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Die besten Loop-Station-Apps: So wird aus dem Smartphone ein Looper

Die besten Loop-Station-Apps: So wird aus dem Smartphone ein Looper

Musikalische Inspiration kann jederzeit zuschlagen. Seit einiger Zeit nehmen Songwriter daher Audio-Notizen auf ihren Smartphones auf, um diese Momente der Inspiration festzuhalten, bevor sie für immer verloren sind. Aber was, wenn man seine Inspiration auf ein neues Level bringen will? Mit einer Loop-Station-App können Musiker Songs durch das Übereinanderlegen mehrerer Tonspuren aufbauen. Hier zeigen wir Euch die besten Loop-Station-Apps für Android, iPhone und iPad.

Abkürzungen:

Looping ist in den vergangenen zehn Jahren zum Trend geworden. Künstler wie Ed Sheeran, die Looper live auf der Bühne verwenden, haben einen blühenden Musik-Hardware-Markt entstehen lassen. Loop Stations und -Pedale gibt es heute in allen Formen und Größen, aber bevor man sich für etwas Teures wie das Boss RC-300 entscheidet, sollte man erst herausfinden, ob Looping überhaupt zu einem passt.

Diese Vorteile bringt ein Looper beim Musikschreiben

Wer neu in der Welt des Loopings ist, kann anfangs eingeschüchtert sein. Wenn man sich jedoch erst einmal mit dem Konzept vertraut gemacht hat, kann es ein unglaublich unterhaltsamer und kreativer Prozess sein. Eine kleine Geschichtsstunde für den Anfang. Früher, bevor die digitale Aufnahmetechnik das Looping zugänglich machte, mussten Künstler Mehrspurrekorder verwenden, um zwei Tonspuren gleichzeitig aufnehmen und anhören zu können. Diese teure Technologie wurde den Aufnahmestudios überlassen. In den späten 70er und frühen 80er Jahren wurden jedoch einfache Vierspur-Aufnahmegeräte auch für mäßig erfolgreiche Künstler zugänglich, die etwas Geld in der Tasche hatten.

In dem Video unten seht Ihr ein Beispiel dafür, wie ein Looper verwendet werden kann, um Gitarrenparts für einen Song zu schreiben. Der Smiths-Gitarrist Johnny Marr beschreibt wie er damit begann, nachdem er einen Vier-Spur-Recorder in die Hände bekommen hatte, Lead-Riffs über Akkordfolgen zu legen.

Glücklicherweise ist diese Art von Technologie im Jahr 2020 nun erschwinglich, frei verfügbar und für angehende Musiker in Form von Apps zugänglich. Werfen wir einen Blick auf einige der besten, die heute auf dem Markt erhältlich sind.

Loop-Station-Apps: So verwendet man sie

Es gibt ein paar Dinge, die Musiker beachten müssen, wenn Looper-Apps verwendet werden. Denn diese arbeiten mit dem Mikrofon des Smartphones:

  1. Die Verwendung von Kopfhörern ist unerlässlich: Wer keine Kopfhörer verwendet läuft Gefahr, Loops versehentlich mehrfach aufzunehmen. Wenn der Ton von Loop eins aus einem Lautsprecher des Smartphones kommt, wird er von allen nachfolgenden Loops aufgenommen. Dies führt zu einem schlampigen, widerhallenden Klang und wird den Loop als Ganzes nur noch trüben. Durch das Tragen von Kopfhörern vermeidet Ihr die versehentliche Neuaufnahme, da der so wiedergegebene Ton für das Mikrofon nicht existiert. Aus dem gleichen Grund ist die Aufnahme in einem ruhigen Raum optimal.
  2. Lautstärke niedrig halten: Dies ist besonders wichtig bei der Verwendung von verstärkten Gitarren oder anderen Instrumenten. Es hat keinen Sinn, den Verstärker zu verwenden und dann zu versuchen, diesen Klang mit einem Mikrofon eines Smartphones einzufangen. Das klingt am Ende überhaupt nicht gut.
  3. Kalibrieren: Mehrere Loop-Station-Apps verfügen über Kalibrierungsmodi, in denen Ihr die App für optimale Aufnahme-Einstellungen anpassen könnt. Diese Einstellungen sollten vor dem Beginn des Loopings vorgenommen werden, um das bestmögliche Aufnahmeergebnis zu erzielen.

Die besten Loop-Station-Apps für Android und iOS

LoopStation

Die EntwicklerInnen von Zuidsoft haben einen einfachen, aber effektiven Looper für Android-Smartphones entwickelt. LoopStation verwendet das Mikrofon Eures Smartphones zur Aufnahme von Audio, so dass Ihr mit dieser App im Grunde alles als Input verwenden könnt. Akustische Gitarren funktionieren gut, aber Ihr könnt auch eine E-Gitarre an einen Verstärker anschließen und das Smartphone in der Nähe des Lautsprechers platzieren, um einen stärker verzerrten Ton aufzunehmen. Ihr könnt auf diese Weise auch Gesang oder Beats übereinander legen – der Spielraum für Kreativität ist endlos.

Eines der coolen Dinge an LoopStation ist, dass Ihr die Lautstärke der einzelnen Loops unabhängig voneinander regeln könnt. Dies ist eine Funktion, über die die meisten High-End-Loop-Pedale verfügen. Das bedeutet, dass Ihr eine Akkordfolge festlegen und dann die Lautstärke leicht reduzieren könnt, so dass Euer Lead-Part beim Overdubbing hervorsticht. Es gibt auch eine Premium-Version der App für 3,49 Euro. Damit schaltet Ihr einige Extra-Features frei, wie etwa das Speichern einer unbegrenzten Anzahl von Aufnahmen, Zusammenführen von Spuren, Ändern der Wiedergabegeschwindigkeit und Hinzufügen von Audio-Effekten.

Beats and Loops

Beats and Loops, ein Newcomer auf dem Markt seit April 2020, bringt die Idee des Loopings auf unserem Smartphone auf ein ganz neues Level. Stompboxes und Gitarrenpedale sind cool und intuitiv zu bedienen, und die Idee hinter diesem Produkt ist es, die gleiche Funktionalität in eine Smartphone-App zu bringen. Beats and Loops wurde entwickelt, um Euer Handy in ein Gitarrenpedal zu verwandeln, das Ihr beim Spielen mit dem Fuß steuern könnt. Das ist eine ziemlich geniale Idee.

Ihr könnt auch die Beats and Loops-App verwenden, um Drum-Fills auszulösen, und es ist sogar ein chromatisches Stimmgerät integriert. Die App ist kostenpflichtig (4,49 Euro für iOS / 3,89 Euro für Android), was aufgrund der Vielzahl an Funktionen aber faire Preise sind. Der einzige Nachteil von Beats and Loops ist, dass die Steuerung der App mit den Füßen etwas gewöhnungsbedürftig ist – vor allem wenn man es gewohnt ist, auf normale Gitarrenpedale zu treten. Der Drang, mit dem Fuß beherzt auf den Bildschirm des Smartphones zu stampfen, ist anfangs sehr groß. Sobald Ihr Euch jedoch daran gewöhnt habt, mit dem Fuß knapp über dem Display abzubremsen, kommt die App einem einer echten Loop Station sehr nahe.

Loop-Station-Apps fürs iPad

Loopy HD

Loopy HD: Looper hat in den vergangenen Jahren zurecht einen enormen Anteil an Ruhm erlangt. Die App, die für das Apple iPad optimiert ist, war sogar in der NBC-Show The Tonight Show zu sehen, wo Jimmy Fallon und Billy Joel einen Song aufnahmen. Wenn Ihr auf der Suche nach einer professionellen Standard-App seid, die als Looper fungieren kann, ist Loopy HD die richtige Wahl.

Der Funktionsumfang dieser App ist beeindruckend. Ihr könnt bis zu neun Loops in vollem Stereo-Audio aufnehmen. Das Zusammenführen von Tracks ist als Standard verfügbar, und es gibt auch eine integrierte Kopier- und Einfügefunktion, mit der Audiobestandteile für die perfekte Komposition verschoben werden können.

Loopy HD kann auch als MIDI-Steuerung und als MIDI-Clock-Sender/Empfänger fungieren, sodass die App sich sowohl für Live-Auftritte als auch zum Schreiben und Experimentieren mit Musik zu Hause bestens eignet. Ihr könnt Loops und Session-Aufnahmen auch über SoundCloud, Twitter oder Facebook teilen, was die App zu einem guten Werkzeug für die Remote-Arbeit mit Bandkollegen macht.

Diese App ist mit 5,49 Euro die teuerste Empfehlung, aber sie hat mit Abstand das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Für das Geld erhaltet Ihr eine funktionsreiche App, die von jedem genutzt werden kann, vom Hobbyisten bis zum Profi.

Dies ist nur eine kleine Auswahl von Loop-Station-Apps, die aktuell für Android, iOS und iPadOS verfügbar sind. Ich habe mich entschieden bei der Crème de la Crème zu bleiben, da es auch auf diesem Markt eine Menge Schrott gibt. Entscheidet Ihr Euch für diese Apps, werdet Ihr im Handumdrehen Tracks loopen und eigene Songs schreiben.

Kennt Ihr noch mehr gute Loop-Apps, die wir nicht aufgezählt haben? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen.

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