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Cover: Der intelligente Lockscreen im ersten Test

Cover ist ein alternativer Sperrbildschirm für Android, der dem User die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt liefern will. Derzeit befindet sich die App, die exklusiv für Android entwickelt wird, in einem privaten Betatest. Wir hatten die Möglichkeit, den Lockscreen vorab zu testen.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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cover teaser
© Cover

Erster Start

Nach einer kurzen Einführung mit ein paar interaktiven Beispielen bittet Euch Cover, Eure private Adresse und Eure Arbeitsadresse einzugeben. Das ist nötig, damit der Lockscreen weiß, wann in den privaten und wann in den Arbeits-Modus geschaltet werden muss. Zum Schluss könnt Ihr noch das Google-Konto auswählen, mit dem Ihr Cover verknüpfen wollt, damit Eure Einstellungen geräteübergreifend synchronisiert werden können. Dieser Schritt ist aber optional.

Nach der Ersteinrichtung landet Ihr direkt auf dem neuen Lockscreen und Cover ersetzt Euren bisherigen Sperrbildschirm. Habt Ihr eine Bildschirmsperre in Form eines Musters oder Passwort eingegeben, müsst Ihr aber immer noch Euer Muster/Passwort nach dem Entsperrvorgang durch Cover eingeben.

cover tutorial
Ein kurzes Tutorial erleichtert die Ersteinrichtung. / © AndroidPIT

Funktionen

Weil ich gerade bei AndroidPIT im Büro sitze, lande ich nach der Einrichtung direkt auf dem Sperrbildschirm “Work” und Cover schlägt mir auf der linken Seite bereits einige Apps vor, die für mich nützlich sein könnten. Nach einigen Tagen werden die App-Vorschläge noch genauer, weil Cover analysiert, welche Apps ich häufig nutze. Eine Wischgeste von einem App-Icon nach rechts lässt mich einen Blick auf die jeweilige App erhaschen. Eine Wisch nach ganz rechts öffnet die App komplett.

cover apps wischen
Ein Wisch von rechts über das App-Icon ruft die App direkt auf. / © AndroidPIT

Mit einer Wischgeste vom Sperrbildschirm nach oben kann ich durch die Apps am linken Bildschirmrand scrollen und ein Tipp auf den Namen des derzeitigen Lockscreens ermöglicht den Wechsel zu einem anderen Sperrbildschirm und offenbart allgemeine Einstellungen und das Ändern des Hintergrunds. In der Beta kann man außerdem dort direkt ein Problem mit der App melden.

cover menu apps scrollen
Menü mit allen Lockscreens und Einstellungen (links) und Scrollen durch Apps. / © AndroidPIT

Zu guter Letzt könnt Ihr das Smartphone entsperren, indem Ihr einfach von einer freien Stelle aus nach rechts wischt.

Einstellungen

Cover kann für Eure gespeicherten Standorte automatische Einstellungen vornehmen. Ihr könnt festlegen, mit welchem WLAN sich das Smartphone verbinden soll und in welchen Klingelmodus es sich schaltet, sobald Ihr den gespeicherten Standort betretet. Auf der Arbeit ist mein Nexus 5 beispielsweise im Vibrationsmodus und Cover kann die Anpassung ohne mein Zutun für mich vornehmen.

cover einstellungen
Die Einstellungen von Cover. / © AndroidPIT

Je nach Standort stehen noch weitere Optionen zur Verfügung. Zu Hause können noch Ruhezeiten eingestellt werden, in denen das Smartphone auf lautlos schaltet.

Schneller Wechsel zwischen Apps

Befindet Ihr Euch im Homescreen oder einer App, genügt eine Wischgeste vom oberen rechten Rand nach unten, um eine Liste Eurer kürzlich geöffneten Apps zu sehen. In den Einstellungen könnt Ihr aber auch festlegen, dass der obere linke Rand für den Aufruf der App-Liste verwendet werden soll.

cover app wechsel wallpaper
Schneller Wechsel zwischen kürzlich geöffneten Apps (links) und Wallpaper-Auswahl. / © AndroidPIT

Akkuverbrauch

Während meines Tests hat Cover nie mehr als 5 Prozent Akku verbraucht. Laut Entwickler soll sich der Akkuhunger auf maximal 10 Prozent beschränken.

Datenschutz

Als personalisierter Lockscreen muss Cover natürlich viele Daten sammeln, um Euch je nach Gegebenheit die passenden Infos zu bieten. Eure Daten werden auf Wunsch mit den Cover-Servern synchronisiert, damit bei einem Gerätewechsel die gleichen Informationen bereitgestellt werden können. Cover nutzt dazu Eure Gmail-Adresse und eine sichere SSL-Verbindung, um Eure Daten verschlüsselt an die Server von Cover zu senden.

Informationen über Eure genutzen Apps und gespeicherte Standorte werden nicht mit Eurer E-Mail-Adresse verknüpft, stattdessen wird eine einseitige Hash-Funktion verwendet. Das bedeutet, dass im Falle eines Server-Hacks ein Angreifer keine Rückschlüsse ziehen kann, welcher User welche Apps und Standorte nutzt. Darüber hinaus steht es jedem Nutzer von Cover frei, die E-Mail-Adresse überhaupt mit dem Dienst zu verknüpfen. Die Entwickler geben außerdem an, dass Geräte-ID und IMEI nicht auf den Servern gespeichert werden und dass die auf dem Server gespeicherten Daten in keinster Weise öffentlich eingesehen werden können. Bei einem Telefonwechsel werden die gespeicherten Einstellungen mittels Google Auth wiederhergestellt.

Fazit

Trotz Betaphase macht Cover schon jetzt einen sehr guten und ausgereiften Eindruck. Der Lockscreen ist dezent und nicht überladen und bietet viele Komfortfunktionen, darunter automatische, standortbasierte Einstellungen und ein komfortabler Wechsel zwischen Apps.

Wenn Ihr Cover auch vorab testen wollt, könnt Ihr Euch auf der Cover-Webseite eintragen und mit etwas Glück erhaltet Ihr eine Einladung von den Entwicklern.

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