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Cashcloud: Das Smartphone wird zur virtuellen Brieftasche

Cashcloud bietet mit seiner App ein Bezahl-Prinzip, das PayPal und Co. ablösen könnte und sich dabei die Technik von NFC zu Nutze macht. Nach dem Prepaid-Modell soll hier mithilfe eines NFC-Stickers bargeldlos in Geschäften eingekauft werden. Geld kann außerdem über eine eWallet gebührenfrei zwischen Freunden ausgetauscht werden. Welche Funktionen die App außerdem bereit hält und wo es noch Lücken gibt, haben wir uns einmal genauer angesehen.

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Bewertung

Pro

  • Prepaid-Prinzip zur besseren Kostenkontrolle
  • Übersichtliche Benutzeroberfläche
  • Keine jährlichen Kontoführungskosten und Überweisungsgebühren
  • Geld verdienen mit Cashcredits
  • Ständige Kostenkontrolle über alle Transaktionen

Contra

  • Detailinformationen zu Kontentypen weichen in App von Webseite ab
  • Kosten für den NFC-Sticker
  • Zahlen per NFC ist in Deutschland noch nicht ausreichend etabliert
  • Noch nicht alle Funktionen verfügbar
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 5 4.4.2 Nein 1.6.104 3.1

Funktionen & Nutzen

Um die cashcloud eWallet-App zu nutzen, muss man die App herunterladen und sich registrieren. Das kann wahlweise mit dem Facebook- oder Twitter-Account, aber auch per E-Mailadresse erfolgen. Über einen Bestätigungslink per Mail wird das eWallet Konto verifiziert und auf die Webseite www.cashcloud.com von cashcloud weitergeleitet.

Standardmäßig hat der Nutzer mit der Registrierung erst einmal ein Freemium-Konto und erhält damit grundlegende Optionen wie beispielsweise das Aufladen der eWallet über eine Online-Banküberweisung, Geld an Freunde senden und empfangen, NFC-Sticker bestellen oder das Sammeln von Cashcredits. Bankdaten müssen dafür noch nicht angegeben werden.

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Die Registrierung erfolgt direkt in der App. / © AndroidPIT

Nach der Registrierung bietet es sich an, das Konto aufzuladen. Das funktioniert vorerst nur per Banküberweisung. Dazu wird der gewünschte Betrag in der eWallet-App (bis zu 100 Euro) eingegeben und der Nutzer erhält eine E-Mail mit den nötigen Informationen für die Überweisung. Per Online-Überweisung kann dann der Betrag auf das eWallet-Konto überwiesen werden, was zwischen 2-5 Werktagen dauern kann. Die direkte Einzahlung ist bisher noch nicht implementiert, soll aber in den nächsten Wochen zur Verfügung stehen. Die dritte Methode über den direkten Bankeinzug ist ebenfalls noch in der Entwicklung.

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Konto aufladen über Online-Banküberweisung. / © AndroidPIT

Mit der E-Mail mit den Kontoinformationen wird außerdem ein eWallet-PIN verschickt, der für jede Geldtransaktion über 25 Euro benötigt wird. Es ist empfehlenswert, diesen in der App unter Einstellungen > Sicherheit > PIN gleich zu ändern. Ist das Geld dann erst einmal auf dem eWallet-Konto angekommen, kann es an andere cashcloud-Nutzer in Echtzeit und ohne Gebühren gesendet werden. Freunde lassen sich aus dem Telefonbuch, über Facebook und Twitter direkt einladen - dafür gibt es außerdem Cashcredits, die später gegen echtes Geld eingetauscht werden können. Ein Verwendungszweck kann aus einer Liste ausgewählt oder manuell erstellt werden.

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Geld anfordern und Verwendungszweck auswählen. / © AndroidPIT

Kontostand und Kontoauszug können in der App ebenfalls eingesehen werden. So lassen sich Transaktionen in Echtzeit im Auge behalten. Informiert wird hier auch über die Cashcredits.

Der MasterCard PayPass NFC-Sticker

Ein besonderes Feature ist der NFC-Sticker, mit dem in über 30.000 Geschäften in Deutschland bargeldlos bezahlt werden kann. Zum Einsatz kommt er allerdings weltweit, die Geschäftsstellen müssen das Bezahlen per NFC jedoch akzeptieren und davon gibt es bisher, zumindest in Deutschland, noch nicht all zu viele. Wo das Verfahren akzeptiert wird, lässt sich über diese Webseite überprüfen.

Der NFC-Sticker kann direkt in der App bestellt werden. Zusätzlich erhält man zum NFC-Sticker eine16stellige Kartennummer und weitere Daten, mit denen überall online eingekauft werden kann, wo MasterCard akzeptiert wird. Für den Bezahlvorgang per NFC mit cashcloud brauchen auch Handys mit integriertem NFC-Chip den Sticker. Um den NFC-Chip im Handy als Bezahlmodul zu aktivieren, benötigt man nämlich immer ein sogenanntes Secure-Element (z. B. eine spezielle SIM- oder SD-Karte). In dem cashcloud NFC-Sticker ist bereits beides enthalten, der NFC-Chip und das Secure-Element. Um mit dem Sticker im Geschäft dann auch zu bezahlen, muss das Geld von dem cashcloud eWallet-Konto extra auf den Sticker verschoben werden.

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MasterCard PayPass NFC Sticker per App bestellen. / © AndroidPIT

Bei der aktuellen Bonus-Aktion werden übrigens jedem cashcloud-Nutzer bei Bestellung des NFC-Stickers 10 Euro gutgeschrieben. 

Geld verdienen mit Cashcredits

Cashcloud bietet wie bereits erwähnt eine virtuelle Währung, die Cashcredits, an. Diese können auf verschiedenen Wegen erworben und später eingetauscht werden. So gibt es beispielsweise für Einladungen von Freunden je 100 Cashcredits. Wer seine Erfahrungen in sozialen Netzwerken teilt, erhält ebenfalls Cashcredits. In Zukunft soll es außerdem möglich sein, mit den Cashcredits direkt online zu bezahlen, ohne vorher einen Umtausch in echtes Geld vorzunehmen. Für 500 Cashcredits gibt es derzeit umgerechnet 5 Euro. Muss die Rechnung vom letzten Kinobesuch mit Freunden aufgeteilt werden, kann über die App so Geld eingefordert werden.

Der Bereich “Angebote” befindet sich noch in der Entwicklung. Dort sollen bald Partner-Coupons und Rabatte verfügbar sein, die cashcloud-Nutzer in Anspruch nehmen können. Tägliche Angebote sowie ein Spiel der Woche sind außerdem geplant.

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Cashcredits sammeln und eintauschen. / © AndroidPIT

Bildschirm & Bedienung

Die cashcloud-App macht einen aufgeräumten Eindruck und punktet mit einem übersichtlichen Menü. Persönliche Daten, Sicherheitseinstellungen, Zahlungsmittel und Upgrades können in den Einstellungen verwaltet werden. Insgesamt scheint die Bedienung stellenweise jedoch noch etwas unausgereift. So sind einige Funktionen noch in der Entwicklung und auch das Aufladen der eWallet ist derzeit über die Online-Überweisung noch etwas umständlich. Verwirrend sind außerdem die Informationen zu den Kontotypen-Upgrades, die teilweise nicht mit den Angaben auf der Webseite übereinstimmen. Die Transaktions- und Bezahlmöglichkeiten machen jedoch einen nutzerfreundlichen Eindruck. An einigen Stellen muss hier allerdings noch nachgebessert werden, damit das bargeldlose Bezahlen wirklich komfortabel wird.

Speed & Stabilität

Cashcloud lief im Testzeitraum stabil. Es gab keine Abstürze oder Instabilitäten.

Preis / Leistung

Cashcloud steht kostenlos zum Download zur Verfügung und bietet verschiedene Kostenmodelle an, die sich im Funktionsumfang unterscheiden. Unter Einstellungen > Upgrade > Konto können Details dazu eingesehen werden. Die Upgrades sind kostenlos, fordern aber weitere persönliche Daten und die Bankverbindung als Nachweis. 

Die Upgrade-Funktionen im Überblick:

Freemium

  • Konto mit bis zu 100 Euro im Monat aufladen
  • 3 Transaktionen pro Tag mit je maximal 25 Euro
  • Aufladen maximal einmal am Tag
  • Cashcredits mit unbegrenzten Einladung von Freunden und Postings in sozialen Netzwerken erhalten
  • Geld anfordern und überweisen
  • Maximal 3 Käufe pro Tag tätigen
  • Cashcredits in echtes Geld umtauschen
  • Kontostand überprüfen und Transaktionen in Echtzeit
  • cashcloud MasterCard PayPass NFC-Sticker bestellen

Freemium+

  • bis zu 2.500 Euro pro Jahr auf Konto einzahlen
  • 5 Transaktionen pro Tag mit je maximal 200 Euro
  • Geld anfordern und überweisen
  • Maximal einmal am Tag Geld abheben
  • Maximal 5 mal am Tag einkaufen
  • Unterkonten einrichten
  • Unbegrenzte Einladungen an Freunde versenden und damit Geld verdienen
  • Cashcredits ausgeben und in Bargeld umtauschen
  • Kontostand überprüfen und Transaktionen in Echtzeit
  • cashcloud MasterCard PayPass NFC-Sticker bestellen

Premium

  • bis zu 25.000 Euro pro Monat auf Konto einzahlen
  • 100 Transaktionen pro Tag mit je maximal 2.000 Euro
  • Geld anfordern und überweisen
  • Maximal einmal am Tag Geld abheben
  • Unbegrenzt viele Einkäufe am Tag machen
  • Unbegrenzte Einladungen an Freunde versenden und damit Geld verdienen
  • Virtuelle Kreditkarte für Konto (noch nicht verfügbar)
  • Kontostand überprüfen und Transaktionen in Echtzeit
  • Unterkonten einrichten
  • cashcloud MasterCard PayPass NFC-Sticker bestellen

Die Detailinformationen zu den Kontentypen sind in der App nicht durchgehend auf dem neuesten Stand und sorgen teilweise für Verwirrung. Einen ausführlichen Überblick zu den einzelnen Kontentypen und den damit verbundenen Optionen sind auf dieser Seite noch einmal vollständig aufgeschlüsselt. Darüber hinaus werden Angaben über die Kosten für den NFC-Sticker gemacht. 

Abschließendes Urteil

Die Idee, die cashcloud verfolgt, ist in jedem Fall praktisch. Wenn sich NFC als Bezahlmethode in Zukunft auch in deutschen Geschäften mehr und mehr etabliert, stehen die Chancen für die App nicht schlecht. Allerdings muss klar gesagt werden, dass das Bezahlen mit dem Handy etwas gewöhnungsbedürftig ist und somit wahrscheinlich nicht jeden anspricht. An der komfortablen Bedienung muss an einigen Stellen noch gefeilt werden. Bisher weist die App einige Funktionen auf, die leider noch gar nicht verfügbar sind. Im Test erhält Cashcloud drei Sterne mit Tendenz Richtung vier. Was sich in Zukunft auf diesem Gebiet noch tut, kann mit Spannung erwartet werden.

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2 Kommentare

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  • Ich nutze CashCloud für kleinere Einkäufe (z.B. App Store, I - Tunes, E-Bay usw). Funktioniert perfekt, für mich Ausschlag gebend das ich keine Kontodaten Preisgeben muss. Das Einkaufen via Internet bei grossen Versandhäusern ohne Probleme möglich. Einzig das bar bezahlen funktioniert hier bei mir in der Gegend selten da dieser Service noch in den Kinderschuhen steckt. Alles in allen für meine Zwecke perfekt.

  • Ich für mich verwende das Smartphone sicher nicht als Zahlungsmittel. NFC bleibt aus diesem Grund deaktiviert. Android ist dafür unsicher.

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