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BOINC: Mit Crowd-Computing ein Heilmittel gegen AIDS finden

Zugegeben, die Überschrift klingt etwas reißerisch, aber das Prinzip von BOINC ist alles andere als das. Mithilfe von Crowd-Computing, also verteiltem Rechnen, kann das Smartphone nach AIDS-Heilmitteln, Pulsaren und anderen wissenschaftlichen Projekten forschen. So kann jeder ganz einfach einen guten Beitrag für die Wissenschaft leisten.

Entertainment am Smartphone an der Haltestelle ist für mich...?

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boinc aids nexus 4
© World Community Grid/Google

Die Idee hinter dem verteilten Rechnen ist äußerst simpel: Statt einen einzelnen Computer bestimmte Rechenaufgaben erledigen zu lassen, wird die geballte Kraft von mehreren Computern verwendet, um die Rechenlast zu verteilen. So entsteht quasi ein riesiger Supercomputer, der Aufgaben deutlich schneller erledigen kann. Vorreiter dieses verteilten Rechnens dürfte das Projekt SETI@home sein, mit dem man seinen PC für die Suche nach außerirdischem Leben nutzen kann.

Gemeinsam für die Wissenschaft

Crowd-Computing war bisher nur Desktop-Rechnern und Notebooks vorbehalten, doch mit BOINC kommen nun auch Smartphones und Tablets dazu. Beim ersten Start der App könnt Ihr Euch für ein Projekt entscheiden. Falls noch nicht getan, müsst Ihr Euch einmalig für das gewünschte Projekt kostenlos auf der Projekt-Homepage registrieren. Anschließend könnt Ihr Euch mit den Zugangsdaten in der App einloggen und mit dem verteilten Rechnen beginnen.

boinc projekte forschung
Direkt nach der Projektauswahl kann es auch schon losgehen. / © AndroidPIT

Um das Smartphone nicht unnötig unter Last zu setzen, ist BOINC standardmäßig so eingestellt, dass das verteilte Rechnen nur über eine WLAN-Verbindung und bei einem Akkustand von über 90 Prozent stattfindet. In den Einstellungen lassen sich diese Bedingungen aber auch individuell ändern.

Hintergrund

Mit BOINC kann jeder Smartphone-Nutzer auf einfache Art und Weise seinen Beitrag für die Wissenschaft leisten. Nachdem Ihr Euch für ein Projekt entschieden habt, erledigt Euer Smartphone vom Projekte-Verwalter festgelegte Teilaufgaben. Die dabei entstehenden Daten werden dabei zurück zum Projekt geschickt, sodass sie ausgewertet und weiter verwendet werden können. Das beschleunigt die Forschung nach neuen Medikamenten oder anderen wissenschaftlichen Projekten erheblich, weil viel mehr Rechenpower durch die reine Computermasse genutzt werden kann, die durch das verteilte Rechnen entsteht.

BOINC kann kostenlos im Google Play Store heruntergeladen werden und ist ab Android 2.3 lauffähig.

23 Kommentare

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  • PeterShow was meinst du damit?

  • Ein Port von "fold.it" wäre doch mal sinnvoll!

    Wir brauchen mehr Akku-Kapazität, sparsamere und schnellere Komponenten/Hardware (gerade bis das auf dem Smartphone wirklich sinnvoll sein soll). Aber selbst 0.1% Rechenarbeit am Tag mit dem Smartphone bereitgestellt und auch nur jeder 100000 mit einem Smartphone der die App nutzt und die Menge macht wieder.

    Sinnvoll wie ich finde. Nur sollte es vielleicht anmeldefrei sein...

  • My1 24.07.2013 Link zum Kommentar

    achso erst registrieren dann erscheinen die Projekte, ich dachte das Sind einzelne Projekte...

  •   56

    Doch, ist es. Du findest es im "World Community Grid".

  • My1 24.07.2013 Link zum Kommentar

    kann mal jemand den Projektlink für die Aids Sache posten?
    in den STandardprojekten isses net drin...

  • Wow Ihr seit echt schnell mit dem Testen und Recherchieren. *thumps up*


    Ein klasse Projekt, sollte man Unterstützen.


    fenster_im_riss

  • Und wer mitmacht riskiert dass sein Akku oder gar das ganze Handy früher abkratzt. Nix für Leute HTC One ^^

  • Ursprünglich war ja die Idee von Boinc bzw. von Seti@home woraus später Boinc entstand, das Programm als Bildschirmschoner zu verwenden und den CPU für eine gute Sache laufen zu lassen, bzw. nach Leben im All zu suchen, wenn man dem PC gerade nicht braucht.

    Da war ja eigentlich auch eine gute Idee, aber die App ist doch völliger Blödsinn. Akkulaufzeit ist rar, auch Jazz da Telefon wenig Leistung. Das steht doch in keinem Verhältnis.

  • Ich glaub ich mach das mal auf denn Rechner..

  • @Olli Er naja, kommt drauf an wie viel Strom verbraucht wird ;-) . Aber Handy-Prozessoren arbeiten ja in der Regel sparsamer als PCs.

  • Ihr seid der Wahnsinn!
    Erst heute morgen habe ich erfahren, dass es endlich eine offizielle App von boinc gibt, diese installiert und ausprobiert. Ich finde, dass es eine gute Sache ist, jedoch mache ich da lieber am pc weiter. (:

  • @Stefan das trifft aber nicht fürs Smartphone zu, oder? ^^

  • Bevor man den eigenen PC allerdings 24/7 laufen lässt, obwohl man gar nicht am PC ist - einfach nur weil man zu bequem zum hoch und runterfahren ist - und dieses Verhalten dann mit BIONIC oder Seti@Home rechtfertigt, sollte man sich überlegen, ob man nicht vielleicht noch viel mehr helfen kann (in diesem Fall der Umwelt), indem man den PC einfach ausschaltet, wenn man ihn nicht mehr benötigt.

  • Ich bin seit Jahren bei BOINC dabei, aber auf die Idee, das BOINC oder Rosetta Programm auf dem Smartphone laufen zu lassen, käme ich nicht im Traum, auch nicht unter WLan.. Es wird zuviel CPU verbraucht. Ich ermutige aber jeden, sich zu beteiligen, dessen PC zwar den ganzen Tag an ist, aber nicht übermäßig benutzt wird. Das Projekt ist absolut sicher und man hat wirklich ein gutes Gefühl, sich an für uns ALLE letztendlich nützlicher Grundlagenforschung der Berkeley University zur Entwicklung neuer Medikamente auf vielen Gebieten beteiligt zu haben, indem man seinen Rechner dafür zur Verfügung stellt. Ich mache auch deshalb mit, weil es kein kommerzielles Projekt ist, aus dem mit der zur Verfügung gestellten Rechenpower irgend ein Konzern finanziellen Nutzen ziehen kann!
    Jeder kann alles einstellen, von der Nutzungszeit über die Speichernutzung bis hin zur prozentualen CPU- Nutzung, sodaß der Rechner nebenher problemlos benutzt werden kann. Die Anmeldung umfaßt außer Namen, Anschrift und Emailadresse keine weiteren, schon gar keine sensiblen Daten.

  • @Robert V: +1
    :D

  •   34

    Wieviel verbraucht die App MB. Möchte nur fragen, weil ich derzeit mobil unterwegs bin.

  • Als Note 2 Besitzer gerade erstmal auf bis 50% eingestellt. Dann ist er abends vielleicht auch mal bei <15%.

  •   15

    Nein, er arbeitet nur mit WLAN & 90% Akku, kann man aber ändern falls man mehr tun will ;)

  • Dann ist der Akku nicht erst nachmittags, sondern schnon mittags leer... :-)

  • Gute Idee, doch muss man sich leider für Projekte anmelden

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