Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
112 mal geteilt 39 Kommentare

BlackBerry KEYone im Hands-on: Comeback der physischen Tastatur

Der MWC 2017 startet erst am Montag, aber traditionell stellen viele Hersteller ihre neuen Geräte schon am Wochenende vor. Auch BlackBerry lud zu ihrer Pressekonferenz am Samstag Abend ein um das neue Smartphone, das BlackBerry KEYone, offiziell vorzustellen. Wir waren natürlich vor Ort und konnten einen ersten Eindruck zum neuen Smartphone gewinnen.

Ein Smartphone ohne Fingerprintsensor kommt für mich nicht mehr in Frage.
Stimmst du zu?
50
50
1828 Teilnehmer

Günstigstes Angebot: BlackBerry KEYone

Bester Preis

BlackBerry KEYone: Preis und Verfügbarkeit

Schon auf der CES in Las Vegas durfte man einen kurzen Blick auf das Mercury werfen, nun wurde es auf dem MWC 2017 aber als BlackBerry KEYone ganz offiziell präsentiert. Das Smartphone wird ab April 2017 global erhältlich sein. Mit einem Preis von 599 Euro liegt das BlackBerry KEYone auch noch im erschwinglichen Rahmen.

BlackBerry KEYone: Design und Verarbeitung

Das KEYone zielt vor allem auf die wahren BlackBerry-Fans ab. Die neueren Smartphones des Herstellers, wie zum Beispiel das DTEK50, haben diese Klientel eher enttäuscht, nicht so das KEYone. Die Ausrichtung lässt keine Zweifel offen: Es richtet sich klar an Kunden, die auf der Suche nach einem Smartphone mit sehr guter Hardware-Tastatur sind. Das haptische Feedback einer physischen Tastatur kann eine OnScreen-Tastatur einfach nicht emulieren und manche Anwender möchten darauf nicht verzichten.  Das KEYone ist aber nur das erste BlackBerry-Smartphone aus dem Hause TCL, denn im Laufe des Jahres 2017 wird noch ein zweites Smartphone nachgereicht.

AndroidPIT BlackBerry KEYone front blurry less
Das neue BlackBerry KEYone. / © AndroidPIT

Das KEYone ist ein Monoblock-Smartphone, das aus Bildschirm und QWERTZ-Tastatur besteht. Auch trotz der Tastatur ist das Smartphone überraschend kompakt und bleibt insgesamt kleiner als die meisten 5,5-Zoll-Smartphones (Google Pixel XL, iPhone 7 Plus, OnePlus 3T, etc.). Unter dem Bildschirm kommen die Android-typischen kapazitiven Bedienungselemente zum Einsatz.

Das Gehäuse ist aus Metall gefertigt, die Tasten der Tastatur aus Kunststoff. Die Rückseite besteht nicht aus Metall, sondern aus einem rutschfesten und weichen Kunststoff. Der Fingerabdrucksensor des KEYone ist in die Leertaste der Tastatur integriert.

Ähnlich wie beim Priv, sind auf dem Keyboard des KEYone gewisse Gesten möglich. Somit ist es nicht nur prädestiniert zum Tippen, es eignet sich auch hervorragend als Trackpad. Man kann nach oben, unten, rechts und links wischen, um durch die Homescreens oder durch die installierten Apps zu navigieren. Andere Funktionen sind auch möglich: Copy und Paste, Keyboard Shortcuts, doppelt Tippen, um den Cursor aufzurufen und weitere. Das Keyboard wirkt auf den ersten Blick recht schmal, eignet sich aber endlich wieder hervorragend zur beidhändigen Bedienung.

AndroidPIT BlackBerry KEYone back
Die Rückseite ist aus griffigem Kunststoff. / © AndroidPIT

Der Rest ist regelrechte Standardkost. Am rechten Rand des Smartphones finden wir die Laustärketasten und den Schlitten für die SIM-Karte vor (in diesem Fall Nano-SIM), auf der linken den Powerbutton. Unten sind der USB-Typ-C-Anschluss und die Lautsprecher verbaut. Beim KEYone ist auch ein 3,5-mm-Klinkenanschluss vorhanden, der am oberen Rand des Smartphones untergebracht ist.

Insgesamt kann die Verarbeitung überzeugen, einzig die Rückseite fühlt sich nicht unbedingt nach Highend-Smartphone an. Wichtig anzumerken ist auch, dass das KEYone von BlackBerry designt und konzipiert wurde, der Hersteller ist letztendlich aber TLC, ein chinesischer Hersteller von Smartphones. TLC ist kein Newcomer, so werden hier zum Beispiel Alcatel Smartphones hergestellt.

BlackBerry KEYone: Display

Das BlackBerry KEYone hat einen 4,5 Zoll großen Bildschirm mit der eher ungewöhnlichen Auflösung von 1680 x 1080 Bildpunkten. Es handelt sich hierbei um ein LCD-Panel. Der Bildschirm macht einen guten Eindruck, genauer konnte ich diesen aber auf der Veranstaltung noch nicht testen.

BlackBerry KEYone: Besonderheiten

Selbstverständlich ist die Besonderheit beim BlackBerry KEYone die Tastatur. Diese beinhaltet, wie auch schon vom BlackBerry Priv, bekannt ein Touchpad. So kann man einen Cursor steuern, oder durch lange Nachrichten und Webseiten scrollen. Beim KEYone ist die Tastatur nun um weitere Funktionen erweitert worden. So ist in der Leertaste der Fingerabdrucksensor integriert worden und zusätzlich können alle Tasten auch mit Schnellstart-Funktionen verknüpft werden. Ein Beispiel? Ganz einfach: Ihr könntet zum Beispiel auf den Buchstaben "A" die AndroidPIT Seite ablegen und durch einen Druck starten. Wie hilfreich diese neuen Funktionen im Alltag wirklich sind, müssen wir in unserem ausführlichen Test genau unter die Lupe nehmen.

AndroidPIT BlackBerry KEYone keyboard
Die BlackBerry-typische Tastatur. / © AndroidPIT

BlackBerry KEYone: Software

Das BlackBerry KEYone wird mit Android 7.1 Nougat ausgeliefert. BlackBerry versichert, dass es kontinuierlich mit Sicherheits-Updates versorgt werden wird. So sollten die monatlichen Updates von Google also schnell den Weg auf das Smarpthone finden.

Solltet Ihr schon ein Android-Smartphone aus dem Hause BlackBerry nutzen, wird Euch hier wenig überraschen. Die Oberfläche ist sehr nah an Stock Android. BlackBerry fügt dem Smartphone einige Funktionen und Apps hinzu, die sich auf Produktivität, Organisation und Sicherheit konzentrieren. Einige eigene Apps wie der BlackBerry Messenger, die BlackBerry Hub und die DTEK-App sind vorhanden.

AndroidPIT BlackBerry KEYone top N
Das KEYone wird mit Android Nougat ausgeliefert. / © AndroidPIT

BlackBerry KEYone: Performance

Unter der Haube des KEYone steckt ein Qualcomm Snapdragon 625. Wer hier auf einen Snapdragon 835 gehofft hat, sei daran erinnert, dass die erste Charge des neuen Prozessor ausschließlich im Samsung Galaxy S8 verbaut sein wird. Sei es drum, der achtkernige Snapdragon 625 ist alles andere als langsam und wird vor allem dank der modernen 14nm-Fertigung für gute Performance bei geringem Energiebedarf sorgen. Gepaart mit den hier verbauten 3 GByte Arbeitsspeicher und dem Grafikprozessor vom Typ Adreno 506 kann die Leistung des Mercury überzeugen. Wem die 32 GByte interner Speicher nicht reichen, sei gesagt, dass das BlackBerry KEYone über einen MicroSD-Kartenslot verfügt.

Die Alltags-Performance sollte den technischen Daten entsprechend auch sehr gut sein. Dies können wir aber erst in unserem Test letztendlich feststellen.

BlackBerry KEYone: Kamera

In Sachen Fotos und Videos waren BlackBerry-Smartphones in der Vergangenheit nicht gerade überragend. Die Kamera des BlackBerry KEYone könnte aber die typische BlackBerry-Schwäche beseitigen. Dank des IMX378 mit 12 Megapixeln von Sony, der schon im Google Pixel und Pixel XL für hervorragend Bilder sorgte, könnte auch das KEYone von BlackBerry endlich auch für gute Fotos und Videos stehen. Leider fehlt dem Objektiv mit einer Blende von f/2.0 ein optischer Bildstabilisator. Für Selfie-Fans gibt es dann noch eine Frontkamera mit 8-MP-Bildsensor zur Verfügung.

AndroidPIT BlackBerry KEYone back 2
Die Kamera ist sehr prominent. / © AndroidPIT

BlackBerry KEYone: Akku

Nach ein paar Minuten Hands-On-Zeit ist es natürlich schwierig festzustellen, wie gut die Akkulaufzeit eines Smartphones ist. Der Akku des BlackBerry KEYone fasst 3.505 mAh, die Laufzeit sollte also sehr gut sein. Durch den Doze Modus von Android Nougat, sollte das Mercury also locker einen guten Tag durchhalten. Sollte dem KEYone dann doch mal die Energie ausgehen, dann kann dank Quick Charge 3.0, der Akku binnen von 36 Minuten bis zu 50 Prozent aufgeladen werden. Im finalen Test werden wir die Akkulaufzeit wie gewohnt genauer unter die Lupe nehmen.

BlackBerry KEYone: Technische Daten

Abmessungen: 149,3 x 72,5 x 9,4 mm
Gewicht: 180 g
Akkukapazität: 3505 mAh
Display-Größe: 4,5 Zoll
Bildschirm: 1680 x 1080 Pixel (433 ppi)
Kamera vorne: 8 Megapixel
Kamera hinten: 12 Megapixel
Blitz: Dual-LED
Android-Version: 7.1 - Nougat
RAM: 3 GB
Interner Speicher: 32 GB
Wechselspeicher: microSD
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 625
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 2 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Bluetooth 4.2

Vorläufiges Urteil

Nein, BlackBerry ist nicht tot. Das KEYone ist der eindeutige Beweis, auch dank der Kooperation mit TCL, die das KEYone in Lizenz produzieren. Das Smartphone sticht treu dem eigenen Motto “Distinctly Different” klar aus der Masse heraus, auch wenn das nur wegen der Hardware-Tastatur der Fall ist, und ist vielversprechend. Ein besonderer Augenmerk liegt hier auch auf den wirklich smart-integrierten Fingerabdrucksensor und die Tatsache, dass es mit Android Nougat ausgeliefert wird. Auch die Verarbeitung macht einen guten Eindruck, auch wenn die Rückseite den ein oder anderen enttäuschen wird.

Samsung, Apple und Co. müssen sich allerdings nicht unbedingt Sorgen machen, Freunde der physischen Tastatur werden mit diesem Smartphone aber vielleicht etwas glücklicher als mit einem Konkurrenzmodell.

Top-Kommentare der Community

  • Jan C. vor 1 Monat

    Ich benutze Swype gar nicht. Ich tippe lieber. Ich finde das KEYone ist ein schönes Smartphone und es gefällt mir gerade wegen der Hardware Tastatur. Nur der Preis ist für mich etwas zu hoch. Aber wenn's eine Zeit auf dem Markt ist, wird es wohl noch günstiger werden.

  • Tobias Raum vor 1 Monat

    Brutalst hässlich!!!
    Kauft doch keine Sau

39 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Wow. Ein paar Fans von der physischem Tastatur gibt es ja anscheinend echt noch, ich gehöre aber nicht dazu. Naja, geschmackssache, aber 600€? Echt jetzt? Mag ja schön und gut sein, aber 600€ ist das Ding meiner Meinung nach nicht wert.



    Dazu noch , zumindestens von hinten, potthässlich. Da hol ich mir lieber noch die Neuauflage vom Nokia 3310😂


    Lg

  • Hätte ich nicht schon das Priv würde ich mir das Gerät holen wenn es unter 350 Euro fallen würde. Gefällt mir sehr gut.

  • Moritz
    • Blogger
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Also ich brauche nicht so eine physische Tastataur. Aber gafallen tut mir das Smartphone vo vorne. Hinten sieht es billig aus :/

  • Auf den ersten Blick scheint das Smartphone in meinen Augen eine gute Abwechselung zu sein, aber sorry für 599 Euro.

    Für den Preis bekommt man deutlich besseres, natürlich hat es eine physische Tastatur aber komm, 600 Euro.
    Blackberry sollte zumindest gutes Zubehör gratis dazu packen.

    Neben dem Preis stört mich einzig noch das Design, natürlich ist das Geschmackssache aber ich finde das Smartphone einfach nur hässlich.

  • Es soll ja noch ein Modell 2017 erscheinen, weiß da jemand ob es etwas kleiner ausfällt? Das Keyone ist zwar super in meinen Augen, aber für die Hosentasche??!

  • Gefällt mir super,könnte ich mir für Papas Sohn gut vorstellen.

  • Ich wünschte, auch andere Hersteller würden wieder solche Rückseiten anbieten, griffig, Haptik angenehm und warm. Glas und Metall finde ich einfach nicht angenehm. Und gleich vorweg, ein Case kommt nicht infrage,ich will keine dicken Ränder und Wülste ums Display.

    • Seh ich genauso wie du, nur dass ich Metall noch angenehm finde, hätte aber nichts gegen soche Rückseiten oder welche wie beim Nexus 5 oder Oneplus One.

  • Klingt nach einem kleinen Traum der wahr wird ,ein Smartphone in einer vernünftigen Größe, mit potenter Hardware und Tastatur . Aber der Preis Mano .

  • aXeL vor 1 Monat Link zum Kommentar

    also da können ja alle jammern und sich lustig machen wie sie wollen, ABER Ich finde den Schritt klasse...

    Ich mein Ich bin seit dem S3 bei Samsung und finde BB eigentlich blöd, aber es gibt genug ein sich so etwas zurück gewünscht haben soll denen doch auch mal was "gutes" geschehen...

    nen Arbeitskollege hat auch nen uraltes BB wird der aber wohl nicht her geben...

    btw findet sich vielleicht auch eine neue Käuferschicht in denen die viel mit Handschuhen arbeiten und nicht immer wegen 2klicks diese ausziehen wollen...

  • In Zeiten von Swype und ähnlichen Displaykeyboards gibt es fast keinen Grund für Hardware-Tastaturen mehr. Das Teil wird ein Ladenhüter.

  • Die bedienen eine Klientel, die sich unbedingt eine Hardware-Tastatur einbildet. Ich versteh es auch nicht aber ein Freund von mir gehört zu denen. Da kann man auch nicht argumentieren, dass Bildschirm-Tastaturen zum Teil größer sind.
    Angeblich geht BB in Richtung 0,0% Anteil bei Smartphones aber ein paar Standhafte gibts halt noch. Wenn sie meinen ......

Zeige alle Kommentare
112 mal geteilt

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!