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Foto-Tipps: Besser fotografieren mit dem Smartphone

Foto-Tipps: Besser fotografieren mit dem Smartphone

Mit den modernen Bildsensoren und manuellem Modus inklusive RAW-Aufnahme nähern sich Smartphones sukzessive den Digicams an – insbesondere bei Tageslicht. Wir zeigen Euch sechs Tipps, wie Ihr mit aktuellen Oberklasse-Smartphones tolle Fotos schießt.

In der Vergangenheit haben wir regelmäßig Fotoworkshops veranstaltet, bei dem neben einem Profi-Fotografen auch Redakteure und Leser anwesend waren. Es ging darum, gemeinsam spannende Fotos zu erschließen und aus einem aktuellen Highend-Smartphone das Beste herauszuholen. Für Euch möchten wir an dieser Stelle noch einmal die wichtigsten Tipps rekapitulieren.

Tipp 1: Korrekte Farben & RAW-Modus

Im ersten Tipp wollen wir uns der korrekten Farbwiedergabe widmen. Hier ist es ganz essenziell, dass sich die Kamera-App des Smartphones korrekt auf die vorherrschenden Lichtverhältnisse einstellt, beziehungsweise genauer: auf die Farbtemperatur. Abhängig von der Lichtquelle (Sonne, Neonröhren, Glühlampen) und den zwischen Lichtquelle und Motiv liegenden Materialien (Wolken, Atmosphäre, Farbfolien) hat Licht eine andere Farbtemperatur.

Das menschliche Auge stellt die Farbwahrnehmung automatisch auf unterschiedliche Bedingungen ein – und idealerweise schaffen das auch Kameras mit dem sogenannten automatischen Weißabgleich. Schwierige Bedingungen können dafür sorgen, dass dies nicht klappt. In diesem Fall hilft ein manueller Weißabgleich. Aber selbst ohne manuellen Modus bietet so gut wie jede Kamera-App die Möglichkeit aus verschiedenen Profilen den passenden Abgleich zu wählen.

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Das Google Pixel 3 bietet keinen manuellen Modus, aber verschiedene Optionen für den Weißabgleich. / © AndroidPIT

Wer nicht nur im JPEG-, sondern auch im RAW-Format fotografiert, kann übrigens den Weißabgleich auch nach der Aufnahme noch anpassen. Wir haben uns bereits an anderer Stelle ausführlicher mit dem RAW-Format bei Smartphones auseinandergesetzt.

Tipp 2: Bildkomposition

Mit unserem zweiten Tipp wollen wir uns der Bildkomposition widmen – und speziell der Linienführung. Die zahlreichen Gebäude von Großstädten laden nämlich gerade dazu ein, den Blick des Betrachters mit ihren geraden Linien ins Bild zu ziehen. 

Wichtig ist hier, dass die Aufnahmen einen Vordergrund haben, von dem ausgehend die Linien einen Raum aufspannen und dem Foto Tiefe verleihen. Und wer weiß, vielleicht findet Ihr auch die eine oder andere Gelegenheit, den Betrachter entlang oder am Ende dieser Linien etwas entdecken zu lassen.

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Die auf das Motiv zuführenden Linien verleihen dem Bild zusätzliche Tiefe. / © AndroidPIT

Gerade bei der Bildkomposition ist Übung unglaublich wichtig. Probiert bei jedem Motiv immer mehrere Blickwinkel und Kompositionen aus. So habt Ihr nämlich immer einen direkten Vergleich verschiedener Perspektiven und könnt effektiv von den Unterschieden lernen. Und: Fotografiert so viel, wie es nur geht. Um Henri Cartier Bresson zu zitieren: "Deine ersten 10.000 Fotos sind deine schlechtesten.“ Aber eben auch die wollen erst einmal gemacht werden.

Tipp 3: Architektur und Symmetrie

Für den dritten Tipp bleiben wir noch einmal bei der Bildgestaltung – und in der Innenstadt. Architektur-Aufnahmen bieten häufig die Gelegenheit, Symmetrien zu nutzen. Symmetrien strahlen Ordnung aus und unterstreichen somit die systematische Struktur von Bauwerken.

Allerdings ist es wichtig, dass diese Symmetrien auch präzise eingefangen werden. Dazu haben aktuelle Smartphones mehrere Werkzeuge an Bord. Hilfreich sind hier einerseits die Hilfslinien, die sich in der App hinzuschalten lassen. Und andererseits sorgt die integrierte Wasserwaage dafür, dass das Smartphone für das Foto gerade ausgerichtet ist.

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Leider zaubern auch die Hilfslinien keinen Sonnenschein in diesen bedeckten Himmel. / © AndroidPIT

Ein häufiges Problem bei Architekturfotografie sind die hohen Helligkeitsunterschiede zwischen Gebäuden und dem Himmel. Hier hilft der HDR-Modus weiter, der mehrere mit unterschiedlichen Helligkeiten aufgenommene Bilder kombiniert und so ein Foto mit erweitertem Dynamikbereich erzeugt. Das sorgt dafür, das letztendlich weder das Gebäude im Vordergrund unterbelichtet noch der Himmel überbelichtet ist.

Tipp 4: Portrait-Fotos

Im nächsten Foto-Tipp wollen wir von Gebäuden zu Menschen wechseln. Für Portrait-Fotos haben viele aktuelle Smartphones einen speziellen Portrait-Modus. Hier nutzt das Telefon zum Beispiel den Versatz der beiden Linsen einer Dual-Kamera, um eine Tiefenkarte des Motivs zu erstellen und anhand dessen den Hintergrund gezielt weichzuzeichnen. Andere Hersteller nutzen Software-Algorithmen, um Vorder- und Hintergrund zu trennen.

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Durch den Bokeh-Effekt soll das Auge des Betrachters auf die fotografierte Person gelenkt werden. / © AndroidPIT

Wichtig für ein gelungenes Portrait ist außerdem das richtige Licht, sowohl was die Richtung als auch die Qualität angeht. In puncto Richtung gilt: Idealerweise scheint das Licht der Person nicht frontal ins Gesicht, sondern kommt leicht von der Seite, um das Gesicht plastisch wirken zu lassen. Je weiter von der Seite das Licht und je höher der Kontrast zur Schattenseite, desto dramatischer ist die Wirkung.

In Sachen Qualität ist weiches Licht für Portraits in der Regel empfehlenswert. Weiches Licht sorgt auch für weiche Schatten und lässt so kleine Unebenheiten, Falten & Co. verschwinden. Direktes Sonnenlicht beispielsweise ist sehr hart und wirkt häufig unvorteilhaft. Weiches Licht gibt es dagegen kurz vor Sonnenuntergang, bei bewölktem Himmel oder wenn das Licht von großen Flächen auf das Motiv reflektiert wird – beispielsweise durch eine weiße Hauswand.

Tipp 5: Dynamik durch Bewegung

Unser nächster Tipp führt uns in den Untergrund zur U-Bahn. Hier wollen wir dem Bild durch Bewegungsunschärfe Dynamik verleihen und so die Alltags-Hektik festhalten. Bewegte Objekte erscheinen dann unscharf, wenn wir längere Belichtungszeiten wählen, was im manuellen Modus der Kamera-App möglich ist. Schnell bewegte Objekte erscheinen bereits bei 1/50 Sekunde unscharf, für langsam bewegte Objekte sind Verschlusszeiten von 1/15 Sekunde oder noch länger empfehlenswert.

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Die Bewegungsunschärfe verleiht diesem Bild einen besonderen Touch. / © AndroidPIT

Wichtig ist allerdings: Verschlusszeiten länger als 1/15 Sekunde lassen sich freihändig nicht mehr zuverlässig stillhalten. Ein leichtes Händezittern reicht dann aus, und das ganze Foto erscheint verwackelt. Wer also länger belichten möchte, sollte hier ein Stativ einsetzen.

Tipp 6: Spiegelungen

Den Abschluss unserer Fototipps bildet das Thema Spiegelungen. Wichtig ist hier der korrekte Fokuspunkt – schließlich soll die Kamera nicht auf die spiegelnde Fläche, sondern auf das gespiegelte Objekt scharfstellen. Um dies zuverlässig zu gewährleisten, nutzt Ihr am besten die Fokus-Sperre, wie er bei den meisten aktuellen Smartphone-Modellen zu finden ist oder den manuellen Fokus im Pro-Modus.

Bei Letzterem dreht Ihr die Einstellung dann einfach in die Ferne, und müsst Euch ums Fokussieren keine Sorgen mehr machen. Vergesst nur nicht, für die nächsten Fotos wieder den Autofokus zu aktivieren! Bietet die Vorinstallierte Kamera-App auf Eurem Smartphone keinen manuellen Modus? Dann schaut Euch doch mal nach einer alternativen Kamera-App um:

Wenn Ihr noch Feedback für uns oder Anregungen habt für weitere Tipps, dann lasst uns doch gerne einen Kommentar da – vielen Dank!

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29 Kommentare

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  • Es wäre nett, wenn es denn eine Liste mit den aktuellen Smartphones gäbe, die RAW können und eine mit den hellsten Objektiven (unter 1,9)


  • Kein Blitz dabei- Blende 2😋✌️

    Ich setze immer auf Automatische Erkennung. Bokeh Effekt ist okay aber meist macht ein schöner Hintergrund das Bild noch ansehnlicher.


  • Uuuh, eine aufgeregte Diskussionsrunde hier.
    Was mir in dem Artikel fehlt ist auf jeden Fall die Drittel-Regel, mMn die wichtigste fotografische Regek überhaupt: Man sollte bildwichtige Komponenten so fotografieren, dass sie entweder auf den Hilfslinien liegen oder noch besser auf den Schnittpunkten. (Wobei mir natürlich klar ist, dass wir hier vom sog. "Goldenen Schnitt" reden.)
    Ebenfalls hilfreich ist, darauf zu achten, nach Möglichkeit eine ungerade Zahl von Objekten zu fotografieren, dann kann man eines der Objekte mit den anderen einrahmen.
    Solche Sachen und viel mehr lassen sich sehr gut als Einstieg in die Fotografie nutzen, und dafür ist das Handy bestimmt gut geeignet. Wer dann mehr möchte, kann sich immer noch eine DSLR zulegen - die erzeugt im Detail solche Unterschiede in der Bildqualität, dass man das Handy nur im Notfall nutzen möchte.
    Aber sein Handy hat man halt praktisch immer dabei, den 2-kg-Trümmer von Nikon eben nicht.


  • H.E. vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Für alle die sich wirklich einmal mit Fotografie beschäftigen möchten und nicht nur Bilder knipsen wollen. Für all die habe ich mal eine Event Empfehlung.

    ://www.eventbrite.de/o/sony-europe-limited-zweigniederlassung-deutschland-12424919850?cpint=HOMEPAGE_LATESTNEWS_REGIONALBANNERSFY18_2273


  • Tim vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    "Wichtig ist allerdings: Verschlusszeiten länger als 1/15 Sekunde lassen sich freihändig nicht mehr zuverlässig stillhalten."
    Doch, eigentlich schon. ^^
    Bei Samsung gehen die Smartphones seit dem S7 auf bis zu 0.4 sek und werden auch aus der Hand dennoch scharf. Auch bei meinem V30 kann ich manuell locker auf 1/4 Sekunde stellen, ohne dann ein verwackeltes Bild zu bekommen ^^
    OIS hilft da schon einiges. ^^

    Also auch ohne Modi wie von Huawei oder Google kann man mit OIS gut und gern auf 1/4 sek runter :P


  • Oh nice, wieder ein "aktualisierter" Artikel vom Nov. 2017! Nice. Nicht mit "Update" oder "aktualisiert" gekennzeichnet, heißt also 1:1 aus dem Archiv kopiert?


    • Nein, er wurde überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht. :)


      • Tim vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Davon merkt man aber leider oft so ziemlich gar nichts... Schließlich hat sich an der Kunst des Fotografierens quasi nichts geändert. Ist ja nicht so, als hätte sich erst im letzten Jahr RAW als sinnvoll herausgestellt o.Ä. ^^

        Wäre es nicht ratsamer, "nötige" Artikel, wenn man schon die alten Kommentare nicht löschen kann, einfach direkt neu zu machen? Aus meiner Sicht heraus wäre das doch sogar mit einem geringeren Aufwand verbunden, als einen alten Artikel "komplett neu" zu überarbeiten.


  • Servus, ich nochmal 😁

    Also danke erstmal für den "Lehrgang"
    Viele Handy haben noch keinen manuellen Modus, da kann man ein wenig die Helligkeit einstellen, dass wars aber auch schon.

    z. B. Mit der App Manual Camera, kann man "mehr" mit der Handy Camera rausholen.


  • Ich bin mit den Bildern meines Smartphones zufrieden, für alles andere habe ich eine richtige Kamera.


  • Ich bin auch der Meinung, dass man ein Handy nicht mit einem Foto vergleichen sollte.
    Daher sollte man eine andere Einleitung schreiben....

    Des weiteren wäre schön, wenn ihr mal ein paar Beispiel Bilder gezeigt hättet (mit der App sehe ich nix)
    Edit : am Browser sieht man es 😁


  • > Mit modernen Bildsensoren und manuellem Modus inklusive RAW-Aufnahme müssen sich Smartphones nicht mehr hinter ausgewachsenen Digicams verstecken

    Immer gleiche Quatsch!

    Eine ausgewachsene Digicam hat ein Objektiv mit hochwertig verarbeiteten Linsen und keine einfache Glasscheibe vor einem Bildsensor.
    Eine ausgewachsene Digicam hat einen optischen Zoom oder bietet Wechselobjektive an, anstatt einem digitalen Zoom, der nur ein Ausschnitt des vollen Bildes oder eine Ausschnittsvergrößerung mit Interpolation der fehlenden Pixel ist.
    Eine ausgewachsene Digicam hat keinen Bildsensor in der Größe des kleinen Fingernagels.
    Ein größerer Bildsensor kann, bei gleicher Pixelanzahl und Technologie, mehr Licht verarbeiten und ist damit rauschärmer.
    Eine ausgewachsene Digicam hat eine mechanische Blende, die auf die Bildgestaltung elementaren Einfluß hat.
    Eine ausgewachsene Digicam bietet ein Gewinde für Filter, so dass zum Beispiel erst Elemente in einem Gewässer von außen sichtbar werden (Polarisationsfilter).
    Eine ausgewachsene Digicam bietet einen externen Blitz an, der alleine aufgrund seines Abstandes zum Objektiv den Rote-Augen-Effekt verringert, indirektes Blitzes und Mehrfachblitz an, so dass die Ausleuchtung des Objektes beeinflußt werden kann.

    Deshalb kann die im Smartphone eingebaute Kamera für die meisten ausreichen und durchaus sehr gute Ergebnisse liefern. Zu behaupten, die Kameras der Smartphone müssten sich nicht hinter ausgewachsenen Digicam verstecken, ist falsch, denn der Gestaltungsspielraum ist einfach eingeschränkt.


    • Hallo Aries,

      „ausgewachsene Digicam“ bezeichnet an dieser Stelle einfach eine dedizierte Kamera – und nicht unbedingt eine DSLR oder DSLM, sondern gerne auch eine einfache Kompaktkamera. Und da wirst Du Wechselobjektive, großen Bildsensor, Filtergewinde, mechanische Blende & Co. vergeblich suchen. Unterschiede gibt es sicherlich noch, die für die meisten Einsatzzwecke aber keinen Klassenunterschied mehr ausmachen, so wie es noch vor einigen Jahren der Fall war.

      Abgesehen davon kannst Du den Großteil der obigen Tipps auch mit Deiner wie auch immer von Dir definierten „ausgewachsenen Digicam“ beherzigen – der Vergleich zwischen unterschiedlichen Kameraklassen war ja nun wirklich nicht das Thema dieses Artikels. Falls das Interesse hier so groß ist, widmen wir dem aber gerne mal einen eigenen Artikel.

      Schöne Grüße,
      Stefan


      • Was Du unter einer "ausgewachsenen Digicam" verstehst, kann ich natürlich nicht erahnen. Bei dem Begriff "ausgewachsene Digicam" impliziere ich (und sicher nicht nur ich) schon etwas mehr, als eine Kompaktkamera für unter 100 Euro.

        Aber bleiben wir bei den Kameras für knapp 100 Euro: Die haben alle bereits einen optischen Zoom und eine deutlich bessere Optik im Vergleich zu Smartphones. Die Sensorgrößen dieser Preisklasse beginnen dort, wo sie bei Smartphones enden (um 1/2,3 Zoll).

        Gelöschter AccountGelöschter AccountTim


      • Das nächste Mal werde ich es einfach präziser formulieren, damit es keine Missverständnisse gibt ;-) Und nachdem das Thema Smartphone-Kamera gegen Kompaktkamera gegen DSLR/DSLM für so viele Emotionen sorgt, werden wir uns das in den nächsten Wochen vielleicht einfach mal genauer ansehen – darum geht es an dieser Stelle wie gesagt gar nicht.


    • Zu behaupten das Smartphonekameras sich nicht mehr hinter "ausgewachsenen" Digicams verstecken müssen ist seit Jahren schon richtig. Gerade bei Tageslicht, wie im Artikel beschrieben machen Smartphones seit längerem schon so gute Fotos, die mindestens auf Augenhöhe sind von vielen Kameras. Gerade bei Einsteigerkameras unter 200€ sind die Sensoren fast immer gleich groß wie bei Smartphones. Hier ist der optische Zoom der einzige Vorteil. Und Smartphones haben zudem auch einen manuellen Modus, der bei den billigen Digicams fehlt. Natürlich kann man jetzt hochpreisige DSLR Kameras im Vollformat hernehmen zum Vergleich. Aber auch teure Vollformat Systeme sehen wieder alt aus gegen Mittelformat. Besonders wenn diese dann 50 MP oder mehr haben. Da kann man mit dem Bildausschnitt noch mehr rausholen als bei vielen anderen mit Zoom. Smartphones sind mittlerweile so gut, das viele diese auch zum fotografieren der Urlaubsbilder hernehmen. Und wenn man jetzt alles aufzählt was Digicams nicht alles für mehr Möglichkeiten haben als ein Smartphone, das bedeutet nicht sofort das sie ausnahmslos deshalb gleich besser sind.
      Ich sehe das bei machen noch so, die pauschalisieren das Smartphones einfach nicht so gut sein können als Digicams, punkt. Das ist noch aus der Zeit von vor 6 bis 7 jahren. Obwohl es da auch schon recht gute Smartphonekameras gab siehe Nokia.


      • Die technischen Daten sagen, dass die Bildsensoren bei Smartphones bestenfalls so groß sind, wie bei Kameras unter 200 Euro. Die meisten Smartphones haben noch einmal deutlich kleinere Sensoren.

        Eine ausgewachsene Kamera macht mehr aus, als die Bezeichnung als Kamera. Das sind keine Low-Price-Kameras. Der Vergleich mit dem Vollformat ist vollkommen überzogen. Bis dorthin gibt es im Preisbereich von 300 bis 500 Euro noch viel, was man wirklich als ausgewachsene Kamera bezeichnen kann. Da muss man keine Vollformat-Kamera zu 1700 Euro oder mehr heranziehen.

        Im übrigen gilt das gleiche für die Smartphones. Hier wird ein OnePlus 5T verwendet, das einen der besten Bildsensoren für Smartphones besitzt. Dieser hat eine Diagonale von 1/2,8 Zoll. Eine Canon Ixus 185 und eine Nikon Coolpix A10 (beide um 100 Euro) haben bereits einen etwas größeren Sensor: 1/2,3 Zoll. Aber wieviel Smartphone-User haben einen der Top-Sensoren in ihren Geräten?

        Es ist auch falsch, dass billige Kameras keinen manuellen Fokus bieten würden. Fast alle bieten die Möglichkeit der Vorfokussierung über leichten Druck auf den Auslöser an.

        Ich bestreite mit keinem Wort, dass heutige Smartphones ab einer gewissen Preisregion erstaunlich gute Fotos machen können. Aber eben nur sehr eingeschränkt. Seien es Lichtverhältnisse oder Bildausschnitte, bereits eine billige Kamera bietet mehr Optionen und ist man bereit, auch für die Kamera in Preisregionen eines Smartphones vorzustoßen, sind die Einsatzmöglichkeiten ungleich größer.

        Die beste Kamera ist natürlich die, die man dabei hat. Wer aber den Spaß an der Smartphonefotografie gefunden hat, sollte sich auch mal mit einer reinen Kamera auseinandersetzen. Richtig auseinandersetzen! Das muss keine DSLR sein, eine Kompaktkamera reicht. Dann versteht man auch, was ich meine. Wer in den Bereich der Fourty-Third- oder in den DX/APS-C-Sensoren vordringt, erkennt auch, dass die auf den ersten Blick so tollen Bokeh-Effekte der Zwei-Linsen-Kameras in Wahrheit fehlerträchtige Rechenalgorithmen sind.

        Wohnen kann man in 30 qm-Appartement und das nicht unbedingt schlecht. Eine 3-Zimmer-Wohnung mit 80 qm und Balkon ist dennoch nicht damit vergleichbar und ungleich bequemer. Ein Haus mit 200 qm Wohnfläche und 1000 qm Garten erst recht nicht. Hat man einmal die Vorteile genossen, will man nicht zurück in die 30 qm-Wohnung. Vielleicht als Ferienwohnung auf Mallorca, aber nicht für den Alltag. So ist das auch mit Smartphone-Kameras, Kompakt-Kameras, Bridge-Kameras, System-Kameras und der breiten Palette an DSLRs.

        Gelöschter AccountGelöschter Account

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