Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.
Betrug beim Spiegel: Was lernen wir aus der Affäre Relotius?
Huawei Mate 20 Pro Kommentar AI 3 Min Lesezeit 65 Kommentare

Betrug beim Spiegel: Was lernen wir aus der Affäre Relotius?

Es ist ein wahres Erdbeben, das die deutsche Medienlandschaft erschüttert. Beim Spiegel, dem wohl berühmtesten Nachrichtenmagazin des Landes, hat ein Betrüger sein Unwesen getrieben und in zahlreichen Artikeln die Wahrheit mit Füßen getreten. Mir stellen sich bei der Angelegenheit vor allem Fragen, und eine davon hat mit Intelligenz zu tun.

Was ist eigentlich passiert? Claas Relotius, einer der profilierteren Redakteure des Spiegel und einiger weiterer Zeitungen und Magazine, hat es mit der Wahrheit nicht so genau genommen. In nachgewiesen 14 der knapp 60 Artikeln, die von ihm im Spiegel und bei Spiegel Online erschienen sind, hat der preisgekrönte Journalist Dinge erfunden, Details hinzugedichtet, sich Interviews und Zitate ausgedacht und mehr. Ein ausgemachter Medienskandal, der nicht nur den Ruf von Relotius ruiniert, sondern auch in der Rüstung des Spiegel eine hässliche Beule hinterlässt.

Zunächst einmal nötigt mir die beeindruckende Offenheit der Kollegen beim Spiegel Respekt ab. Der lange Artikel vom Kollegen Ulrich Fichtner, in dem mit einem gehörigen Maß an Selbstkritik der jahrelange Betrug von Relotius rekonstruiert, die Ursachen erklärt und die Folgen beschrieben werden, ist für sich genommen ein hervorragendes Stück Journalismus, das ich jedem interessierten Leser nur ans Herz legen kann. Schade, dass dieser Artikel so einen bedauerlichen Hintergrund hat.

lenovo yoga book ifa 8
Wer schreibt, der bleibt - und zwar nicht immer positiv. / © AndroidPIT

Hätte Künstliche Intelligenz den Betrug verhindern können?

Ich stelle mir die Frage: Was hätte helfen können, den Betrug von Relotius früher zu erkennen? Ich beschäftige mich täglich mit modernster Technologie, und da kommt mir erst einmal eine in den Sinn: Künstliche Intelligenz. Mit KI-Methoden lassen sich Texte sowohl formal als auch inhaltlich durchsuchen, kategorisieren und analysieren. Die Technologie ist dafür eigentlich prädestiniert. Das ist zwar im Redaktionsalltag sicher aufwendig, sowohl zeitlich als auch finanziell, aber machbar.

Ohne allzu tief in den Prozessen der Kollegen beim Spiegel zu stecken, vermute ich aber, dass hier auch die beste Technologie nur wenig hätte ausrichten können. Den Wahrheitsgehalt eines Zitates kann die KI kaum ohne Hilfsmittel überprüfen, ebenso wenig die Frage, ob in einer der beschriebenen Situationen nun tatsächlich dieses oder jenes Lied im Hintergrund lief. Bei historischen Fakten könnte ein System auf Basis von maschinellem Lernen sicher behilflich sein, doch die sollten auch beim gründlichen Redigieren auffallen. Die kreativen Aspekte eines Textes, die Lesbarkeit, die handwerkliche Qualität, all dies kann nur ein menschlicher Leser glaubhaft beurteilen. Gegen die kriminelle Energie, die Relotius bei seinen Tricksereien aufgewendet hat, waren offenbar Mensch und Maschine gleichsam hilflos.

Da hilft die beste Technologie nichts

Was lernen wir nun daraus? Ich nehme für mich mit: Wenn jemand genug Aufwand betreibt und sowohl klug als auch dreist genug vorgeht, hat es immer auch mit Glück zu tun, ob der Schwindel auffliegt oder nicht. Auch mit noch so ausgefuchster Technologie ist nicht alles aufzudecken. Absolute Sicherheit existiert nicht. Am meisten ärgert mich an der ganzen Sache, dass die Relotius-Affäre den Fake-News-Rufern und Lügenpresse-Krakeelern ordentlich Rückenwind geben dürfte und Relotius mir und meinem Berufsstand einen echten Bärendienst erwiesen hat. Darauf hätte ich gut und gerne verzichten können.

Quelle: Spiegel Online

Facebook Twitter 20 mal geteilt
Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

Top-Kommentare der Community

  • Tenten vor 2 Monaten

    Ich denke nicht, dass Relotius hier dem Berufsstand des Journalisten groß geschadet hat, zumindest nicht mehr, als es der Großteil des Standes jeden Tag selbst tut. Was er verbreitet hat, ist in meinen Augen auch nicht das, was man unter Fakenews versteht. Natürlich hat er gelogen, erfunden und die Wahrheit zurechtgebogen, aber Fälle wie der seine tauchen alle paar Jahre auf, seien es nun geschickte Kunstfälscher, falsche Ärzte oder Piloten oder Politiker, die bei ihrer Doktorarbeit betrügen. Hochstapler sind Einzelfälle, bringen aber einen Berufsstand nicht zu Fall. Zumal es gut ist, wie der Spiegel damit umgeht. Viel schlimmer und den Berufsstand der Journalisten weit mehr schädigend, sind die unzähligen Zeitungen, Magazine, Blogs usw., deren Mitarbeiter und Redakteure nicht einmal mehr selbst recherchieren, Dinge nachprüfen oder Hintergründe beleuchten, sondern unisono alle die gleichen Agenturmeldungen (oder noch schlimmer, News der ausländischen "Kollegen") übernehmen, ohne selbst noch etwas dazu beizutragen. Gerade im Technikbereich findet man die gleichen News mit gleichem Inhalt zur gleichen Zeit in fast alles Magazinen und nicht einer macht sich die Mühe, noch etwas eigenes dazuzutun oder die Meldung überhaupt zu hinterfragen. Lediglich der Fülltext um die Meldung ist immer ein bisschen anders, hat aber für den Leser natürlich keinerlei Substanz. Künstliche Intelligenz? Die sehe ich nicht im Einsatz, um Einzelfälle wie Relotius aufzuspüren und einer gut arbeitenden Dokumentation die Arbeit wegzunehmen, sondern sie wird die unzähligen "Journalisten" ersetzen, die nichts anderes mehr produzieren als genau diesen Fülltext. Dafür gibt es ja bereits Beispiele. Relotius ist eine Kuriosität, aber den eigentlichen Schaden richten all die an, die seit Jahren alles unhinterfragt übernehmen und keinen eigenen Beitrag dazu leisten, etwas aufzuklären oder Licht in eine Sache zu bringen. Fakenews kann nämlich auch einfach ungefiltertes Weitersagen sein.

  • Martin vor 2 Monaten

    'Bei einigen veröffentlichten Bildern sieht man Euch im Bürostuhl herumhängen und mit Handy vor der Nase.'

    Wie ungewoehnlich in einer Redaktion, die sich mit Smartphones und deren Tests beschaeftigt.

  • Eric Ferrari-Herrmann
    • Staff
    vor 2 Monaten

    Wir sollten AndroidPIT-Gold einführen, das ich Kommentaren wie diesem geben kann.

  • Sprint X vor 2 Monaten

    Ja, was lernen wir daraus?
    Ich mache mir jetzt meine eigene Presse!






    Ok,habs versucht...... steht auch nur Mist und wirrer Kram drin.

    Bleibt mir nur nicht nur einer Quelle zu vertrauen und weiter neugierig und skeptisch zu bleiben.

65 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Na ja, so wirklich überrascht mich das alles nicht. Ich habe die Print-Version des Spiegels ein Vierteljahrhundert lang abonniert gehabt. Es war meine bevorzugte Nachrichtenquelle. Aber da konnte man deren Ringen um Objektivität noch spüren. Aber mit Spiegel-Online war es dann vorbei. Nun ging es nicht mehr um Berichterstattung und Hintergrundrecherche, sondern um ideologische Erziehung. Da ich mehrere Nachrichtenquellen nutze und auch so Dinge wie zum Beispiel den Migrationspakt und anderes selber lesen kann, viel mir rasch auf, dass Spon nicht lügt, aber gezielt Dinge weglässt, die nicht in ihrer Linie passen. Daher habe ich, um Querfinanzierungen zu vermeiden, mein Abo gekündigt. Ich möchte solch eine populistische Seite nicht unterstützen. Lesen tue ich es aber immer noch. Aber so wie die Bildzeitung, wegen des Unterhaltungswertes. Alleine schon die Foren sind köstlich, jede Menge linke, ja wie soll ich sagen, Spinner und Verschwörungstheoretiker unterwegs. Da ist der böse Kapitalismus, oder wahlweise die USA, oder manchmal auch Israel, auch am schlechten Wetter schuld.
    In solch einer Atmosphäre, wo der Journalismus hinter Indoktrination tritt, kann es schnell zu erfundenen Artikeln kommen.
    Man lese mal das Interview, das lustigerweise der Spiegel mit Tuvia Tenenbaum geführt hat. Die haben gar nicht gemerkt, dass wenn Herr Tenebaum über den deutschen Journalismus spricht, sie auch damit gemeint sind.


  • Wenn man die bisherigen Auswirkungen der aktuelle Spiegel-Affäre mit den Wellen vergleicht, die in den 1980er Jahren die Affäre um die "Hitler-Tagebücher" beim Stern schlug, hat man nicht den Eindruck, dass ein Erdbeben die Medienlandschaft erschüttert. In meiner Tageszeitung wurde gerade mal auf Seite 18 darüber berichtet, und auch Online-Medien berichten vielfach eher an unauffälliger Stelle darüber. Ich erinnere mich auch nicht daran, dass in der Tagesschau darüber berichtet wurde.
    Das könnte zwei Gründe haben:
    Anders als die Tagebuchaffäre lässt sich der Vorgang beim Spiegel natürlich weniger schadenfroh ausschlachten, wenn die Möglichkeit besteht, selber von ähnlichen Problemen betroffen zu sein, ohne es bisher vielleicht zu ahnen.
    Noch schlimmer wäre allerdings, wenn man den Nachrichtenwert der Vorgänge alleine schon deshalb für gering einstuft, weil man davon ausgeht, dass ohnehin jeder früher oder später mit solchen Nachrichten gerechnet hat, das Vertrauen in die Medien also schon schwer geschädigt ist.
    Ob es sich bei den Vorgängen tatsächlich um einen Einzelfall handelt, kann man nur hoffen, aber nicht wissen. Niemand kann sagen, wie viele Journalisten an anderer Stelle ihre Berichte verfälschen, ohne dass das bisher aufgedeckt wurde, und selbst wenn es aufgedeckt wurde, besteht noch die Möglichkeit, dass es andere Redaktionen vorgezogen haben, den Skandal "intern" zu regeln, und nicht nach außen zu kommunizieren.
    Mit seiner Flucht nach vorne hat der Spiegel aber weiteren möglichen, weitaus größeren Schaden verhindert, der entstanden wäre, wenn die bewusste Vertuschung solcher Vorgänge ans Licht gekommen wäre.
    Im Grunde muss sich die Redaktion des Magazins auch nicht allzu viel Vorwürfe machen lassen.
    Ein von Ehrgeiz getriebener Mitarbeiter hat seine Berichte geschickt, und in kaum nachprüfbarer Weise manipuliert, und auch die Juroren, die diese Berichte dann mit Preisen ausgezeichnet haben, haben nichts gemerkt.
    Es wurden auch schon Studien und Forschungsarbeiten mit gefälschten Daten veröffentlicht, weil die Autoren sich im Ruhm sonnen wollten.
    Schließlich lässt sich die Wahrheit auch manipulieren, ohne zu lügen, indem man Teile der Wahrheit einfach weglässt, oder letztere nur unter einem ganz bestimmten Blickwinkel beleuchtet. Letztlich haben es die Medien selber in der Hand, wieviel Vertrauen ihnen noch geschenkt wird.


    • Letztlich finde ich es auch gut, dass der Spiegel die Artikel jetzt nicht klammheimlich löscht, sondern diese online lässt und mit einem Hinweis versieht. Das nenne ich vorbildlichen Umgang mit so einer Situation.


  • Dieses ist doch nur ein kleiner Baustein und die Vermutung das vieles frei Erfunden ist besteht doch schon so lange. Selbst viele Kriegsberichte aus Syrien sollen Schauspiel gewesen sein. Ob Medien oder Politiker wir alle werden doch nur noch Verarscht und was ist eigentlich noch die Wahrheit?


    • Die Wahrheit ist, dass in Syrien ein blutiger Krieg herrscht, bei dem die Nachbarstaaten kräftig mitmischen und bei dem viele Menschen sterben oder flüchten müssen.

      Ob Filmaufnahmen davon teils gestellt sind, ist da ziemlich nebensächlich. Das verändert auch nichts am Sachverhalt.
      Im echten Kampf hat man oft eh keine Zeit zum Filmen. Der Übergang von "echt" zu (nach)gestellt ist fließend.

      Jede "echte" Szene wäre auch nur ein kurzer Ausschnitt, von der man nicht weiß, ob sie die (Gesamt)Umstände richtig wiedergibt.


      • Aber was man im Syrienkonflikt beobachten konnte:

        Wenn die Russen ihren Feind mit Bomben belegt haben, und es gab zivile Opfer, dann haben viele Politiker fast aller Parteien und viele Medien das als barbarisch, bestalisch, menschenverachend und völkerrechtsverletzend verurteilt. Die Medien haben oft auf Seite 1 darüber berichtet.
        Haben die Amerikaner dasselbe gemacht, und das haben sie, und es gab auch zivile Opfer dabei, dann hat man von den Politikern gar nichts gehört, und in den Medien konnten man bestenfalls unter "Aus aller Welt" darüber lesen.
        In Zusammenhang mit den zivilen Opfern war dann von "Kollateralschäden" zu lesen.
        Hier fließt in die reine Berichterstattung eine moralische Wertung und Parteinahme ein, die gerne in Kommentaren einfließen darf, aber in einer wertungsfreien Berichterstattung nichts verloren hat. Werden Berichte in Einzelfällen dazu genutzt, solche Wertungen abzugeben, dann kann man auch in den Fällen nicht sicher sein, dass neutral berichtet wird, in denen das tatsächlich der Fall ist.
        Die Medien riskieren ihre Glaubwürdigkeit, wenn sie ihre eigenen Grundsätze brechen.


      • "Haben die Amerikaner dasselbe gemacht, und das haben sie, und es gab auch zivile Opfer dabei, dann hat man von den Politikern gar nichts gehört, und in den Medien konnten man bestenfalls unter "Aus aller Welt" darüber lesen."
        Das stimmt einfach nicht.
        www.tagesschau.de/ausland/syrien-angriff-123.html
        Das war großes Thema in allen Medien.


      • Das ist ein Bericht, der unabhängig vom grauenvollen Gegenstand der Berichterstattung, in der Form mit angenehmer Sachlichkeit berichtet, und sicherlich gab es auch solche sachlich neutrale Berichterstattung über Aktivitäten der Russen. Beweist aber nichts, und ich habe viele Berichte auch online und in Printmedien verfolgt, und ich würde sagen, die meisten davon haben sowohl Sachlichkeit, als auch Neutralität vermissen lassen.
        Auch was die Gewichtung der Beiträge betrifft, belegt einer, der Mal grosses Thema war, gar nichts, aber o.k. ich kann diesbezüglich auch nur einen Eindruck, und keinen belastbaren Belege liefern. Den sehe ich zum ersten Mal, deswegen bezweifle ich, dass er "in allen Medien" in vergleichbarer Form war.


  • Das liegt unter anderen auch an der Entwicklung des Journalismus...
    Er wird immer weniger Berichterstattung betriebe und mehr Storytelling.

    Und wenn er sich dann als Geschichtenerzähler verstanden hat (im wahrsten Sinne des Wortes).

    Es ist eine Katastrophe, was da passiert ist aber da tut sich auf, wieder die Frage auf, wieso hat keiner den Wahrheitsgehalt überprüfen können?


    • "... aber da tut sich wieder die Frage auf, wieso hat keiner den Wahrheitsgehalt überprüfen können?"

      Weil der zu wahren Begebenheiten Zitate und persönliche Hintergrund-Geschichten dazuerfunden hat, die man nur schwer überprüfen kann.

      Und natürlich kontrolliert man einem langjährigen Mitarbeiter auch nicht ständig hinterher.


      • Es gab Zitate und Tatsachenbehauptungen, wie das sich Leute in einer Amerikanischen Gemeinde lieber American Sniper ansehen, was bereits zwei Jahre alt war, statt La la land. Sowas wird man überprüfen können.

        Auch haben sich diverse Coautoren über seine fragwürdigen Quellen beschwert und unhaktbaren Behauptungen (so habe ich es der Stellungnahme entnommen).

        Aber wenn man bei den Verlangshäusern schon nach "Social Media Journalisten" sucht, dann sollte meinen klar sein, dass man da auch schnellen Content und Clickbait aus ist und weniger Wert auf überprüfte Fakten legt.

        Ich mag die Entwicklung nicht. Zumal mir der Berufsstand Journalist heilig ist.
        Und man muss nicht Journalismus studiert haben, um guter Journalist zu sein. Das ist mit unter etwas, was man autodidaktisch erlernen kann, während man seine eigene Spezifikation erlernt / studiert.


  • ich gehe weiter, viel weiter, ich behaupte dieser Fall ist kein Einzelfall, sondern es kommt täglich in allen Bereichen mehrfach vor, teilweise sogar von den Redakteuren und höhren Postitionen direkt oder indirekt gefördert. Echter Journalismus, im Sinne des Erfinders, ist sehr rar geworden. Klar ist das nur meine Meinung, doch ich bin überzeugt, dass neben dem von Tenten erwähnten Faktoren zusätzlich die freie, manipulative Hinzudichtung durchaus ein häufiges Phänomen ist in der Journalisten-Riege, nicht bei jedem, aber bei vielen und ich vermute vielen ist das nicht mal schuldhaft bewusst. Insofern ist dieser Fall "nur" die Spitze des Eisberges. Was besonders schlimm ist, ist dass die Menschen sich ja eh nicht mehr selbst eine Meinung bilden (was ja heute aus vielen Gründen auch schwerer ist als früher), zumindest bei vielen Themen und sich einfach das reinziehen was Magazine wie Spiegel von sich geben, gut oder schlecht, manipuliert oder nicht..... eigentlich soll ein Journalist ja die Infos aufarbeiten, die als Grundlage zur Meinungsbildung der Allgemeinheit diesen und nicht manipulierte Infos verbreiten. Doch die Meinungsbildung funktioniert aus meiner Sicht heute ziemlich einfach, Tagesschau und Co. schreiben, sagen oder berichten etwas und alle glauben es. Fertig. Wer sich mit diesen Medien intelligent beschäftigt wird schon bald bemerken, dass das so nicht mehr hinkommt. Aber gut, ich lese all das Zeugs nicht mehr nachdem ich jahrelang Geld dafür ausgegeben habe und bei vielen eigenen Nachforschungen festgestellt hatte, das so viele so nicht stimmt, wie es verbreitet wurde und dabei habe ich sicher nur an der Oberfläche gekratzt.


  • Seitdem es grauenhafte Berichterstattungen zur E-Zigarette und derer angeblichen Gesundheitsgefährdung gibt, glaube ich den Medien nur noch zur Hälfte.
    Einfach öfters Mal den gesunden Menschverstand einschalten 😎


    •   19
      Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Nee, E-Zigaretten resp. die Substanzen und Chemikalien, die dort drin stecken, sind extrem gesund. Sie besitzen medizinische Zauberkräfte und sind reine Vitaminbomben. Man sollte sie eigentlich nur noch in Apotheken und Reformhäusern verkaufen.
      😂😂😂😂😂
      Übrigens: Damals, vor langer Zeit, hat man ebenfalls behauptet, dass (normale) Zigaretten auch nicht gesundheitsschädlich wären.
      Dein letzter Satz ist allerdings absolut richtig. Mache das doch einfach mal. Anschließend kannst du hier ja mal eine Studie oder Untersuchung benennen, die nachgewiesen hat, dass E-Zigaretten medizinisch unbedenklich sind. Leider wird dir das aber nicht gelingen, denn sowas gibt es nicht.


    • Ich bin sicher E-Zigaretten sind total gesund und andere Behauptungen können nur erstunken und erlogen sein, wie bei der Journallie üblich. :D


  • Das Menschen immer und überall lügen können und kein Berufsstand davor gefeit ist:)


  • Klingt ganz nach Facebook!😅

    Der Reporter macht nichts anderes als andere Reporter.Ist doch nix neues.Zu jedem Interview egal wer wo und warum wird immer was hinzugefügt oder umgeschrieben. Selbst ein Wort genügt um gleich ganze Seiten zu füllen. Bestes Beispiel sind die Klatschpresse und Michael Schumacher. Die nehmen einen Artikel, bauen den um und schon haben wir wieder was angeblich neues.Aber richtig gesehen oder gehört haben wir schon lange nichts mehr.


  • ait vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Dem linksorientierten Spiegel habe ich schon lange nicht mehr viel geglaubt. Wieder Recht behalten.


    •   19
      Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      @ait: Aha. Es handelt sich um einen "Einzeltäter", aber du verurteilst pauschal das gesamte Spiegel-Magazin, möchtest sozusagen alle in Sippenhaft nehmen. Ist schon klar! Statt "Recht behalten" wolltest du nicht zufällig "rechts behalten" schreiben? Verstehe! 🤮


      • Wieso Einzeltäter?....ließ mal die Klatschpresse wie Bunte usw. da sitzen nur solche Reporter.


      • Bastian Siewers
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Um die geht es hier aber eben nicht... es geht um einen Spiegel-Redakteur, von dem wiederum auf alle zu schließen, halte ich auch etwas für fahrlässig, vor allem wenn man sich dem Umgang des Spiegels mit dem Skandal ansieht.


      • ait vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Robin, sehr traurig das du wenn man etwas schreibst es verdrehst, typisch linke Vögel, direkt alles und jeden in die rechte Ecke drücken. Schreckliche Typen.

        Bin ganz sicher nicht rechts eingestellt allerdings etwas konservativ.
        Politisch: (Franz-Josef Strauss:"Rechts von der CSU darf es keine Partei geben") ist allemal besser als links.

        Klar lehne ich mich etwas aus dem Fenster, hat aber seinen Grund bei dem Blatt.

        Bastian, der Spiegel muss in die Offensive gehen um weiter einigermaßen glaubwürdig zu bleiben.


      • Bastian Siewers
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Nichts desto trotz überzeugen sie zumindest mich damit. Ich bin ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie ich mit einer solchen Situation umgehen würde.


      •   19
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Hach, ait, ich bin so froh, dass ich nicht in deiner Haut stecke. In Gedanken umarme ich dich und spende dir Trost.


      • ait vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Extra für dich Robin ....
        Der klar linksorientierte Claas Relotius ist ein bodenloser Lügner.
        Dafür brauch ich bestimmt kein Trost, vielleicht aber du.


      • Bastian Siewers
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Und damit sollte dann an dieser Stelle auch wieder gut sein. Solch persönliche Diskussionen über politische Gesinnungen brauchen wir hier bitte nicht ;)


  • Wer den Quatsch den die Medien in den letzten Jahren rauslassen immer noch glaubt, dem ist nicht zu helfen. Deswegen sehe ich den "Betrug" in dem Fall hier nicht anders als den Rest in der Branche.


    • Was für ein Schmarrn....
      Oh man. Aluhutalarm


    •   19
      Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      @Thomas Schumacher: Ich wünsche dir gute Besserung. Von ganzem Herzen. Allerdings befürchte ich, dass die moderne Medizin noch nicht so weit ist, dass sie dir bei deinem Problem wirklich helfen kann.


    • Schumi ich gebe dir voll recht. Der Reporter macht nur seinen Job wie die anderen auch in der Klatschpresse


      • Ach tust Du das Karsten?
        Wenn man absolut keine Ahnung von Medienarbeit etc hat sollte man sich vielleicht nicht ganz so eindeutig entblößen.
        Hier wird eine Berufsgruppe aufgrund einiger komplett über einen Kamm geschoren. Ich will nicht sagen dass ich von Dir mehr Substanz erwartet habe, denn diese lese ich weiß Gott selten bei Dir, jedoch schadet ein wenig differenzierter Weitblick wirklich niemandem :).

        Ich verbleibe mit Hoffnung auf Besserung im neuen Jahr.
        Max.


      • Als Zeichen das ich kein Stunk möchte geb ich dir ein Like.Ich habe nicht gesagt das es alle Reporter betrifft sondern vermehrt der Klatschpresse und dazu gehört auch der Spiegel.


      • Du hast dem werten Herrn Schumacher recht gegeben, welcher eben genau das behauptet hat.

        Aber ok, Stress will ich eigentlich auch nicht. Ich provoziere manchmal nur gerne.
        Gute Reaktion. 👍

        TentenGelöschter Account


      •   40
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Klasse Reaktion auch von dir, euch Beiden mein Respekt!
        So bringt es Spaß miteinander auch kritische Thematiken zu bediskutieren... 👍


  • Ich denke nicht, dass Relotius hier dem Berufsstand des Journalisten groß geschadet hat, zumindest nicht mehr, als es der Großteil des Standes jeden Tag selbst tut. Was er verbreitet hat, ist in meinen Augen auch nicht das, was man unter Fakenews versteht. Natürlich hat er gelogen, erfunden und die Wahrheit zurechtgebogen, aber Fälle wie der seine tauchen alle paar Jahre auf, seien es nun geschickte Kunstfälscher, falsche Ärzte oder Piloten oder Politiker, die bei ihrer Doktorarbeit betrügen. Hochstapler sind Einzelfälle, bringen aber einen Berufsstand nicht zu Fall. Zumal es gut ist, wie der Spiegel damit umgeht. Viel schlimmer und den Berufsstand der Journalisten weit mehr schädigend, sind die unzähligen Zeitungen, Magazine, Blogs usw., deren Mitarbeiter und Redakteure nicht einmal mehr selbst recherchieren, Dinge nachprüfen oder Hintergründe beleuchten, sondern unisono alle die gleichen Agenturmeldungen (oder noch schlimmer, News der ausländischen "Kollegen") übernehmen, ohne selbst noch etwas dazu beizutragen. Gerade im Technikbereich findet man die gleichen News mit gleichem Inhalt zur gleichen Zeit in fast alles Magazinen und nicht einer macht sich die Mühe, noch etwas eigenes dazuzutun oder die Meldung überhaupt zu hinterfragen. Lediglich der Fülltext um die Meldung ist immer ein bisschen anders, hat aber für den Leser natürlich keinerlei Substanz. Künstliche Intelligenz? Die sehe ich nicht im Einsatz, um Einzelfälle wie Relotius aufzuspüren und einer gut arbeitenden Dokumentation die Arbeit wegzunehmen, sondern sie wird die unzähligen "Journalisten" ersetzen, die nichts anderes mehr produzieren als genau diesen Fülltext. Dafür gibt es ja bereits Beispiele. Relotius ist eine Kuriosität, aber den eigentlichen Schaden richten all die an, die seit Jahren alles unhinterfragt übernehmen und keinen eigenen Beitrag dazu leisten, etwas aufzuklären oder Licht in eine Sache zu bringen. Fakenews kann nämlich auch einfach ungefiltertes Weitersagen sein.


    • Wir sollten AndroidPIT-Gold einführen, das ich Kommentaren wie diesem geben kann.


      •   19
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Bevor man AndroidPIT-Gold einführt, sollte man allerdings zunächst prüfen, ob APit nicht auch zu denen gehört, die - zumindest zu einem großen Teil - Meldungen von Agenturen, anderen Blogs und Magazinen kopieren, bloß den Text ein bisschen anders formulieren, ein paar eigene Bildchen hinzufügen usw. 🤔


      • Vielleicht sollten sich einige hier mal Gedanken darüber machen, wieso sie nicht differenzieren können und immer und immer wieder alles und jeden über einen Kamm scheren müssen.
        Nervt gewaltig.
        Klar muss ein Robin Hood für die weniger privilegierten Kämpfen, jedoch ist APit nicht gerade die finanzielle Oberschicht, oder?

        ait


      • Also bei mir gibt's heute zu Mittag Steinsuppe mit Hand-im-Mund.


      •   19
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Maximilian, du bist also der Meinung, dass APit sich ruhig an der Arbeit laben darf, die andere bereits gemacht haben? Nur weil Apit so ein beklagenswertes Magazin ist? Das ist aber eine sehr eigenartige Betrachtungsweise 🤦🏻‍♂️


      • Genau das habe ich gesagt.
        Du hast Deinen messerscharfen Verstand wieder in die absolut richtige Richtung gelenkt...

        Sorry aber wo habe ich das geschrieben?
        Selbstverständlich wird untereinander abgekupfert. Gerade bei News ist es als normales Magazin unmöglich alles zu wissen. Testberichte, Erfahrungen etc kommen aber immer von APit selber.
        Neuigkeiten sind was sie sind. Ankündigungen von etwas Neuem, Gerüchte etc. Wie soll da bitte jemand alle Infos aus erster Hand kriegen.
        Menschen haben eine Vorstellung.
        Aber klar, jemand der hier auf Ldvel 16 ist sollte über das Forum auf dem er aktiv ist schreiben dass es beklangenswert ist.
        Sehr einleuchtend.


    • Gerade im Technikbereich kann man aber doch nicht alles überprüfen, was berichtet wird.
      Dafür müsste man erst mit viel Expertenwissen aufwendige Tests durchführen. So lange will aber niemand auf Nachrichten warten und diesen Aufwand will auch keiner bezahlen.

      Und Ankündigungen für die Zukunft kann man naturgemäß gar nicht überprüfen.

      Mitunter ist das Problem nicht der Journalist, sondern der Leser, der zu faul zum Selberdenken ist. ;)

      Nur wenn ausdrücklich Test dabei steht, dann handelt es sich um die getestete Wahrheit - aus Sicht und nach Meinung (!) der Tester.

      Alles andere kann ja nur aus anderen Quellen, zB vom Hersteller, stammen.


      • Naja, logisch kannst du eine Ankündigung nicht überprüfen und auch kein Gerät testen, das noch gar nicht auf dem Markt ist. Darum geht's aber auch nicht.


  • Das es nur um Geld und Macht geht und fast jeder nur an sich selbst denkt und das man mit Ehrlichkeit nichts werden kann.


  •   40
    Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ich finde es traurig, dass ein einzelnes schwarzes Schaf einen ganzen Berufsstand ins dunkle Licht zieht denn, es lautet dann nicht die betroffene Presseagentur sondern, die Presse.
    Alle Fische wird man nie wirklich fangen können aber jeder einzelne Redakteur kann schauen was er/sie dazu beitragen kann, diesen schwarzen Schafen es so schwer wie möglich zu machen.


  • Das ist auch nur drei Tage lang "interessant". In vier Tagen spricht keiner mehr darüber- ;-)


    • Das denke ich nicht, dafür ist die Tragweite zu groß. Über die Hitlertagebücher spricht man auch noch und das ist Jahrzehnte her.


    • Der Skandal ist viel größer. Vermutlich hat er bei fast alle Artikeln geschummelt. Auch gab es reichlich Preise für die Artikel und ich behaupte, dass die Artikel durchaus "meinungsbildend" für die deutsche Öffentlichkeit waren.

      Damit sind "fake-news" der Massenmedien nachgewiesen, dass wird die ganze politische Diskussion verändern...


      • Der Typ hat aber keine Unwahrheiten, also "Fake News" verbreitet, sondern zu wahren Umständen falsche Zitate, Interviews und Geschichten erfunden, um seine Artikel auszuschmücken.

        Das ist schlimm genug. Das beschädigt die Glaubwürdigkeit der betroffenen Medien.

        Aber er hat keine Unwahrheiten verbreitet, deren Aufdeckung "die ganze politische Diskussion verändern". Sonst wäre das auch viel früher aufgefallen.


  • “““Beim Spiegel, dem wohl berühmtesten Nachrichtenmagazin des Landes“““würde AP wohl gerne mit auf einer Stufe stehen. Laut Artikel sind das ja auch alles Kollegen, Journalisten usw.

    Ich habe ca. 20 Jahre fast durchweg den Spiegel im Abonnement, und, liebes AP-Team, da seid ihr aber noch weit entfernt von einem erhofften Gleichstand.

    Bei AP arbeiten also Journalisten?
    Bei einigen veröffentlichten Bildern sieht man Euch im Bürostuhl herumhängen und mit Handy vor der Nase.

    Lustige Selfies mit Emoji-
    Mütze hab ich auch schon gesehen.

    Na dann, hübsch weiter so.....


    • 'Bei einigen veröffentlichten Bildern sieht man Euch im Bürostuhl herumhängen und mit Handy vor der Nase.'

      Wie ungewoehnlich in einer Redaktion, die sich mit Smartphones und deren Tests beschaeftigt.


      •   19
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Dass bei APit "echte", also richtig ausgebildete oder studierte Journalisten arbeiten, wäre mir allerdings auch neu! Im Prinzip kann dort ja jeder mitarbeiten, der ins Team passt und in der Lage ist, Artikel zu schreiben, die sich gut verkaufen.
        Das Problem ist, dass "Journalist" keine geschützte Berufsbezeichnung ist, sich also jedermann so bezeichnen darf.


      • Steffen Herget
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Das mag Dir vielleicht neu sein, ist aber nicht richtig. Tatsächlich ist die Berufsbezeichnung Journalist nicht geschützt, trotzdem haben ich und viele Kollegen hier unser Handwerkszeug von der Pieke auf gelernt. Ich zum Beispiel habe nach meiner Informatiker-Ausbildung und meinem Studium ein klassisches Volontariat bei einem bekannten Technik-Magazin durchlaufen.


      •   19
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Steffen, auch wenn es dir noch nicht aufgefallen ist, aber dann gehörst du mit deiner Teil-Ausbildung wohl eher zu einer Minderheit im gesamten APit-Team. Egal, denn beim Kommentar von rolli.k und meinem dreht es sich nicht nur um dich, sondern um das gesamte APit-Team.

        BTW: Was hast du denn studiert und beim welchem bekannten Technik-Magazin warst du denn früher?


      • Steffen Herget
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Du weißt also besser als ich, welche Kollegen hier welchen Background, welche Ausbildung und welche Kenntnisse haben? Das würde mich tatsächlich ziemlich überraschen.

        Damit Du nicht weiter raten musst: Ich habe eine Ausbildung als Fachinformatiker abgeschlossen, danach ein Magister-Studium (in Gießen und Aarhus, Fächerkombination Anglistik, Politikwissenschaften, Hispanistik, Computerlinguistik) ebenfalls abgeschlossen, danach ein Volontariat bei teltarif (dort arbeitete ich etwas über vier Jahre), danach bei Areamobile (knapp vier Jahre). Reicht das, damit ich Artikel für Dich schreiben darf?


      • Es sollte aber schon die Henri-Nannen-Journalistenschule sein. ;)


      • Ach der Robin Hut hat doch einen an der Waffel.
        Unzureichende Deutschkenntnisse mit einer despektierlichen Schreibweise, welche bestückt mit Halbwahrheiten und Mutmaßungen, sowie offenkundigen Falschinformationen aufwarten, sind vielleicht keine Seltenheit bei einigen Usern auf dieser Plattform.
        Jedoch empfinde ich es schon als grenzwertig und höchst anmaßend, dass hier das Team Androidpits denunziert wird.

        Q se joda.


    • Ein jeder, der journalistische Texte publiziert und damit seinen Broterwerb sicherstellt, kann sich Journalist nennen.
      Es ist keine Studium oder keine Ausbildung notwendig, um sich diesen nicht geschützten Titel zu verdienen.

      Deswegen ist es umso wichtiger, dass renommierte Medien eine Berufsethik verfolgen, die nicht auf Clickbait und Polarisierung aus ist, sondern die Allgemeinheit über das aktuelle Geschehen wahrheitsgemäß aufklärt.

      Wenn die Damen und Herren von APit im Bürostuhl rumhängen und Selfies machen, dann können Sie sich sogar Redakteure nennen, zumal sie in einer Redaktion Selfies im Bürostuhl machen.

      Jetzt zu sagen, Techjournalisten sind keine Journalisten, weil... (bitte gerne selbst ein unsinniges Argument einfügen), halte ich für falsch.

      Sind dann Sportjournslisten, tatsächlich Journalisten? Ich hoffe meine Mutter liest niemals den Kommentar. Ich liebe dich und natürlich warst du immer ein richtiger Journalist.

      Sind Leute, die Tag und Nacht im Kino sind und sich Filme angucken und Rezensionen schreiben, Journalisten? Oder sind sie es nur dann, wenn sie als Redakteur in einer Tageszeitung sind, im Ressort Feuilleton?

      Und damit wieder zurück zum ersten Satz. Ein jeder, der journalistische Texte publiziert und damit sein Broterwerb sicher stellt, kann sich Journalist nennen.


      •   19
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Tamriko, das Fazit deines Kommentars ist, dass sich jedermann als "Journalist" bezeichnen darf. Auch wir alle.
        Man darf sich auch Jurist, Informatiker, Mediziner, Wissenschaftler u.v.m. nennen, ohne jemals auch nur den Hauch einer entsprechenden Ausbildung oder Studiums genossen zu haben.
        Das ist rein rechtlich korrekt und niemand hat hier etwas anderes behauptet. Ob es auch anständig und moralisch korrekt ist, wenn man sowas macht, steht aber auf einem anderen Blatt.


      • "Ein jeder, der journalistische Texte publiziert und damit sein Broterwerb sicher stellt, kann sich Journalist nennen."

        Seriöse Medien machen das aber nicht. Die großen Medienhäuser haben alle studiere gelernte Journalisten von der Journalistenschule angestellt. Alleine die Aufnahmeprüfung dortn ist so schwer, dass viele nicht bestehen. Und wer da durch geht der hat wirklich was drauf.

        Bitte mal probieren :
        www.faz.net/aktuell/feuilleton/nannen-test-sind-sie-bereit-fuer-die-wichtigste-journalistenschule-der-republik-15163195.html

        Und auch bei Androidpit.de arbeiten mit Sicherheit nicht Hinz und Kunz, sondern Leute mit abgeschossen Studium im Technikbereich, oder vergleichbar.
        Für ein Technik-Magazin muss man aber natürlich nicht unbedingt Politikwissenschaft oder Journalismus studiert haben, sondern eben was mit Technik, oder so.


      • Ein jeder der sein Unterhalt damit bestreitet journalistisch Tätigkeit zu sein, kann sich einen Presseausweis ausstellen lassen und als Journalist tätig sein.

        Es wird in kaum einer Branche mehr Quereinsteiger geben.

        Zudem sind viele renommierte Journalisten Experten ihres jeweiligen Ressorts und haben nicht Journalismus oder Publizistik studiert.

        Ich persönlich würde auch eher den Berichten eines Juristen glauben schenken, der tatsächlich Jura studiert hat und nun für eine Zeitung schreibt, als einem Journalisten, der frisch von der Journalistenschule kommt und Jura nur als Zeitalter kennt.


      • Ich weiß von meiner kurzen Zeit beim Tagesspiegel (sehr renommierte Zeitung), dass nicht ein jeder, in der Redaktion tatsächlich Journalismus studiert hat.

        Zudem würde ich sogar so weit gehen zu sagen, dass mir die Kollegen, die tatsächlich Politwissenschaftler, Kriminologen,... waren, lieber wären, als die, die von ner Journalistenschule kamen.

        Aber auch ich sollte jetzt auch nicht alle über einen Kamm scheren, denn meine Zeit als Journalist ist auch schon 10 Jahre her... War ein anderes Leben.


  • Hallo? Wir sind Menschen. Wir lernen daraus, dass man noch geschickter lügen und betrügen muss, um ungeschoren davon zu kommen.


  • Ja, was lernen wir daraus?
    Ich mache mir jetzt meine eigene Presse!






    Ok,habs versucht...... steht auch nur Mist und wirrer Kram drin.

    Bleibt mir nur nicht nur einer Quelle zu vertrauen und weiter neugierig und skeptisch zu bleiben.

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern