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ARKit: Wie Apple ganz unbemerkt das Smartphone neu erfindet

ARKit ist wohl das iOS11-Feature, das mittelfristig eine Revolution auslösen kann. In wenigen Tagen werden alle iPhones ab dem iPhone 6S Augmented-Reality-Apps ausführen können. Mit einem Schlag lässt Apple die größte AR-Plattform entstehen.

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Was macht ARKit so mächtig?

Kurze Antwort: ARKit nimmt den App-Entwicklern eine Menge Arbeit ab. Eine etwas längere Antwort geht in etwa so: Mit ARKit hat Apple eine Programmierschnittstelle veröffentlicht, die es Entwicklern erlaubt, in reale Bilder der Kamera passgenau digitale Objekte einzusetzen. ARKit übernimmt dabei die Aufgabe, das zweidimensionale Bild der Kamera um Tiefeninformationen zu erweitern. Diese sind nötig, damit beispielsweise eine digitale Figur tatsächlich auf der Straße steht und nicht nur auf dem Bild schwebt. Eine solche räumliche Erkennung ist aufwändig und erfordert zum Beispiel bei Google Tango zusätzliche Hardwaresensoren. Die braucht ARKit nicht.

Zusätzlich zur räumlichen Umgebung erkennt ARKit auch die Lichtverhältnisse in der Szene. Für eine realistische Einbettung digitaler Objekte ist das unerlässlich. ARKit erkennt horizontale Flächen, also zum Beispiel Böden oder Tische sowie Feature-Spots, also besonders markante Strukturen.

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ARKit in Aktion / © AndroidPIT

All diese Informationen macht ARKit den Entwicklern zugänglich. Mithilfe von Unity oder anderen 3D-Engines kann eine App dann Objekte einfügen und so die Realität erweitern – also eine Augmented Reality erschaffen. Damit das latenzfrei funktioniert, muss mindestens ein Apple A9 oder A10 in Eurem iPhone oder iPad stecken – erforderlich ist also ein iPhone 6S oder neuer, ein iPad der aktuellen Generation oder ein iPad Pro.

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ARKit live auf der WWDC-Bühne demonstriert. / © Apple, Screenshot by AndroidPIT

Googles Antwort heißt ARCore

Schon namentlich sind sie kaum zu unterscheiden und funktional auch nicht. Offenbar hatte Google schon im Vorfeld der ARKit-Vorstellung an einer ähnlichen Technologie gearbeitet. Technisch unterscheiden sich die beiden Plattformen kaum. Außerdem kann Google auf den Vorarbeiten für Tango aufsetzen: Auch Tango nutzt nur selten innerhalb einer AR-Session die Time-of-Flight-Kameras (also die Tiefensensoren). Im Betrieb einer Tango-App werden meist nur die Bewegungs- und Beschleunigungssensoren für die Bestimmung der genauen Positionen verwendet. Google war also in der Lage, recht zügig die Tango-Technologien in ARCore umzuwandeln. Wie wird es mit Tango weitergehen? Wahrscheinlich ist ARCore der Erbe und Tango wird verschwinden.

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ARCore kann ARKit das Wasser reichen. / © Google

Daher ist ARKit für Augmented-Reality auch auf Android relevant: Wichtige Toolkits werden sowohl ARKit als auch ARCore unterstützen, sodass der Portierungsaufwand für die Entwickler wohl gering sein wird. Mindestens die erfolgreichen ARKit-Apps werden im Jahr 2018 auch auf Android mit ARCore zu haben sein.

Tolle Demos mit ARKit

Weil ARKit Bestandteil der Betaversionen von iOS11 ist, gibt es schon eine Menge Demos, die zeigen, was ARKit leisten kann. Die erste große Demo-Veranstaltung gab es vor gut einer Woche in den USA. Dort konnten Medien wie Techcrunch aufwändige AR-Apps begutachten. Hier haben zum Beispiel Ikea und der Fernsehsender AMC AR-Apps präsentiert. Auch ein bekanntes Kinderbuch schafft den Sprung in AR. Laut Techcrunch seien viele der aufwändigen AR-Demos binnen zwei oder drei Monate entstanden. Ein so kurzer Zeitraum wiederum zeigt, wie schnell Inhalte für ARKit bereitgestellt werden können.

Im Folgenden haben wir einige Trailervideos der ARKit-Apps integriert, denn bei Augmented Reality gilt wie auch bei Virtual Reality: Worte sind gut, Videos und Erleben ist besser.

The Walking Dead: Our World

Video: Techcrunch

Ikea: Wohnung einrichten. Mit AR und einem iPhone

Video: Apple / Ikea (via Techcrunch)

Die kleine Raupe Nimmersatt

Video: Apple (via BGR)

Virtuelle Haustiere

Auch Standbilder können entzücken

ARKit mit Aha-Erlebnis

Nährwertinfos mal auf andere Weise abrufen

Haarfarbe vorab einschätzen

Augmented Reality verändert unsere Smartphone-Nutzung

Mit ARKit steht die Technologie noch am Anfang. Schon jetzt ist aber deutlich, dass Augmented Reality in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der Smartphone-Features werden wird. 

Praktisch alle hier gezeigten Anwendungen sind vorerst einmal nur für iOS11 entwickelt. Daran müssen Android-Nutzer aber nicht verzweifeln. Mit ARCore erhalten sie schon bald eine Alternative und erfolgreiche Apps werden dank der technischen Ähnlichkeit schnell ihren Weg auf Android finden. Wenn ARCore später stabil ist, wird es auch Google schaffen, binnen kurzer Zeit Zig-Millionen Smartphones AR-fähig zu machen. Die nächsten Monate werden wir viel von ARKit-Apps hören, aber schon in einem halben Jahr wird auch Android an der Reihe sein und die ausgereiftesten Apps erhalten.

Opinion by Hans-Georg Kluge
Augmented Reality wird die nächsten Jahre die Smartphone-Entwicklung vorantreiben.
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Also stehen plattformübergreifend große Änderungen an. Die Kamera wird zu einer Linse, mit der wir unsere Umwelt neu wahrnehmen. Google hat mit seiner bereits auf der I/O demonstrierten Google Lens AR und Machine-Learning zusammengebracht. Manche AR-Apps werden Spaß machen, andere helfen uns dabei, in fremden Städten die Orientierung zu behalten. Andere werden ganz neue Horizonte für Smartphones eröffnen.

Welche Features würdet Ihr gerne mit AR realisiert sehen? Oder ist AR nur das nächste Ex-Next-Big-Thing? Lasst uns in den Kommentaren diskutieren!

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21 Kommentare

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  • Apple nimmt sich wieder alte Techniken die längst vergessen wurden, peppt sie etwas auf und alle werden es feiern und sich wundern wie sie bisher ohne AR überleben konnten. 😁


  • Die ersten AR Applikationen auf Android gab es schon zu Zeiten HTC Hero mit Android 1.5 / 2.0, z.N. Wikitude. Was soll der ganze Hype???


  • Egal ob Arkit oder ArCore, ich sehe da noch keinen Anwendungsgewinn.

    Kinder freuen sich bestimmt wie Bolle, so wie über Pokemon.


  • quark


  • Meine Erinnerung mag mir einen Streich spielen aber ich glaube AR war schon vor vielen Jahren einmal im kommen. Ich GLAUBE als ich mein erstes Smartphone gekauft habe (HTC Desire), waren da AR Spielerein an Bord. Also wirklich neu und revolutionær erscheint mir das Ganze nicht.

    Das mit dem Wohnungseinrichten und Haarfarben aussuchen kønnte interessant werden. Kleidung aussuchen etc.

    Ich weis nicht ob und wie ich diese Technik nutzen werde aber Potential ist vorhanden.


  • Schon die menge an unterschiedlicher Hardware macht es Googel "fast" unmöglich eine gute Umsetzung der AR aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren 😉


  • Agumented reality erscheint für mich nicht Endkunden relevant. Spielerei für zwischendurch. Potential sehe ich wie bei Google Glass schon eher bei Firmen, vorallem bei Entwickler, Designer, etc.


  • Thomas vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    ohh ein neuer Artikel wo die ewig gestrigen ablehnende kommentare hinterlassen können,da freue ich mich schon auf morgen und übermorgen,wenn die üblichen verbohrten kleinkinder wieder gegen apple wettern


  • ...es wird uns allen dienen und weiterhelfen...


  • Dänu vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Wir haben ja so Mundart-Sprichwörter, und eines davon ist mir da sofort in den Sinn gekommen:
    "Bubi spiele, Bubi gsund". ich lasse das mal so im Raum stehen.


  • Takeda vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Jetzt wird aber wieder voll übertrieben, nicht gleich neu erfinden. Deswegen ist nicht gleich das samrtphone neue erfunden.


  • Brauch man so etwas wirklich ? Ich glaube ich werde alt.


  • Und was machen die,die ne Glatze haben bei Ikea nix kaufen und nicht wie ein Bekloppte durch den Park laufen wollen ?
    Ne im Ernst für mich ist das einfach nur eine Spielerei die ich nicht brauche .


    • Ole vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Das ganze Smartphone ist quasi ne Spielerei... Frag mal Leute, wann sie mit ihrem Smartphone mal telefonieren, die antworten promt: "Telewas..?!"

      Soll aber nicht heißen, dass ich das nicht für gut befinde. Ich persönlich bin da so´n Smartphone Nerd und teste gern alles Neue aus :D


  • Ohne Brille ist doch das Meiste völlig sinnlos, wo wir wieder bei Microsoft's HoloLens wären. Wer hat's erfunden? ;) Nicht die Scheißläden die am Ende wieder den dicken Reibach machen :( Ich hör' sie jetzt schon.... die Leute die glauben Apple hätte es erfunden, voll innovativ, besser als alle Anderen :c~
    Was ich aber überhaupt mit dem ganzen Mist soll weiß ich noch nicht. Vielleicht kommt ja irgendwann auch etwas brauchbareres als das Gezeigte. Microsoft hat ja gezeigt was alles möglich ist und möglich werden kann und das ist weit mehr als dieser Firlefanz hier.

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