Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
7 mal geteilt 5 Kommentare

Camera360 Ultimate - Top-Kamera mit eigener Cloud

Kamera-Apps gibt es für Android wie Sand am Meer. Darunter sind jedoch immer wieder Kandidaten, die das Smartphone zum Absturz bringen oder einfach nicht genug Funktionen enthalten. Wie sich die App Camera360 Ultimate auf dem Androiden schlägt, erfahrt Ihr hier in meinem Testbericht.

Bewertung

Pro

  • Gute Update-Politik
  • Viele Effekte und Einstellungen
  • Intuitive Benutzeroberfläche

Contra

  • Zu viele Berechtigungen
  • Läuft ständig im Hintergrund
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Samsung Galaxy S2 4.1.2 Ja 4.7.1 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Beim ersten Öffnen der App wird schnell klar: Hier gibt es jede Menge Funktionen, Effekte und Spielereien. Allein schon der Auslöseknopf der Kamera hat verschiedene Eigenschaften: Zieht Ihr den Foto-Button nach links, könnt Ihr alle Effekte einsehen und diese noch anwenden, bevor Ihr überhaupt ein Foto gemacht habt. Besonders schön: Das Fotomotiv wird gleich mit dem entsprechenden Filter belegt. Bilder ohne Effekte lassen sich aber später auch problemlos präparieren. Aktuell bietet die App etwa 14 Effekte an, darunter beispielsweise HDR, Retro oder Sketch. Sehr angenehm ist dabei, dass ein ausgewählter Effekt im Fotomodus über einen kleinen Button noch weitere Varianten seiner Art zur Verfügung stellt, die mit einem Fingertipp direkt eingeblendet werden.

camera360 1
Unzählige Effekte warten hier auf Euch. / © AndroidPIT

Zurück zum Auslöseknopf: Zieht Ihr diesen nämlich in die andere Richtung, öffnet sich eine Scene-Galerie, in der es viele lustige und stilvolle Vorlagen für Eure Bilder gibt - und mit jedem Update kommen neue dazu. Die Scenes könnt Ihr direkt zum Download auswählen, es öffnet sich anschließend automatisch eine Maske, in die Ihr nur noch Euren Bildausschnitt einfangen müsst. Von Stempeln über Plakatbilder bis hin zu Zeichnungen ist hier allerhand vertreten.

camera360 2
Mit den Scenes lassen sich viele tolle Bilder machen. / © AndroidPIT

Das ist allerdings noch längst nicht alles. Wenn Ihr das Home-Symbol auf dem Auslösebildschirm antippt, gelangt Ihr in ein weiteres Menü, das ebenfalls ein paar Extras in Form von sieben verschiedenen Kamera-Modi für Euch bereit hält. Darunter befindet sich beispielsweise ein Schnellschuss-Modus oder auch die Tilt-shift-Kamera, mit der Ihr nur einen kleinen Teil scharf fotografieren könnt, der Rest um den Ausschnitt wird verschwommen dargestellt. Weitere Modi sind Funny, Farb-Shift, Selbstporträt und der Audio-Kamera-Modus.

GPS-Daten zu einzelnen Bildern könnt Ihr übrigens auch direkt abspeichern. Was mir hier noch fehlt, ist eine Panorama-Funktion und die Möglichkeit, Serienbilder zu schießen.

Der Clou kommt erst noch: Die App hat eine eigene Cloud-Anbindung und kann mit zahlreichen sozialen Netzwerken verknüpft werden. Das erklärt zumindest einen Teil der zugegeben vielen Berechtigungen - aber längst nicht alle. Zu den fragwürdigen Berechtigungen gehört unter anderem das Lesen von vertraulichen Protokolldaten oder das Abrufen aktiver Apps.

camera360 3
Wer möchte, kann sich für den Cloud-Service anmelden. / © AndroidPIT

Zudem läuft Camera360 Ultimate ständig im Hintergrund und verbraucht einiges an Akku. Auch mit einem Taskkiller lässt sie sich nicht immer ausschalten. Wer hier also leicht paranoid werden kann, weil eine Kamera-App ständig läuft, Ton und Bilder aufnehmen kann und Zugriff auf so ziemlich alle persönlichen Ordner im Smartphone hat, sollte lieber die Finger davon lassen.

Bildschirm & Bedienung

Camera360 Ultimate ist eine sehr intuitive Kamera. Effekte, Einstellungen und verschiedene Modi- und Fokus-Funktionen sind direkt über den Foto-Bildschirm erreichbar. Dabei sind Blitzlicht, Fokus-Modus und der Button zum Wechsel auf die Front-Kamera im Vordergrund, mit einem Tipp auf das Einstellungssymbol gelangt Ihr über das Slide-Menü am oberen Bildschirmrand gleich zu Kamerasound, Stabilisator, Timer und ein paar weiteren Optionen. Mit einem Fingerzeig darauf lässt sich alles schön einfach ein- oder ausschalten. Insgesamt ist die Benutzeroberfläche mit den einzelnen Symbolen selbsterklärend und sehr intuitiv gestaltet.

Speed & Stabilität

Im Test gab es keine Abstürze, Ruckler oder Hänger. Der Aufnahmevorgang war allerdings teilweise etwas langsamer als das Auslösegeräusch. Die App läuft zwar stabil, hat aber den Nachteil, dass Sie in den laufenden Prozessen nicht einfach angehalten werden kann, sondern im Anwendungsmanager deaktiviert werden muss. Der Startvorgang von Camera360 Ultimate könnte ebenfalls ein klein wenig schneller sein, da Schnappschüsse sonst nur bedingt möglich sind.

Preis / Leistung

Camera360 Ultimate ist eine kostenlose Kamera-App. Auch für den Cloud-Service fallen keine Gebühren an. Es gibt innerhalb der App keine Effekte oder Scenes, die gekauft werden können, alles ist gratis. Für den Umfang, den die Kamera-Anwendung bietet, ist das mehr als fair. Ihr zahlt lediglich mit Euren Daten.

Abschließendes Urteil

Insgesamt präsentiert sich die App Camera360 Ultimate als ein umfassendes Gesamtpaket, das dem Nutzer viel gibt, ihm aber auch ebensoviel abverlangt. Seid Euch hier vor allem durch die Anbindung an eine eigene Kamera-Cloud der Entwickler darüber bewusst, dass Ihr die vielen tollen Effekte und Funktionen gegen Eure Daten eintauscht. Look and Feel der App sind in meinen Augen sehr harmonisch aufeinander abgestimmt, die Benutzung ist intuitiv. Die aufgenommenen Bilder sind nur in seltenen Fällen verwackelt und lassen sich mit Stabilisator oder in einem anderen Fokus garantiert besser aufnehmen als im Auto-Modus. Die Qualität der Bilder kann sich jedenfalls sehen lassen.

7 mal geteilt

5 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • @Izzy nein ist es nicht, wenn man per Directory Bind eine App verschoben hat nimmt Camera 360 dann nur diese als externe App. Ich habe nun eine Lösung gefunden wie man nun den Fotospeicherort nun auf die externe SD bekommt ohne das es in den Ordner geht wo die verschobene App ist. Einfach die Verbindungen abschalten (nicht löschen) dann kann man den Speicherort von den Fotos auf die SD schieben in den Ordner den man möchte. Danach kann man wieder die Verbindungen einschalten von den verschobenen Apps.

  • Ich denke ich habe auf diese Problematik ausreichend hingewiesen. Wie mit den Daten umgegangen wird, muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Für mich ist es definitiv ein Ausschlusskriterium. Aber sicher für viele andere nicht, wenn die Kamera an sich gut ist.

  • Zitat: "Ihr zahlt lediglich mit Euren Daten"
    In unserer aufgeklärten Zeit, sollte dieses nicht als fast normale Begleiterscheinung erwähnt werden, sondern als Ausschlusskriterium.

  • Izzy
    • Blogger
    06.10.2013 Link zum Kommentar

    Für das "Schlafenlegen" der im Hintergrund Ressourcen fressenden App wäre vielleicht Greenify einen Versuch wert. Allerdings leider nur, wenn das betroffene Gerät gerootet ist...

    @Alexander: Falsche Baustelle? Hier geht es um einen Kamera-Testbericht :)

  • wenn ich per Directory Bind z.B. Tom Tom extern verlagert habe erkennt er dann nur Tom Tom als externen Speicher.... werde morgen mal mit einem anderen erstellen Ordner das versuchen ob man da noch eine "externe SD" machen kann... aber heute nimmer bin tot Müde

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!