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Artikel 11 & 13: Umstrittene Urheberrechtsreform ist beschlossene Sache
4 Min Lesezeit 66 Kommentare

Artikel 11 & 13: Umstrittene Urheberrechtsreform ist beschlossene Sache

Das Europäische Parlament hat der Urheberrechtsreform inklusive Artikel 11 und Artikel 13 für digitale Inhalte endgültig zugestimmt. Ein gefürchtetes und umstrittenes Gesetzespaket zur Aktualisierung der europäischen Urheberrechtsgesetze im Internetzeitalter.

Die Abgeordneten stimmten mit folgenden Ergebnissen ab: 348 Stimmen dafür und 274 Stimmen dagegen. Es gab zudem einen Vorschlag in letzter Minute, die umstrittenste Klausel der Reform zu streichen: Artikel 13, auch bekannt als Upload-Filter. Dieser Vorschlag wurde jedoch mit nur 5 Stimmen abgelehnt. Die Richtlinie wird nun an die Mitgliedstaaten der Europäischen Union übermittelt, die 24 Monate Zeit haben, sie in ihre eigene nationale Gesetzgebung zu integrieren.

Die Urheberrechtsreform befindet sich seit mehr als zwei Jahren in Vorbereitung und war Gegenstand heftiger Kontroversen, an denen Technologieriesen, Urheberrechtsinhaber und Aktivisten für digitale Rechte beteiligt waren.

Julia Reda, eine Abgeordnete der deutschen Piratenpartei, die großen Widerstand gegen die Richtlinie geleistet hat, sagt, es sei "ein sehr dunkler Tag für die Freiheit im Netz". Andrus Ansip, Vizepräsident der Europäischen Kommission und großer Unterstützer des Projekts, sagte dagegen, dass bei der Aufgabe, den europäischen digitalen Markt zu vereinheitlichen und die "Online-Kreativität" zu schützen, "ein großer Schritt nach vorn" gemacht wurde.

Bei der Reform gibt es noch Details, die von den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten entschieden werden müssen, aber sicher ist, dass die neue Gesetzgebung gigantische Auswirkungen auf das freie Internet in Europa und darüber hinaus haben wird. Wie wir bereits bei der DSGVO, der Datenschutz-Grundverordnung, gesehen haben, kann beispielsweise solch europäisches Recht auch die US-Politik beeinflussen.

EU flaggs hero
Ist das Internet, wie wir es kennen, bald am Ende? / © Metro

Die Befürworter der Reform sagen, dass sie dazu dienen wird, die Kräfte zwischen den nordamerikanischen Technologieriesen und europäischen Inhaltsschöpfern auszugleichen, indem sie den Rechteinhabern die Möglichkeit gibt, zu entscheiden, wie die verschiedenen Plattformen des Internets ihre Inhalte verbreiten. Kritiker argumentieren jedoch, dass das Gesetz ungenau ist und keine angemessene Planung aufweist, sodass es letztendlich zu einer Einschränkung der Verbreitung von Inhalten führen könnte, die Innovationen verlangsamt und das Recht auf freie Meinungsäußerung behindert.

Die neuen Regeln: "Link-Steuer" und "Upload-Filter"

Trotz des Widerstandes bleiben die umstrittensten Klauseln der neuen Richtlinie intakt. Es handelt sich um Artikel 11, auch bekannt als "Link-Steuer", und Artikel 13, wiederum bekannt als "Upload-Filter".

Artikel 11 erlaubt es Verlagen, Plattformen wie Google News in Rechnung zu stellen, wenn sie Teile ihrer Inhalte (Preview) zeigen. Artikel 13 (in der neuesten Fassung der Reform in Artikel 17 umbenannt) weist Plattformen wie YouTube neue Aufgaben zu, um zu verhindern, dass Nutzer urheberrechtlich geschütztes Material hochladen.

In beiden Fällen behaupten kritische Stimmen, dass diese gut gemeinten Gesetze neue Probleme schaffen werden. Zum Beispiel: Artikel 13 könnte zur Einführung von "Upload-Filtern" führen, die alle Benutzerinhalte analysieren, bevor sie online sind, um alle urheberrechtlich geschützten Elemente zu entfernen. Das Gesetz erwähnt solche Filter nicht ausdrücklich, aber die wären unvermeidlich, wenn die Plattformen nicht mit Geldbußen und anderen Strafen belegt werden wollen.

Während die Befürworter der Richtlinie die heftigste Kritik an Artikel 13 auf bloße Übertreibungen reduzieren, gehen die Experten davon aus, dass die zu verwendenden Filter Fehler aufweisen oder wirkungslos sein könnten. Darüber hinaus könnte die neue Gesetzgebung angesichts der hohen Kosten für die Umsetzung der notwendigen Technologien einen diametral entgegengesetzten Effekt haben: Eine noch stärkere Dominanz der amerikanischen Internet-Giganten im digitalen Raum.

Die Zukunft bleibt ungewiss

Sicher ist, dass die Auswirkungen der neuen Reform nur sehr schwer vorherzusagen sind. Das Gesetz konzentriert sich insbesondere auf Dienste wie Google Search und Google News, die Teile oder Zusammenfassungen von Inhalten im Netz darstellen. Google seinerseits hat erklärt: Wenn die Medien Lizenzen für ihre Inhalte erheben, müssen die Inhalte aus den Suchergebnissen entfernen und Google News geschlossen werden.

Kritiker werfen Google vor, Angst als Waffe zu benutzen und Screenshots wie den folgenden zu verteilen. Tatsache ist jedoch, dass die Urheberrechtsreform in vielen Teilen der Bevölkerung Widerstand hervorgerufen hat: In den letzten Wochen haben mehr als 100.000 Menschen gegen die Zustimmung protestiert, und mehr als 5 Millionen haben eine Petition unterzeichnet, in der die Streichung von Artikel 13 gefordert wurde. In letzter Zeit haben Seiten wie Reddit, Wikipedia und PornHub geschlossen, um gegen die Gesetzgebung zu protestieren.

2019 03 26 Google News
Google News ohne Nachrichten? Könnte das durch die neue Richtlinie entstehen? / © Google

Es bleibt abzuwarten, wie es mit der Umsetzung dieser neuen Gesetze weiter geht. Was denkt Ihr? Stehen wir vor dem Ende des Inernets, wie wir es kennen? Könnte das auch das Ende der sozialen Netzwerke sein? Eure Kommentare sind willkommen.

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Top-Kommentare der Community

  • Tenten vor 1 Monat

    Ich würde es ja begrüßen, wenn die verschiedenen Dienste und Anbieter an einem Strang ziehen würden und den entsprechenden Politikern mal den Redehahn abdrehen würden, indem sie ihre Accounts auflösen. Dann würden sie mal spüren, was es bedeutet, wenn man mit etwas herumspielt, von dem man keine Ahnung hat. Man will das Internet beschneiden? Fangt mit den Politikern an und nehmt ihnen ihre Plattform.

  • Tim vor 1 Monat

    Ich hoffe mal sehr, dass das nur ein Witz sein soll.
    Falls nicht, beschäftige dich erstmal damit, bevor du sowas von dir gibst. Es gibt einen Haufen YouTuber, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr Zeit, Geld, Schweiß und Tränen in ihren JOB auf YouTube stecken, als du.

  • C. F.
    • Blogger
    vor 1 Monat

    Vor jeder "Guten alten Zeit" gab es eine schlechte neue Zeit...

  • trixi vor 1 Monat

    Es wäre auch gar kein Thema gewesen, wenn das "schlauere" angezettelt hätten.
    Aber leider sind die Experten der eigenen Parteien, die BSI und andere nicht gehört worden. Die würden übertreiben und schwarzmalen, hat man gesagt.
    Wenn solche Leute so etwas mitgeplant hätten, hätten die meisten zwar gemotzt, aber letztendlich mit den Schultern gezuckt und "die werden schon wissen, was sie tun" gesagt.

    So ist es gekommen, wie es viele von uns von der Arbeit kennen. Irgendwelche Bürohengste haben etwas geplant, was theoretisch toll klingt, aber technisch und mit den finanziellen Mitteln nicht umzusetzen ist.

  • Tenten vor 1 Monat

    Naja, Herr Feder, Sie sind ja offenbar auch nur hier, um in ihren Kommentaren sich über andere lustig zu machen und sie als drollige Dummköpfe zu titulieren, ohne irgendetwas zu erklären oder zu berichtigen. Also auch nur ein Troll, der sich hier profilieren und darstellen will. Auch kein Deut besser.

66 Kommentare

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  • A. K.
    • Mod
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Interessanter Arikel, danke dafür.

    Lange nicht mehr so ein kontrovers gestaltetes Thema wahrgenommen. Man müsste sich mal intensiv mit dem Gesetzestext auseinander setzen und schauen, wer im Endeffekt davon wirklich profitiert. Dann weiß man auch, ob Lobbyismus stattgefunden hat oder nicht.


    • Richtig, ich fürchte aber, dass Lobbyismus immer eine Rolle spielt, ist systemrelevant und intensiv mit Gesetzestext auseinandersetzen erfordert ein genügendes Verständnis solcher Texte, die sind ja nicht fürs Volk formuliert.....


    • Wer davon profitiert ist eigentlich klar: Verlage und Verwertungsgesellschaften. Dass Lobbyarbeit stattgefunden hat, darf man ruhig unterstellen. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass diese unauffällig durchgeführt wird. Eine Einladung zu einem teuren Essen, natürlich in geschlossener Gesellschaft, und möglicherweise darüber hinausgehende Vergünstigungen, Dinge die i.d.R. legal sind, aber geeignet, den Entscheidungsspielraum der Betroffenen in eine bestimmte Richtung auszurichten. Das geht auch in der andere Richtung.
      Wenn wirklich von Verlagen Abgeordneten mit "schlechter Presse" gedroht wurde, wie vereinzelt zu hören war, falls sie gegen die Reform stimmen, wären für mein Rechtsgefühl die Grenzen der Legalität aber überschritten.


      • Ja, dann saßen einige Abgeordnete wahrscheinlich in der Zwickmühle. Schlechte Presse in den alten Medien wegen einem NEIN zur Reform, schlechte Presse in den neuen Medien wegen einem JA...

        Ich hatte aber auch das Gefühl, das viele immer wieder gebetsmühlenartig das nachgebetet haben, was man ihnen eingetrichtert hatte. Kaum einer hat den Gesetzesentwurf genau verstanden und die eventuell nachkommenden Konsequenzen erfasst.


    • Golem hat sich heute noch mit den ganzen anderen Artikeln auseinandergesetzt, das ist ein guter Überblick für den Anfang.


  • Eigentlich nicht anders zu erwarten gewesen. Wenn alte Leute Dinge entscheiden wovon Sie keine Ahnung haben. Der Protest schlicht ignoriert wird, aber sich über die zunehmende Abneigung gegenüber der EU wundern😂


    Mal sehen wie die Wahlen ausgehen, und wie doch das Jammern danach ist.


    • Wie die Wahlen in der EU ausgehen? Die Meisten wird es nicht interessieren und sie haben damit auch recht, denn wer wann und wo im Parlament der EU sitzt ist aus meiner persönlichen Sicht vollkommen unbedeutend. Das EU-Parlament ist wie der Deutsche Bundespräsident, beide haben wenig zu sagen und zur Not wird, falls ein Abstimmungsergebniss den Mächtigen nicht zusagt, in der EU am Parlament vorbei entschieden.....


    • Im Prinzip stimme ich Dir zu, nur bei der Aussage über "alte Leute" (höflicher wäre sowieso "ältere Leute") möchte ich widersprechen.
      Die deutsche Delegation hat mit 48 zu 36 Stimmen gegen die Reform gestimmt, alle Parteien ausser CDU/CSU waren mehrheitlich dagegen. Auch in den anderen Parteien gibt es ältere Abgeordnete. Sachverstand in Sachen Netzpolitik ist keine Frage des Alters, man kann sich auch kundig machen, wenn man nicht damit aufgewachsen ist.
      Um nur ein Beispiel zu nennen:
      Noch im hohen Alter, deutlich über 90, hatte Helmut Schmidt eine klaren Verstand, konnte Kritikern scharf kontern und vertrat überaus vernünftige Positionen.


  • Ich würde erstmal die gesamten EU Politker aus dem Netz filtern.

    Ich habe es aber auch gleich gesagt : Protest bringt gar nichts, denn das war schon beschlossene Sache als wir davon gehört haben. Ob das Gesetzt den EU Bürgern gefällt, das interessiert in Brüssel doch keinen.

    Wartet es mal ab, DSVGO , Artikel 11 & 13 , die Goldgräber dieses Jahrhunderts werden Anwälte mit Fachgebieten Internet & Abmahnungen.

    Ihr haltet Videospiele per Stream für eine Sensation ? Wir kriegen doch heute schon den Content den wir zu glauben haben direkt aus Brüssel in die Birne gestreamt und alles was dazu Konträr läuft wird nach und nach wegzensiert.


    • Dass der Protest gar nichts gebracht hat, würde ich nicht sagen. Der Protest bei Demonstrationen kam hauptsächlich aus Deutschland, aber auch aus Polen und Tschechien.
      Bei der Abstimmung am Dienstag kamen aus Deutschland:

      48 Nein-Stimmen
      36 Ja-Stimmen
      9 waren abwesend
      3 Enthaltungen

      Die überwiegenden, letztlich entscheidenden Ja-Stimmen kamen von den EVP-Parteien anderer Länder. Auch CDU/CSU gehören im Europaparlament zur EVP.

      Die CDU/CSU hat fast geschlossen für die Reform gestimmt, zwei Abgeordnete waren aber auch in dieser Partei dagegen. Die anderen Parteien haben mehrheitlich dagegen gestimmt.
      Im Rat ließe sich die Reform noch stoppen, wenn 35% oder mehr der vertretenen Bevölkerung dagegen sind, und einige kleinere Staaten sind dagegen. Mit dem hohen Bevölkerungsanteil Deutschlands wären die 35% erreichbar. Wenn die Bundesregierung im Rat also die Position der durch die Abgeordneten vertretenen Bevölkerung durchsetzen würde, die nach obigen Zahlen mehrheitlich dagegen ist, und nicht ihre eigene, müsste sie im Rat dagegen stimmen. Zwar behauptet die Kanzlerin gerne, sie sei Kanzlerin aller Deutschen, dennoch ist zu befürchten, dass sie das nicht macht. Trotzdem sind weitere Proteste sinnvoll.
      Und natürlich kann man auch im Mai in der Wahlkabine gegen die Reform protestieren, und CDU/CSU eben nicht wählen.


      • Die SPD hat aufgrund der Proteste ihre Stimmen von JA zu NEIN gewechselt.

        Und bei der CDU hat nur einer dagegen gestimmt, zwei jedoch für eine Änderung fer Reform.


  • Eines möchte ich vorweg schicken,ich bin weder Kommunist noch Anhänger einer linksradikalen Ideologie.Trotzdem muss ich sagen das hier der Kapitalismus seine hässliche Fratze in Reinkultur zeigt.Das Einzige um das es geht ist Geld.Nichts Anderes.Die Argumentationen der EU - Abgeordneten an den Haaren herbeigezogen um eine mehr als wackelige Idee der Geldscheffelei mit windigen Argumentationen zu untermauern,zu festigen und durch die Abstimmung im Parlament zu peitschen.Das Volk wurde eiskalt abserviert.Die Jugend desillusioniert.Wie kann es sein das 5 Millionen Menschen,eine gewaltige Stimme,einfach überhört werden?Ausgeschlossen und ignoriert?5 Millionen.Ist das denn gar nichts?Und warum das Ganze?Nur um die Geldgier derer zu befriedigen die sich Rechteinhaber schimpfen.Die Folgen dieser Entscheidung,deren katastrophale Auswirkung zählen nicht.Es ist egal und wird so einfach auf dem Altar des Kapitalismus geopfert.Es ist wie mit unserer Umwelt,aber dieses Thema gehört nicht hierher.Ich kann mir nur vorstellen das wir gerade das Ende des Internets erlebt haben wie wir es kennen.Es ist wahr.Die geforderten und nun beschlossenen Entscheidungen im EU-Parlament lassen keine andere Möglichkeit als die Nutzung von Uploadfiltern zu.Wie sonst soll man diese Massen an Daten die täglich durch das Internet strömen bewältigen?Vieles was Heute noch zu lesen und zu sehen war wird verschwinden.Ich fürchte auch vieles was uns bildete.Wird es z.B.noch einen Harald Lesch gebn der uns so vieles erklären kann?Wird es noch einen Willi Voss oder eine Mai geben die uns ihr wissen näher bringen und all die Anderen?Wogegen werden sie , möglicherweise ohne es zu wissen, in ihren Sendungen verstossen haben?Es ist ein Wahnsinn sondergleichen.Die Unternehmen die so sehr auf diese Reform gedrängt haben vergaßen dabei das jeder Link,jeder Verweis auf ihre Seiten die Google einblendete eine Werbung sind und kein Schaden.Sie werden es zu spüren bekommen.Ich hoffe es zumindest.Am Ende des Tages bleibt eine enttäuschte und desillusionierte Jugend zurück die sich Zwei mal überlegen wird ob sie ihre Zukunft in einer geeinten EU sieht wenn derartige Dinge dabei heraus kommen.Ein schwarzer Tag für das Internet und auch ein schwarzer Tag für die EU.


    • > Rechteinhaber
      Ich glaube das ist unpräzise formuliert :)
      Richtig wäre Rechte *verwerter*

      Am Beispiel: wenn du selber Musik machst, aber nicht in der Gema bist, dann hilft dir die neue Gesetzeslage keinen Deut, denn du kannst unmöglich zu jeder Plattform im Internet gehen und deine Werke dort in den Filter einspielen (so du das denn willst), und umgekehrt wird sich kaum eine der Plattformen bei dir melden (den sie gar nicht kennen) um eine Lizenzierung zu verhandeln.
      Gleiches gilt für zB den Journalisten, der für einen Verlag schreibt.

      Erst wenn du Mitglied in einer Verwertungsgesellschaft wirst (die sich dann an deiner Arbeit bereichert) hast du *vielleicht* ein gewisses Mehr an Einnahmen - sofern die Plattformen mit deiner Verwertungsgesellschaft Verträge schließen, statt pauschal "deren" Werke zu blocken.
      In dem Fall hast du als Rechteinhaber dann plötzlich gar kein Publikum (und damit auch keine Einnahmen) mehr.


    • Absolut da bin ich bei ihnen. Vorallem Aussagen das es auf YouTube Ausschließlich nur illegale Inhalte gäbe ja klar. International topfirmen die darauf werben und auch Content reinstellen haben nachdem keine Rechte an ihren eigenen produkten 😑 dümmer geht's ja garnicht und das mit dem mindestens lohn auch total hanebüchen.


  • also muss ich demnächst in das Cafe meines vertrauens gehen, in dem ich kostenlos Zeitungen einsehen kann, sollte google und co, die news kicken? und wenn ich mich selber beim nasepopeln filmen würde, und das irgendwo hochlade, das darf ich dann aber noch? ? ? ohne dafür zahlen zu müssen oder ?


    • Wenn du darauf achtest, das keine irgendwie geartete Hintergrundmusik im Video zu hören ist, keine Marken oder bestimmte Orte irgendwo zu sehen sind, niemand ein copyright auf Nasepopeln in irgendeiner Weise hat - dann ja.


      • Muss man dann für Content nach Sibirien oder reicht auch Ostdeutschland? 😂 Ich mein da auf jemand anders zu stoßen sollte gering sein.


    • Kommt darauf an ob
      a) du noch eine Plattform findest, die dir den Upload erlaubt und
      b) in deinem Video nicht zufällig gerade ein Skater mit hörbarer Musik vorbei fährt, oder im Bild-Hintergrund zB ein Markenlogo zu sehen ist; beides wird vom Uploadfilter ggf als illegal erkannt werden (müssen).


  • Die hätten sich mehr Zeit nehmen müssen um das Gesetz zu optimieren sodass es fair für Alle wird..


  • Das Ende sozialer Netzwerke? Wenn Facebook sterben würde wäre das für mich kein Verlust.

    Da Ende des Internets wie wir es kennen? Glaube ich weniger.


  • Urheberrecht finde ich ist ja ein sehr großes Thema in diesem Bereich denn wenn man sich dass man an eigenen Nase aufpasst man nimmt gern mal ein Zitat auf irgendetwas vor das eigentlich urheberrechtlich geschützt ist und verbreitet das im Netz weiter das ist schon eine Grauzone finde ich.
    Andererseits habe ich auch festgestellt wenn man im Internet etwas sucht nach bestimmten Begriffen sucht kriegt man auch 1000 Zitate und man kommt nicht an den Artikel den man eigentlich haben will das könnte sich natürlich auch positiv verändern bzw wäre das auch sinnvoll bin ja mal gespannt was da wirklich auf uns zukommt noch ist es ja nicht wirklich abzusehen was unsere super schlauen Köpfe sich da wieder aus dem Gehirn spinnen


    • > noch ist es ja nicht wirklich abzusehen was unsere super schlauen Köpfe
      > sich da wieder aus dem Gehirn spinnen
      Abzusehen ist aber, das diese "schlauen Köpfe" sich an die Richtlinie halten werden müssen, Sprüche wie "in Deutschland werden wir das ohne Uploadfilter machen" also Wähler-Verarsche sind.


      • Bastian Siewers
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ich finde es ja immer wieder faszinierend, dass die CDU-Politiker im EU-Parlament nun de facto ihren Kollegen in Berlin dazu zwingen, ihr eigenes festgeschriebenes Versprechen im GroKo-Vertrag gegen Upload-Filter brechen müssen ... sowas kann sich ja keiner ausdenken, was hier gerade los ist ...


      • Hehe, könnte es nicht auch umgekehrt sein?
        Gabs da nicht Indizien für einen Kuhhandel Deutschland stimmt für die von Frankreich gewollten Uploadfilter, damit Frankreich eine halb fertige Pipeline nicht blockiert, die Deutschland gerne hätte?

        Zumindest würde das die Merkbefreitheit gewisser Politiker gut erklären - die wissen schon das §13 Mist ist, dürfen sich das aber nicht anmerken lassen (wegen des Deals mit Frankreich) und /stellen/ sich daher dumm?


  • Dieser ganze Datenschutz nervt langsam. Klar, in einigen Lebenslagen ist es Sinnvoll. Aber leider geht es auch oft am Ziel vorbei. Im Kindergarten meiner Tochter dürfen auf den gemalten/gebastelten Dingen keine Namen des Kindes mehr stehen. In der Kindergarten Mappe, die man bekommt, wenn man den Kindergarten verlässt (in der zb Photos der gesamten Kita Zeit sind), müssen alle anderen Personen auf den Photos unkenntlich gemacht werden. Was will man mit so einer Mappe? Ich finde, es wird mit dem Datenschutz übertrieben


  • Die neuen Regeln sind an Scheinheiligkeit mal wieder nicht zu überbieten. Das böse böse Google verdient Geld, Unverschämtheit.
    Das dies aber erst durch aktiv geschaffene Steuerschlupflöcher so exzessiv möglich ist, wird natürlich verschwiegen. Würde man sich endlich europaweit mal auf einen einheitlichen Steuersatz einigen und diesen dann auch einfordern, wäre mehr als genug da, um Künstler und weniger ertragreiche Medien zu fördern.


    • Drolliger Kommentar, der mal wieder beweist, das unser Schulsystem völlig versagt. Das zeigt auch, das die jüngere Generation weniger YouTube - Clips sehen und dafür sich wirklich mal mit einem komplexen Thema beschäftigen sollte. In deinem Kommentar schmeißt Du verschiedene Themen zusammen, die du offensichtlich nicht verstanden, hast und schießt am eigentlichen Thema voll vorbei. Dein Kommentar ist auf so vielen Ebenen Unsinn, ich kann dir nur raten, höre auf freitags die Schule zu schwänzen. Tut mir leid, dass ich so harsch reagiere. Aber es nervt mich nur noch, das man in Deutschland immer mehr auf Leute stößt, die eine feste, unerschütterliche Meinung bei totaler Ahnungslosigkeit haben. Jung sein ist kein Prädikat. Es bedeutet lediglich noch nicht viel Zeit gehabt zu haben, um Wissen und Erfahrung anzusammeln.


      • Na du hättest im Fach Deutsch, aber auch noch länger verweilen sollen.


      • quod erat demonstrandum


      • Bastian Siewers
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Und jetzt beruhigen wir uns alle wieder ein wenig.
        @Bernhard: Du bist anderer Meinung und möchtest die Themen getrennt wissen, gerne. Das ist aber noch lange kein Grund dafür hier so beleidigend und abwertend zu reagieren!


      • Danke für das Kompliment, schön dass ich noch so jung rüberkomme (jüngere Generation). Aber ich bin definitiv schon ein paar Jahre älter als 14 und noch ohne YouTube groß geworden. Außerdem habe ich einiges zu dem Thema gelesen, und zwar aus professionellen Quellen, keine SM oder Foren. Es mag zwar sein, dass ich hier mehrere Themen vermische, aber ich denke mal, dass sie alle den selben Kern haben, nämlich dass Google und Co viel Geld verdienen, während die klassischen Medien und die Urheber da nicht viel von sehen. Daher ist der Gedanke auch ihnen neue Verdienstquellen zu eröffnen natürlich gut und richtig.
        Nur ist der gewählte Weg definitiv nicht gerade gelungen und die neuen Regeln bergen viele Probleme für kleinere Anbieter. Um YouTube mache ich mir da keine Sorgen, die haben genug Geld um sich technisch wie juristisch abzusichern aber die Regeln müssen ja für alle gelten nicht nur für Großkonzerne.
        Zum anderen ist es kein Geheimnis, das Google und Co kaum Steuern zahlen, weil einige EU-Länder ihre Wirtschaft mit niedrigen Steuern in Schwung zu bringen hoffen. Dies wird natürlich von den Konzernen massiv ausgenutzt, um so fast keine Steuern zu zahlen.
        Daher bin ich der Ansicht, dass man ehe man irgendwelche Gesetze bastelt, die in ihrer Wirkung bestenfalls fragwürdig sind, endlich einmal eine einheitliche Besteuerung durchsetzten und Schlupflöcher schließen sollte. Dann hätte man erreicht, was das eigentliche Ziel der Reform ist, nämlich Google und Co zu Abgaben zu zwingen.
        Dass hier kleine Künstler unterstützt werden sollen, ist meiner Ansicht nach nichts als ein Vorwand.


    • Google verdient Geld mit Daten und Werbung .. sie sparen Geld durch Schlupflöcher das stimmt. Es geht hier aber das große Medienkonzerne im offenen Wettbewerb keine Chance gegen Google hat und das stinkt denn gewaltig zumal Künstler eigentlich nur YouTube brauchen und nicht wie früher Manager ect da Sitz der Hase im Pfeffer und man Argumentiert mit Sachverhalten die auch ohne Google eintreffen würden ein kleiner Künstler verdient damit sicher nicht mehr


  • 30 Jahre Internet ⚰️😞🥀 es war schön mit dir.


  • Das Internet ist dadurch genauso "am Ende" wie die Fotografie im öffentlichen und privaten Raum durch die DSGVO gestorben ist. Nämlich gar nicht.


    • Im Gegensatz hierzu ließ sich die DSGVO aber auch umsetzen. Das hier ist kompletter Blödsinn, von vorne bis hinten. Axel Voss und Co. wurden mehr als genug von Experten darauf hingewiesen dass sich das Ganze schlicht nicht umsetzen lässt aber denkst du die hören da drauf? Ne. Mit so bescheuerten Entscheidungen füllen die sich die Brieftasche, echt widerlich.


  • Zum Glück sind so unfassbar schlaue Menschen wie Axel Voss an der Entscheidung beteiligt. Wäre ja schrecklich wenn jemand der keine Ahnung vom Thema hat das Ganze durchdrückt!


    • Zum Glück sind so unfassbar schlaue Menschen wie Gianluca Di Maggio bereit uns diese komplexen Themen zu erklären. Wäre ja schrecklich, wenn er uns nicht an seinen umfassenden Erfahrungs- und Wissensschatz teilhaben lassen würde.


  • Na endlich wird dieses chaotische Internet aufgeräumt.

    Wir wären ja schon fast im süßen Duft der Freiheit erstickt.


  • Na also.


  • Ich wusste dass die Zeit kommt, wo viele Youtuber wieder richtig arbeiten gehen müssen!


    • Sophia Neun
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Wenn du das ernst meinst, hast du dich anscheinend nicht sehr ausführlich damit beschäftigt. Inwiefern sollte ein Video eines Youtubers, der z.b. in 100 Liter Glibberschleim badet, von einer Urheberrechtsreform betroffen sein?


      • Stichwort "overblocking"?
        Die Entscheidung darüber, was geblockt wird, wird ein Algorithmus(!) fällen, der nicht nur technisch unausgereift sein (vermutlich auch in 2 Jahre noch) und schlicht nicht in der Lage sein wird, semantische Zusammenhänge korrekt zu erkennen, sondern auch auf "Sicherheit" getrimmt sein wird, im Zweifel also stets blocken statt durchlassen wird.

        Am leichter verständlichen Beispiel wird also das Video, das einen Künstler am Klavier Bach spielend zeigt, geblockt werden, weil Sony dieses Werk zuvor von einem anderen Künstler hat einspielen lassen und daher die Rechte an /dieser/ Variante besitzt - die kling aber viel zu ähnlich zu dem Stück im Video, als das der Algorithmus das unterscheiden könnte.


    • Ich hoffe mal sehr, dass das nur ein Witz sein soll.
      Falls nicht, beschäftige dich erstmal damit, bevor du sowas von dir gibst. Es gibt einen Haufen YouTuber, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr Zeit, Geld, Schweiß und Tränen in ihren JOB auf YouTube stecken, als du.


    • Das ist richtige arbeit 😡 für Content gehen teilweise Tage dafür drauf um es so zu machen wie Werbepartner es haben wollen. Aber ist was anderes als um 6 Uhr zur Arbeit, um 10 sich ein Brot ins Gesicht drücken, und zwischen Mittag und Feierabend dem Chef ordentlich einschleimen.


  • EU Irrsinn, mal wieder.
    Wird Zeit das die aktuelle EU endlich abgeschafft wird.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Sorry, aber das ist ausgemachter Blödsinn. Die EU ist in keiner Weise schuld an der Sache. Vielmehr ist es sehr sinnvoll das völlig veraltete Urheberrecht zu reformieren. Allerdings ist das Gesetz ziemlich schlecht gemacht – und das liegt nicht an der EU, sondern daran, dass durchaus Lobbyismus betrieben wurde.


      • Tja und diesen Lobbyismus kann man einfach nicht abgrenzen, da er in der EU viel mehr Tragweite hat als es jemals auf nationaler Ebene der Fall war.
        Da jetzt bald wieder EU-Wahlen sind sehr interessant, dass es egal ist, wenn man da wählt, weil sowieso passiert was die wollen die das Geld haben. Es ist genau genommen der Geld Lobbyismus und nicht nur irgendeine Art von Lobby, das Geld, die Wirtschaft diktiert wo es lang geht und der Rat und die Kommission machen das alles mit, das Parlament ist nur Mittel zum Zweck. Also ganz ehrlich, diese Eu bringt dem Bürger gar nichts und gehört 180°-Reformiert.


      • Rat, Kommission und Parlament haben dafür gestimmt, letzteres trotz Massenprotesten und einer Petition mit mehr als 5 Millionen Unterschriften. Man hätte das Gesetz auch ablehnen und neu verhandeln können.
        Kein (neues) Gesetz kann besser sein, als ein schlechtes.
        Rat, Kommission und Parlament sind nicht die EU, aber sie stehen dafür, werden oft damit identifiziert und sind gewissermaßen der Kopf der EU.
        Und ausgerechnet daran scheint sich der Spruch mal wieder zu bestätigen:

        "Der Fisch stinkt vom Kopfe her".

        Und wenn sich Lobbyismus bei demokratisch gewählten Vertretern durchsetzt, statt die Interessen der Wähler, dann stinkt es gewaltig.


      • Bei dem Text fehlt mir jetzt aber auch ein wer weiß ob nicht auch Google damit eintritt und das Ganze im Hintergrund mit beeinflusst denn es lässt sich doch sicherlich auch hier noch etwas Geld damit verdienen


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ich fürchte, damit hast Du durchaus Recht.


      • @Fabien Roehlinger
        Sorry aber DAS was du sagst ist ausgemachter Blödsinn. Wenn die EU ein schlecht gemachtes Gesetz verabschiedet dann ist die EU auch Schuld an der schlechten Umsetzung.
        Sie hätten auch ablehnen und auf Nachbesserung bestehen können.
        Und in Sachen schlechte Umsetzungen liegt die EU ja bekanntlich auf Top Niveau.


  • Das Thema war heute bei mir auf Arbeit das Gesprächsthema. Um ehrlich zu sein, blicke ich bei diesem Gesetz nicht durch. Ich frage mich wer das Gesetz kontrollieren soll. Es macht das ganze nur komplizierter


    • Solange es Künstler davon abhält sich selbständig zumachen und stattdessen auf Knien bei denn Musikverlagen anzubiedern


  • Seit wann bleibt immer alles wie es ist?
    Natürlich gibt's dauernd Veränderungen, auch zum Schlechten. Aber es gibt auch genügend schlaue Köpfe, die eine Lösung finden.


  • Wie wird AP denn in Zukunft mit Links umgehen, die größtenteils doch "sprechend" sind, also Teile der Überschrift enthalten, und dann abgabepflichtig sind?
    Und sind Links, die einen Begriff nur unterstreichen dann auch davon betroffen?
    Die Reform dürfte Startups (dass ganz kleine davon ausgenommen sind, ist mir auch bekannt) und unbekannteren Künstlern mehr schaden als nutzen, da erstere erhöhte Kosten haben, und letztere für eine Lizensierung dann eben nicht interessant genug sind.


  • Danke, endlich ein Artikel zu dem Thema, der für mich sehr gut klingt. Google News wurde z.B. in Spanien schon beendet, wodurch scheinbar die Medien schon Verluste hinnehmen mussten, zumindest kann man das hier lesen. Hintergrund wahr hier wohl eine ähnlich Gesetzeslage wie Artikel 11.

    Ich bin ja grundsätzlich dafür, dass man es Künstlern leichter machen sollte, ihre Rechte zu wahren, aber hier wurde mal wieder nur rumgeschustert und keiner weiß ob der Grund der Uploadfilter / Artikel 13 nicht einfach bloße Zensur darstellen soll.
    Das Internet lässt sich schwer kontrollieren und daher, wenn schon, sollte man solche Gesetze doch speziell für die Großen machen, aber am Ende werden wieder kleine Seiten darunter leiden, wenn ich nur an die Abmahnanwälte denke, die zuletzt ein wenig in ihre Schranken gewiesen wurden.


  • Ich würde es ja begrüßen, wenn die verschiedenen Dienste und Anbieter an einem Strang ziehen würden und den entsprechenden Politikern mal den Redehahn abdrehen würden, indem sie ihre Accounts auflösen. Dann würden sie mal spüren, was es bedeutet, wenn man mit etwas herumspielt, von dem man keine Ahnung hat. Man will das Internet beschneiden? Fangt mit den Politikern an und nehmt ihnen ihre Plattform.


    • Die Redefreiheit einschränken? Damit wären die betreffenden Plattformen nicht besser als die Politiker, die diesen Unsinn durchgedrückt haben...

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