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Bendgate: iPhone 6, Galaxy Note 3, LG G3 und HTC One (M8) im Biegsamkeitstest

Der große Medien-Hype namens “Bendgate” ist übertrieben. Mittlerweile wissen wir, die Stabilität des iPhone 6 ist nicht herrausragend, das tatsächlich größte Sorgenkind ist ein Android-Smartphone und genießt dagegen einen äußerst soliden Ruf.

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note3 bendgate
Äußerst biegsam: das Galaxy Note 3 im Labortest. / © ConsumerReports

Nachdem ein paar Nutzer des iPhone 6 es geschafft hatten, das gute Stück zu verbiegen oder gar zu zerbrechen, wurden die wildesten Behauptungen salonfähig. Mittlerweile heißt es in den viralen YouTube-Videos, das Gerät verbiege sich ganz einfach ohne nennenswerten Kraftaufwand in der Hosentasche. Viele (Android-)Nutzer schluckten und glaubten das äußerst dankbar.

“Quatsch!”, sagte Apple und lud The Verge in seine Testlabors ein, um das Gegenteil zu demonstrieren. Dort lassen sich freilich nicht nur Smartphones biegen, sondern auch die Wahrheit. Mittlerweile gibt es aber auch unabhängige Dritttests unter Laborbedingungen, der jüngste davon ist zwar nicht mehr ganz neu, die Ergebnisse sind aber so interessant, dass wir Euch trotzdem heute noch auf sie hinweisen wollen:

Kunststoff schlägt Aluminium

Das HTC One (M8) mit seinem rundlichen, dicken Aluminiumgehäuse ist ein äußerst stabiles Smartphone. Oder? Im Biegsamkeitstest von ConsumerReports war es das Schlusslicht und unterbot selbst die neuen iPhones noch leicht. Ab einem Kraftaufwand von etwa 32 Kilogramm verbog sich die metallene Schönheit irreversibel, ab 41 kg trennte sich das Display vom Gehäuse, man könnte also von einem Totalschaden sprechen. Das iPhone 6 hatte denselben Biegepunkt, sprang aber erst bei 45 kg auseinander, während das iPhone 6 Plus ab 45 kg als verbogen galt und ab etwa 50 kg brach.


Link zum Video

Als Sieger des Tests ging das Galaxy Note 3 hervor, das mit seinem Kunststoffgehäuse erst ab 68 kg nicht mehr in seine Ausgangsform zurückkehrte und auch sofort brach. Das LG G3 belegt mit 59 kg als Biege- und Bruchpunkt Platz zwei und teilt sich diesen mit dem iPhone 5s. Um dem Ganzen einen nachvollziehbaren Referenzpunkt zu geben: Im angewandten maschinellen Testverfahren brachen drei Bleistifte bei einer Kraftaufwendung von 25 kg. Das ist menschlich machbar, erfordert aber bereits einige Anstrengung. Dass ein Smartphone sich jedoch in der Hosentasche irreversibel verbiegt, geschweige denn bricht, geschieht nicht ohne Weiteres.

Wenn wir also unbedingt von einem Bendgate sprechen wollen, sollten wir doch zumindest zugeben, dass der Skandal nicht ganz unkonstruiert ist und hier auf relativ hohem Niveau gejammert wird. Und bevor wir allzu bereitwillig Apple auslachen, erinnern wir uns doch daran, dass wir völlig vergessen haben, vor der eigenen Tür zu kehren und dem HTC One (M8) womöglich voreiliges Vertrauen geschenkt haben - zumindest hat da niemand von einem Bendgate gesprochen, was allerdings auch daran liegen wird, dass HTC eben nicht Apple ist. 

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Top-Kommentare der Community

  • DiDaDo 29.09.2014

    Nein, weil es ein Unterschied zwischen dem Verbiegen durch absichtliche Gewalteinwirkung und dem eigenständigen Verbiegen während des normalen alltgäglichen Gebrauchs gibt.

    Aber egal, ich finde die Sache ohnehin übertrieben. Ein bisschen lustig in der Gesamtsituation mit den ganzen Fehlern auch beim iOS8-Update. Wo sich Apple doch immer als so fehlerfrei und "awesome" gegenüber der Konkurrenz darstellt. Aber langsam ist dann auch mal gut.

  • Moe 29.09.2014

    Das M8 verbiegt sich aber nicht durch normalen gebrauch. Hier spielen mehr Faktoren eine Rolle und Ihr macht euch den Text sehr einfach!
    Aluminium wird mit jedem Grad biegsamer. Unter Vollast in eine warme Hosentasche? Wie schnell biegt es sich beim Test dann? Außerdem ist der Knackpunkt nicht die Gerätemitte, wie es getestet wird, sondern am Lautstärkeregler. Daher fiel es ja auch nicht auf, außer im Userumfeld. Denn hier spielt die Realität.
    Testet es doch mal selber als irgendwelche Behauptungen zu Nichte zu machen. Denn an den Lautstärkepunkten lässt es sich definitiv leichter biegen. In meinem Umfeld hat jemand das 6 Plus und JA es ist schon minimal gebogen, und er wusste vorher davon und hat es pfleglicher behandelt als normal. Daher auch nur leicht.

    Ich hoffe sehr hier finden wirkliche Tests von euch statt, anstatt ohne Nachzudenken du denken ;)

    Außerdem ist Apple der LETZTE dem das passieren darf. Sie sind mit der Begründung so teuer, weil die "perfekt" sind und "wir haben so lange mit großen Displays gewartet, weil diese erst jetzt wirklich perfekt sind". Wer so etwas sagt, hat dementsprechend eine hohe Anforderung einzuhalten. Gerade hier hat Apple sich ein Eigentor geschossen. Apple hat eine sehr gute Software. Punkt.
    HW ist und war immer unterm Standard "im Schnitt". Wehe hier kommen mal Displayvergleiche auf. -.- Uralt ... und wie gesagt im Schnitt (Siehe Prozessor, Akku etc.)

    Liebe Grüße.

  • Torsten 29.09.2014

    hmmm, einfach das IPhone eine Weile anders herum in der Tasche tragen, dann ist doch wieder gut :)

  • Sue H
    • Blogger
    29.09.2014

    Der Knackpunkt am iPhone 6 plus liegt am nicht in der Mitte, so wird nämlich in diesen Labors getestet, sondern an der Lautstärkereglung, also weiter oben. Deswegen konnte Apple ihren Designfehler wohl nicht so gut abschätzen, in der Mitte ist es ja stabiler.

  •   31
    Chris Black 29.09.2014

    der Hype um die Fehler ist genauso lächerlich wie der um das Gerät selber

60 Kommentare

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  • Meiner Meinung nach liegt es einfach daran, dass die Käufer einfach nicht gewohnt sind, ein so großes Gerät richtig zu benutzen.

    Sie sind es gewohnt, sich weiterhin so zu verhalten, als wenn sie noch ein iPhone 4 oder 5 in der Tasche hätten. Dadurch haben sich ein paar Geräte verbogen. Dafür spricht auch, dass die Vorfälle gleich an den ersten Tagen entstanden sind!

    Apple User müssen sich wohl erst noch an die Größe gewöhnen!

  • Na... immernoch von der Pseudo "Wertigkeit" von Alu überzeugt??? :-) Mich würde an der Stelle jedoch der Vergleich mit dem 6+ interessieren wie mit dem normalen 6er. Denn es neigt aufgrund seiner Abmessungen noch deutlich mehr zum verbiegen wie das kleine IPhone 6. :-)

    • Das wäre dann wohl mal wieder eines dieser perfekten Beispiele für "Hab den Titel gelesen und mich zum Kommentieren ausreichend qualifiziert gefühlt" ;)

  • das problem ist nicht das biegen in der mitte. in ner engen jeanshose z.b. kann oben am simkarten schacht die ecke etwas biegen. kollege hat selbst n knick phone. nur durch das in der tasche haben. ganz davon abgesehen hat die rückseite meines xperias keine 2 stunden ab anschaffung in meiner hosentasche überlebt

  • Torsten G.
    Material gibt immer an der schwächsten Stelle nach!
    Und die ist beim iPhone 6 scheinbar bei der Lautstärke Wippe!
    Also ist dein Vergleich mit einer "gleichstarken" Brücke völlig Banane!
    Wenn die Brücke den Panzer allgemein trägt aber mit dieser schwachen Stelle, Vergleich Lautstärke Wippe, versehen ist, bricht die Brücke nämlich genau dort egal ob der Panzer in der Nähe dieser Stelle ist oder nicht!
    Kommt halt nur darauf an, wieviel die Stelle aushält!

  • Torsten G.
    Scheinbar hast Du nicht aufgepasst in Physik!
    Wenn deine Brücke eine "Sollbruchstelle", was die schwächste Stelle am IPhone 6 bei der Lautstärke Wippe darstellt, bricht die Brücke dort!
    Aber da du ja nicht aufgepasst hast und der Panzer ja nicht in der Mitte der Brücke plötzlich aufsetzt und du eine Brücke genommen hast, welche den Panzer von vorne herein nicht mal trägt, ist dein Vergleich völliger Quatsch!
    Einfacher für dich: Zwei Steinblöcke, auf denen ein Brett, mit einer Sollbruchstelle versehen bei 3/4 Länge, aufgelegt wird.
    Dann übt man Druck genau in der Mitte auf das Brett aus.
    Wo wird das Brett wohl brechen!?
    Du hast in Physik wohl echt nicht aufgepasst: Setzen, 6!!!

  • Wie einige schon hier geschrieben haben: Es kommt auf den Angriffspunkt an! Da bei den Tasten eine große KERBE ist, wird der Werkstoff hier auch am frühesten nachgeben. Was wahrscheinlich noch viel wichtiger ist und was viele vielleicht gar nicht wissen: Es gibt eine Dauerfestigkeit und das Aluminium besitzt eine Kubisch-flächen zentrierte Gitterstruktur. Durch die ständig wechselnde Belastung wird jedes kfz Material nachgeben!

  •   11

    Also ich trage mein Htc one m8 immer in der Jeans und setzte mich regelmäßig drauf.
    Verbogen hat sich das Handy bisher nicht, nichtmal minimal und ich bin keiner der sein Smartphone mit Samthandschuhen benutzt.

  • Mein Huawei MediaPad X1 hat auch eine Aluminium-Hülle. Wie jedes Handy vorher auch trage ich es in der Gesäßtasche meiner Jeans. Selbst mein Note 2 hat sich nicht verbogen und das ist ja nun auch nicht gerade klein. Das MediaPad hingegen hat sich verbogen, minimal aber spürbar. Ich konnte es zurück biegen, jetzt ist es wieder gerade und ich ein wenig vorsichtiger. Ich weiß aber, dass ich keinen Wert mehr auf Aluminium lege. Das nächste wird wohl wieder ein Note 4 werden. Alu ist Schrott!

  • ganz ehrlich für mich ist das schönste smartphone 2014 das Note 4 definitiv

  • ...Bullshit....da wird versucht einen fehler als normal zu verkaufen.... wen das material heiss ist was es wird durch die wärme des gerätes wird es sich schneller biegen! bin kein android fan boy oder so ein scheiss bin realist und ich kauf mir kein applllll ding weil es einfach nicht das machen kann was ich machen möchte sonderen nur das was mir vorgegeben wird...wer damit klar kommt von mir aus...

    Apo

  • Was für ein Quatsch: Es wurde an der falschen Stelle gedrückt!
    Bei Krafteinwirkung ist es wie mit Wasser: Es sucht sich den geringsten Widerstand.
    Also wenn man beim iPhone 6 in der Mitte drückt und es an den Außenrändern eingespannt hat, gibt es auch an der "angeblich" empfindlichsten Stelle, also an der Lautstärke Wippe, nach!
    Wohl nie Physik gehabt?

    • Da kann ich dir nur Recht geben.
      Wer sich das Video mal einschaut der wird feststellen , das beim Iphone 5
      der Knick an den Lautstärketasten statt findet. Und nicht da wo gedrückt wird.
      Also immer der leichteste Weg!!!
      Und das würde auch beim 6 er passiern, wäre es die Schwächste Stelle !

    • Ich glaube eher bei Dir hapert es mit den Physikkenntnissen. Wenn Du mit nem Panzer über eine an allen Stellen gleich starke Brücke fährst, wann und wo bricht die dann am ehesten? Eben. Setzen, sechs!

  • Das stimmt so aber nicht ganz, laut Lou von Unbox Therapy, war das HTC One M8 zwar ähnlich biegbar, aber dennoch stabiler als das IPhone

  • Die Situation in der Hosentasche ist eine ganz andere.Hier ist nicht nur von eine einmal einwirkende Kraft auszugehen sondern zb.,....beim Gehen,Fahrrad -fahren ...stattdessen eine sich immer wiederholende .Dadurch wird Wärme erzeugt das dass Material schwächen kann bis zum kompletten Bruch.Inwieweit und ob das überhaupt mit einem Smartphone möglich ist weiss ich natürlich nicht .Will auch nur hinweisen das der Biege-Test nicht alle im Alltag möglichen Szenarien wieder gibt .Natürlich gilt dies für alle aus Metall hergestellten Modellen.Jeder der mal eine Gabel so in Bewegung brachte weiss was ich meine.Ich selbst habe das Problem oft mit Schlüsseln.Die muss ich dann regelmäßig wieder gerade biegen um überhaupt aufschließen zu können.Das geht auch nicht endlich.Das Problem ist denn das der Ersatz -Schlüssel für 10 Euro aus minderwertigen Metalle gefräst werden und nach wenigen Monate die gleiche Prozedur wieder ansteht.Daher achte ich mittlerweile sehr drauf das genug Bewegung -Freiheit vorliegt .

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Alles klar!