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CES Unveiled: Die ersten Neuheiten 2016

Die CES 2016 hat noch nichtmal richtig angefangen, da geht es auch schon los mit den Gerätepräsentationen. Auf dem CES-Unveiled-Event an den Messevortagen konnten wir schon die ersten Neuheiten in Augenschein nehmen. Darunter pfiffige Android-Projektoren und ein kleiner Kasten, der auch unterwegs viele Speicherprobleme lösen kann.

Lenovos Zubehör-Sandwich bekommt einen Beamer

Eine der spannenderen Neuerungen bei Lenovo betrifft den Android-basierten Beamer Thinkpad Stack Mobile Projector. Dieser befeuert jede Wand für zwei bis vier Stunden. Das Besondere an dem Beamer im Format einer Zigarettenschachtel ist seine Sandwich-artige Erweiterbarkeit.

Alle Module sollen bis April 2016 auch auf dem europäischen Markt verfügbar werden. Der Beamer soll preislich bei 399 US-Dollar angesiedelt werden. Das ebenfalls im April startende Qi-Pad kostet 49,99 US-Dollar. Die übrigen Teile des Stacks sind schon im deutschen Lenovo-Store erhältlich:

  • Router: 213,01 Euro
  • Lautsprecher: 94,01 Euro
  • Akku: 64,26 Euro
  • Festplatte: 213,01 Euro
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Lenovos Android-Beamer macht Euch zum Profi-Präsentator. / © ANDROIDPIT

Durch kabellose Kontaktflächen und magnetische Adhäsion könnt Ihr unter dem Beamer weitere ThinkPad-Elemente anheften. Diese statten den Beamer mit zusätzlichem Speicherplatz, mehr Akku-Power oder besserem Sound aus. Dann werden aus 16 GB 1 TB, aus zwei werden acht Stunden und aus einem Watt werden zweimal zwei Watt.

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Dank Zubehör bekommt der Stack Projector mehr Speicher oder Laufzeit. / © ANDROIDPIT

Die anderen Module ermöglichen drahtloses Qi-Laden oder den Anschluss eines Ethernet-Kabels für einen WLAN-Hotspot. Letzteres ist praktisch in Hotels, in denen kostenlos vernetzte Patch-Kabel herumliegen, während das WLAN kostenpflichtig ist. Ein 3G-fähiges Modul ist noch nicht verfügbar, so der Hersteller.

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Leuchtkraft und Schärfe konnten sich sehen lassen. / © ANDROIDPIT

In Sachen Leuchtkraft und Schärfe konnte sich der Kleine durchaus Blicken lassen. Angeblich soll er eine maximale Bilddiagonale von 110 Zoll projizieren können. Bei einem schnellen Test an der drei Meter hohen Raumdecke hat sich gezeigt, dass er definitiv für Präsentationen auch in beleuchteten Räumen taugt.

Auch das Trapez hat er mit Bravour von selbst begradigt. Durch die zahlreichen Erweiterungen und die passende Maus wird aus ihm ein richtig vielseitiges Bürschchen, das sicherlich in vielen Aktentaschen landen wird.

AiO – ein Android-Beamer für den guten Zweck

AiO steht wenig überraschend für All-in-One und beschreibt einen Beamer, der dank Android-Unterstützung in Sachen Multimedia alles können soll. Er ist aber anders als viele bisherige Modelle, die wir sahen. Denn seine französischen Erfinder aus dem Hause AV Concept Products haben auf die bis dahin oft gesehene Mobilität verzichtet und einen vollwertigen stationären Home-Entertainment-Beamer auf Basis von Android aus dem Boden gestampft.

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Der AiO-Beamer setzt auf Android. / © ANDROIDPIT

Dieser wird per WLAN mit Eurem Netzwerk verbunden. Ein HDMI-Dongle übertragt Bild und Ton per Funk beispielsweise von Eurer PlayStation auf dem Beamer. Per Bluetooth könnt Ihr vollwertige Lautsprecher anschließen. Das Ein-Kabel-Design sieht leider keine physischen Anschlüsse vor. Die AiO-Beamer-Leuchtkraft soll für Diagonalen bis 250 Zoll ausreichen. Doch das wollen wir in einem Test nachprüfen.

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Die Software des AiO ist noch nicht fertig. / © ANDROIDPIT

Zahlreiche Streaming-Betreiber sollen Ihre Apps nativ im AiO anbieten; so ist der Plan. In Frankreich konnte Gründer Sasha Tabathy schon lokale Streaming-Provider überzeugen. Play-Store-Apps soll man auch installieren können. Doch dies konnte uns Tabathy vor Ort nicht vorführen.

Den AiO könnt Ihr für 1.000 Euro vorbestellen oder für 20 Euro pro Monat (monatlich kündbar) mieten. Dieses Miet-Modell ist noch recht vage, aber Tabathy verrät uns seine Vorstellung davon: Nach einer Frist von drei Jahren darf man den Beamer dann zurückgeben und erhält das neue Gerät. Es soll voraussichtlich alle 18 Monate ein neuer AiO angeboten werden. Die Rückläufer aus den Mieten sollen indes Schulen in weniger wohlhabenden Ländern gespendet werden.

Fasetto Link – 2 TB Offline-Storage für mehr Speicherplatz und Streaming

Die größten Überraschungen stecken oft in den kleinsten Gehäusen - etwa in dem des Fasetto Link. Der kleine schwarze Kasten mit den Maßen 48 x 48 x 23 Millimeter könnte unterwegs für viel Vergnügen sorgen. Denn Speicherprobleme lassen sich dank ihm völlig ohne Cloud-Dienste beheben.

Der Release des Fasetto Link soll sich noch ins vierte Quartal 2016 hinauszögern. Dann soll er in unterschiedlichen Speichergrößen und zu unterschiedlichen Preisen vorgestellt werden. Eine 256-GB-Variante soll für rund 250 Euro den Start darstellen. Das gezeigte Spitzenmodell mit 2 TB soll rund 1.400 Euro kosten.

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2 TB zusätzlicher Speicher für alle Geräte im WLAN. / © ANDROIDPIT

Technisch bewerkstelligt der Fasetto Link mit zwei Terabyte SSD-Flash und einem WLAN-Modul nach WLAN AC. Der verbaute Vierkern-Prozessor dient als Motor für das proprietäre Betriebssystem Link OS, das den kleinen Quader in einen Wireless-Server verwandelt. Seine Akkulaufzeit beträgt dabei acht Stunden. Das macht ihn perfekt für Langstreckenfahrten, auf denen alle Mitfahrer auf dem Fasetto Link gespeicherte Filme, Serien oder ihre Musik vom Link auf ihr Gerät streamen können.

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Der Link wird unterwegs zum Medien-Server. / © ANDROIDPIT

Doch Link muss nicht im Auto verharren. Dank seiner robusten und wasserfesten Bauweise kann man ihn auch auf Wanderungen mitnehmen und zwischenzeitlich ohne Konsequenzen ins Wasser fallen lassen. Stöße und UV-Strahlung können ihm auch nichts anhaben.

Da Link als Webserver (für bis zu 20 simultane Clients) arbeitet, ist er prinzipiell Betriebssystem-agnostisch. Dennoch hat Fasetto für iOS- und Android-Geräte Apps in der Entwicklung, damit die Bedienung des Speicher-Minis leichter fällt.

Der mobile Speicher bietet zwar hohe theoretische Übertragungsraten. Hier gibt Fasetto 2.500 MB/s fürs Lesen und 1.500 MB/s fürs Schreiben an. Das WLAN limitiert diese Werte aber natürlich merklich. Auch die vom Hersteller angegebenen bis zu 1.900 MBit/s bei WLAN AC sind da nur theoretischer Natur.

Fasetto ist ein Newcomer, aber hat 2015 bereits durch ein gescheitertes Indigogo-Crowdfunding und ein erfolgreiches Kickstarter-Projekt auf sich aufmerksam gemacht. Erfolgreich war Fasetto mit der Finanzierung eines Cloud-Service und einer direkten App-gesteuerten Dateiübertragungen via Bluetooth oder WLAN, mit der Nutzer sowohl mit als auch ohne Internet-Verbindung sehr schnell Dateien untereinander austauschen können sollen. Dazu muss der Nutzer mit der zu übertragenden Datei nur anderen Nutzern einen automatisch generierten Barcode auf seinem Smartphone-Display zeigen. Die Fasetto-Apps auf den Smartphones der anderen Nutzer lesen diesen Barcode über die Kamera ein und die Übertragung über den für das jeweilige Gerät sinnvollste Netzwerkoption beginnt. Die Übertragungszeiten sollen so möglichst kurz gehalten werden. Das funktioniert auch unabhängig vom Betriebssystem, da sowohl Android als auch Windows und iOS unterstützt werden. Gescheitert war Fasetto mit der ersten Variante des Fasetto Link, die ein klobiges Streaming-Armband mit 1 TB Speicher darstellte.

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