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Dropbox, Google Drive, Skydrive und so weiter. Das Speichern auf externe Medien ist längst nicht mehr die einzige Möglichkeit, mehr aus seinem internen Speicher herauszuholen. Cloud-Dienste erweisen sich als äußerst nützlich und, natürlich, platzsparend. Mit „Beat“ erschien nun ein Musik-Player für Android, der auf die Cloud zugreifen kann und dennoch nicht auf den internen Speicher verzichtet. Interesse geweckt? Na dann, lest meinen Testbericht!

Bewertung

Pro

  • Dateien aus Cloud & Offline-Speicher werden genutzt
  • Massig Einstellungsmöglichkeiten
  • Mehrere Hauptverzeichnisse lassen sich gleichzeitig anzeigen
  • Das Design?

Contra

  • Audiodateien werden nicht automatisch erkannt
  • Suchfunktion nicht für die Cloud verfügbar
  • Lieder aus der Cloud lassen sich nicht herunterladen
  • Das Design?
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Samsung Galaxy S2 4.1.2 Nein 1.2.08 2.3.0

Funktionen & Nutzen

Die Cloud ist nun schon seit einiger Zeit völlig normal für uns. Der Service rund um den Internetspeicher schlug hohe Wellen und erfreut sich einer riesigen Beliebtheit. Spätestens seit der Einführung von Google Play Music geht der Trend zudem klar zum Musikstreaming aus der Cloud. So wird hier angeboten bis zu 20.000 Songs in der Cloud zu speichern – Das dürfte den meisten Nutzern reichen. Der Audio-Player „Beat“ bietet Neues und Altes, erlaubt das streamen aus der Cloud und lokalen Ordnern und bietet nebenbei etliche Gestaltungsfunktionen.

Zugegeben, als Musik-Player hat man es auf Android schwer. Unzählige Apps der gleichen Art tummeln sich hier bereits. Unter diesen gibt es die starken Platzhirsche, die erst einmal ihre Stammkunden besitzen und sich zudem nicht so leicht vom Thron stoßen lassen. Um hier an die Spitze zu gelangen bedarf es einem individuellen Style und äußerst praktischen, nützlichen und gut funktionierenden Funktionen.

Doch wie setzt man sich hier durch? - Man müsste eine schwerwiegende Funktion finden, auf die viele andere Audio-Player derzeit verzichten. Und siehe da, beat hat dies geschafft. Zwar wird der Kampf nicht einfach, doch gibt es Gründe, dem Player unbedingt eine Chance zu geben.

Das Setup ist denkbar einfach: Beim ersten Start der App wird man vor die Wahl gestellt, ob man zunächst einen Cloud-Service oder einen Stammordner für lokale Musik konfigurieren möchte. Wählt man die Cloud, wird man zur Anmeldung im jeweiligen Dienst weitergeleitet. Nach einem kurzen Abgleich kann man sodann durch die Ordner Navigieren, bis man bei dem gewünschten Musikstück angelangt ist. Ein weiterer Klick startet sofort die Wiedergabe.

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"beat" spielt Dateien aus der Cloud & aus dem Offline-Speicher! / © AndroidPIT

Die App ist also ordnerbasiert. Während viele ihre Musik sicherlich gut geordnet haben, dürfte dies besonders jene interessieren, die ihre Audio-Dateien gerne mal komplett durcheinander herumfliegen haben, da komplette Ordnerpfade hinterlegt werden können. Damit besteht eine insgesamt große und gute Übersicht. Leider werden keine Musikdateien direkt erkannt, weshalb Ihr Euch durch eure ganzen gespeicherten Ordner, bis hin zum richtigen kämpfen müsst. Aus Cloud- und Offline-Dateien lässt sich zudem auch eine gemeinsame Playlist erstellen. Ein Nachteil der hier sofort auffällt: Cloud-Dateien lassen sich leider nicht herunterladen.

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Leider muss sich der Benutzer hier durch die kompletten Ordner kämpfen! / © AndroidPIT

Obwohl Cloud- und Offline-Dateien fast komplett gleich behandelt werden, hat sich auch hier ein Nachteil entpuppt. So funktioniert die sehr beliebte Suchfunktion nur mit Offline-Dateien. Für die im Internet gespeicherten Daten muss so leider immer der komplette Ordnerpfad ausgewählt werden, um zum gesuchten Musikstück zu kommen. Dies ist leider wirklich sehr ärgerlich für Cloud-Liebhaber, die schnell mal ein Lied hören wollen.

Ein durchaus praktisches Feature von beat ist der Slide-Out-Player. Statt sich auf ein normales Widget oder die Steuerung über die Benachrichtigungsleiste zu verlassen, kann am Rand des Displays ein unauffälliger Kreis, ähnlich des Facebook-Messengers, platziert werden, der sich fortan über alle geöffneten Apps legt. So kann von jeder Stelle im System aus mittels eines einfachen Klicks ein Menü zur Steuerung der Wiedergabe geöffnet werden.

Doch braucht ein guter Player natürlich auch Einstellungsmöglichkeiten, und die gibt es hier massig. Neben dem automatischen Cover-Download, dem Software-Equalizer (der leider nicht so stark ausgereift ist, wie in manchen Konkurrenz-Apps) und dem Sleep Timer lassen sich zudem optisch fast alles anpassen. Von der Schriftgröße über die Listendarstellung und Menüfarbe lässt sich hier wirklich beinahe jeder einzelne Punkt einstellen.

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Die Einstellungsmöglichkeiten sind riesig! / © AndroidPIT

Zwar gefällt mir persönlich die Gestaltung der App dennoch nicht wirklich, da in meinen Augen alles zu Kantig und „Windows8-mäßig“ wirkt, jedoch muss das wohl jeder für sich selbst entscheiden. Genug Einstellungsmöglichkeiten gibt es ja. Als schön empfinde ich die aufsteigenden Blasen im Menü und in Ordnern, aus welchen gerade Musik gespielt wird. Schön hätte ich übergreifende Cover-Bilder der Interpreten (auch, wenn mehrere Alben vorhanden sind) gefunden, anstatt die großen Bunten Flächen mit dem Anfangsbuchstaben.

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Schöne Blasen steigen in dem Ordner auf, aus dem Musik gespielt wird! / © AndroidPIT

Über den Nutzen der Clouds muss ebenso jeder selbst entscheiden. Was den Player eigentlich ausmachen soll, erweist sich als relativ gefährlich. Zwar ist es wirklich eine tolle Sache sowohl Cloud, als auch Offline-Dateien nutzen zu können, jedoch ist Play-Music nicht vertreten. Nun muss jeder wissen, ob ihm der kostenlose kleine Speicher auf Dropbox und Google Drive reicht, ob es sich lohnt, extra hierfür einen Premium-Speicher zu kaufen, oder ob man es ganz sein lässt und bei seinem alten Audio-Player bleibt.

Insgesamt haben wir hier einen recht schönen Android-Musikplayer mit einer wirklich coolen Idee, dessen Beliebtheit jedoch stark unterschiedlich ausfallen dürfte. Das Design ist Geschmackssache und nicht allzu aufwendig und auch erweisen sich einige Funktionen als noch nicht 100% ausgereift oder zu schwach für die starke Konkurrenz. Für meine Ansprüche hat es nicht ganz gereicht, weshalb ich bei „PowerAMP“, meinem absoluten Lieblingsjuwel blieb, jedoch muss das jeder für sich selbst entscheiden.

Bildschirm & Bedienung

„beat“ lässt sich sehr intuitiv bedienen. Durch das Hinzufügen von verschiedenen Ordnerpfaden lässt sich –selbst bei unübersichtlichen Musiksammlungen- eine sehr schöne Gesamtansicht erstellen. Die fehlende Suchfunktion für Cloud-Dateien erschwert jedoch vielen Nutzern die Bedienung.

Speed & Stabilität

Die App lief zu jeder Zeit flüssig und ohne merkliche Ruckler. Auch Abstürze gab es keine.

Preis / Leistung

Der besagte Musik-Player ist komplett kostenlos und dafür auf jeden Fall einen Versuch wert. Der kostenlose Cloud-Speicher von Dropbox oder Google Drive ist zwar stark begrenzt, jedoch muss hier jeder entscheiden, was eben ausreicht und was nicht. Völlig umsonst wird hier jedoch ein recht guter Player mit vielen Einstellungsmöglichkeiten geboten.

Abschließendes Urteil

Es kommt auf Euch an! „beat“ ist ein insgesamt sehr gelungener Player, der das Hören von Offline- und Cloud-Dateien möglich macht und hierbei viele Einstellungsmöglichkeiten bietet. Das Design ist nicht allzu aufwendig gestaltet (obwohl diverse Einstellungsmöglichkeiten mit an Bord sind), jedoch nicht schlecht. Das Gesamtbild wird durch fehlende oder zu schwache Funktionen gestört. Die Nutzung der Cloud ist Ansichtssache, da Google Play Music einen sehr großen Musikspeicher bietet, während die hier verwendeten Dienste (Dropbox & Google Drive) einen sehr begrenzten kostenlosen Speicher aufweisen. Wer seine Musik aus mehreren Quellen bezieht oder vielleicht sogar über ein Premium-Cloud-Konto verfügt, der sollte der App definitiv eine Chance geben!

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"Beat" - Ein recht solider kostenloser Audio-Player für Android! / © AndroidPIT

 

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