Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
3 Min Lesezeit 52 mal geteilt 14 Kommentare

BlackBerry Priv: CEO John Chens verwirrendes Hands-on-Video

Es ist endlich soweit und aus einem Gerücht ist nun ein echtes Smartphone geworden, die Rede ist natürlich vom Blackberry Priv. Seit dem vergangenen Wochenende ist das erste Android-Smartphone vom kanadischen Hersteller endlich real geworden. Das hat anscheinend den Blackberry-CEO John Chen selbst überrascht, so dass er bei der ersten offiziellen Demonstration vor laufender Kamera einen unvorbereiteten Eindruck machte.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
Stimmst Du zu?
50
50
5047 Teilnehmer

BlackBerry verlässt mit dem Priv die eigene BlackBerry-OS-Welt und betritt erstmals die Android-Welt. Es waren doch zu wenige Smartphone-Enthusiasten da, die sich auf BlackBerrys eigene Betriebssystem einlassen wollten, denn im vergangenen Jahr verkaufte das kanadische Unternehmen nur 2,1 Millionen Smartphones und im vergangenen Quartal sah es mit 800.000 verkauften Smartphones nicht besser aus. Außerdem verschlingt die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems zu viel Geld, so dass der Einsatz von Android als OS BlackBerry Geld spart und man den Fokus auf spezielle Dienste und Apps konzentrieren kann. Es war also an der Zeit einen Wechsel vorzunehmen und da bot es sich an die Googles Android Betriebssystem als Basis für einen Neustart von BlackBerry einzusetzen. 

Leider hat CEO John Chen anscheinend nicht genug Zeit gehabt sich mit dem Thema Android auseinanderzusetzen, denn bei der Vorstellung des neuen BlackBerry Priv mit Android OS vor laufender Kamera wirkte er hölzern. Auf die Frage der Moderatorin, ob der Name Priv nun für Privacy steht, antwortete John Chen zuerst, dass das zutrifft. Aber direkt im Anschluss korrigierte er sich und sagte, dass man mit dem BlackBerry Priv hohen Wert auf Privatsphäre und Sicherheit gelegt hat, aber der Name Priv würde für „Privilege“ stehen. 

Die Serie der Pannen im Video ging weiter, denn bei der Demonstration des Google-Betriebssystems startete John Chen den Chrome Browser, der leider nicht eingerichtet war. John Chen versuchte die Situation zu retten und erklärte, dass das Smartphone im Demomodus läuft und es deshalb noch nicht gezeigt werden kann. 

Zur verbauten Hardware erwähnte Chen lediglich, dass das BlackBerry Priv über ein 5,5 Zoll Curved-Display und „die neuesten Qualcomm Specs und Kameras“ verfügt. Als Highlight demonstrierte Chen natürlich die aufklappbare Tastatur, die wie beim Passport berührungssensitiv ist und auch in Texten zur Cursorsteuerung genutzt werden kann. Zumindest dieses Feature war dem CEO von BlackBerry vertraut. 

Leider stolperte der BlackBerry CEO bei der letzten Frage der Moderatorin erneut. Die Frage, ob er nun Twitter-süchtig sei, bejahte Chen zwar, widersprach sich aber schließlich selbst, als er sagte, dass er nicht verstehe warum die Nutzer von Twitter so viel Zeit damit verbringen können.

Am 29. September 2015, also zwei Tage nach der Veröffentlichung, wurde das Video aus Youtube entfernt. Der Wirbel darum war den Beteiligten offenbar zu viel. 

Was haltet Ihr von der Präsentation vom BlackBerry-Chef John Chen? 

Quelle: BNN

52 mal geteilt

Top-Kommentare der Community

  • Ludy
    • Mod
    • Blogger
    28.09.2015

    Pannen gehören dazu, und das ist gut so. Man könnte sogar sagen, dass das eine gelungene PR war ;-)

14 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:

  • nutze selbst den classic, und ist nicht mein erst bb. habe allerdings aus beruflichen gründen zwangsweise immer ein android, oder auch mal ein windows parallel, da ich auf die apps angewiesen bin , die bb leider nicht im sortiment hat.
    ich warte eigentlich auf den passport silver edition mit android. alles in einem. ich liebe die qwertz, und hasse dieses touchpadzeugs... und am besten aussehen tun sie nach meinem geschmack auch von allen!


  • Ich würde mir niemals ein Smartphone kaufen von dem ich unsicher bin wie es Updated wird, ganz egal wie interessant oder gut es ist.


  • ich hab mir das video gestern angesehen und war verblüfft
    außerordentlich peinlich


  • Letztendlich soll das Teil einfach nur gut sein. Ich denke so manch andere CEOs haben noch viel weniger Ahnung von ihrem Produkt.
    Mein Passport wird es ablösen. Da bin ich mir ziemlich sicher.


    • Tim 28.09.2015 Link zum Kommentar

      Das mag stimmen, bei einem Interview usw. sollte man sich aber zumindest mal das Datenblatt des zukünftigen Vorzeigegerätes ansehen..
      Auf irgendwelchen Präsentationen erwecken die CEOs zumindest den Eindruck, das Gerät zu kennen.
      Der Spruch "Es läuft mit Google" ist hingegen nicht unbedingt vielversprechend.


  • Blackberry betritt mit dem neuen Smartphone keinesfalls zum ersten mal Android, das Android Classic z.B. Besitzt ein voll funktionsfähiges Android 4.3. Wenn man Nova Launcher installiert kann man sogar quasi 'nur' Android verwenden inkl. Playstore.


  •   58

    Ich hätte es besser gefunden, wenn der Slider auf der Längsseite öffnen würde. Dann wäre Platz für eine wesentlich größere, auch Sonderzeichen und Umlaute umfassende Tastatur geblieben. In dieser Form wird die gute Idee einer echten Tastatur durch deren mikroskopische Größe konterkariert.


  • Ludy
    • Mod
    • Blogger
    28.09.2015 Link zum Kommentar

    Pannen gehören dazu, und das ist gut so. Man könnte sogar sagen, dass das eine gelungene PR war ;-)


    • Skyman
      • Mod
      28.09.2015 Link zum Kommentar

      Sehe ich genauso .... "Nobody is perfect!" Und wie weiter unten schon geschrieben wurde, vielleicht war es ja auch so gewollt!
      Ich für mein Teil werde wenn möglich mal einen genaueren Blick auf das Gerät werfen!


    •   26

      Definitiv... ich erinnere nur an die Präsentation von Windows 95 (oder war es 98?), als Bill Gates bei der offiziellen Präsentation nen Bluescreen bekam :)


  • Vielleicht war das ja alles nur geplant ;) ein bisschen PR hat noch niemanden geschadet :D


  • Ich finde das schon etwas merkwürdig, man sollte sich etwas besser vorbereiten bei wichtigen Präsentationen.
    So schafft man kein Vertrauen in das Produkt.


  • Mir egal, ob der Mann Ahnung, oder die Präsentation vermasselt hat. Hauptsache das Smartphone ist vernünftig ;-)

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!