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Cliqz: der Tesla unter den Browsern

Was Tesla in der Automobilwelt ist, das ist Cliqz unter den Browsern: einer der in einem angestaubten Markt neue Wege geht. Zugegeben, der Vergleich scheint etwas dick aufgetragen – wer mal einen Blick auf Cliqz wirft, der wird jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit recht schnell denken "da ist wirklich was dran".

Noch ein weiterer Webbrowser für Android-Smartphones? Als gäbe es nicht schon genug Apps dieser Art, werden vielleicht die meisten von Euch denken. Die Phase des Ausprobierens und der Suche nach dem perfekten Browser für sich dürften viele Androidnutzer schon längst hinter sich haben – im Zweifelsfall bei Chrome, Firefox oder Dolphin hängengeblieben sein. Dass sich das Ausprobieren lohnen kann, es doch noch Innovation und Visionen im Bereich der Internetexplorer gibt, das demonstriert Cliqz eindrucksvoll. Nutzen kann man Cliqz übrigens nicht nur auf Androidgeräten, es gibt auch Versionen für iOS, Mac, Windows und Linux.

cliqz screenshot 1
 © CLIQZ

Die Entwickler reden von „mobilem Surfen in neuer Dimension“ und nehmen den Mund damit nicht zu voll. Die eingebaute Websuche beispielsweise ergänzt Suchergebnisse und schlägt relevante Websites vor, bevor der Nutzer seine Suchanfrage überhaupt zu Ende getippt hat. Im Vergleich zu Google & Co. wird er dabei auch nicht von Werbeeinblendungen genervt – Cliqz verkauft nämlich keine Vorschläge aus dem eigenen Index an Werbetreibende, wie andere Suchmaschinenbetreiber. Aus über 1800 Mio. Seiten besteht dieser Index – die relevantesten Suchergebnisse werden übersichtlich innerhalb fürs Mobilgerät optimierter Karten angezeigt, durch die man per Finger durchblättern kann. Nutzer können auch andere Suchmaschinen zur Ergänzung von Cliqz wählen.

Auf Wunsch schützt Cliqz davor, dass das eigene Surfverhalten aufgezeichnet wird. Dabei listet die Anti-Tracking-Funktion im Browser auch auf, welche Tracking-Unternehmen auf der gerade besuchten Website aktuell ihr Unwesen treiben. Außerdem wird angezeigt, wie viele unsichere Daten von diesen angefordert werden. Als unsichere Daten definieren die Entwickler von Cliqz Daten, anhand deren einzelne Nutzer identifiziert werden können. Cliqz überschreibt solche Daten bei eingeschalteter Anti-Tracking-Funktion, sodass die persönliche Privatsphäre geschützt ist. Dabei werden im Vergleich zu vielen anderen Anti-Tracking-Technologien nützliche Website-Funktionen nur selten blockiert. Auf Wunsch lässt sich der Trackingschutz natürlich auch ausschalten.

cliqz screenshot 2
© CLIQZ

Ein weiteres Cliqz-Feature ist der Schutz vor gefälschten Websites und – damit einhergehend – Identitätsdiebstahl. Schon frühzeitig wird der Nutzer vor solchen Internetseiten gewarnt, sodass Phishingbetrüger schlechte Karten haben Passwörter, Kreditkarteninfos oder andere kritische Daten abgreifen zu können. Die entsprechende Technologie dahinter prüft neue Websites auf verdächtige Merkmale mithilfe des „Human Web“, das auch die Grundlage für die integrierte Suchfunktion und das Anti-Tracking-Feature bildet.

Hinter dem Begriff „Human Web“ stecken simpel ausgedrückt die Nutzer von Cliqz selbst, deren Suchanfragen und Website-Besuche die nötigen Daten liefern. So wird das Verhalten von Menschen im Web bei Cliqz höher bewertet, als die technische Analyse von Websites, die meist Grundlage für Suchalgorithmen ist. Persönliche Daten werden dabei übrigens keine gespeichert, der einzelne Nutzer bleibt im „Human Web“ völlig anonym, trägt aber seinen Teil dazu bei, dass Cliqz immer besser wird. Wer kein Teil des Human Web sein möchte, der kann dies aber auch in den Einstellungen des Browsers deaktivieren.  

Zum Schutz vor unerwünschtem Advertisement hat Cliqz auch einen Werbeblocker an Bord, der sich aktuell jedoch noch im Entwicklungsstadium befindet. Mittelfristig soll er Nutzern die Möglichkeit bieten nur wirklich störende und aggressive Werbung ausblenden zu können. Die Entwickler sind nämlich der Meinung, dass das akzeptieren von „fairer Werbung“ der beste Ausgleich zwischen den Interessen der Website-Betreiber, der Werbewirtschaft und der Nutzer ist. Bei der Definition von „fairer Werbung“ dürfen aber auch die Nutzer ausdrücklich ein Wörtchen mitreden – deren Feedback ist auch dabei gefragt, welche Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten CLIQZ Ad Blocker zukünftig zu bieten haben wird.

Cliqz verspricht, dass keinerlei persönliche Daten über den Nutzer gesammelt und auf den eigenen Servern gespeichert werden. Um klarzustellen, dass dies nicht nur Marketingblabla ist, kann jedermann überprüfen, wie das vom TÜV mit dem Siegel „Geprüfter Datenschutz“ ausgezeichnete Unternehmen mit Daten umgeht. So ist Cliqz unter anderem Open Source und der Softwarecode für jeden einsehbar, aber auch der Support der Firma hat bei Fragen zum Thema Datenschutz immer ein offenes Ohr.

CLIQZ Browser + Suchmaschine Install on Google Play

28 Kommentare

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  • An sich vom ersten Eindruck ganz gut, aber warum speichert er nicht die Tabs die ich offen hatte?

  • Ich wunder mich über viele Kommentare...Ihr macht Euch quasi nackt in allen sozialen Netzwerken, nackt über die meisten App's und dann Meckern. Ja *Hallo* und das alles natürlich dann kostenlos! Dumm und Ahnungslos durch die Welt, von Werbung und Sponsoring null Ahnung.

  • Hallo in die Runde, ich bin Lena und mache den User Support bei Cliqz. Bei Fragen könnt ihr euch gerne direkt an uns wenden, über unsere Webseite unter Support. Wir freuen uns über jegliches Feedback und helfen gerne bei Einstellungen im Browser, etc.

    Zum hier erwähnten Video möchte ich nur kurz sagen: Ja, wir erlauben nur ausgewählte Add-ons - um unsere Nutzer zu schützen. Und nein, wir tauschen keinerlei Daten mit Burda aus und behandeln Burda-eigene Websites nicht anders als andere (z.B. im Such-Ranking oder beim Anti-Tracking).

    Warum fragen wir nach dem Standort? Das ist eine Funktion, die angepasste lokale Suchergebnisse in der Umgebung möglich macht. Der Nutzer kann das aber natürlich deaktivieren.

    Testet Cliqz und sagt uns, was wir noch besser machen können! Ich freue mich auf eure Anfragen. :-)

    • Hallo Lena ,danke für die Beantwortung meiner Frage .

      Bisher kann ich nichts negatives dazu vermelden.

      Wenn der Browser so bleibt, an Schnelligkeit und einer guten Menüführung ,werde ich ihn auch gerne weiterhin nutzen .

    • Schade das es den Browser noch nicht für andere Linux Betriebssysteme gibt

  • Es ist ein Produkt das Google in die Suppe spuckt ? Der eigenen whitelist aber freien Lauf lässt. Erinnert mich etwas an ad-block, wo bazahlt wurde von Anbietern solcher Dienste, damit ad-block sie durchlässt.
    Natürlich hat der Browser auch gute features. Aber nicht nur im Sinne des Slogan -take back the web-. Ein guter Ansatz. Aber was ich so woanders noch gelesen habe macht es wieder solala. Wer befreit im Internet unterwegs sein will, der kommt um aufwendige Maßnahmen nicht drumrum. Welche aber wirklich aufwendig sind.
    Also ich würde zahlen für einen Kompromisslosen Browser. Und wenn's zehn Euro sind.
    Tesla..? Eher der saubere Diesel made in Germany 😉

    Ich geb mal einen Link von User roezal weiter. Darin ist ein Video zum Browser.
    Danke roezal
    https://www.sltreff.de/thread-233.html

    • Mag alles stimmen,aber wenn man danach geht wissen zu 50% der Leute nicht mal ,was für ein Android Version auf ihr Smartphone läuft ,sie wollen einfach nur das ihr Smartphone funktioniert und sich nicht noch mit komplizierten Fumellösungen alias Datenschutzrecht und root beschäftigen .

      Warum wird das nicht einfach akzeptiert hier ?

      Wer sich mit Lösungen der Art auseinandersetzen will ,alles sicher zu machen auf seinem Smartphones ,darf es doch auch genauso gerne tun .

      • Deswegen sagte ich ja sehr aufwendig.
        Ich sagte auch nicht ihr sollt das nicht nutzen.

        Wäre es nicht einfacher wenn ein Umdenkenin der IT stattfindet ? Sie nutzen gnadenlos die Situation der normalen User aus.
        Nur haben die normalen User weder die Zeit noch den Nerv sich in solch eine komplexe Materie einzuarbeiten. Der Alltag hat sie fest im Griff.
        Das Problem ist , dass man das Geld schneller und wohl mehr mit den heute modernen Praktiken verdient. Das gesamte System basiert mittlerweile darauf. Klar wurde das Internet wie es heute mit seinen Diensten existiert erst so möglich. Aber vieles könnte man anders und besser machen. Und wie ich weiter unter schon schrieb - auch die kleinen Dinge zählen.

        Worum es mir ging im Kommentar - Der Browser ist für mich nicht das Produkt im Sinne der Vermarktung (take back the web).

        Es ist kein Kompromissloses Produkt. Also für meine Ansichten. Die sind von Frust getragen wie sich alles entwickelt hat. Bin seit den Anfängen dabei. Viele verstehen meine Haltung nicht ganz. Das sind aber meist junge Leute, die in dießes System geboren wurden, und was anderes nicht kennen.
        Am schlimmsten finde ich aber dass unsere sogenannte freie Welt diesen Praktiken keine Grenzen setzt. Im Gegenteil. Sie die Politik will ja die Daten die die Unternehmen horten und untereinander verschachern.
        Wer kennt noch Lavabit ?

      • Besser wäre es wenn es schon vor konfiguriert wäre und man diese Massnahmen eigens und ohne viel Umstände auszuführen kann .

        Aber das bleibt Wunschdenken .

    • Sehr interessantes Video, sollte jeder mal sehen. Danke!

  • Ich erinnere mich noch sehr gut daran, denn so ähnlich hatte Google auch einmal angefangen und man sieht ja, zu was so etwas führen kann. Darum sicherlich interessant zu beobachten, auch wenn sie es sehr schwer werden.

  • Hört sich ja mal nicht schlecht an. Einen versuch ist es glaub ich wert.

  • Cliqz benutze ich als Add-on auf Firefox. Wer aber nebenbei WhatsApp, Pokemon Go, Instagram, facebook und co. benutzt, braucht diesen Browser nicht.

  • Thom vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Hab ihn mir mal heruntergeladen und konfiguriert. Bin mehr als gespannt....

  • Hier kommt ein Wolf im Schafspelz daher...
    Ich hatte den mal, habe ihn ganz schnell wieder deinstalliert. Der Burda- Verlag steckt hier dahinter - hallo?? Wer sich dafür interessiert, sollte als erstes das Video im folgenden Link ansehen und dann entscheiden.
    https://www.sltreff.de/thread-233.html
    https://tarnkappe.info/cliqz-browser-review-crossposting/
    http://www.pc-magazin.de/testbericht/cliqz-test-browser-firefox-alternative-madeingermany-3195946.html

    • Werde gleich auch deinstallieren.

    • Dann müsste man schon damit anfangen und sein Goggle Handy in den Müll schmeißen,das ist der größte Wolf !!

      • Das ist die individuelle Abwägung was zwingend notwendig ist und was nicht. Bei Betriebssystemen hat man im Kontext nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Alles andere kann man abwägen.
        Alternativ kein Internet. So einfach ist Lage leider nicht.
        Zweifellos ist Google Android ein Alpha-Wolf😯

      • Ein ganz grosser ist es ,im Schafpelz.

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