Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

2 Min Lesezeit 3 Kommentare

Ausgebrummt: Chrome 60 macht Schluss mit vibrierender Werbung

Websites dürfen vibrieren. Leider wurde die dafür eingerichtete Schnittstelle für die Vibration fast ausschließlich für Werbung ausgenutzt. Damit ist jetzt Schluss. Chrome 60 verbessert die Vibrationsfunktion. Wir haben es ausprobiert.

Internet-Werbung hat keine schöne Geschichte. Einst als zurückhaltendes Banner am Rand der Inhalte dargestellt, nahm sie immer mehr Raum ein. Bei mobilen Websites drängen jene Werbeinhalte sich zum Teil so arg auf, dass sie regelrecht zu Scareware werden. Vollbild-Warnungen behaupten, auf eurem Gerät einen Virus gefunden zu haben. Nur ein Klick auf Okay blendet die Werbung wieder aus, nachdem Ihr jene Website besucht und verlassen hattet.

Mit diesem Unsinn ist jetzt Schluss. Chrome in Version 60, derzeit noch ausschließlich als Beta erhältlich, ändert die Spielregeln für vibrierende Websites. Vibration ist ein erwünschtes und zulässiges Feature im Web. HTML-basierte Spiele haben so die Möglichkeit, Euch haptisches Feedback zu geben. Doch leider wird diese Schnittstelle immer wieder von Werbung ausgenutzt.

chrome 60 no vibrating ads
Chrome Beta 60 macht Schluss mit Scareware-Ads. / © AndroidPIT

Chrome 60 hat daher den Umgang mit dieser Schnittstelle verändert. Erst wenn Ihr auf einer Website bereits Inhalte angetippt hattet, darf die Vibration einsetzen. Andererseits greift eine Art Abseitsregel: Will die Seite vibrieren, bevor Ihr mit ihr interagiert habt, gilt für sie Vibrationsverbot. Probiert es anhand dieser Testseite aus.

Zweite Masche der aggressiven Scareware-Werbung war, dass Ihr die aufpoppende Seite nicht ohne Weiteres verlassen konntet. Dem liegt die JavaScript-Funktion beforeunload zugrunde. Das kann nützlich sein, damit Ihr Websites mit noch nicht gespeicherten Inhalten nicht versehentlich verlasst. Auch diese Funktion wirkt ab Chrome 60 erst, nachdem Ihr eine Website tatsächlich bedient hattet. Für Euch bedeutet das, dass Ihr eine neu geöffnete Website immer zuverlässig durch einfaches Antippen des Zurück-Buttons verlassen dürft.

Diese neuen Bemühungen korrelieren auch mit der unlängst entdeckten Panik-Funktion, die für Android als Kern-Feature in der Mache sei. Diese bringt Euch auf den Startbildschirm zurück, wenn Ihr viermal in kurzer Abfolge den Zurück-Button antippt. Zwar ist noch nicht klar, ob diese Funktion tatsächlich final umgesetzt wird. Doch die Neuerungen im mobilen Chrome-Browser sind schon jetzt ein wichtiger Meilenstein.

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

3 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Self-Destructing Cookies als add on für Firefox hilft nachhaltig. Und man sieht zeitgleich, welche Programme sich einnisten wollen bevor sie "explodieren".


  • Zum Glück habe ich diese Probleme mit Samsungs Browser schon eine ganze Weile nicht mehr. Klingt echt nervig ^^


  •   27
    Gelöschter Account 02.08.2017 Link zum Kommentar

    Na endlich! Wurde aber auch Zeit!

Empfohlene Artikel

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern