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Kommentar 3 Min Lesezeit 52 Kommentare

Brief an Google: "Sie zerstören das Vertrauen in die digitale Welt"

Vor Kurzem wurde bekannt, dass Google Infos zum Standort von Nutzern speichert, obwohl diese den Standortverlauf auf dem Smartphone deaktiviert haben. Da prophezeit ein Staatssekretär aus dem Bundesjustizministerium gleich den Untergang der digitalen Welt. Ist das was dran?

Google speichert den Standortverlauf seiner Nutzer, obwohl sie das auf dem Smartphone eigentlich deaktiviert haben und das sorgte für Aufruhe. Google selbst verteidigte sich, dass es klare Beschreibungen verschiedener Tools und Steuerelemente gibt, sodass die Benutzer sie jederzeit ein- und ausschalten und ihren Verlauf löschen können. So ganz sicher fühlte man sich mit der Ausrede allerdings nicht und änderte kurze Zeit später zumindest den Text auf der Hilfeseite zum Standort.

location history
Den Standortverlauf zu deaktivieren, bringt bei Google nicht das erwartete Ergebnis. / © AndroidPIT

Doch damit gibt sich der Staatssekretär des Bundesjustizministeriums Gerd Billen nicht zufrieden und richtet einen Brief direkt an Google-CEO Sundar Pichai. Darin heißt es unter anderem, dass "die Erfassung und Speicherung von Standortdaten trotz deaktivierten Standortverlauf" dazu geeignet wäre, "das Vertrauen der Verbraucher in die Nutzung von Angeboten und Diensten der digitalen Welt ganz gravierend und nachhaltig zu beeinträchtigen".

Google ist kein Einzeltäter

Schadet Google also der ganzen digitalen Welt mit seinem Vorgehen? Alleine wahrscheinlich nicht. Allerdings zeigt das Vorgehen von Google erneut ein Problem auf, dass schon seit Jahren bei den unterschiedlichsten Diensten und Firmen existiert: schwammige Formulierungen, versteckte Einstellungen und das fehlende Wissen, was mit den eigenen Daten passiert.

Denn Google steht damit in einer Reihe mit Unternehmen wie Apple, Facebook, Microsoft oder Amazon. Bei all diesen und vielen weiteren ist entweder nicht klar, wie mit den eigenen Daten umgegangen wird oder zahlreiche Einstellungen sind unfassbar umständlich im System vertieft. Das sorgt für Unsicherheit und Skepsis an der digitalen Welt. Immerhin ist Google noch vergleichsweise offen und Nutzer können viele der gespeicherten Daten leicht einsehen.

Auch Facebook weiß, wie man Wichtiges versteckt

Ein langjähriger Übeltäter in dem Bereich ist zum Beispiel Facebook. Wer sich schon einmal durch die Facebook-Einstellungen gewühlt hat, um einzustellen, wie mit den eigenen Daten umgegangen wird, weiß was ich meine. Der Bereich beinhaltet über 40 (!!) einstellbare Unterpunkte.

Wer dann zum Beispiel noch einstellen will, dass Videos in der Facebook-Timeline nur im WLAN und dann ohne Ton starten, muss sich auch hier durch ein umständliches Menü-Gebilde arbeiten. Das geht im übrigen in den Einstellungen der Facebook-App, wo man zu Einstellungen & Datenschutz scrollen und dann noch einmal auf Einstellungen klicken muss, um in Medien und Kontakte nach dem passenden Schalter zu stöbern. Umständlicher und mehr versteckt geht es wohl kaum.

Facebook datenschutz einstellungen ap 01
Um Facebook den eigenen Wünschen anzupassen, muss man sich durch zahlreiche Menüs quälen. / © AndroidPIT

Klar redet man sich dann damit heraus, dass Nutzer bis ins kleinste Detail beeinflussen können, wie mit den eigenen Daten umgegangen wird. Allerdings werden sich wohl die wenigsten die kompletten Datenrichtlinien von Facebook, Google und Co. durchgelesen und jede Einstellungen angepasst haben. Und selbst wenn, bleibt immer dieses mulmige Gefühl zurück, doch den einen wichtigen Regler vergessen zu haben.

Danke für die Skepsis

Auch wenn ich mich selber gerne mal darüber aufrege, dass in Deutschland die Digitalisierung nur langsam voranschreitet: Es freut mich auch zu sehen, dass hierzulande den großen Datenkraken mit mehr Argwohn begegnet wird als beispielsweise in den USA - auch wenn Proteste von Datenschützern viel zu oft im Sande verlaufen.

Wie steht Ihr zu der Sammelwut von Unternehmen wie Google, Facebook und Co.? Wem habt Ihr schon den Rücken gekehrt und behaltet Eure Daten lieber für Euch? Schreibt es uns in die Kommentare!

Quelle: Spiegel

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Top-Kommentare der Community

  •   25
    Gelöschter Account vor 3 Monaten

    Immer wieder herrlich amüsant diese Diskussionen.
    Alle regen sich ganz besonders über Google und Facebook auf und glauben wenn sie diese meiden ist alles gut. Blöd nur das alle Online Dienste und das Internet selbst nur funktioniert und immer besser wird wegen unserer Daten.
    Wer immer noch glaubt sich dagegen schützen zu können in dem er 1,2,3 oder sonst wie viele Dienste meidet aber gleichzeitig weiterhin Online ist und andere Dienste nutzt hat da was noch nicht so ganz verstanden.
    Kappt alle Online Verbindungen, schmeißt Navis, Funkuhren etc, weg und alles was noch in irgendeiner Form Daten sendet, geht nicht mehr zum Arzt, kündigt das Bankkonto usw., usw. Vielleicht hilft das zumindest ein wenig, aber jammert dann nicht das vieles plötzlich gar nicht mehr oder nicht mehr komfortabel funktioniert und erwartet in Zukunft auch keinen Fortschritt in dieser Richtung, denn den wird es ohne unsere Daten nicht geben und zwar von niemandem.
    Ach ja und nicht vergessen immer ein Aluschild oder etwas ähnliches über den Kopf halten, denn da ganz weit oben sind noch Satelliten die euren Standort auch erfassen können wenn ihr nackt durch die Wüste rennt. ;-).
    Es ist doch eh schon lange zu spät, wir stecken bereits seit Jahrzehnten im Datensumpf, nur wird es den Meisten erst durch Google und Facebook bewusst. Leider zu spät, eure Daten sind schon länge überall, daran ändert man nichts mehr.

  •   45
    Gelöschter Account vor 3 Monaten

    Wenn man sich hier die Kommentare durchliest, dann wird es offenkundig, dass es sich hier um einen Blog handelt, welcher bevorzugt von Durchschnittskonsumenten besucht wird, die 1.) "nichts zu verbergen haben", 2.) keine Angst vor -bei ihnen wirkungsloser- personenbezogener Werbung haben und 3.) mit einem Ad-Blocker und Ghostery glauben den Sumpf trockengelegt zu haben... (Sarkasmus OFF)
    Wer sich mal ernsthaft mit dem Potential von Metadaten, komplexen Algorithmen und IT´lern/Informatikern auseinandergesetzt hat, wird nicht verwundert sein, dass es amerikanischen Studenten vor geraumer Zeit gelungen ist, mittels Android-Smarthome-App (Klima/Heizungskontrolle) die TV-Gewohnheiten eines User zu analysieren und dessen politische Präferenz zu deuten. In Russland wäre das ggf. ein Problem mit Putin- wer weiß, wie lange wir hier noch nicht mit allzu offenkundigen politischen, religiösen Denkverboten bzw. deren Konsequenzen zu rechnen haben.... Die industrielle Effizienz bei der unsäglichen Deportation von Juden/Behinderten/Sinti-Roma im 3. Reich war zu einem großen Teil der eigentlich unverdächtigen Perfektion des deutschen Meldewesens geschuldet....

    Das bekommt die Facebook Unternehmensgruppe (auch ohne einen Account bei einem der Unternehmen):

    1. Ort
    2. Alter
    3. Generation
    4. Geschlecht
    5. Sprache
    6. Ausbildung
    7. Studienrichtung
    8. Schule
    9. Ethnische Zugehörigkeit
    10. Einkommen und Vermögen
    11. Hausbesitz
    12. Wert des Wohneigentums
    13. Grösse des Grundstücks
    14. Wohnung/Haus in Quadratmetern
    15. Wann das Haus/die Wohnung gebaut wurde
    16. Anzahl der Familienmitglieder
    17. Nutzer, die in den nächsten 30 Tagen ein Jubiläum feiern
    18. Nutzer, die von ihrer Familie oder Heimatstadt entfernt sind
    19. Nutzer, die mit Leuten befreundet sind, die ein Jubiläum feiern, frisch verheiratet oder verlobt sind, kürzlich umgezogen sind oder demnächst Geburtstag feiern
    20. Nutzer in Fernbeziehungen
    21. Nutzer in neuen Beziehungen
    22. Nutzer mit neuen Arbeitsstellen
    23. Nutzer, die sich frisch verlobt haben
    24. Nutzer, diekürzlich geheiratet haben
    25. Nutzer, die kürzlich umgezogen sind
    26. Nutzer, die bald Geburtstag haben
    27. Eltern
    28. Nutzer, die ein Kind erwarten
    29. Mütter (nach Freizeit-Kategorien aufgeschlüsselt)
    30. Nutzer, die sich politisch engagieren
    31. Konservative und Liberale
    32. Beziehungsstatus
    33. Arbeitgeber
    34. Industrie
    35. Jobtitel
    36. Büro-Typ
    37. Interessen
    38. Nutzer, die Motorräder besitzen
    39. Nutzer, die vorhaben, ein Auto zu kaufen (und welchen Typ, und wie bald)
    40. Nutzer, die kürzlich Autoteile gekauft haben
    41. Nutzer, die vermutlich Autoteile brauchen werden
    42. Stil und Marke des Fahrzeugs, das man fährt
    43. Das Jahr, in dem das Auto gekauft wurde
    44. Alter des Autos
    45. Wie viel Geld der Nutzer voraussichtlich für das nächste Auto ausgeben wird
    46. Wo der Nutzer voraussichtlich seinen nächsten Wagen kaufen wird
    47. Wie viele Angestellte das eigene Unternehmen hat
    48. Nutzer, die kleinere Unternehmen besitzen
    49. Nutzer, die im Management arbeiten oder der Geschäftsleitung angehören
    50. Nutzer, die für wohltätige Organisationen spenden
    51. Das verwendete Betriebssystem
    52. Nutzer, die Brettspiele spielen
    53. Nutzer, die eine Spielkonsole besitzen
    54. Nutzer, die eine Facebook-Veranstaltung angelegt haben
    55. Nutzer, die das Facebook-Bezahlsystem verwenden
    56. Nutzer, die überdurchschnittlich viel mit dem Facebook-Bezahlsystem ausgeben
    57. Nutzer, die eine Facebook-Seite betreuen
    58. Nutzer, die kürzlich Fotos bei Facebook hochgeladen haben
    59. Verwendeter Internet-Browser
    60. Verwendeter E-Mail-Dienst
    61. Nutzer, die neue Technik früh/spät nutzen
    62. Expats (und woher sie stammen)
    63. Nutzer, die für eine Bank arbeiten
    64. Nutzer, die Geld investieren
    65. Anzahl der Kreditrahmen, die ein Nutzer beansprucht
    66. Nutzer, die Kreditkarten verwenden
    67. Art der Kreditkarte
    68. Nutzer, die eine Debitkarte verwenden
    69. Nutzer, die über ein Guthaben auf der Kreditkarte verfügen
    70. Nutzer, die Radio hören
    71. Lieblings-Fernsehsendungen
    72. Nutzer, die mobile Geräte verwenden (nach Marken sortiert)
    73. Art der Internetverbindung
    74. Nutzer, die kürzlich ein Smartphone oder Tablet gekauft haben
    75. Nutzer, die über Smartphone oder Tablet aufs Internet zugreifen
    76. Nutzer, die Gutscheine verwenden
    77. Art der Kleidung, die im Haushalt des Nutzers gekauft wird
    78. Jahreszeit, in der im Haushalt des Nutzers am meisten eingekauft wird
    79. Nutzer, die viel Bier, Wein oder Spiritousen einkaufen.
    80. Nutzer, die Lebensmittel einkaufen (und welche Sorte)
    81. Nutzer, die Kosmetika kaufen
    82. Nutzer, die Anti-Allergika, Fiebermedikamente und Schmerzmittel kaufen
    83. Nutzer, die Geld für Haushalts-Produkte ausgeben
    84. Nutzer, die Geld für Kinderprodukte oder Haustiere ausgeben
    85. Nutzer, deren Haushalts-Ausgaben über dem Durchschnitt liegen
    86. Nutzer, die mehr online (oder offline) einkaufen
    87. Art der Restaurants, in denen Nutzer essen gehen
    88. Art der Läden, in denen Nutzer einkaufen
    89. Nutzer, die empfänglich sind für Angebote von Firmen, die Online-Autoversicherungen, höhere Bildung, Hypotheken, Prepaid-Debitkarten oder Satelliten-TV anbieten
    90. Wie lange ein Nutzer schon in seinem Haus wohnt
    91. Nutzer, die vermutlich bald umziehen werden
    92. Nutzer, die sich für die Olympischen Spiele, Football, Cricket oder den Ramadan interessieren
    93. Nutzer, die oft reisen – privat oder geschäftlich
    94. Nutzer, die zur Arbeit pendeln
    95. Art des Urlaubs von Nutzern
    96. Nutzer, die kürzlich von einer Reise zurückgekehrt sind
    97. Nutzer, die kürzlich eine Reise-App verwendet haben
    98. Nutzer, die sich sich Immobilien im Ferienwohnrecht teilen

    https://www.washingtonpost.com/news/the-...ds-to-you/


    Nur um mal einen Hauch von Anflug einer Ahnung zu erzeugen, wie massiv wir ausgeforscht werden.... Und das dient ja nur der personenbezogenen Werbung und nicht etwa einem psychologischem Profil... wäre ja zu kompliziert- so ohne Algorithmus.... ach ja, gibt es ja auch...

52 Kommentare

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  • google zu sagen, dass er das vertrauen missbrauchen würde ist equivalent, einem dieb vorzuwerfen, er missbrauche das vertrauen des hausbesitzers, während dieser ihn schön reinbittet.


  • Ja Werbeblocker ist wichtig. Naja der spioniert zwar auch aus, und dabei fi... der einen schön von hinten wo man nicht sehen kann, aber da fühlt man sich wenigstens sicher dabei!


  • Also google vorzuwerfen, sie machen das Vertrauen in die digitale Welt kapputt ist irgendwie witzig. Ich kann dabei natürlich nur für mich sprechen, aber welches Vertrauen denn bitte? Also ob ich (und andere bestimmt auch) je Vertrauen in googe, Apple, Amazone, Facebook usw. gehabt hätte, ich habe nur soviel Vertrauen wie ich meine Waschmaschine werfen kann, umfallen des Gerätes nicht
    mitgerechnet. Und das die Standortdaten weitergeben trotz Deaktivierung ist zumindest in interessierten und informierten Kreisen kein Geheimnisgewesen, ist jetzt nur die nächste digitale Sau, die durchs Internetdorf gejagt wird, immer schön die Leute auf Trab und in Ängsten halten. Wobei natürlich "informiert sein" an sich gut ist und keiner unnötig Daten von sich preisgeben sollte, aber genau das passiert ja dennoch, mit Sätzen "Ich habe nichts zu verheimlichen" wird abgewiegelt ohne überhaupt richtig informiert zu sein und zu Wissen, was da mit den Daten so alles passiert. Natürich hat kaum einer echte Geheimnisse und möglicherweise ist das was er, der Mensch, so von sich preis gibt, stinklangweilig aber halt nnicht für Firmen, die sich auf Datenanalyse spezialisiert haben, der Werbekunde freut isch und Google ist so ein Datensammelanalysetool per se. Das der Herr Stadtsirgendwas sich aufregt ist also vollkommen unnötig und nicht zielführend, aber naja, wer weiß um was es wirklich geht.
    Eines ist für mich jedenfalls klar wie Klossbrühe, bist du im Internet haben "die" deine Daten, zumindest die, die du rausrücken musst.
    Also Herr Staatsirgendwas, lieber die Menschen dazu bringen, so wenig wie möglich über sich zu verraten, also sich aufregen... achso, geht ja nicht, der Staat will ja auch alle Daten haben und kriegt sie ja auch, wenn er nicht zu blöd ist .... hm, also gut, dann halt weiter Meckern anstatt was vernünftiges tun. Apropo vernünftig, muss noch meine selbstgedrehten Pornos auf google hochladen .... (Achtung Scherz!)

    Achso, ja noch ne Anmerkung, die ganze Bezahlerei mit google pay und sonstigem Zeugs macht die Sache perfekt. Stellt euch vor ihr kommt aus einem unverschuldeten Grund in Zahlungsschwierigkeiten und dieser ganze elektronische Zahlungsverkehr wird dich gemacht und euch fragt keiner ob das nun so richtig ist und wenn ihr dann kein Bargeld habt, nur auf Kredit lebt .... dann wird es Lustig. Dann sagt der Penner auf der Straßen in ein paar Jahren vielleicht: "Ja also eigentlich habe ich genug Geld, aber ich komme nicht mehr ran und muss auf der Straße betteln" .... klar ist zwar maßlos übertrieben, aber soll doch zum Nachdenken anstoßen ...

    Ich meine damit, Datensammeln kann man nicht verhindern, höchstens seine Daten so wenig wie möglich selbst ins Netz geben, aber man kann Achtsam sein und sich nicht auf dieses ganze morderne Zeug alleine verlassen.


  •   25
    Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Immer wieder herrlich amüsant diese Diskussionen.
    Alle regen sich ganz besonders über Google und Facebook auf und glauben wenn sie diese meiden ist alles gut. Blöd nur das alle Online Dienste und das Internet selbst nur funktioniert und immer besser wird wegen unserer Daten.
    Wer immer noch glaubt sich dagegen schützen zu können in dem er 1,2,3 oder sonst wie viele Dienste meidet aber gleichzeitig weiterhin Online ist und andere Dienste nutzt hat da was noch nicht so ganz verstanden.
    Kappt alle Online Verbindungen, schmeißt Navis, Funkuhren etc, weg und alles was noch in irgendeiner Form Daten sendet, geht nicht mehr zum Arzt, kündigt das Bankkonto usw., usw. Vielleicht hilft das zumindest ein wenig, aber jammert dann nicht das vieles plötzlich gar nicht mehr oder nicht mehr komfortabel funktioniert und erwartet in Zukunft auch keinen Fortschritt in dieser Richtung, denn den wird es ohne unsere Daten nicht geben und zwar von niemandem.
    Ach ja und nicht vergessen immer ein Aluschild oder etwas ähnliches über den Kopf halten, denn da ganz weit oben sind noch Satelliten die euren Standort auch erfassen können wenn ihr nackt durch die Wüste rennt. ;-).
    Es ist doch eh schon lange zu spät, wir stecken bereits seit Jahrzehnten im Datensumpf, nur wird es den Meisten erst durch Google und Facebook bewusst. Leider zu spät, eure Daten sind schon länge überall, daran ändert man nichts mehr.


    • Ganz schön von oben herab für jemanden, der aufgegeben hat.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Dem wäre nichts hinzuzufügen...


      • Doch. ;-)


      •   25
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        @Tenten
        Das ist selbst für deine übliche schwache Argumentation ein besonders gehaltloser Kommentar und das C.F. direkt mit einstimmig war auch zu erwarten.
        Ihr seid weiterhin so naiv zu glauben an der Situation, auf die wir fast keinen Einfluss haben, viel zu ändern.
        Und Renten, mit aufgeben hat mein Kommentar rein gar nichts zu tun sondern es ist eine sehr realistische Sichtweise.


      • Deine Sichtweise mag ja in Teilen realistisch sein, deine daraus gezogene Konsequenz ist es für mich und viele andere nicht. Einfach alles hinzunehmen, weil man ja eh nichts ändern könne, ist in meinen Augen resigniert den Kopf in den Sand stecken. Es gibt immer etwas, das man machen kann und wenigstens versuchen, sich zu wehren. Aber gleich von vornherein die Hände in den Schoß zu legen, weil eh alles zu spät ist und zu übermächtig, das ist für mich aufgeben.


      •   25
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        @Tenten
        Wo genau habe ich denn geschrieben welche Konsequenz ich daraus ziehe?
        Wenn du noch mal aufmerksam liest merkst du sicherlich das ich mich nur darauf beziehe daß hier immer wieder einige behaupten wenn man Google und Co meidet sind die Daten sicher.
        Das ist schlicht und einfach Quatsch.
        Die Daten werden immer erhoben egal welchen Anbieter oder Dienst man nutzt.
        Das man trotzdem überlegen sollte welche Daten man wo preis gibt muss nicht diskutiert werden.
        Aber zu glauben das z.B. Google keine Daten bekommt nur weil man Google Dienste nicht nutzt ist naiv. Der Konzern, so wie viele andere Großkonzerne auch, ist ja breit gefächert aktiv und es lässt sich schwer nachvollziehen an welchen Unternehmen sie Beteiligungen haben.

        Das ist ähnlich wie in der Touristik, da sagt der Kunde der mit ITS Reisen schlechte erfahren hatte das er dort nie wieder bucht und fliegt nächstes Jahr mit Jahn Reisen in den Urlaub ohne zu wissen daß dahinter der gleiche Konzern steckt.

        Genauso verhält es sich mit dem Argument das viele Apple mehr vertrauen als Google und keiner fragt sich was Apple denn mit den ganzen Gesundheitsdaten so anstellt die dort gesammelt werden. Jetzt sollte sich mal jeder fragen welche Daten wohl sensibler sind, die welche auf die Gesundheit bezogen sind oder die welche auf mein Kaufverhalten bezogen sind.
        Und solche Beispiele könnte man den ganzen Tag bringen.
        Also entweder ist man Konsequent und meidet alles was Daten sammelt, was wie wir alle wissen unmöglich ist, oder man akzeptiert das man es eh nicht verhindern, bestenfalls ein wenig steuern kann wer die Daten bekommt. Ob Apple, Microsoft oder wer auch immer wirklich besser sind als Google, Facebook usw. kann eh keiner wirklich beurteilen weil keiner Einblick hat was man den Daten in den einzelnen Unternehmen passiert.
        Und auch das Argument mir den AGB's und was erlaubt ist und nicht zieht nicht wirklich wie der Abgasskandal ja deutlich macht.
        Nur weil etwas nicht ganz legal ist heißt es nicht das es nicht praktiziert wird.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        "Genauso verhält es sich mit dem Argument das viele Apple mehr vertrauen als Google und keiner fragt sich was Apple denn mit den ganzen Gesundheitsdaten so anstellt die dort gesammelt werden. Jetzt sollte sich mal jeder fragen welche Daten wohl sensibler sind, die welche auf die Gesundheit bezogen sind oder die welche auf mein Kaufverhalten bezogen sind.
        Und solche Beispiele könnte man den ganzen Tag bringen."

        Ähm....Du hast da einen Punkt nicht ganz verstanden: bei Apple's Gesundheitsdaten werden diese erst erhoben, wenn ich mich aktiv dafür entscheide. Solange ich dort nichts aktiviere, wird auch nichts erhoben. Diese Wahl hast Du bei Google eigentlich nicht. Und wie wir jetzt wissen, erhebt Google auch dann Standortdaten, wenn diese vermeintlich komplett abgeschaltet sind. Krass, oder?

        "Ob Apple, Microsoft oder wer auch immer wirklich besser sind als Google, Facebook usw. kann eh keiner wirklich beurteilen weil keiner Einblick hat was man den Daten in den einzelnen Unternehmen passiert."

        Aber ich habe die Möglichkeit, mich darüber zu informieren und das kleinere Übel auszuwählen. Und selbst dann habe ich immer noch Möglichkeiten, die Datensammelwut einzudämmen.

        Kleine Lektüre zum lesen:

        https://www.kuketz-blog.de/empfehlungsecke/


      •   25
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        @C.F.
        Den Link musst du nicht immer wieder posten, denn der ändern nichts daran das deine Daten auf Wanderschaft gehen ob du es nun akzeptieren willst oder nicht.
        "Aber ich habe die Möglichkeit, mich darüber zu informieren und das kleinere Übel auszuwählen. "
        Ja und Nein, du glaubst lediglich das kleinere Übel wählen zu können, weißt aber nicht sicher ob es so ist.
        "Und selbst dann habe ich immer noch Möglichkeiten, die Datensammelwut einzudämmen. "
        Aber auch nur mit begrenzten Möglichkeiten und genau das sage ich die ganze Zeit. Du kannst glauben etwas eindämmen zu können, aber sicher sein das es so ist kannst du nicht.
        "Und wie wir jetzt wissen, erhebt Google auch dann Standortdaten, wenn diese vermeintlich komplett abgeschaltet sind. Krass, oder?"
        Und wie wir alle wissen erhebt dein Navi im Auto ebenfalls Standortdaten weil es sonst nicht funktioniert. Krass, oder?
        "Ähm....Du hast da einen Punkt nicht ganz verstanden: bei Apple's Gesundheitsdaten werden diese erst erhoben, wenn ich mich aktiv dafür entscheide. "
        Na dann war das wohl auf dem iPhone 6Plus und dem iPHone 7Plus nur ein versehen das die Health Funktion direkt nach dem auspacken aktiviert war.
        Ist aber auch völlig zweitrangig weil du gar nicht verstanden hast was ich damit sagen wollte. Aber das kennen wir ja bei dem Thema, das willst du das auch gar nicht verstehen. ;-).
        Ich bin hier jetzt raus.
        Wer etwas nachdenkt weiß was ich meine, der Rest darf weiter naiv leben.


  • Der Sammelwut aller amerikanischer sowie chinesischer Unternehmen kann die EU nur mit Milliarden-Strafen entgegen wirken!

    Einfach mal die betroffenen Unternehmen mit den ersten Strafzahlungen belegen und bei Wiederholung der Verstöße die Summe einfach verdoppeln! 💵

    Recht schnell werden dann die Gesetze eingehalten...

    Aber NEIN in Deutschland/EU wird noch jahrzehnte diskutiert, bis es bereits zu spät ist und die ersten negativen Folgen auftauchen 😬


    • Wieso jetzt nur chinesiche und ameriansche Firmen? Das passiert weltweit und alle machen mit, mal abgesehen, dass es gar keine nationalen Konzerne mehr gibt, sondern zumindest die großen alle multinational sind. Europäper als Beispiel sind sicher nicht besser nur weil wir angeblich die besseren Datenschutzgesetze haben, sie man ja, wie die wirken ....


  •   45
    Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Wenn man sich hier die Kommentare durchliest, dann wird es offenkundig, dass es sich hier um einen Blog handelt, welcher bevorzugt von Durchschnittskonsumenten besucht wird, die 1.) "nichts zu verbergen haben", 2.) keine Angst vor -bei ihnen wirkungsloser- personenbezogener Werbung haben und 3.) mit einem Ad-Blocker und Ghostery glauben den Sumpf trockengelegt zu haben... (Sarkasmus OFF)
    Wer sich mal ernsthaft mit dem Potential von Metadaten, komplexen Algorithmen und IT´lern/Informatikern auseinandergesetzt hat, wird nicht verwundert sein, dass es amerikanischen Studenten vor geraumer Zeit gelungen ist, mittels Android-Smarthome-App (Klima/Heizungskontrolle) die TV-Gewohnheiten eines User zu analysieren und dessen politische Präferenz zu deuten. In Russland wäre das ggf. ein Problem mit Putin- wer weiß, wie lange wir hier noch nicht mit allzu offenkundigen politischen, religiösen Denkverboten bzw. deren Konsequenzen zu rechnen haben.... Die industrielle Effizienz bei der unsäglichen Deportation von Juden/Behinderten/Sinti-Roma im 3. Reich war zu einem großen Teil der eigentlich unverdächtigen Perfektion des deutschen Meldewesens geschuldet....

    Das bekommt die Facebook Unternehmensgruppe (auch ohne einen Account bei einem der Unternehmen):

    1. Ort
    2. Alter
    3. Generation
    4. Geschlecht
    5. Sprache
    6. Ausbildung
    7. Studienrichtung
    8. Schule
    9. Ethnische Zugehörigkeit
    10. Einkommen und Vermögen
    11. Hausbesitz
    12. Wert des Wohneigentums
    13. Grösse des Grundstücks
    14. Wohnung/Haus in Quadratmetern
    15. Wann das Haus/die Wohnung gebaut wurde
    16. Anzahl der Familienmitglieder
    17. Nutzer, die in den nächsten 30 Tagen ein Jubiläum feiern
    18. Nutzer, die von ihrer Familie oder Heimatstadt entfernt sind
    19. Nutzer, die mit Leuten befreundet sind, die ein Jubiläum feiern, frisch verheiratet oder verlobt sind, kürzlich umgezogen sind oder demnächst Geburtstag feiern
    20. Nutzer in Fernbeziehungen
    21. Nutzer in neuen Beziehungen
    22. Nutzer mit neuen Arbeitsstellen
    23. Nutzer, die sich frisch verlobt haben
    24. Nutzer, diekürzlich geheiratet haben
    25. Nutzer, die kürzlich umgezogen sind
    26. Nutzer, die bald Geburtstag haben
    27. Eltern
    28. Nutzer, die ein Kind erwarten
    29. Mütter (nach Freizeit-Kategorien aufgeschlüsselt)
    30. Nutzer, die sich politisch engagieren
    31. Konservative und Liberale
    32. Beziehungsstatus
    33. Arbeitgeber
    34. Industrie
    35. Jobtitel
    36. Büro-Typ
    37. Interessen
    38. Nutzer, die Motorräder besitzen
    39. Nutzer, die vorhaben, ein Auto zu kaufen (und welchen Typ, und wie bald)
    40. Nutzer, die kürzlich Autoteile gekauft haben
    41. Nutzer, die vermutlich Autoteile brauchen werden
    42. Stil und Marke des Fahrzeugs, das man fährt
    43. Das Jahr, in dem das Auto gekauft wurde
    44. Alter des Autos
    45. Wie viel Geld der Nutzer voraussichtlich für das nächste Auto ausgeben wird
    46. Wo der Nutzer voraussichtlich seinen nächsten Wagen kaufen wird
    47. Wie viele Angestellte das eigene Unternehmen hat
    48. Nutzer, die kleinere Unternehmen besitzen
    49. Nutzer, die im Management arbeiten oder der Geschäftsleitung angehören
    50. Nutzer, die für wohltätige Organisationen spenden
    51. Das verwendete Betriebssystem
    52. Nutzer, die Brettspiele spielen
    53. Nutzer, die eine Spielkonsole besitzen
    54. Nutzer, die eine Facebook-Veranstaltung angelegt haben
    55. Nutzer, die das Facebook-Bezahlsystem verwenden
    56. Nutzer, die überdurchschnittlich viel mit dem Facebook-Bezahlsystem ausgeben
    57. Nutzer, die eine Facebook-Seite betreuen
    58. Nutzer, die kürzlich Fotos bei Facebook hochgeladen haben
    59. Verwendeter Internet-Browser
    60. Verwendeter E-Mail-Dienst
    61. Nutzer, die neue Technik früh/spät nutzen
    62. Expats (und woher sie stammen)
    63. Nutzer, die für eine Bank arbeiten
    64. Nutzer, die Geld investieren
    65. Anzahl der Kreditrahmen, die ein Nutzer beansprucht
    66. Nutzer, die Kreditkarten verwenden
    67. Art der Kreditkarte
    68. Nutzer, die eine Debitkarte verwenden
    69. Nutzer, die über ein Guthaben auf der Kreditkarte verfügen
    70. Nutzer, die Radio hören
    71. Lieblings-Fernsehsendungen
    72. Nutzer, die mobile Geräte verwenden (nach Marken sortiert)
    73. Art der Internetverbindung
    74. Nutzer, die kürzlich ein Smartphone oder Tablet gekauft haben
    75. Nutzer, die über Smartphone oder Tablet aufs Internet zugreifen
    76. Nutzer, die Gutscheine verwenden
    77. Art der Kleidung, die im Haushalt des Nutzers gekauft wird
    78. Jahreszeit, in der im Haushalt des Nutzers am meisten eingekauft wird
    79. Nutzer, die viel Bier, Wein oder Spiritousen einkaufen.
    80. Nutzer, die Lebensmittel einkaufen (und welche Sorte)
    81. Nutzer, die Kosmetika kaufen
    82. Nutzer, die Anti-Allergika, Fiebermedikamente und Schmerzmittel kaufen
    83. Nutzer, die Geld für Haushalts-Produkte ausgeben
    84. Nutzer, die Geld für Kinderprodukte oder Haustiere ausgeben
    85. Nutzer, deren Haushalts-Ausgaben über dem Durchschnitt liegen
    86. Nutzer, die mehr online (oder offline) einkaufen
    87. Art der Restaurants, in denen Nutzer essen gehen
    88. Art der Läden, in denen Nutzer einkaufen
    89. Nutzer, die empfänglich sind für Angebote von Firmen, die Online-Autoversicherungen, höhere Bildung, Hypotheken, Prepaid-Debitkarten oder Satelliten-TV anbieten
    90. Wie lange ein Nutzer schon in seinem Haus wohnt
    91. Nutzer, die vermutlich bald umziehen werden
    92. Nutzer, die sich für die Olympischen Spiele, Football, Cricket oder den Ramadan interessieren
    93. Nutzer, die oft reisen – privat oder geschäftlich
    94. Nutzer, die zur Arbeit pendeln
    95. Art des Urlaubs von Nutzern
    96. Nutzer, die kürzlich von einer Reise zurückgekehrt sind
    97. Nutzer, die kürzlich eine Reise-App verwendet haben
    98. Nutzer, die sich sich Immobilien im Ferienwohnrecht teilen

    https://www.washingtonpost.com/news/the-...ds-to-you/


    Nur um mal einen Hauch von Anflug einer Ahnung zu erzeugen, wie massiv wir ausgeforscht werden.... Und das dient ja nur der personenbezogenen Werbung und nicht etwa einem psychologischem Profil... wäre ja zu kompliziert- so ohne Algorithmus.... ach ja, gibt es ja auch...


    • Den Amerikanern glaube ich schon garnichts. Das werden Studien sein die gelogen sind, wie die "die klinisch nachgewiesene Wirksamkeit von Zahnpasta & Co.


      • Was du glaubst ist dir über lassen . Aber lass dir sagen ,es gibt immer noch Menschen die Glauben durch Wissen ersetzt haben , die scheinen dir mächtig Angst zumachen in deinem Glauben an Google .... oder ?


      • Google ist Amerika, und denen traue ich auch nicht. Ich weiss das meine Daten nirgens sicher sind.

        Gelöschter Account


      • Ich glaube an Zahnpasta.

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