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BMW Natural Interaction: Bayern startet die Auto-Revolution
Apps Mobilität MWC 4 Min Lesezeit 10 Kommentare

BMW Natural Interaction: Bayern startet die Auto-Revolution

Autos werden immer mehr zu Computern auf Rädern. Der MWC 2019 ist ein weiteres Beispiel dafür. Die Automobilhersteller präsentieren zunehmend Innovationen in ihren Fahrzeugen, die von der Welt der Smartphones  inspiriert sind. So präsentierte BMW in Barcelona ein neues System, das Sprachbefehle, Gestensteuerung und Gesichtserkennung im Fahrzeug kombiniert.

Die "alten" Automobilhersteller wehren sich!

Tesla muss aufpassen, denn die alteingesessenen Automobilhersteller versuchen derzeit, mit dem Fortschritt und den Innovationen des amerikanischen Herstellers mitzuhalten. BMW hat deshalb eine neue Art der Interaktion mit dem Auto entwickelt und in der katalanischen Metropole vorgestellt. Das Münchner Unternehmen will die Art und Weise, wie wir unsere Autos bedienen, revolutionieren.

Das neue System mit dem Namen BMW Natural Interaction kombiniert Sprachbedienungstechnologie mit erweiterter Gestensteuerung und Gesichtserkennung, um erstmals einen echten multimodalen Betrieb des Autos zu ermöglichen.

"Die Kunden müssen in der Lage sein, mit ihrem Connected Car auf ganz natürliche Weise zu kommunizieren. Die Menschen sollten nicht darüber nachdenken müssen, auf welche Weise sie etwas befehlen müssen, um das zu bekommen, was sie wollen. Sie müssen immer frei entscheiden können - und das Auto muss sie immer verstehen", erklärt Christoph Grote, Senior Vice President bei BMW.

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Christoph Grote präsentierte BMWs Vision von der Zukunft des Automobils. / AndroidPIT

Stimme, Gesten und Blicke

Wie in einem persönlichen Gespräch ermöglicht die neue Funktion von BMW dem Fahrer, mit seiner Stimme, seinen Gesten und seinem Blick gleichzeitig mit seinem Fahrzeug zu interagieren. Wie der Hersteller erklärt, kann die Art der Bedienung je nach Situation und Kontext intuitiv gewählt werden. Sprachbefehle, Gesten und Blickrichtungen werden vom Fahrzeug zuverlässig erkannt, kombiniert und der gewünschte Vorgang ausgeführt.

Es ist auch möglich, die jeweilige Art der Bedienung freiwillig zu wählen, je nach persönlichen Vorlieben, Gewohnheiten oder der aktuellen Situation. So wird der Fahrer, wenn er ein Gespräch führt, wahrscheinlich Gesten und Augen statt der Stimme nutzen wollen; wenn die Augen auf der Straße sind, ist es besser, sich auf Sprache und Gesten zu verlassen. Wenn der Fahrer mehr über die Funktionen des Fahrzeugs erfahren möchte, kann er auch auf die Tasten zeigen und fragen, was sie tun. Auf Wiedersehen, gute alte Bedienungsanleitung!

Auf der technischen Seite nutzt BMW optimierte Sensorik und kontextuelle Analyse von Gesten. Natürlich sind Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen Teil der Lösung, um das Verhalten und die Vorlieben des Fahrers zu erlernen. Ein Algorithmus kombiniert und interpretiert die Informationen, sodass das Fahrzeug entsprechend reagieren kann. So entsteht ein multimodales interaktives Erlebnis, das auf die Wünsche des Fahrers zugeschnitten ist.

Interaktion sowohl innen als auch außen

Aber die Intelligenz des Systems hört nicht im Fahrgastraum des Autos auf. Dank einer besseren Erkennung der Umgebung und der hohen Konnektivität des Fahrzeugs ist es auch möglich, mit der Welt außerhalb des Autos zu interagieren, etwa mit Gebäuden oder Parkplätzen.

So wird es beispielsweise möglich sein, das System abzufragen: Was ist das für ein Gebäude? Wie lange gibt es dieses Unternehmen schon? Wie heißt dieses Restaurant? Kann ich hier parken? Wie viel kostet es?

Wenn die Theorie schon attraktiv erscheint, ist es die Praxis mindestens ebenso. Die Demonstration in Mixed Reality, die ich in Barcelona durchgeführt habe, war überzeugend. BMW Natural Interaction erwies sich als intuitiv und praktisch. Jetzt muss es noch während der Fahrt in einem Serienfahrzeug getestet werden.

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Ihr müssen nicht wissen, wofür die Taste steht. Fragt einfach das Auto. / © BMW

Das autonome Auto als Ziel

Langfristig wird BMW mit seinem neuen System natürlich auf autonome Autos setzen. "BMW Natural Interaction ist auch ein wichtiger Schritt für die Zukunft der autonomen Fahrzeuge, wenn die Fahrgasträume nicht mehr nur auf den Fahrerplatz ausgerichtet sind und die Insassen mehr Freiheit genießen", erklärt Christoph Grote.

In der Zwischenzeit werden die Funktionalitäten von BMW Natural Interaction ab 2021 im BMW iNEXT verfügbar sein.

Hättet Ihr so ein System gerne in Eurem Auto?

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10 Kommentare

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  • Wenn schon die Spracheingabe vom Navi in meinem neuen BMW nicht zwischen Rossbach und Mosdorf unterscheiden kann, bin ich bei einem System mit Gestensteuerung erst recht skeptisch.


  • Was soll der Quatsch? Anständige und gut platzierte Schalter reichen für die paar Funktionen, die man zum Fahren braucht. Ein integriertes Smartphone braucht man da nicht. Und wenn ich ein Auto kaufe will ich kein Tablett. Und mit dem sog. autonomen Fahren sollen alle Hersteller mal schön ruhig sein. Gibt es nämlich noch nicht. Wenn ein Fahrzeug eine Dauerinternetleitung haben muß wird es von einem PC gesteuert und das ist nicht autonom.


  • Von welchen Innovationen ist denn bei Tesla die Rede? Außer der E-Antrieb / Akku ist im Tesla genau gar nichts innovativ. Da gibts nicht mal einen automatischen Regensensor ab Werk, da hat der Betatest überhaupt erst 2018 gestartet!

    Diverse Studien (selbst aus den USA) sehen Tesla beispielsweise technoligisch auf einem der letzten Plätze was autonomes Fahren angeht. Musk labert zwar immer von "Autopilot" aber der einzige Hersteller der bislang "autonomes fahren Stufe 3" (Stauassistent) auf die Straße gebracht hat ist Audi! Von den ganzen anderen Tricks und Helferlein in europäischen oder asiatischen Autos will ich da gar nicht anfangen. Dann die Verarbeitungsqualittät: da kann ein VW Golf locker mit jedem Tesla mithalten, für einen Bruchteil des Preises.

    Diese angeblichen Innovationen sind, wenn man sich mit der Technik hinter dem Medienhype beschäftigt, alles nur heiße Luft!


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Dem kann ich nur komplett zustimmen. Ich finde Tesla nach wie vor interessant, und das, was sie bewirkt haben, auch wichtig. Aber eben nur, was sie bewirkt haben, mehr eben auch wieder nicht. Der Hype um die Marke nimmt mittlerweile teilweise Auswüchse an, die sich irgendwie nicht mehr gesund anfühlen. Wie du schon schreibst, sind die Autos nicht herausragend gut, noch verkaufen sie sich bisher in Stückzahlen, die die restliche Automobilwelt in Angst und Schrecken versetzen würde. Aber hey, wie gesagt, immerhin haben sie für ein wenig mehr Aufmerksamkeit für E-Autos über die letzten Jahre gesorgt. Und andere Hersteller haben sich mit dem Thema Zukunftsantriebe vielleicht auch nur ein wenig mehr beschäftigt :D


  • Oh ja, das gefällt mir. Trotzdem würde ich gerne wissen, wie das Auto meine Gesten interpretiert, wenn mir mal wieder jemand die Vorfahrt nimmt...


  • Wenn das wirklich funktioniert, spannende Sache. Bin da immer ein wenig skeptisch, habe gerade ein neues Auto in Betrieb genommen, da ist es schon irgendwie fitzelig aus der Android Auto Funktion irgendwas in Gang zu bekommen. Intuitiv ist da nichts.


  • Was ist denn bei Tesla so toll? Das eingebaute iPad?


  • Das einzig wahre Auto ist und bleibt der Trabbi. Reparaturfreundlich und Zuverlässigkeit bei Wind und Wetter.
    🚙💨


  • Wo ist denn Tesla in dem Segment führend? Im autonomen Fahren eher nicht

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