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Die beliebteste Root-App wurde an ein chinesisches Unternehmen verkauft

Der Hacker Chainfire hat seit 2012 zuverlässige Methoden geliefert, um Android-Smartphones etlicher Hersteller zu rooten. Nun hat er seine Software SuperSU an die chinesische Coding Code Mobile Technology LLC verkauft. Viele Nutzer haben Bedenken, einem profitgetriebenen Unternehmen die Kontrolle über den empfindlichsten Bestandteil ihrer Handys zu überlassen und suchen Alternativen. Wir erörtern.

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Sein Android-Handy zu rooten gehört für viele Nutzer untrennbar zu einem vollständigen Android-Erlebnis dazu. Erst dann bekommen sie das Gefühl von voller Kontrolle und Besitz über ihr Gerät. Chainfire hat das im Jahr 2012 begriffen und den Leuten einen einheitlichen, einfachen und sicheren Weg gegeben, diese Kontrolle zu erlangen. Doch nun gerät dieser Weg unter die Kontrolle eines Unternehmens, über das niemand etwas weiß.

Die Coding Code Mobile Technology LLC ("CCMT") sei neu gegründet worden und habe bereits große Erfahrung mit Root-Apps gesammelt, doch der bisherige SuperSU-Projektleiter und -inhaber Chainfire habe nicht sagen dürfen, um welche es sich konkret handelt. Und hier beginnt die Sache schon, komisch zu riechen. Hätte er nicht einfach einen Link zur CCMT-Website teilen können, sodass wir einen Einblick in das Unternehmen bekommen, das demnächst in unser Allerheiligstes eindringen kann?

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Custom-ROMs haben oft eine SuperSU-Alternative integriert. / © ANDROIDPIT

Eine Root-App ist etwas Intimes, denn Root-Zugriff bedeutet, dass man mit einem Android-Gerät machen kann, was man möchte. Also ist es nicht akzeptabel, wenn um die App, die diesen Zugriff auf Millionen Geräte bringt, Geheimniskrämerei betrieben wird. Und so lange keine Offenheit oder zumindest keine Vertrauensgrundlage geschaffen werden kann, muss man sich nach Alternativen umschauen.

Die erste Adresse wäre Superuser von Koushik Doutta. Die Alternative ist komplett quelloffen, wurde aber mit weniger Elan vorangetrieben als SuperSU. Doch alleine die Missionsbeschreibung sorgt für Vertrauen in das Alternativprojekt: "Superuser sollte Open Source sein. Es ist das Tor, um das Gerät zu rooten. Es muss offen sein für unabhängige Sicherheitsanalysen. Verschleierung ist keine Sicherheit." In Custom ROMs wie CyanogenMod könnte dieser Code einheitlich implementiert werden, sodass SuperSU zumindest in diesen Geräten komplett überflüssig wäre.

Anmerkung: Die Information, dass es sich bei der Coding Code Mobile Technology LLC ("CCMT") um eine chinesische Neugründung handelt, basiert alleine auf den Aussagen von Android Police.

Via: Android Police Quelle: Chainfire

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49 Kommentare

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  • Moin,

    Ihr nutzt Google, und habt Angst weil Chainfire seine Root App verkauft hat?
    Ernsthaft?
    Musste gerade echt mal ganz laut lachen :=)

    • naja. liebe die daten an google als an den chinesischen Geheimdienst...

      • Was ist denn das für eine Logik ?

      • @ Andi R.

        Wollte damit auch nur zum Ausdruck bringen, dass Google Eure Daten eh schon an alle verhökert hat die vernünftig zahlen.
        Somit ist es völlig egal, wer Zugriff auf Euer Smartphone hat.
        Google hat auf jeden Fall Zugriff, und die gehen nicht gerade sensibel mit Euren Daten um.
        Darum ist die Angst, dass Chainfire seine Root App verkauft einfach nur lächerlich und albern.

      • @Yiruma , ich habe mit meiner Bemerkung nach der Logik nicht dich gemeint , sondern Andy R. der seine Daten lieber bei Google sieht als beim chin. Geheimdienst.
        Ich habe ja weiter unten selbst geschrieben das kein Geheimdienst neues Erfahren wird als Google schon über uns weiss.

      • Moin,

        meine Antwort galt Andi R.
        Habe jetzt @Andi R. davor gesetzt :)

      • Das ist ein Grundpfeiler meines digitalen handelns.
        An Google kommt man nicht vorbei mit Android.
        Deshalb nutze ich primär nexus Apps. Aber deswegen haben nicht alle einen Freibrief mich auszuschalten !
        Auch bei Google handle ich mit bedacht.

  • Zumindest mal gut die Info bekommen zu haben. Wäre sicher gut, wenn Androidpit sich angewöhnen würde eine Art Markierung einzuführen, wie zuverlässig Androidpit die Info einschätzt. Wenn jede Nachricht aufgebauscht wird, nur um Leser zu gewinnen, nehmen die Leser die Nachrichten nicht mehr für voll....
    Warum der Verkauf von Chainfire pauschal so extrem wichtig sein soll, wird mir durch den Artikel nicht klar. Alle bisherigen User betrifft es ja nur insofern, als wenn ein neues Update der Software in den Google Play store kommt und sie updaten wollen.
    Den Hinweis auf Superuser von Koushik Doutta finde ich aber doch ganz interessant. Eine superuser App als quelloffenes Projekt ist auf jeden Fall eine gute Sache.

    • Leider stammen die letzten Änderungen aus den Anfangsmonaten von 2014! Und selbst da wurde nicht wirklich was weltbewegendes geändert! Kurz gesagt: "superuser" wird nicht mehr weiter entwickelt und ist daher keine echte Alternative - auch weiß keiner, ob diese App noch unter Android 6 korrekt funktioniert (selbst bei den neueren Versionen von 5.x wäre ich vorsichtig)

  • Ich sehe dies nicht als Panikmache.
    Der Gute Eric hat wohl begriffen welche Maxime in 90% der mobilen IT herrschen.
    Digital uns ausschlachten. Maximaler Profit, maximale Information.

    Ich finde die Information wertvoll. Auch wenn ich meine Geräte nicht mehr roote. Auch wenn die Info nur ein Puzzelstück von dem ist, was da wirklich läuft.

    • Ich hoffe stark es läuft nicht so ab wie mit QuickPic - verkauft (und verraten) an die extrem dubiose Firma Cheetah Mobile, bekannt für großteils nutz- und funktionslose Apps.

      • Danke für die Info. Ich habe quickpic auf dem Handy.
        Das werde ich mal checken

      • Izzy
        • Blogger
        17.10.2015 Link zum Kommentar

        Aha! Daher der plötzliche Wunsch nach Zusatz-Berechtigungen beim (von mir abgelehnten) Update. Schade, QucikPic war jahrelang eine gute und schnelle Alternative zur Gallery-App. Das war's dann wohl für sie. Keine Bananas auf mein Android, Cheetah – zumal wenn Du nur die Schale bist :(

  • Wenn das den Leuten so wichtig ist, dann sollen sie halt 5€ dafür zahlen, dann verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert.
    Wobei die Panikmache nichtmal begründet ist.

  • Wieder mal die typische Panikmache von AndroidPit.
    Man sollte auch erwähnen dass sich Chainfire über einen Zeitraum von 2 Jahren mehr und mehr zurückzieht aber erstmal weiter an der App arbeitet.

    "While I will continue to work on SuperSU for the moment, my involvement will slowly be phased out over the next two years - by the end of which I will have spent almost six years on this project."

  • Mich stört die Überschrift zu diesem Artikel "Die beliebteste Root-App wurde an ein chinesisches Unternehmen verkauft"
    Hätte man auch darüber informiert wenn es an ein deutsches oder englisches Unternehmen verkauft worden wäre, oder will man in das Horn blasen, das da die Melodie spielt " Aus China kommt nur schlechtes und vor den bösen chinesen müssen wir uns in acht nehmen" Die sind nicht böser und schlechter als die Amerikaner (NSA) die Engländer (MI5)
    und die deutschen (BND). Die einzigen die vielleicht schlimmer sind ist der KGB. Also das Unternehmen ist verkauft worden, ist ihr gutes Recht und was da kommen wird "Wir werden sehen sprach der blinde" Sie werden schon versuchen an brisante Userdaten zu kommen, aber die Hackerszene wird schnell dahinter kommen und die Firma öffentlich anprangern. Andererseits was können die über uns User noch raus bekommen was Google nicht schon lange weiss. ?

  • Wie ist es wenn man bei der alten Version von Su
    per user bleibt? Puhh Chainfire und seiner App habe ich vertraut. In wie weit die App mit dem Entwickler komuniziert darüber habe ich mir nicht so die gedanken gemacht. Irgendwie jetzt ein flaues gefühl mit dieser neuen Firma.

    Echt schade, werde also nur noch entbloaden und dann super su runter schmeißen.

    Irgendwie ist die ganze überwacherrei im ganzen echt Scheisse. Jeder weiß von der ganzen Datensammellei. Habe gar kein vertrauen mehr in meine Digitalen Geräte. Echt eine schande was da im ganzen Passiert. Persöhnlichste Dinge und von allen seiten ob offiziell oder inoffiziell wird versucht wones eben gerade geht Daten zu bekommen und diese aus zu Werten.

  • Die Geheimnistuerei kann nie gutes bedeuten

  • Das riecht gewaltig nach Illuminaten...
    Oder steckt vielleicht doch Apple hinter der neu gegründeten Firma? O.o

  •   2

    Der Artikel wirkt irgendwie unfertig. Es wird von Alternativen gesprochen. Erwähnt wird nur Superuser. Bebenbei: ein Mission Statement ist genau das und nicht mehr und schafft zumindest bei mir kein Vertrauen.

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