Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

5 Min Lesezeit 40 Kommentare

Auto, Roller und Co.: So fahren wir in 2019

Selten war es so spannend über Mobilität zu diskutieren und zu schreiben wie in den letzten 12 Monaten. Virtuelle Assistenten wie der Google Assistant sind ins Auto eingezogen, Augmented Reality hat in Motorradhelmen Einzug erhalten und Sharing-Dienste aller Art sorgten für Diskussionen. Aber was erwartet uns 2019?

Viele neue E-Fahrzeuge erwarten uns

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an. Wir lehnen uns wahrlich nicht weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten, dass wir 2019 viele neue E-Modelle zu sehen bekommen werden. Wir warten immer noch auf das Jahr, in dem der EV-Markt wirklich in die Gänge kommt, und ich denke, wir werden noch etwas länger warten müssen, bis es so weit ist, aber 2019 wird ein spannendes Jahr.

Der Audi e-tron wird zweifellos ein Highlight für die Fans des deutschen Herstellers sein. Er sollte schon letztes Jahr vom Band surren, aber Softwareprobleme verursachten eine Verzögerung. Lange sollte es aber wohl nicht mehr dauern. Der Mercedes-Benz EQC 2019, ein neuer i3 und ein neuer elektrischer Mini von BMW sowie ein vollelektrischer XC40 von Volvo werden in diesem Jahr für Aufsehen sorgen.

androidpit audi etron
Der Audi e-tron soll im ersten Quartal 2019 auf den Markt kommen. / © AndroidPIT

Im Jahr 2019 dreht sich jedoch alles um den Porsche Taycan. Das am meisten erwartete E-Fahrzeug des Jahres wird ein 800-Volt-System und die schnellste Ladung, die wir je gesehen haben, mitbringen. Dazu kommen eine Reichweite von mehr als 300 Kilometern, eine hohe Topgeschwindigkeit und ein Preisschild von über 100.000 Euro, und der Porsche EV verfügt über alle Zutaten, um das Auto des Jahres zu werden. Damit kommen wir auch zu meiner zweiten Vorhersage.

Elektroautos werden zu (noch wertvolleren) Statussymbolen

Die Automobil-Welt freut sich also vor allem auf Porsches ersten vollelektrischen Sportwagen - Porsche gibt an, dass die maximalen Bestellung für dieses Jahr schon eingegangen sind - aber E-Fahrzeuge werden in diesem Jahr wohl das ultimative Statussymbol für alle, die ökologisch nicht ins Hintertreffen geraten wollen.

Porsche taycan
Der Porsche Taycan ist mit Abstand das schönste vollelektrische Auto, das wir bisher gesehen haben. / © Tech Crunch

Wir haben diesen Trend schon einmal gesehen. Wenn Ihr jemals einen übermäßig stolzen Tesla-Besitzer getroffen habt, wisst Ihr, wovon ich rede. Aber 2019 könnte sich das E-Mobil als Statussymbol erst so richtig durchsetzen. Es ist ein Gefühl, das der CEO des britischen Luxusautoherstellers Bentley teilt. Adrian Hallmark hat bemerkt, dass immer mehr reiche Menschen Teslas kaufen, und er will ein Stück vom Kuchen abhaben.

Bentley präsentierte im vergangenen Jahr ein vollelektrisches Konzept, den EXP 12 Speed 6e, und es ist nicht das einzige Unternehmen, das in die Luxusklasse der E-Fahrzeuge einsteigen will. Ich gehe davon aus, dass E-Fahrzeuge im Jahr 2019 zu einem Maßstab des persönlichen Erfolgs werden könnten.

E-Scooter werden sich schwer tun, aber nicht verschwinden

Das vergangene Jahr war für E-Scooter-Unternehmen ein hartes, nicht nur in den USA, sondern auch im Rest der Welt. Nachdem Lime aus San Francisco verbannt wurde - eine Schlacht, die das Unternehmen noch nicht aufgegeben hat - und ähnliche Verbote in Madrid und Paris ausgesprochen wurden, sollten die Start-Ups auch in diesem Jahr mit vielen Hürden rechnen.

Wir haben einen entscheidenden Moment für E-Scooter-Unternehmen wie Lime und Bird erreicht. Die Investitionen fließen immer weiter, und das ist auch gut so. Lime-Scooter wurden im letzten Jahr für insgesamt 26 Millionen Fahrten genutzt und Bird, aktuell mit 2 Milliarden US-Dollar bewertet, führt Gerüchten zufolge zur Zeit Gespräche mit Uber.

IMG 20181231 124602
Ein E-Scooter liegt verlassen in einem Park in Stockholm, Schweden. / © AndroidPIT

Aber der Widerstand nimmt weiter zu, und das ist nicht unbedingt gut. Nicht nur die Gesetzgeber wehren sich, auch die Bewohner nehmen die Dinge selbst in die Hand. Man hat den Eindruck, dass 2019 etwas passieren muss. Ich sage voraus, dass E-Scooter-Anbieter sich in diesem Jahr warm anziehen müssen, verschwinden werden sie aber wohl nicht.

Die Gegenreaktion auf neue Technologien wird fortgesetzt

Der Mensch tut sich traditionell mit Veränderung schwer, auch im Mobilitäts-Markt. 

Wenn neue Mobilitätstechnologien auf den Markt kommen, gibt es immer diejenigen, die Veränderungen nicht mögen. Es ist vielleicht nicht ganz nachvollziehbar, wie man grundsätzlich etwas gegen E-Mobilität haben kann, aber in den USA ist ein solcher Trend schon jetzt zu beobachten. Schon mal was vom sogenannten Icing gehört? Hierbei stellen Unterstützter ihre Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf einem Parkplatz mit Ladestation ab. Nur um das Aufladen eines E-Fahrzeugs zu behindern.

Zunächst tauchte das Phänomen in North Carolina auf, wo drei Pickup-Fahrer Parkplätze blockierten, während sie "F*** Tesla!" riefen. Ähnliche Vorfälle tauchen bei Reddit immer wieder auf. Wir sprechen hier von einer Minderheit, aber Icing entwickelt sich in den USA wohl durchaus zu einem Problem.

Tesla Supercharger pickup truck
Drei Pickups blockieren eine Tesla-Aufladestation in North Carolina. / © electrek

Auch die Vorbehalte gegenüber selbstfahrenden Autos nimmt zu. In Arizona, wo ein selbstfahrendes Uber-Fahrzeug der Stufe 3 für den ersten Todesfall verantwortlich war, als er einen Fußgänger traf und tötete, haben die Bewohner Reifen auf Waymo-Autos geworfen. Googles selbstfahrendes Autoprojekt hat seit 2017 mindestens 21 Angriffe von wütenden Anwohnern erlitten.

Diese Art von Geschichten, zusammen mit Bildern von zerstörten E-Bikes und E-Scootern, werden auch 2019 Schlagzeilen machen, wenn sich die Gesellschaft auf neue Wege einlässt, um von A nach B zu gelangen.

Die Konzepte werden noch verrückter werden

Die Vorstellung, dass uns selbstfahrende Autos durch unsere Städte transportieren werden, ist nicht mehr futuristisch. Wir leben in einer Welt, in der dies bereits möglich und in einigen Städten Realität ist. Im Jahr 2019 wird sich diese Technologie immer weiter verbreiten, da immer mehr Unternehmen aus aller Welt entsprechende Einsatzmöglichkeiten finden werden.

hotelonwheels 1
Würdet Ihr in einem Hotel auf Rädern übernachten? / © BGR

Das Jahr war gerade mal ein Tag alt, als Autonomous Travel Suite (ATS), ein selbstfahrendes Hotel auf Rädern, ihr neues Projekt vorstellte. Das Konzept, das es Euch ermöglicht, während der Fahrt in einer Kabine frei zu bewegen, wird wahrscheinlich nie Realität werden. Aber jetzt, da selbstfahrende Autos real sind, brauchen wir neue futuristische Ideen, die uns träumen lassen.

Quelle: BGR, electrek

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

Top-Kommentare der Community

  • DieselHERZ vor 5 Tagen

    Irgendwo müssen wir anfangen, wahr ist aber auch das die Batterien nicht so sauber sind nicht in der Herstellung und nicht in der Entsorgung.

40 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Ich fahre ein Fahrzeug mit Stromabnehmer auf dem Dach. Oder hieß das "ich fahre in einem Fahrzeug..."? ;-)


  • Ich fahre lieber mit der Pferdekutsche. Hat den Vorteil das Pferde überall Futter finden, Abgas und Emissionsfrei sowie auch umweltfreundlich sind. Brauch mir keine Gedanken machen wo die nächste Zapfsäule ist.


  • @Hannes B.

    Wünsche dir viel Spaß dabei, vor allem in Großstädten 😂


  • Also wenn ich mir heute ein E Auto kaufen wollte, wüsste ich nicht, ob ich bei der derzeitigen Batterie Lösung doch nicht aufs falsche Pferd setze. Für mich ist das E Auto, zumindest Stand heute, nur ein fauler Kompromiss der teuer erkauft werden muss.


  • Ich weiß ja nicht, Elektrofahrzeuge sind dem Grunde nach eine notwendige Entwicklung, doch die Ölindustrie und alle was da dran hängt wird wohl nicht einfach klein beigeben. Wo der Strom herkommt um den riesigen Bedarf in Zukunft zu decken, da hat auch noch keiner eine wirklich gute Lösung präsentiert.
    E-Scooter halte ich für unproblematisch, WENN der Mensch, der ihn fährt vernünftig ist. Doch Vernunft und Fahrzeuge ist so ne Sache, nicht nur bei E-Scootern. Gegenseitige Rücksichtnahme ist eine Sache, die gerade in Berlin (in Madrid funktioniert es besser) nicht so oft zu finden ist.


    • Ich verstehe nicht was daran notwendig ist. Emmissionsfrei sind E-Autos nicht- der Auspuff ist nur woanders, die Herstellung der Batterien verbraucht viel Energie und Wasser (waren wohl äquivalent zu um die 200.000km Diesel fahren) und - vor allem: das Resultat ist bedingt einsatzfähig. Eine ideologiefreie Diskussion ist notwendig - Stromkisten nicht.


      • Offenbar hast du mich nicht vollkommen verstanden und deine persönliche Einstellung dazu geschrieben. Für mich ist die Suche nach umweltverträglich(er)en Möglichkeiten der Elektroantrieb in Autos ein besserer Weg als beim Benziner oder Diesel zu bleiben, doch es kann und darf nicht dabei bleiben. Man muss, wie ich oben schon schrieb, nach Wegen suchen die die Umwelt wirklich verbessern. Die Hersteller von Ölerzeugnisse sind jedenfalls aus meiner Sicht die falschen für so ein Vorhaben.


  • Der hohe Strombedarf durch dann immer mehr E-Autos und dazu der Umstieg auf Wind-/Wasser- und Sonnenenergie wird nicht ganz unproblematisch.

    Hybrid ist der beste und sinnvollste Kompromiss aus ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten für die nächsten 10 Jahre m.M.n


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 5 Tagen Link zum Kommentar

      Das ist richtig. Aber nicht der Hybrid mit einem Verbrennungsmotor, sondern mit einer Brennstoffzelle – also mit Wasserstoff. Der Verbrennungsmotor hat ausgedient und wird in fünf Jahren nicht mehr hergestellt.

      Sarah


      • Der Verbrennungsmotor wird auch in 10 Jahren noch existieren. Alleine schon die Formel 1 wird weiterhin auf ihr aktuellen Motoren setzen ,vor allem ab 2021 wo ein komplett neues Reglement raus kommen soll. Ab da könnte man Vorbild werden mit Brennstoffzellen statt Verbrennungsmotor, aber dem wird leider nicht so sein. Die Formel 1 hat mit groß daran gearbeitet Hybridantriebe salonfähig zu machen und gilt als Königsklasse des Motorsports.


      • Brennstoffzellen werden interessant, wenn man die hohen Platiumbestandteile dieser Teile durch günstigere Materialien substituieren kann.


  • E-Autos WERDEN zu Statussymbolen? Riesige Fehleinschätzung- sie SIND zum größten Teil Statussymbole. Wer bei der DERZEITIGEN Reichweite und der aberwitzig unterentwickelten Infrastruktur zum Betrieb dieser Dinger einen Tesla fährt, gehört ganz sicher in diese Kategorie.
    Nein, diese Autos werden sehr schnell zur Normalität, wenn die Industrie so weiter macht, wie es sich jetzt abzeichnet.


    • So schauts aus!
      Ein Mobiltelefon war auch mal ein Statussymbol und heute....


      • Dafür werden sie ja heute immer noch gehalten, oder warum kaufen so viele jedes halbe Jah ein neues Gerät? Weil's kaputt ist?


  • Was Bus und Bahn an geht, wird sich überhaupt nichts ändern außer das Preise steigen.

Zeige alle Kommentare
Dank ist diese Seite frei von Werbebannern