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Transformer Book Trio: Android und Windows in einem Gerät

Asus hat sein Transformer Book Trio auf der Computex-Messe als “ersten drei-in-eins-Notebook-Tablet-und-Desktop-PC der Welt” vorgestellt. Auf Wunsch startet das Gadget entweder Android oder Windows 8. Ein lebensfähiges Zukunftsmodell?

Entertainment am Smartphone an der Haltestelle ist für mich...?

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ASUS Transformer Book Trio 2
PC, Notebook oder Tablet? Windows oder Android? Asus bringt alles zusammen. / © Asus

Windows und Android sind bisher zwei getrennte Welten ohne echte Berührungspunkte. Warum aber sich entscheiden, wenn man auch beides haben kann? Das hat wohl Asus gedacht und das Transformer Book Trio einfach mit beiden Betriebssystemen und modernster Hardware ausgestattet. Mein erster Eindruck: Klingt irgendwie zu gut, um wahr zu sein; beziehungsweise bezahlbar.

Das Beste aus beiden Welten - oder?

In der Docking-Station mit Tastatur schlägt ein Core-i7-Intel-Prozessor der neuen Haswell-Generation, während das 11,6 Zoll große Full-HD-Tablet von einem Intel-Atom-Chip mit 2 Gigahertz angetrieben wird. Als Desktop-PC beziehungsweise Notebook läuft das Gerät wahlweise unter Windows 8 oder Android und bietet eine stattliche 1-Terabyte-Festplatte. Im Tablet-Betrieb mit Android Jelly Bean kann man allerdings nur auf 64 Gigabyte zugreifen. Insgesamt verspricht Asus eine Batterielaufzeit von 15 Stunden. Wenn das Tablet mit der Tastatur verbunden wird und in den Desktop-Betrieb wechselt, wird es auch gleichzeitig aufgeladen.

Heißt das nun, ich habe mit dem Transformer Book Trio ein Gerät, das ich in zwei Modi benutzen kann (stationär und mobil, mit beiden Vorzügen) oder habe ich zwei durch ihre Betriebssysteme getrennte Geräte? Asus verspricht, dass Daten zwischen beiden Plattformen problemlos ausgetauscht und miteinander synchronisiert werden können. Das klingt ja erst mal schön und gut, sagt aber relativ wenig aus. Wie muss ich mir das konkret vorstellen? Es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass ich meine Office-Arbeit mit Microsoft-Software auf dem Android-Tablet fortsetzen kann. Und schon alleine aufgrund der riesigen Diskrepanz zwischen den beiden Festplatten werden 95 Prozent der Inhalte von PC und Tablet voneinander getrennt bleiben müssen. Was genau wird da also synchronisiert beziehungsweise was für Daten sind austauschbar?

ASUS Transformer Book Trio 1
© Asus

Weitere Fragen stellen sich: Während ich mit einem Betriebssystem arbeite, bin ich vom anderen dann völlig isoliert oder sind beide Systeme wirklich verbunden? Angenommen ich arbeite unter Windows im Desktop-Modus. Was passiert dann mit den zahlreichen Aktivitäten, die sich aus meinen Android-Apps ergeben, beispielsweise Benachrichtigungen? Erhalte ich diese trotzdem oder muss ich andauernd manuell hin- und herschalten?

Die Grundsatzfrage lautet: Inwieweit plant Asus, mir als Nutzer einen Mehrwert aus diesen zwei kombinierten Betriebssystemen zu bieten, der sich aus zwei getrennten Geräten, die ich in jedem Fall parallel laufen lassen kann, nicht ergibt? Ohne detaillierte Erklärungen von Asus klingt das erst mal zu vage, um mich zu beeindrucken.

Android Windows
Ab in die Tonne: Wird Android in absehbarer Zeit zum universellen Betriebssystem und ersetzt Windows? / © AndroidPIT

Trend- oder Nischenprodukt?

Wenn sich dieses Konzept aus hybrider Hard- und Software durchsetzt, was bedeutet das dann für den "Kampf der Betriebssysteme"? Grundsätzlich suggeriert das Transformer Book Trio, dass erst mal alles beim Alten bleibt. Windows bleibt stationär, Android mobil, nur eben in einem Gerät. Ganz so wird es wohl aber nicht kommen. Android hat hier auch einen kleinen Vorteil, denn im Desktop-Modus hat der Nutzer die Wahl zwischen beiden Systemen. Im mobilen Betrieb steht allerdings kein Windows 8 zur Verfügung. Außerdem ist nicht damit zu rechnen, dass Google seine Pläne, sich auch jenseits der Smartphones und Tablets als Betriebssystem zu etablieren, verwerfen wird, egal wie sich das Transformer Book und ihm folgende Geräte verkaufen. 

Der Punkt, an dem Android- und Windows-Software so austauschbar ist, dass man sinnvoll mit beiden Systemen parallel arbeiten kann, scheint mir noch weiter entfernt zu sein, als Asus es uns hier glauben lassen möchte. Außerdem: Wenn es erst mal so weit ist, wird es vermutlich keinen Grund mehr für ein Android-Gerät geben, sich zusätzlich noch das Betriebssystem der Vergangenheit ans Bein zu binden. Entscheidend ist jetzt der Preis, denn der ist bisher unbekannt, ebenso wie der genaue Marktstart (Asus spricht vom dritten Quartal 2013). So viel konzentrierte Technologie wird aber garantiert nicht billig. Und das ist vorsichtig formuliert.

 

Wird Android das Windows von morgen?
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Via: Phandroid Quelle: The Verge

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18 Kommentare

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  • Lyk 06.06.2013 Link zum Kommentar

    @Marius Warum installierst Dir dann nicht einfach Ubuntu? .... So viel anders ist das nicht ^^

    Und wie schon im Beitrag steht, kann man Windows 8 NICHT im Tabletbetrieb nutzen... Vielleicht it einem Hack .....

  • Ich finde die Idee schon interessant, allerdings gehen mir hier einige Details noch nicht auf. Lässt sich Windows 8 in langsamer auf dem Tablet benutzen? Wieso sollte ich dort sonst einen Intel Atom mit x86 Architektur benutzen.
    Der wesentliche Vorteil von Android ist doch, dass es ohne Einschränkungen auf den sparsamen ARM CPUs funktioniert und dadurch sehr ausdauernde Geräte möglich sind. Mein Eeepad Transformer der ersten Generation hält mit Dock um die 8 Stunden durch. Unter den Tablets ist das sogar noch ein schlechter Wert. Bringt aber im Vergleich zu einem Notebook echte Vorteile. Man kann zum Beispiel den ganzen Tag lang unabhängig von einer Steckdose bequem Mails bearbeiten.

  • Windows mit Bluestacks kann auch schon mal getestet werden.

  • wenn ihr mich fragt, gehört Android auf Smartphones, Windows 8 auf Tablets und Windows 7 auf den PC... Android- Tablets find ich nicht besonders komfortabel. Da ist mir mein SXS mit Android 4.1 lieber. Auf Tablets passt Windows 8 echt gut, weil es dafür ausgelegt ist... Windows 8 mit Maus kann man vergessen! Auf meinen PC gehört aber immer noch Windows 7... Es wird von MS aktuell gehalten und die meisten (oder fast alle) Games laufen darauf - was man von Windows 8 nicht behaupten kann...

  • ich hoffe das surface pro wird billiger! ;)

  • Ich nutze das schon seit einiger Zeit. Zuvor am DellDuo 1090 und seit kurzem Lösung, welche ich lange gesucht habe.
    Ein Netbool mit Intel i7 und Windows 8 und wenn ich es als Android Tablet nutzen möchte starte ich einfach in Android 4.2

    Dank Android-x86 bzw. Android-ia ist das ohne Probs möglihc. Ich kann mit der Android Version auch in den Play Store. Es gibt nur ein paar Apps, welche nicht funktionieren.

    Das Gerät ist für mcih auf jeden Fall TOP. WIndows zum Arbeiten im Web-Bereich und als Android-Tablet für alles andere.

  • @Marcus
    Ganz genau. Wer so etwas schreibt hat entweder keine Ahnung oder will mit dem PC nur spielen und surfen...

  • Das gerede über "Android löst Windows ab" ist einfach Wunschdenken.

  • Mit deinem "Betriebssystem der Vergangenheit" gerede übertreibst du aber ein bisschen...
    In welcher Hinsicht bietet mir Android für ein PC mehr als
    Windows, Mac OS X oder die schon verbreiteten Linux-Distributionen?

  • Gerade auf Netzwelt einen Artikel darüber gelesen, man spricht dort davon, dass der Preis unter der 1000 US-Dollar Marke liegen soll :)

  • Ich denke das wird ein Flop! Schon allein das nur ein Teil der Daten synchronisiert wird ist ein Witz!

  • Wie kann man mit so einem großen Teil nur einigermaßen handtieren? Die Idee finde ich ja gar nicht so schlecht, nur im Alltag, wird man Muskelkrämpfe und Sehnenscheit Entzündungen bekommen. Für mich könnten die Systeme auch in Zukunft getrennt bleiben, solange Daten diese über USB, ohne große Hürden, kommunizieren, austauschen können.

  • Ich finde die Lösung gar nicht mal so schlecht. Man hat ein Gerät/Display, welches sich mit dem passenden Dock zu einem Laptop mit richtigem Win8 hat. Wenn man dann einfach etwas Spielen will steckt man das Diplay ab und kann Android nutzen.
    Klar bleibt aber die Frage mit der syncronisation und dem wechseln zwischen den beiden OS ohne das Tablet/Laptop neu starten zu müssen.

  • "Die Grundsatzfrage lautet: Inwieweit plant Asus, mir als Nutzer einen Mehrwert aus diesen zwei kombinierten Betriebssystemen zu bieten"

    die Frage ist nicht wo gibt es den Mehrwert, sondern für wen. Der Mehrwert entsteht hier ganz klar für Asus. Sie verkaufen gleich zwei Computer, die vorgeben einer zu sein. Ein normales Tablet und ein Laptop ohne Bildschirm.
    So verdient man natürlich mehr, als wenn in der Dockingstation außer der Tastatur nur noch ein Akku und ein paar weitere Anschlüsse sind.
    Das Problem mit dem syncron halten der Daten, das im Beitrag schon angesprochen wurde, bringt für den Nutzer eher Probleme als einen Mehrwert.

    Natürlich wird es sicher auch einen kleinen Anteil von Nutzern geben, die es toll finden. Eine Kombination aus "volle Power" und "stromspar Tablet".
    Da das aber eher eine Nische ist (wie viele wollen unterwegs mal eben nen 3D-Film rendern?), glaube ich, dass das weniger ein Grund für Asus gewesen sein wird, sich für ein so einen "siamesischen Zwiling" zu etscheiden.

    Ein stinknormales Multiboot-System auf einem einzelnen Rechner, wie es viele mit Mac und Windows bzw. Linux und Windows haben, würde den meisten Nutzern dagegen viel mehr Vorteile bringen.
    Und Multiboot-Systeme auf ARM-Basis sind auch keine Neuheit mehr. Als ich letztens etwas recherchiert habe, hat es nicht lange gedauert bis ich auf Youtube Tutorials für ein Nexus 7 mit nem Multiboot auf Ubuntu und Android gefunden habe. Und ob Linux oder Windows 8 macht da keinen Unterschied, da es von beiden eine ARM Version gibt. Die Tutorials sind nur einfach alle für Linux, da kaum einer von den Hackern die sowas machen gerne Windows sondern eher Linux nutzen und da Linux einfach offen ist und Windows nicht.

    Sonst gibt es auch schon seit Längerem die Möglichkeit ein Ubuntu in einer virtuellen Maschine zu installieren, die man per VNC-Client mit dem Ziel 127.0.0.1 fern steuert. So kann man dann auch beide Systeme parallel nutzen.
    Aus dem gleichen Grund wie oben müsste das zumindest im Prinzip auch mit Windows 8 funktionieren und aus dem gleichen Grund habe ich dazu noch nie eine Anleitung gesehen.
    Und Canonical zeigt mit "Ubuntu for Phone" und "Ubuntu for Android" auch, dass man selbst ohne virtueller Maschine zwei Systeme parallel laufen lassen kann.
    Das dürfte dann aber mit Windows problematischer werden, da es nicht auf Unix basiert und sich den Kernel mit Android nicht teilen kann.

    Also machbar wäre so etwas auch ohne Probleme in einem Gerät. Wenn ein paar Hacker das alleine zu Hause hinkriegen, dann sollte es für Weltkonzerne mit hoch bezahlten Ingenieuren doch kein Problem sein so etwas als fertiges System auszuliefern.
    Aber es ist ja klar, dass solche Firmen ein größeres Interesse am eigenen Profit haben als am Nutzen für ihre Kunden. Also verkaufen sie dem Kunden lieber gleich zwei Computer und lassen ihm glauben, dass das sinnvoll wäre.

    Jupp - euer IT-Studenten-Nerd der die Industrie nicht mag

  • Trend eindeutig

  • android ist zu "google" und auch die ganzen berechtigungen für die app's sind zuviel des guten. für smartphone und tablet mag es noch eine weile wachsen aber im pc bereich setzen die user auf sicherheit.

    wenn, dann kommt linux größer raus. win / ios haben zwar treue fans, aber die ganzen neuen nutzer, sind da nicht so eingeschränkt. die kids von heute, verändern das bild in paar jahren!

    nicht mehr lange dann gewinnen unbuntu und firefox os an neuen nutzern, da beide systeme nicht von der werbung leben und die nutzerdaten ihnen heilig sind.

    ich hab mein smartphone verkauft und warte auf diese neuen os. android ist für mich jetzt schon gestorben!

    zum transformer kann ich nur sagen, spannendes konzept, aber asus hat immer ein großes manko in petto. in diesem fall denke ich es wird zu teuer!

  • Im ersten Bild zeigt Asus ja auch ein Normalen Desktop Bildschirm und darunter die Dockingtastatur. Wenn man die in Verbindung mit einem Normal Bildschirm als Desktop PC verwenden kann und dann eben noch das Tablet an sich dazu hat wäre die Idee genial!!! Dann habe ich mit dem Book Trio wirklich alle drei Geräte abgedeckt die ich brauche. In Kombi mit einem großen Bildschirm den Desktop PC zuhause, als Tablet für unterwegs oder auf dem Sofa und bei Bedarf ein Notebook mit Windows oder Android je nach Lust und Laune.

    Für den aktuellen Stand ist es wirklich perfekt. Leider ist es so dass bei Android wegen fehlender Software noch nicht so gute Office Arbeit erledigt werden kann wie am PC. Aber die Geräte für Android werden ständig Leistungsfähiger und daher werden in absehbahrer Zeit auch immer mehr Software lösungen dafür geben. Z.z. brauche ich aber noch beide Systeme. Leider.

    Obwohl ich finde dass ein 11,6 Zoll Tablet schon wieder zu groß ist. Da hätten es 10,1 Zoll auch getan, gerade bei der möglickeit des Desktop Pc´s.

  • Ich hoffe, dass bald Android für PC und Laptop kommt.

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