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Test 5 Min Lesezeit 3 Kommentare

Beat Saber getestet: Wenn die Jedis tanzen gehen

Der Hype um Beat Saber könnte kaum größer sein: Das aktuell bestbewertete Spiel auf Steam. Zahllos geteilte Gameplay-Videos auf Twitter, Facebook & Co. Auch wir haben die Lichtschwerter ausgepackt und Beat-Würfel geschnitten. Hält das Spiel, was es verspricht?

Bewertung

Was macht ein gutes VR-Spiel aus?

Mit VR-Spielen ist es so eine Sache. Einerseits können Spieler komplett in eine Welt eintauchen, andererseits sind die Einstiegshürden groß. Wer in eine ausgefeilte Welt wie Arktika.1 oder Skyrim VR eintauchen möchte, muss einiges über das VR-Spiel lernen, bevor diese komplexen Erlebnisse wirklich begeistern können.

Beat Saber umschifft dieses Problem ganz elegant: Ziel des Spiels ist es, virtuelle Würfel mit einem Lichtschwert zu durchschneiden. Die Würfel fliegen im Rhythmus mit der Musik auf den Spieler zu und wollen in der richtigen Richtung durchschnitten werden.

Simpel ist manchmal einfach genial

Was fast zu simpel klingt, ist tatsächlich eines der besten VR-Spiele, die es derzeit für PC-basierte VR à la Vive, Oculus Rift und Windows Mixed Reality gibt. Das geht schon mit der Menüführung los, die erst den Spielmodus abfragt, dann die Musikauswahl erlaubt und schließlich noch den Schwierigkeitsgrad festlegen lässt. “Start” und schon geht’s los.

Passend zur Musik fliegen die ersten Würfel auf mich zu und deren farbige Markierung weist darauf hin, welches der beiden Lichtschwerter und in welche Richtung zur Schneideklinge bewegt werden muss: Blau heißt rechts, rot heißt links. Bei jedem Schnitt vibrieren die Controller, sodass haptisches Feedback das richtige Feeling gibt.

Die Levels sind handgestaltet, Automatiken gibt es nicht - ebenso wenig könnt Ihr die eigene Musiksammlung zerschneiden. Extra für Beat Saber wurden zehn Musikstücke komponiert und die decken eine Menge Musikstile ab. Ob Dance oder Hiphop, Alternative oder Rock - für jeden ist etwas dabei. Mein Lieblingstrack ist Escape.

Beat Saber: Gameplay im Video

Übung macht den Meister

Jedes Musikstück in Beat-Saber-Level hat vier Schwierigkeitsgraden und die unterscheiden sich dadurch, dass die Würfel in kürzerer Abfolge einrauschen und mitunter neue - lies: schwierigere - Schneide-Kombis erfordern. Im obigen Video spiele ich in Schwer und schon hier gibt es kaum Spielraum, auf die Steine zu reagieren. Es heißt also, das Level möglichst auswendig zu kennen, sonst verpasst man einzelne Blöcke und das Level ist schnell beendet. Im Modus Expert gilt das umso mehr.

Das Tolle an Beat Saber ist, dass Übung eben den Meister macht. Schon nach wenigen Versuchen schaffe ich Normal ohne Fehler, wenngleich noch bei Weitem nicht mit imposanten Punktzahlen. In Schwer ebenso, hier braucht es aber mehr Übung und auch nach mehreren Stunden komme ich immer wieder aus dem Tritt.

Wer gerne kocht, weiß: Zwiebel würfeln ist eher Notwendigkeit als Leidenschaft. Genau wie bei Beat Saber, denn die Blöcke zu schneiden ist das eine, das andere ist natürlich, die höchste Punktzahl zu erreichen, um in der Rangliste nach oben zu klettern. 

Tipps für die höchsten Punktzahlen bei Beat Saber

Für jeden Schnitt gibt es Punkte. Je mehr korrekte Schnitte ihr setzt, umso mehr füllt sich Euer Kombi-Bonus, den ihr stets recht neben dem Spielfeld seht (aber wohl selten wahrnehmt). Pro Schnitt gibt es eine Punktzahl (bis zu 110), die mit dem Kombi-Bonus multipliziert wird. Um die meisten Punkte zu bekommen, müsst Ihr einige Bedingungen erfüllen, die die Beat Saber-Macher inzwischen in einem Tweet detailliert beschrieben haben:

Es heißt also, besonders ausschweifende Schnittbewegungen auszuführen. Das aber kommt sich mit der Schnelligkeit der Levels in die Quere. Was also tun? Tänzelnde Bewegungen helfen, ebenso intensives Arbeiten mit den Handgelenken. Und schnell sein, natürlich. Ich habe stellenweise fast die Controller verloren im Versuch, möglichst lockere Handgelenke für bessere Beweglichkeit zu haben. Eine Beat-Saber-Session wird so schnell zum Fitness-Workout.

Wer einfach nur schneidet, wird keine Rekorde brechen:

Vielversprechender Early-Access-Start

Im Partymodus wechselt Ihr Euch an einem Rechner ab und könnt gegeneinander um die höchstes Scores spielen. So wird der VR-Rechner schnell zur perfekten Spaßstation der Party. Einen direkten Vergleich gegen Freunde bei Steam oder Oculus gibt es nur in Form einer Highscore-Tabelle.

Beat Saber ist für 19,99 Euro bei Steam und über Oculus Home erhältlich. Offiziell ist es im Early-Access-Stadium. Weitere Audiotracks sind schon angekündigt, ebenso soll es bald einen Leveleditor geben. Dann schafft es auch die eigene Musik ins Beat-Saber-Universum.

Abschließendes Urteil

Beat Saber ist für mich ein wenig wie Space Pirates Trainer: Das Spielprinzip ist fast schon zu simpel, als dass man hier ein perfektes VR-Gameplay erwarten würde. Richtig ist aber das Gegenteil: Beat Saber besitzt diese perfekte Einfachheit und binnen Sekunden sind Spieler von der Beat-Saber-Welt eingenommen.

Wie wenige andere VR-Spiele schafft es Beat Saber, ein simples Spielprinzip so umzusetzen, dass die Möglichkeiten von VR-Umgebungen mit Motion Controllern ausgeschöpft werden. Langzeit-Motivation ist alleine aufgrund des Fitness-Charakters vorhanden. Nach einiger Zeit sind die Level aber nicht mehr richtig herausfordernd und nicht jeder Musiktitel regt zum Dauerspielen an.

Die Entwickler von Beat Saber haben mit Ihrer Vermarktung einige Glücksgriffe gelandet: Da sind zum einen die spektakulären Mixed-Reality-Videos, die überall auf YouTube und Twitter zu sehen sind. Zum anderen haben die Lichtschwerter natürlich einen erheblichen Star-Wars-Appeal, der voll in die Zeit passt. Auch wenn der aktuelle Hype irgendwann verblassen wird: Ein dauerhafter Hit ist Beat Saber spätestens dann, wenn mehr Musik verfügbar wird.

Habt Ihr eine PC-VR-Brille und Beat Saber ausprobiert? 

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