Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentar 3 Min Lesezeit 62 Kommentare

Bezahlen mit dem Smartphone: Lasst mich nicht doof an der Kasse stehen!

Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone nimmt in Deutschland endlich Fahrt auf. Doch irgendwie brauen Unternehmen und Banken ihr eigenes Süppchen. Aber ist das eigentlich wirklich so schlimm? Ja, aber nur, wenn dabei nicht auf das Wichtigste geachtet wird.

Nach Google Play haben zuletzt die Sparkasse und jetzt auch die Volksbanken/Raiffeisenbanken ihren Dienst für das mobile Bezahlen mit dem Smartphone an den Start gebracht. Doch kaum nimmt kontaktloses Bezahlen in Deutschland endlich Fahrt auf, wächst auch die Kritik. Zu viele unterschiedliche Dienste würden für ein regelrechtes Wirrwarr sorgen. Doch ist das wirklich so?

Ich sehe zuallererst den Vorteil der unterschiedlichen Dienste. Jeder kann sich für den entscheiden, der einem am besten gefällt. Sei es nun aufgrund der verschiedenen Konditionen oder weil man ohnehin bereits Kunde der Bank ist. So können Commerzbank-Kunden einfach Google Pay nutzen und Kunden der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank) ab sofort mit ihren Fitbit-Smartwatches zahlen.

mobile payment fitbit bwbank 01
Die BW-Bank unterstützt Fitbit Pay und ermöglicht so das Bezahlen mit dem Fitness-Tracker. / © BW Bank

Einen Unterschied beim eigentlichen Bezahlen macht das am Ende ohnehin nicht. Das Smartphone, die Karte oder das Fitness-Armband wird einfach dort aufgelegt, wo kontaktloses Bezahlen mit Kredit- und Debit-Karte unterstützt wird. Eine Sekunde später, ist der Vorgang dann abgeschlossen. Und dass das so einfach geht, ist auch wichtig, denn genau beim Vorgang liegt auch der große Knackpunkt und die Gefahr der verschiedenen angebotenen Bezahldienste. 

Viele unterschiedliche Dienste? Kein Problem, wenn..

Das Wichtigste an den verschiedenen Diensten von Sparkasse, Volksbank, Google und Co: Sie müssen anstandslos überall da funktionieren, wo kontaktloses Bezahlen möglich ist. Das erkennt man in der Regel an dem Symbol mit den vier aneinander­liegenden Bögen, die Funk­wellen darstellen, auf dem Kartenlesegerät. Von vielen wird kontaktloses Bezahlen auch mit Aufklebern im Schaufenster kenntlich gemacht.

volksbank raiffeisenbank bezahlen smartphone bvr 01
Die Volksbank bietet ab sofort einen eigenen Bezahldienst. / © BVR

Trotzdem wurde erst vor Kurzem bei einer Kollegin der Versuch mit der EC-Karten, die ebenfalls kontaktloses Bezahlen unterstützt, zu zahlen, mit einer Fehlermeldung solch eines Terminals quittiert. Kurz darauf funktioniert das mit der Kreditkarte mit NFC-Chip allerdings problemlos. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber problematisch für die Akzeptanz.

Genau so möchte nämlich niemand an der Kasse stehen: Erst selbstsicher das Smartphone an das Lesegerät halten und dann mit einer Fehlermeldung vor den wartenden Menschen hinter einem doch das Portemonnaie aus der Tasche holen müssen. Wer so etwas beobachtet wird anschließend nämlich wohl kaum dazu verleitet sein, diese "unfertige Technik" oder so einen "modernen Schnickschnack", wie man es manchmal hinter einem an der Kasse murmelt hört, selber auszuprobieren.

Kontaktloses Bezahlen vs Bargeld

Kontaktloses Bezahlen war auch das Thema unserer vorherigen Ausgabe von "Ich hab Recht". Hier lieferte ich mir mit  Shu ein kurzes Rede-Duell, ob Bezahlen mit dem Smartphone die Zukunft ist oder nur Bares wirklich Wahres ist. Hier könnt Ihr immer noch abstimmen, wer von uns mit seinen Argumenten mehr überzeugen konnte. 

Wie seht Ihr das? Stören Euch die unterschiedlichen Dienste oder begrüßt Ihr die Vielzahl an Möglichkeiten? 

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

Top-Kommentare der Community

  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 4 Monaten

    Und mehr als beleidigen geht bei dir auch nicht Kuro, oder? Lesen wir auch mal sinnvolle Kommentare?

  • Ludwig vor 4 Monaten

    Warum soll ich mit dem Handy bezahlen, was für ein Quatsch. Da wo ich mit dem Handy kontaktlos bezahlen kann, gehts auch kontaktlos mit der Kreditkarte und wenn das nicht geht, dann eben mit Bargeld.
    Beim bezahlen mit dem Handy werden noch mehr Menschen die Übersicht über ihr Geld verlieren und in die Schuldenfalle gehen.

62 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Wozu brauche ich mehr Bezahloptionen?

    Mehr Geld wäre deutlich sinnvoller.


  • Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass alles auf unser Smartphone konzentriert wird? Online-Banking per App, Bezahlen per App, Konsum per App, Fittness/Gesundheit per App und Smartwatch/Fitnesstracker... Alles Dinge, die vorher auch ohne App problemlos möglich waren. Warum rennen jetzt alle dem Bezahlen per Smartphone hinterher, um sich "das Mitschleppen der Geldbörse" zu ersparen? Gerade beim Bezahlen mit dem Smartphone wird doch deutlich, dass es hier um mehr Kontrolle geht durch einen vermeintlichen Zugewinn an Bequemlichkeit. Ob ich nun eine Karte an das Terminal halte zum Bezahlen, oder mein Handy - beides ist ein kontaktloser Bezahlvorgang. Bei der Karte ist es im Verlustfall nur ein Anruf bei einer Sperr-Nummer, um entsprechenden Missbrauch zu unterbinden. Beim Bezahlen mit dem Smartphone ist permanenter Missbrauch während der Nutzung immer möglich, da es einfacher ist entsprechende Sicherheitslücken des Betriebssystems auszunutzen (z.b. Tastatur-Tracker zum Scannen von Zugangsdaten oder andere Sicherheitslücken). Davon bekommen wir nicht einmal unbedingt etwas mit. Ein Diebstahl oder genereller Verlust ist dazu garnicht nötig. Der Trick ist es, die Massen durch entsprechende Hype-Generierung dazu zu bringen, so etwas haben zu wollen. Es gibt auch hier auf Android-Pit eigentlich keinen Artikel, der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt. Es kommen immer nur Artikel über die Anzahl der Banken, die schon kooperieren mit Google oder Apple und wie gut das Bezahlen an diversen Terminals von Supermärkten etc. bereits funktioniert. Was die Konzentrierung unserer geamten persönlichen Finanz-Angelegenheiten auf das Smartphone am Ende bedeutet, wird mit keiner Silbe erwähnt oder überhaupt einmal versucht zu reflektieren. Will man das nicht, oder kann man das schon nicht mehr?
    Eine Konzentrieung auf ein einziges Gerät, mit dem wir am Ende unser ganzes Leben regeln, macht dieses Gerät unschätzbar wertvoll. Nicht nur für uns als Nutzer, sondern auch für die gesamte Wirtschaft. Es ist schon erstaunlich, wie bereitwillig und naiv das von den meisten Menschen nicht nur akzeptiert wird, sondern auch noch aktiv für erstrebenswert gehalten wird. Ich bin nicht gegen neue Entwicklungen (nutze ja selbst Smartphones und Computer). Sie sollten uns nur nützen und einen echten Mehrwert bringen - nicht zum Preis weiterer Abhängigkeit.
    Hier sehe ich auch Portale wie Android-Pit in der Verantwortung, Dinge kritisch zu hinterfragen - nicht nur ein reiner Vergleich welches System das "bessere" sei, sondern ob die Lösung an sich erstrebenswert ist.


  •   45
    Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Wie immer- für Feuerwasser und Glasperlen geben wir dummen Indianer unser Land her… Für Bequemlichkeit und Technikspieltrieb geben wir unser Wertvollstes ab- unsere informelle und ökonomische Selbstkontrolle. Geld wird virtuell und digital und somit jeder Cent kontrollierbar. Und da jeder Mensch über sein Konsumverhalten definierbar ist, eröffnen sich völlig neue Formen von detailgenauen Algorithmen…. Politische Gesinnung? Man analysiert einfach die erworbenen (Print)medien. Versicherungsrisiko und Prämienhöhe? Essgewohnheiten, Genußmittel etc. geben Aufschluss über Gesundheitsrisiken und ggf. die „Unversicherbarkeit“. Berufliche Karriere? Konsum von Lust- und Freizeitartikeln geben Aufschluss über sexuelle Dispostionen und entsprechende Erpressbarkeit oder „Unverträglichkeiten“! Beuge- und Gehorsamspotential? Man schaue auf die Schulden, Familienstand, Lebensstandard und man erhält Auskunft über wirtschaftliche Abhängigkeiten und dem Ausbeutungspotential.
    Bereits in den USA dokumentiert: eine Mutter verweigerte gegenüber der Polizei die Auskunft über den Aufenthaltsort des angeblich straffällig gewordenen Sohnes- hier nennt man das „Zeugnisverweigerungsrecht“ und stellt ein strafprozessuales Grundrecht dar. Durch einen „Zufall“ gab es dann Probleme mit den Kreditkarten der unbeugsamen Mutter- sie hielt einige Wochen durch, bis das alltägliche Leben (Miete, etc.) mangels automatisierter Geldbewegung kollabierte. Bei einer enstprechenden Kooperation mit der Polizei versprach man der Mutter, dass man bei den Bankproblemen „behilflich“ sein könne…. Rechtsstaat auf dem Papier- aber ausstehende Mietzahlungen und Hunger sorgen für die gebotene Bereitschaft in der Lebensrealität….
    Aber natürlich sind Banker und andere Nutznießer von Kryptowährungen und digitalem Geld NUR an unserem Wohl interessiert und von Liebe beflügelt…. Wer das glaubt und Fortschritt unkritisch übernimmt, gehört wahrlich in ein Reservat!


  • "Trotzdem wurde erst vor Kurzem bei einer Kollegin der Versuch mit der EC-Karten, die ebenfalls kontaktloses Bezahlen unterstützt, zu zahlen, mit einer Fehlermeldung solch eines Terminals quittiert. Kurz darauf funktioniert das mit der Kreditkarte mit NFC-Chip allerdings problemlos."

    Bei mir war es einmal bei C&A, dass ich mit Girocard kontaktlos bezahlen wollte, dies aber nicht klappte. Hier wurden anscheinend nur kontaktlose KK akzeptiert.


  • Irgendwann kommt auch der digitale Personalausweis wo du nur noch dein Handy vorzeigen musst um dich erkennbar zu machen ähnlich der Bahnfahrkarte.Das Smartphone wird unweigerlich fast alles übernehmen.Puls messen ist ja nun auch schon möglich.


  • Das allerwichtigste ist die Zuverlässigkeit und Sicherheit...das MUSS einfach passen.

    Sobald die ersten Meldungen über tatsächlich passierten digitalen Missbrauch bei Zahlungen mit dem Smartphone auftauchen, glaub ich sinkt die Akzeptanz bei den Leuten

    Für mich persönlich spielt es derzeit keine Rolle für das Bezahlen das Handy zu nutzen


  • Denke sollte alles parallel laufen. Da es immer mehr ältere Leute gibt ( demografischer Wandel ) wird dieser Teil der Bevölkerung wohl teilweise Schwierigkeiten mit der neuen Technik haben oder haben Phones mit den es nicht geht . Ferner kommt das Thema Sicherheit noch ins Spiel . Bin Mal gespannt wenn die ersten Berichte kommen ,daß jemand Geld vom Konto abgebucht bekommt , er aber Steiff und Fest behauptet nichts mit seinem Phone gekauft zu haben.


    •   25
      Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      @Jörg W.
      "Bin Mal gespannt wenn die ersten Berichte kommen ,daß jemand Geld vom Konto abgebucht bekommt , er aber Steiff und Fest behauptet nichts mit seinem Phone gekauft zu haben."
      Das passiert doch auch jetzt schon täglich ohne das man mit dem Phone bezahlt hat.


  • m7934 vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Wie ist das bei der HypoVereinsbank, könnte mir das jemand sagen, denn ich finde keine passende App für's Smartphone.


  • Ich zahle schon lange (2014) mit dem Phablet, seitdem es von Vodafone den Smartphones gab, später die Wallet.
    Leider ist Deutschland in diesen Dingen mit ein Schlusslicht.
    In anderen Ländern ist das Kontaktlose-Bezahlen schon sehr verbreitet.
    Einfacher und schneller kann man nicht zahlen...
    Eine Geldbörse nehme ich schon lange nicht mehr mit. Diverse Karten sind in der Wallet gespeichert..

    Nur leider hat Vodafone die Wallet vor kurzem eingestellt..😡😡😡
    Und meine Hausbank ist noch nicht soweit vorangeschritten um mit dem Phablet zu zahlen..
    Also ein Rückschritt....

    Gelöschter Account


  • Da eh viele nur ihr Handy in der Hand haben und deren Welt das Internet ist wird sich das auch irgendwie durchsetzen aber für mich auch in den nächsten Jahren nicht solange EC und bares noch die Welt beherrschen.

Zeige alle Kommentare

Empfohlene Artikel

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern