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Anders als die Anderen: Die ausgefallensten Smartphone-Designs

Update: Dieses Smartphone ist ein Mini-Roboter!

Smartphones werden immer schneller, besser und mit neuen Features ausgestattet. Aber was bewegt sich beim Design? Nicht allzu viel und zahlreiche Smartphones sehen sich doch sehr, wirklich sehr ähnlich. Es gibt aber auch Ausnahmen, die sich vom Design-Einheitsbrei unterscheiden. Besonders der Neuzugang "Robohon" ist mehr Roboter als Smartphone.

Macht was Neues… aber wie?

Der Job eines Designers für Smartphones muss sehr frustrierend sein, denn die neuen Geräte sollen ja nicht einfach nur mehr leisten, sondern auch noch schick, modern, flippig, anders und ausgefallen aussehen. Am besten alles zusammen und am besten sollten sie sich noch deutlich von der Konkurrenz abheben. Die Vorgaben sind wohl oft: Jungs und Mädels, macht mal was revolutionäres!

Diese Revolution bleibt dann oft aus und oft wird einfach ein Mittelweg eingeschlagen und ein bestehendes Design etwas verändert. Oder die Designer kopieren einfach ein angesagtes Design. Das hat leider zur Folge, dass viele Smartphones sich nicht besonders voneinander unterscheiden. Es gibt erfreulicherweise aber auch Smartphones, die einen ganz besonderen Look haben. Hier nun ein Ausblick auf zukünftige Design-Schönheiten und bereits erhältliche Geräte, die anders sind als die anderen.

Robohon-Smartphone von Sharp - Domo Arigato Mr. Roboto

Die unten vorgestellten Smartphones sehen trotz ihres eigenwilligen Designs noch sehr wie Smartphones aus. Das lässt sich über das Robohon-Smartphone von Sharp eher nicht sagen. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Roboter, ausgestattet mit Kopf, Armen, Beinen und Augen.

Auf den ersten Blick sieht das Telefon wie ein Spielzeug aus, in Robohon, beziehungsweise auf seinem Rücken ist jedoch ein Smartphone angebracht. Hierbei handelt es sich eher um ein Einsteiger-Smartphone, da das 2-Zoll-Gerät nur mit 320 x 240 Pixeln auflöst. Im Inneren arbeitet ein Snapdragon-400-Prozessor, der mit 1,2 GHz getaktet ist. Der Mini-Roboter (19,5 cm groß und 390 Gramm schwer) unterstützt außerdem WLAN nach 802.11b/g/n. Mit welcher Android-Version es standardmäßig ausgestattet ist, teilte Sharp noch nicht mit.

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Robohon - Der kleine Helfer und Ansprechpartner / © Sharp

Der Robohon schafft so ziemlich alles, was man auch mit einem normalen Smartphone anstellen kann. Es ist also möglich, SMS zu verschicken oder Fotos zu schießen. Da es sich aber um einen Mini-Roboter handelt, kann er aufgrund seiner Physik noch einiges mehr. Zumindest in einem Werbevideo sind zahlreiche Anwendungen und Interaktionsmöglichkeiten zu sehen.

Der Roboter reagiert anscheinend auf Sprachbefehle und kann so beispielsweise dazu genutzt werden, um ein Taxi zu bestellen. Auch knipst er auf Befehl Fotos und sogar als mobiler Beamer kann er verwendet werden. Und falls es auf einer Party hoch her geht, schwingt er selbstständig das Tanzbein.

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Das Robohon kann natürlich auch als Smartphone verwendet werden. / © Sharp

Der Fokus der Entwickler lag angesichts dieser Bilder wohl vor allem darauf, dass der Mini-Roboter möglichst lebensecht rüberkommt. Auch soll er wohl mehr Roboter-Freund als Smartphone sein. Dieses Konzept kann in Japan wohl durchaus aufgehen, ob es einem europäischen Publikum gefallen wird, darüber lässt sich streiten. Das sehr spezielle Smartphone wird von Sharp zumindest nicht als Spielzeug beworben, sondern als Begleiter für Jugendliche, Erwachsene und Senioren.  

Ob der Robohon außerhalb Japans überhaupt erscheinen wird, ist eher unwahrscheinlich, zumindest hat sich Sharp hierzu noch nicht geäußert. Als Release-Zeitraum für den japanischen Markt gab der Entwickler bislang nur “Frühjahr 2016” an.

London-Smartphone von Marshall - Der Rocker unter den Smartphones

Wer ein echter Rocker ist, der braucht natürlich auch ein Smartphone, das zu ihm passt. Mit einem Galaxy S6 kann man sich ja auch eigentlich nicht beim Motörhead-Konzert oder auf Wacken sehen lassen. Wer es also etwas rockiger will, sollte sich das London-Smartphone von Marshall vormerken. Das seht so aus, als wären ein Marshall-Verstärker und ein Smartphone eine unheilige Allianz eingegangen. Neben dem obligatorischen Logo auf der Rückseite und Vorderseite ist das Smartphone auch mit dem typischen Muster der Verstärker ausgestattet. Ein sicherer Griff sollte dadurch garantiert sein und es sollte somit nicht aus der Hand fallen, wenn es auf einem Konzert so richtig abgeht.

Auch sehr cool: An der Oberseite des Smartphones ist ein zweiter Klinkenanschluss angebracht, wodurch zwei Personen gemeinsam Musik per Kopfhörer genießen können. Ebenfalls an der Oberseite ist ein Marshall-Knopf, mit dem der Besitzer des London-Smartphones leicht durch die Musik im Player navigieren kann. An der Seite des Smartphones ist natürlich kein normaler Lautstärkeregler angebracht, sondern ein kleines goldenes Rad.

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Einfach rockig: Das Design des London-Smartphones. / © Marshall

Neben dem wirklich sehr schönen und “rockigen” Design hat das London-Smartphone auch noch einiges in Sachen Sound auf Lager, nämlich zwei MEMS-Mikrofone mit Active-Noise-Cancelling sowie zwei leistungsstarke Frontlautsprecher. Dadurch soll das Smartphone das “lauteste der Welt” sein. In-Ear-Headpohones, natürlich mit Marshall-Logo, gehören ebenfalls zur Ausstattung sowie Bluetooth-APTK-Einbindung.

Wer sich für das Smartphone von Marshall interessiert, kann es im offiziellen Shop bestellen. Kostenpunkt: knapp 540 Euro. Dafür bekommt man jedoch kein HighEnd-Smartphone, sondern eher ein Mittelklasse-Gerät. Im Inneren arbeitet ein Qualcomm-Snapdragon-410-Pozessor, es sind nur 2 GB Ram verbaut sowie 16 GB Speicher. Der Akku ist mit 2.500 mAh auch eher schwach, er lässt sich aber zum Glück austauschen. Wer sich das London-Smartphone kauft, achtete aber wohl ohnehin eher auf das Design als auf die Ausstattung.

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Nie mehr allein Musik hören - Ein zweiter Klinkenanschluss macht's möglich.  / © Marshall

Turing Phone - Darf’s ein bisschen Scince-Fiction sein?

Definitiv ein Hingucker und so ganz anders als viele Smartphones da draußen ist das Turing Phone von Turing Robotic Industries. Wer sich die Bilder unten ansieht, weiß wovon ich spreche. Das Smartphone, das es in den Varianten “Black Dragon”, “Pharao” und “Beowulf” geben wird, zeigt vor allem auf der Rückseite, dass Smartphones nicht einfach nur grau, schwarz oder glatt sein müssen.

Bei allen drei Varianten des Turing Phones sind auf dem leicht gewölbten Rücken - es ist jedoch kein Curved-Smartphone - ansprechende Muster eingelassen, die dem Smartphone einen einzigartigen und leicht futuristischen Touch verleihen. Neben einem flachen Untergrund sind ähnlich wie beim Samsung Galaxy S5 bei den Gerät auch Noppen verbaut, die für einen sicheren Griff sorgen werden.

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Mit diesem Smartphone fällt man definitiv auf! / © Turing Robotic Industries

Die Macher legen beim Turing Phone aber nicht nur auf ein ausgefallenes Design wert, sondern auch auf Sicherheit. So hat jedes Turing-Smartphone einen eigenen Verschlüsselungs-Chip, Daten werden also nicht auf einen Server ausgelagert. Das Smartphone an sich soll aufgrund der robusten Bauweise und Materialien wie Silber, Kupfer und Aluminium auch höchstmöglichen Schutz bieten.

Das Turing Phone ist ganz klar etwas für Design-Liebhaber, die auch noch viel Wert auf Sicherheit legen und die nicht die allerneuste Technik benötigen. Das 5,5 Zoll große Smartphone mit 1080p-Display ist zwar mit 3 GB Ram, Android 5.0 Lollipop, einer 13 Megapixel-Kamera auf der Vorderseite sowie einer 8 Megapixel Kamera auf der Rückseite ausgestattet und der Akku mit 3000 mAh ist auch alles andere als schwach, der Preis ist für diese Komponente aber definitiv zu hoch. So kostet die Version mit 16 GB aktuell 610 US-Dollar, die Variante mit 64 GB 740 US-Dollar und für ein Turing Phone mit 128 GB muss man stolze 870 US-Dollar hinblättern. Wobei es die Smartphones noch nicht zu kaufen gibt, sondern man kann sie bislang nur auf der offiziellen Website vorbestellen. Einen genauen Release-Termin gibt es noch nicht, die Smartphones werden aber wohl noch in diesem Jahr erscheinen.

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Beim Turing Phone wird auch viel Wert auf Sicherheit gelegt.  / © Turing Robotic Industries

Cat S50 - Da hast du was in der Hand!

Getreu dem Motto: “Das ist doch kein Smartphone, DAS ist ein Smartphone!” ist das Smartphone von Cat(aterpillar) eher was für Naturburschen, harte Kerle, taffe Frauen oder einfach für all diejenigen, die auf der Suche nach einem ausgefallenen Design sind. Konkret handelt es sich beim Smartphone des weltgrößten Herstellers von Baumaschinen um ein Outdoor-Smartphone. Also um ein Gerät, das man getrost zum Campen oder zum Bergsteigen mitnehmen kann.

Laut Cat soll es noch bei Minus 20 Grad immer noch gut funktionieren sowie Stürze unbeschadet überstehen. Zumindest von unseren doch eher humanen Crashtests zeigte sich das Cat S50 unbeeindruckt.

cat s50 outdoor smartphone
Das Smartphone für Naturburschen und Outdoor-Fans. / © ANDROIDPIT

Ob man sich vom Design des Cat S50 beeindruckt zeigt, hängt vor allem damit zusammen, inwieweit einem das etwas “massivere” Smartphones gefällt. Zwar ist das Gerät mit einem 4,7 Zoll-Display nicht besonders groß und wirklich schwer fühlt sich das Smartphone auch nicht an, aufgrund der Dicke von knapp 12,7 Millimeter passt es aber defnitiv nicht in eine normale Jeans-Hosentasche.

In Sachen Preis bewegt sich das Cat S50 im Vergleich zu seinen Desing-Kollegen mit aktuell 380 Euro in einem moderaten Rahmen, die neuste Technik darf man jedoch auch nicht erwarten.

S6 Edge, Note Edge und LG G4 - Für schüchterne Design-Freunde

Wem die oben genannten Smartphones doch zu ausgefallen sind, kann auch zu eher “unausgeflippten” Designs greifen. Da wäre zum Beispiel das LG G4 (hier geht's zum Test) mit der Leder-Rückseite und dem gebogenen Design. Zwar ist die Leder-Rückseite anfällig für Kratzer und ein gebogenes Smartphone ist sicher nicht jedermanns Sache, neugierige Blicke wird man damit aber sicher ernten.

Das Samsung Galaxy Note Edge (hier geht's zum Test) mit dem abgerundeten rechten Displayrand ist auch ein kleiner Hingucker und es lockt sicher zahlreiche Smartphone-Interessierte an, die schlicht wissen wollen, was dieses Feature zu bieten hat. Wer noch weitergehen will und über das nötige Kleingeld verfügt, holt sich Samsung Galaxy S6 Edge (hier geht's zum Test). Über den Sinn und Unsinn von zwei abgerundeten Display-Rändern lässt sich vorzüglich streiten, Fakt ist aber auch, dass dieses Design etwas besonders ist. Bleibt abzuwarten, ob es sich letztendlich durchsetzen wird und einen neuen Trend einläutet.

lg g4 back leather usb port
LG G4: Leder hat auch nicht jeder.. / © ANDROIDPIT

Wie wichtig ist Euch eigentlich das Design bei einem Smartphone? Wünscht Ihr Euch ausgefallene Designs, oder soll einfach alles so bleiben wie es ist?

Top-Kommentare der Community

  • nox 12.10.2015

    Black Berry, hat auch kleine Buchstaben. ;-)

  • Frank Grunwald 09.08.2015

    Liebe Redaktion warum kann man nicht mehr auf die Bilder drauf klicken um sie zu vergrößern und sich das ein oder andere Bild etwas genauer an zu schauen, es ging doch mal warum wurde das abgeschafft?
    Bei Artikel wie diesen ärgert mich das ganz besonderes aber nicht nur hier.
    Seid bitte so lieb und erklärt mir den Sinn.

54 Kommentare

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  • Schon aus rein funktionellen Gründen ist das Robohon nicht mein Fall. Das fängt mit dem "Popeldisplay" mit seiner Größe von 2 Zoll an. Diese Displaygröße gehört zu Steinzeithandys,
    passt überhaupt nicht zu modernen Smartphones. Dann kommt noch die mickrige Displayauflösung dazu. 😨
    Wette, dass auch vielen anderen Usern das Display des Robohon viel zu klein ist.😮😎

    Mir sind Geräte mit Displaygrößen im 4-Zoll-Level schon zu klein.

  • Da sind aber diverse Designer Smartphones noch nicht erwähnt worden. Bitte noch vervollständigen.

  • Es heißt Science-Fiction. Nicht Scince-Fiction. Außerdem heißt die Marke Caterpillar, nicht Cataterpillar. Guckt bei euch eigentlich jemand die Artikel nach bevor sie gepostet werden?

  • Ein Retro Phone a là Communicator Reliaded wäre doch mal ne echte Neuheit. Wenn man bedenkt wieviele Lieder in den Charts Jahr fe Jahr neu erscheinen und doch alte Schinken sind, die auch in den Top Ten Landen, wäre es doch einen Versuch wert....@Samsung oder @Apple ...oder@ Nokia!!!...oder doch @Microsoft?....😎

  • wozu 2 klinken Anschlüsse? es gibt twin Adapter für kleines Geld! kein kauf grund!

  • Mist! Ich habe den Hammer vergessen ...Hmmm dann nehme ich eben das Cat

  • Das Nextbit Robin fehlt...

  • Naja, immerhin schon ein paar Spezialitäten... Wäre toll wenn es schon Prototypen mit klappbaren oder aufrollbaren Displays gäbe... Soll ja nicht mehr lange dauern....

  • EINE NEUE INNOVATION WÄRE WENN ES EIN SMARTPHONE WIEDER GÄBE MIT TOUCHSCREEN UND AUSZIEHBARER TASTATUR....DANN WIRDS EBEN MAL WIEDER ETWAS DICKER ABER LIEGT TROTZDEM GUT IN DER HAND

  • Das Marshall gefällt mir mal unglaublich gut. für ein 2. Gerät nur etwas zu teuer ^^

  • Flo 11.08.2015 Link zum Kommentar

    Die Smartphones von Samsung und LG sollten nur mal kurz erwähnt werden, die kennt man eh. Ein paar mehr Smartphones von kleineren Herstellern sollten mit dabei sein

  • Ein Beitrag über ungewöhnliche Designs. Und kein BlackBerry Passport? Kein Motorola Flipout? Dafür das wirklich absolut seriöse und bodenständige G4? Nee nee.

    • Das Passport ist kein Android Gerät und das Flipout ist schon mega alt. Sie haben sich halt auf aktuelle Smartphones beschränkt, kann ich verstehen!

  • Cataterpillar also :D

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