum Thema Akku habe ich noch folgende Informationen erhalten:

    CrowdRoaming uses a minimal amount of battery charge. The app has two modes, the ‘traveler’ and the ‘local user’ mode. In the ‘local user’ mode the app stops working when the battery level falls below 40%. The app will become active again when the battery is charged. In the ‘traveler’ mode, the app will remain active as long as the user needs it.

  • Mal anschauen... Rechte etc. ?
    Evtl.kann man ja nur gewisse Dinge zulassen? Mich interessiert das Konzept aber, ist ja quasi wie ein adhoc-Netz mit Access-point zu mobil... Wenn ich jetzt noch Volumen 'zu verschenken' hätte :( aber evtl gibt es ja andere, die das Problem nicht haben! ;)

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