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BlackBerry über Tablets: Ein Mann sieht tot

Wenn im Sterben Liegende die Zukunft lesen, kann dabei nichts Vielversprechendes rauskommen: Laut BlackBerry-Chef Thorsten Heins werden Tablets schon in fünf Jahren tot sein. Ob er damit wohl unterbewusst seinen eigenen Konzern meinte?

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BlackBerry Tablet
Wer findet bis 2018 sein Ende? Das Tablet oder BlackBerry? / © AndroidPIT

Gerade warf ich den Samsung-Machern Realitätsverzerrung vor, weil sie das Design des Galaxy S4 als neu bezeichneten, jetzt kommt noch so eine gewagte These von einem Hightech-Konzern. Diesmal würde ich allerdings von blanker Realitätsverweigerung sprechen: 

“Ich glaube, in fünf Jahren wird es keinen Grund mehr geben, ein Tablet zu haben”, zitiert Bloomberg BlackBerry-CEO Thorsten Heins. “Vielleicht einen großen Bildschirm am Arbeitsplatz aber kein Tablet per se. Tablets selbst sind kein gutes Geschäftsmodell”.

Diese merkwürdige Zukunftsvision kommt in einer Zeit, in der Tablet-Verkäufe buchstäblich durch die Decke gehen und Analysten erwarten, dass wir erst am Anfang stehen. Na gut, ein Tablet wollte sich tatsächlich einfach nicht verkaufen und führte 2011 zu einem finanziellen Desaster in Höhe von 485 Millionen Dollar: das BlackBerry PlayBook. Schließt da also etwa jemand von sich auf Andere?

blackberry q10
Die Hoffnungsträger: Das Z10 links und das Q10 rechts. / © BlackBerry

Der Mut der Verzweiflung

Aber damit nicht genug, Heins hat noch kühnere Träume auf Lager: “In fünf Jahren sehe ich BlackBerry als den absoluten Marktführer in der mobilen Datenverarbeitung.” Schon klar, für BlackBerry geht es um die Existenz. Was will man da anderes erwarten, als Durchhalteparolen? Aber das schießt weit über eine bloße Durchhalteparole hinaus, das ist Größenwahnsinn. Bergauf geht es bekanntlich deutlich schwerer und langsamer als bergab. Und das einst florierenden Business-Smartphone-Imperium steht am Abgrund. 

Im Moment hängt alles vom Erfolg des Z10 und des Q10 ab, den ersten Smartphones mit dem neuen Betriebssystem BlackBerry 10. Hiermit wollen die Kanadier einen Platz auf dem Weltmarkt ergattern, der allerdings schon fest in den Händen von Apple (iOS) und vor allem Google (Android) ist. Auf dem deutschen Markt hatte BlackBerry 10 im ersten Quartal 2013 einen Marktanteil von 0,5 Prozent. Auf dem gesamteuropäischen Markt lag er bei unter drei Prozent, Tendenz stark fallend. Auch auf allern anderen Märkten bescheinigen Analysten BlackBerry 10 keine rosige Zukunft. 

Wenn es so weiter geht, könnte das Betriebssystem (und mit ihm der Konzern) eine noch kürzere Lebenserwartung haben, als Thorsten Heins sie dem Tablet einräumt. Wie heißt es so schön? Totgeglaubte leben länger. Im Fall des Tablets mache ich mir da keine Sorgen.

 

Wird das Tablet binnen der nächsten fünf Jahre seine Daseinsberechtigung verlieren?
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Via: The Verge Quelle: Bloomberg

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41 Kommentare

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  • @Thomas
    Ich denke nicht, dass der Mann das so gemeint hat.

    Vielleicht telefonieren wir bald alle mit 6 inch 'Fablets' und mein Nexus 7 wird obsolet. Das ist dann aber nicht der vorhergesagte Tod des Tablets, sondern nur eine Änderung der Bezeichnung.

    Und evtl. hängen wir irgendwann diese kleinen Dinger an große Tastaturen und Bildschirme und der PC verschwindet vom Schreibtisch des vielzitierten 'Otto Normalverbraucher'.

    Wie auch immer das weitergeht: erschreckend unqualifiziert, was dieser Mensch da von sich gibt... Ein Rufen aus dem dunklen Wald quasi.

  • Der Begriff “Consumer-Gerät“ ist beim Tablet mehr als angebracht.
    Es ermöglicht vor allem den Medienkonsum und das sehr komfortabel und intuitiv. Von daher trifft das Prinzip die Bedürfnisse der meisten Anwender nahezu perfekt. Wer wirklich mit einem Gerät arbeiten muss, wird auch zukünftig zum ein Notebook nicht herum kommen.
    Das Tablet dürfte also durchaus Zukunft haben. Ich gehe aber damit konform, dass Mischformen mit Tastatur an Bedeutung gewinnen werden.

  • Jaein, das Tablet wird sich mit dem Notebook zum Klapp Tablet kreuzen.

  • Wer über den Tellerrand hinaussieht, der sieht ein Tablet.

    Die alte Weisheit meiner Oma bleibt auch in einer Zeit technologischer Hochtechnologie erhalten.
    Modifiziert wird die Modeerscheinung in den Alltag einziehen, eingebettet in Nacht-, Kleider- und Kühlschränke werden multimediale Inhalte zum täglichen Geschäft werden, vor allem im Sanitärbereich.
    Wie sang schon Barde Walther: "Das frühe Tablet schießt den Vogel ab!"
    Das hat zwar nun Torsten Heins getan, aber der Wechsel in die Kleintierjägergilde wird den Konzern nicht retten. Brombeeren sind, wenn sie schwarz werden, reif und damit kurz vor dem Verderben, BlackBerry scheint dies wohl gemein (oder gemeint) zu haben.

    @Thorsten

    Auch viele Männer liegen auf der Couch und sind zu nichts nutze, und trotzdem schafft sie keiner ab. Ein besseres Modell ist einfach nicht zu bekommen

  •   19

    Für mich ist das mit den Tablets auch so eine Sache. Hatte mal eins und das lag nur auf der Couch und wurde nie genutzt. Die Chefs die jetzt Tablets statt Laptops haben und keinen Blackberry mehr, von denen bekommt man gar nichts mehr per Mail, weil sie zu faul sind was zu schreiben.

  • Ich finde nicht, dass sich ein Tablet nur für surven - Mails etc. eignet...dafür würde in der Tat das Handy reichen. Aber für Anwendungen wie Excell - Word und Grafiken, auf denen etwas beurteilt werden woll wie z.B. Fotos ist ein Handy einfach ungeeignet. Ich nutze hierfür mein Tablet sehr gern - könnte mir nicht vorstellen dafür mein Handy zu nutzen.

    Dafür möchte ich keinen 6 oder 7 Zoll-Klotz als Handy mitschleppen müssen - so sind eben die Ansichten - Gewohnheiten und Geschmäcker verschieden.

    Gruß
    Marc

  • wer weis in 5 j. gibts die eu nicht mehr.dabraucht keiner mehr ein tab.weil es sich keiner mehr leisten kann.das kõnnte damit auch meinen.denn bb gibs dann bestimmt nicht mehr.

  • Ich sehe für mich auch keinen Nutzen in einem Tablet. Ich halte Netbooks bzw. notebooks immernoch für deutlich angenehmer sowohl zum surfen aber vor allem zum Emails schreiben usw. zumal günstige Netbooks auch günstiger sind. Ich schreibe selbst mit meinem Smartphone schneller eine Email als mit dem iPad meiner Freundin.

    Aber deshalb denke ich trotzdem nicht, dass sie aussterben werden. Ich denke eher sie werden weiter entwickelt.

  • Dass das Playbook kein vernünftiges Geschäftsmodell war, sieht man am drastisch abgestürzten Preis. Ansonsten kann man sich von Herrn Heins schon eines abkucken: das Selbstbewusstsein :)

    Es wird sicher eine Bewegung hin zu "wearable computing" geben, also mehr Smartwatches, smart goggles wie Google Glass etc.
    Und in 1-2 Jahrzehnten hat man ein rollbares Erweiterungsdisplay dafür mit dabei.
    Dass reine Tablets vielleicht verschwinden werden, is sogar nicht ganz unwahrscheinlich - ich denke sogar dass es längerfristig auch klassische Notebooks nicht mehr geben wird. Convertibles und Wearables sind die Zukunft!
    Aber sicher nicht in 5 Jahren.

  • Viele die hier meinen das 7 Zoll quatsch sind haben sicherlich noch nie damit zu tun gehabt. Ich habe seit einem Jahr etwa eins und würde 7 Zoll nicht für das beste, teuerste Phone der Welt eintauschen. Außer es hat 6~7 Zoll.

  • Wenn er solche aussagen trifft wäre es ja mal interessant gewesen auf welche annahmen, Fakten diese denn beruhten. So kann keiner dem auch nur im Ansatz folgen. Die Verkaufst Zahlen sprechen jedenfalls eine andere Sprache.

  • Die Bedienung wird sich vereinfachen müssen, das Tippen auf dem ebenen Glas ist wenig komfortabel. Vielleicht mit einer neuen Technik, die das Display an den Stellen, an denen Tasten sein sollen, wölbt. Und beim Betriebssystem sehe ich Windows 8 ganz vorne, bzw. die Vollversion für Desktops. Damit ließen sich alle normalen Desktopanwendungen als auch Apps aus dem Marketplace nutzen. Wenn ich mir mal ein Tablet zulege dann mindestens mit i5 Prozessor und Windows 8. Ich kanns kaum erwarten bis Highendrechner im Tabletformat kommen (von mir aus auch mit aktiver Lüftung wie beim Ativ Tab von Samsung)

  • My1 01.05.2013 Link zum Kommentar

    naja meiner meinung nach geht Surfen aufm Tab besser und mein 7 Zoll tab passt je nach hose auch gerne mal in die Tache...

  • Heins hat natürlich Unrecht. Es brauch dazu keine fünf Jahre mehr, sondern nur drei Jahre, bis der Markt für dieses Spielzeug Tablet satt ist!
    Die Gründe dafür liegen auf der Hand, wurden in den bisherigen Kommentaren schon beschrieben. Denn Surfen, E-Mails abrufen, Notizen machen, Kalender verwalten etc. machen wir eigentlich nur noch mit dem handlichen, jederzeit in der Hosen-/ Jackentasche mitzunehmenden Smartphone.
    Das Tablet ist doch ein reines Multimedia-Spielzeug, dass 80% der Bevölkerung nicht brauchen. Im Gegensatz dazu nutzen mehr als 80% ein Handy oder Smartphone.
    TT, Tschüss Tablet!

  • Naja Android hat sich ja auh innerhalb von 5 Jahren zur Weltmacht eintwickelt ;)
    Halte es dennoch für unwahrscheinlich das Black Berry das Monopl holt. Sie haben in der Vergangenheit einfach zu viel falsch gemacht.

  • My1 01.05.2013 Link zum Kommentar

    @Simon H. Tot sehen nicht als Übertreibung der redewendung rot sehen, sondern eher im Sinne dass er die Tablets Tot sieht (er sagt ja in 5 Jahren gäbe es keine Tabs mehr...)

  • Ich denke dass portable Medien auch noch in 5 Jahren sehr gefragt sind.

  • Da trau ich mir keine Zukunftsprognose zu. Die Entwicklung schreitet immer schneller voran. Wer weiß wo wir in fünf Jahren sind?
    Tablets sind beruflich unbrauchbar. Aber Privatuser werden damit auch weiterhin viel Freude haben.
    Heins Behauptung finde ich auch mehr als gewagt. Eher wird der Konzern irgendwann von der Bildfläche verschwinden als die Tablets.

  •   4

    Ich weiss nicht was der Kerl geraucht hatt...aber ich will auch davon....:-)

  • kann man von 3 prozent marktanteil überhaupt noch was drastisch verlieren?
    die meldungen heute sind einfach zu geil, danke dir :-)

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