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Chromecast ausprobiert: Cooles Gadget mit Einschränkungen

Chromecast ist der günstige und kompakte HDMI-Stick, mit dem Ihr Inhalte von Eurem Android-Smartphone/-Tablet oder Computer ganz einfach auf Euren Fernseher übertragen könnt. Wir haben den kleinen Adapter ausprobiert und zeigen, was er kann.

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chromecast teaser
© Google/AndroidPIT

In Deutschland ist das 35 US-Dollar teure Gadget nicht erhältlich und muss deshalb importiert werden. Im Marketplace von Amazon.de gibt es Chromecast für knapp 56 Euro, aber auch andere Importwege, zum Beispiel über Borderlinx, sind möglich.

Dass Chromecast derzeit nicht in Deutschland vertrieben wird, hat gute Gründe. Streaming-Dienste wie Netflix oder Hulu können hierzulande nicht genutzt werden, doch dazu später mehr.

Lieferumfang

Wenn Chromecast bei Euch ankommt, findet Ihr in der Box folgende Sachen:

  • Chromecast
  • Micro-USB-Kabel
  • HDMI-Verlängerungskabel
  • Netzadapter (US)

Einrichtung

Es dauert keine 10 Minuten, Chromecast einzurichten. Verbindet den Stick einfach via HDMI mit Eurem Fernseher und steckt das mitgelieferte Micro-USB-Kabel entweder in einen freien USB-Port des Fernsehers oder in ein passendes Netzteil, um Chromecast mit Strom zu versorgen. Wechselt jetzt noch am Fernseher den Input-Kanal, um das Chromecast-Interface zu sehen.

chromecast setup
Chromecast wird eingerichtet... / © AndroidPIT

Die Einrichtung am Fernseher ist nun abgeschlossen. Weiter geht es am Smartphone:

  • Ruft im Webbrowser des Smartphone die Adresse google.com/chromecast/setup auf.
  • Ladet die Chromecast-App aus dem Play Store herunter und startet sie.
  • Folgt den Schritten auf dem Bildschirm, vergebt einen Namen für Euer Chromecast und verbindet es danach mit Eurem WLAN-Netzwerk.
  • Wartet, bis Chromecast Updates herunterlädt und sich anschließend neustartet.

Einsatzgebiete

Wie eingangs erwähnt sind die Möglichkeiten hierzulande deutlich beschränkt, weil Streaming-Angebote wie Hulu Plus, Netflix, Pandora oder HBO Go fehlen. Mit Chromecast könnt Ihr aber immerhin noch Inhalte von YouTube, Google Play Movies und Google Play Music drahtlos auf Eurem Fernseher streamen. Tippt dazu in der entsprechenden App einfach auf das Chromecast-Symbol, wählt Euren Chromecast aus und schon wird der Inhalt auf Eurem Fernseher gestreamt. Das klappt aber nur mit den oben genannten Apps, Eure Fotos könnt Ihr beispielsweise nicht einfach so aus der Android-Galerie auf Euer TV-Gerät übertragen.

chromecast android
Links: Inhalte auf Chromecast übertragen. Rechts: Steuerelemente. / © AndroidPIT

Es ist außerdem möglich, Browserinhalte auf Chromecast zu übertragen. Dafür benötigt Ihr einen Rechner, Google Chrome und die Chrome-Erweiterung “Google Cast”. Klickt nach der Installation auf das Google-Cast-Symbol, um den aktuellen Tab an Chromecast zu übertragen.

chrome google cast
Übertragen von Tabs. / © AndroidPIT

Qualität

Egal ob Musik oder HD-Videos: Die Streaming-Qualität ist bei Chromecast auf einem hohen Niveau und fällt nicht negativ auf. Bei Videos kann es aber schon mal bis zu fünf Sekunden dauern, bis das Bild scharf ist und keine Aussetzer hat. Das alles setzt natürlich eine stabile und schnelle Internetverbindung voraus. Ein wenig anders sieht es beim Übertragen von Tabs mittels "Google Cast" aus. Text ist oftmals unscharf und Scroll-Bewegungen werden nur mit Verzögerungen (zwischen 1 und 2 Sekunden) übertragen.

Hacks und Mods

Chromecast-Geräte der ersten Chargen konnten noch relativ einfach gerootet und modifiziert werden. Bei aktuellen Geräten, die mit Firmware-Version 12072 oder höher ausgeliefert werden, ist Modding nicht mehr möglich, weil der Bootloader gesperrt ist und es bis heute keine Root-Möglichkeit gibt (Stand 21.11.2013). Wer noch einen älteren Chromecast besitzt und noch kein Softwareupdate vorgenommen hat (was ziemlich unwahrscheinlich sein sollte), für den gibt es bei den XDA-Developers mehrere Anleitungen, darunter FlashCast.

Fazit

Chromecast ist derzeit nur eine nette und (relativ) günstige Spielerei, mit der sich zumindest bei uns noch nicht viel anstellen lässt. Potenzial ist aber da, doch ob man wirklich zu den Frühkäufern gehören möchte, muss  jeder für sich selbst entscheiden. Wer einfach nur mal Chromecast-Feeling erhaschen möchte, kann auch zu Cheapcast greifen. Eine Anleitung findet Ihr ebenfalls bei uns. Und allere anderen haben sowieso einen Medienserver oder HTPC mit dem Fernseher verbunden.

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17 Kommentare

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  • Hallo,
    habe heute eine Chromecast-Stick erworben - nein, DEN Chromecast-Stick ;-)
    Leider kann ich mir keine Filme von z. B. YouTube ansehen.
    Der Fernseher erkennt den Chromecast. Auf dem Tab und auch auf dem Smartphone ist Chromecast installiert. Auch das Zeichen erscheint in Youtube ordnungsgemäß.
    Nur leider erscheint der gewünschte Film nicht auf dem Fernseher. Wo geht der Film verloren? Muss ich irgendwelche Einstellungen beachten?
    Bin ratlos. "Fummel" jetzt hier ne Ewigkeit und nichts tut sich.
    H I L F E
    Gruß
    A. R.

  • Finde bei so einem TV-Srick wie zb. MK908 das Geld besser angelegt. Google kann einen mal kreuzweise mit seinen Content-Zwang, den Einschränkungen und gesperrtem Bootloader

  • Ich pers. liebe Technik, muss aber auch sagen, dass mir die Gerätschaften in meinem Haus langsam zu viel werden.^^ Wenn man schon die Technik hat, dann will man auch das Maximum rausholen. Die Geräte wollen gewartet werden, regelmäßige Updates bekommen ...und mich kotzt es jetzt schon an, wenn ich mal wieder meinen Router resetten muss, die Ports neu freigeben muss usw. (Unity Media, TC7200, ipv6 - Hände weg!).

    Obwohl der Chromecast durchaus praktisch WÄRE, hat er für mich pers. doch zu viele Einschränkungen (Um Inhalte aus dem Browser darzustellen am PC mit Goggle Chrome syncen bla bla bla... - Niemals! Viel zu umständlich).

    Würde das Gerät einfach nur ein sauberes Screen-Mirroring machen, wäre es sicher eine Überlegung wert, aber so?!? Dann kann man sich vllt. lieber nach einem Android-Stick oder Rasberry Pi umsehen und enthält damit die All-Around-Lösung.

    Wenn ich meine Zeilen so überfliege und "...dass mir die Gerätschaften in meinem Haus langsam zu viel werden", komme ich mir so vor wie meine Großeltern, die die moderne Technik ignorieren. Aber so ist es egtl. nicht. Nur wenn man inzwischen jeden "Mist" computer-steuert (Letzte Installation: Steuerung der Rollläden), dann ist man es irgendwann leid, weil es immer irgendwas zu "fummeln" gibt. :D

  • Mein Raspberry Pi mit XBMC war billiger und kann mehr. :-)

  • Also, ich war schon fast dabei das Teil zu kaufen und dann habe ich bei Huawei gesehen welche Angebote die haben..... da hatte es sich erledigt gehabt.

  • Mache ich genauso gut mit miracast bzw. den hauseigenen Möglichkeiten der Google apps. Funktioniert bei mir sehr gut, ganz ohne Mehrkosten. Viel Sinn sehe ich darin aber nicht.

  •   7

    @ R.H.: Das hat nicht viel damit zu tun das jeder neue Fernseher WLAN hat. Denn damit alleine lässt sich nicht viel übertragen. Es braucht dazu noch Protokolle..und dieses heisst bei Media-Dateien DLNA. Und das hat NICHT jeder TV.

  • die App BubbleUPnP verbindet zumindest mein Smartphone zuverlässig mit meinem tv. Videos Musik Bilder. Nette Funktion: aus dem Dolphin Browser heraus lassen sich Videos auf dem tv ansehen. Klappt hier zumindest in Kombi mit MX Player

  • lächerlich so ein gadget. wlan ist doch standardmäßig in jedem neuen fernseher enthalten. somit totaler blödsinn für europa.

  • Jay 23.11.2013 Link zum Kommentar

    Sobald Screen Mirroring und ähnliche Spielereien von Google freigeschaltet wird das Gerät schlagartig interessant. Schade finde ich das diese Optionen mit dem ursprünglichen Stick ohne Weiteres möglich waren und Google einen Riegel davor geschoben hat.
    Wenn das SDK aber zugänglich ist wird der Stick eines der besten Zusatzgeräte das es gibt, bin ich zumindest fest davon überzeugt.

  • Im Dezember veröffentlicht Google das längst überfällige SDK für Chromecast. Dann endlich dürfte der Stick ein paar interessante Funktionen bekommen.

  • Amazon.com verschickt das Chromecast inzwischen direkt nach Europa, dazu braucht man keinen Relaydienst wie Borderlinx mehr. Hat in meinem Fall incl. Versand nach Österreich 46 Euro gekostet.
    Und das Ding ist absolut spitze wenn man z.b. das Play Music All Access Abo hat und den Chromecast an den AV Receiver steckt - schon hat man alles was es an Musik gibt auf der Wohnzimmeranlage und kann das komfortabel über jedes Android Handy bzw. Tablet und inzwischen auch iOS Gerät fernsteuern.

    • Link? :D

      Weil amazon diekt macht es nicht zumindest vor einigen tagen noch so

      • Oh! Gerade nachgeschaut, die Deppen dürften das wieder abgedreht haben, sehr ominös. Vor 2 Monaten hab ich es noch direkt bestellen können. WTF!
        So bleibt wohl in der Tat aktuell nur Boderlinx oder ein Bekannter der es einem bestellt und weiterschickt. Schade.

  • Das ist doch lächerlich was du da von dir gibst. Da steht ein kleines Kind - vielleicht 8 Jahre jung - und ein Hund, der von einem Chromecast Stick überdeckt wird und du denkst an einen "Por**"?!

  • Einschraenkungen? Das ist ja noch harmlos ausgedrueckt! Nicht mal eigene Photos/Videos kann man anschauen! :(
    Aus meiner Sicht hat das Teil keinen grossen Nutzen!

  • Das erste Bild kann man auch falsch Verstehen.

    Der Stick wird ungünstig drüber gelegt

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