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Apple, Google, Twitter: Anführer und Verweigerer der grünen Revolution

Wer an Google und Co. denkt, hat vermutlich nicht unbedingt gleich das Thema Umweltschutz im Kopf, doch die Rechenzentren der Tech-Giganten benötigen viel Energie, und die muss irgendwo herkommen. Greenpeace hat sich die großen Player einmal genauer angesehen - mit interessanten Ergebnissen.

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greenpeace tech comandies teaser
© Markenhalter, AndroidPIT

Wer setzt auf erneuerbare Energien, wer auf CO2-Übeltäter wie Kohle? Nach vier Kriterien wurden die Unternehmen bewertet:

  1. Energietransparenz gegenüber der Öffentlichkeit
  2. Messbare Hingabe zu erneuerbaren Energien und Standortwahl der Infrastruktur vor diesem Hintergrund
  3. Energieeffizienz und Strategien zur Minderung schmutziger Energien
  4. Nutzung erneurbarer Energien und allgemeiner Einsatz für deren Verbreitung

An der Spitze der Rangliste steht Apple, gefolgt von Facebook und mit leichtem Abstand Google. Apple betreibt seine Rechenzentren zu 100 Prozent mit grüner Energie und ist damit scheinbar einzigartig in der Tech-Welt. Facebook nutzt zwar nur etwa zur Hälfte erneuerbare Energien, konnte sich aber wie Apple in drei der vier Kategorien ein “A” sichern (auf einer Skala von A bis F). Google kommt auf drei Bs und ein A, ist damit aber noch gut genug aufgestellt, um nach Greenpeace als einer der Innovatoren der grünen Revolution zu gelten.

green tech companies
Von links nach rechts: Die Umweltsünder und Innovatoren der grünen Revolution. / © Greenpeace

Im Mittelfeld befinden sich Unternehmen wie Microsoft, IBM und Ebay. Microsoft beispielsweise wird von Greenpeace vorgeworfen, sich hauptsächlich auf dem Papier als umweltbewusst darzustellen, in der Praxis jedoch an alten, schmutzigeren Methoden festzuhalten.

Das unschmeichelhafte Schlusslicht bilden Firmen wie Twitter und Amazon Web Services. Ihnen wird nachgesagt, wenig bis nichts für den Umstieg auf erneuerbare Energien zu tun und aus reinen Effizienzgründen an schmutziger Energie festzuhalten. Twitter im Speziellen sei das absolute Schlusslicht in Sachen Energietransparenz. Direkt unter dem Bericht zu Twitter (wie unter allen anderen) findet sich übrigens ein Twitter-Share-Button.

Wie gesagt, es geht hier nicht nur um die Quelle der konsumierten Energie, sondern auch um Aspekte, die in den vier eingangs genannten Kriterien subsumiert sind. Eine genaue Auflistung mit detaillierten Ergebnisbeschreibungen zu den einzelnen Firmen finden sich hier. Selbstverständlich kann man die Charakterisierung von Atomenergie als "schmutzig" hinterfragen, ist sie doch hinsichtlich unseres aktuellen Kernproblems (CO2) eine der saubersten Energiequellen. Endlagerung und Uranbergbau sind jedoch umweltunverträglich, und in jedem Fall ist es keine erneuerbare Energie, was hier offenbar das Kernkriterium war.

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Dies ist keine Rangliste, sondernh eine alphabetische Auflistung. / © Greenpeace

Wie steht Ihr zum Thema ökologisches Bewusstsein bei Tech-Firmen? Ist das etwas, das Euch am Herzen liegt, oder achtet Ihr nicht darauf, wie umweltbewusst die Firmen sind, deren Dienste Ihr nutzt?

Via: Greenpeace Quelle: Caschys Blog

19 Kommentare

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  • Leider betrachtet das ganze wohl nur einen Bruchteil des Problems oder? Was ist mit Lieferungen und Produktionswegen, ergo Transportmitteln. Woher kommt der Strom (geografisch, nicht typologisch), wie energieeffizient sind die Geräte, wie werden sie entsorgt, wie lange halten die Geräte, bevor sie zerlegt werden müssen, welche Gifte werden dabei frei, wie werden diese Aufbereitet, wieviel % der Geräte werden wiederverwendet etc.
    Danach die Frage zur Herstellung selbst: wer stellt wo her, wie fair ist die Bezahlung, wird nicht nur bei Servern grüne Energie benutzt sondern auch auf den Produktionsstraßen in Asien, wie liefern die Zulieferer, welchen Kraftstoff benutzen sie?

  • Übrigens ein sehr interessanter Artikel. Darüber hatte ich mir bis Dato noch keine Gedanken gemacht.
    Grade meine Lieblings-Spielwiese Twitter so "abgeschlagen". Tsts..
    Gleich mal per #Ökotweet anprangern!

    • @Sebastes Marinus: Ich halte das Thema auch für interessant (und ohne Zweifel hoch relevant). Leider - und das war tragischerweise so zu erwarten - scheinen das nur sehr wenige so zu sehen, wenn ich mir die Klickzahlen ansehe... Aber manche Themen sind wichtiger als Klickzahlen ;)

  • Ich find es allgemein ziemlich unwichtig, da es auch immer noch nicht bewiesen istdas Co2 klimaschadlich ist. Außerdem ist Atomstrom ja auch co2 neutral. Deshalb finde ich das Thema auch überbewertet.

    • Das ist sehr wohl "bewiesen", oder besser ausgedrückt: Gut belegt.
      Ich würde vorschlagen, bei der Recherche zur Thematik weniger selektiv vorzugehen und nicht auf vereinzelt auftretende Klimaskeptiker-Spinner reinzufallen, weil sie so schön "rebellisch" erscheinen.

    • @Tim a: Das ist allerdings wirklich etwas bedenklich. Erzählst du uns als nächstes, dass die Evolutionstheorie ja "bloß eine Theorie" ist und nicht als erwiesen angesehen werden kann?

  • 100% hmmm... ob Apple Greenpeace dafür bezahlt hat? :D

  • Warum ist auf der Grafik WhatsApp bei IBM gelistet? Komisch. Ich find es wirklich gut, wenn die Unternehmen an die Umwelt denken. Ist ja auch ihre Zukunft. Man muss Apple wirklich ein großes Lob aussprechen für ihr Umweltbewusstsein ... wenn's stimmt ... hoffentlich

  • Ist mir privat als auch bei der Auswahl meiner Geräte und Dienstleistungen sehr wichtig.

  •   44

    Ist ja alles schön und gut, aber wie sieht es dort aus, wo die Smartphones und andere Geräte produziert werden, also hauptsächlich in China? Dann steht es um iPhone und Co. nicht mehr gut aus, wer mal in China war und sich ein Industriebezirk angeschaut hat oder selbst nur Bilder davon gesehen hat, wird da nicht mehr viel von ökologischem Bewusstsein sehen...

    • ...Unglaublich wie hier alles direkt schlecht geredet wird. Es geht in dem Bericht um die Engergienutzung der Rechenzentren, nicht darum ob das Smartphone jetzt von Kindern zusammengebaut o.ä.

      •   44

        Wo habe ich denn Kindern erwähnt???? Bitte richtig lesen!!!

      • @Christoph V.: Aber Tim hat Recht, ob nun Kinderarbeit oder nicht. Es geht hier nicht um Hardware-Produktion. Das ist ein anderes und wichtiges Thema, ändert aber nichts daran, dass Apple hier in einem wichtigen Punkt wegbereitend ist. Das muss man einfach mal anerkennen, ob man Apple nun mag oder nicht.

      •   44

        Stephan, ich muss dir widersprechen. Deine Frage war:

        "Wie steht Ihr zum Thema ökologisches Bewusstsein bei Tech-Firmen? Ist das etwas, das Euch am Herzen liegt, oder achtet Ihr nicht darauf, wie umweltbewusst die Firmen sind, deren Dienste Ihr nutzt?"

        Zum Thema ökologisches Bewusstsein bei Tech-Firmen gehört natürlich auch deren Hardware-Produktion. Es bringt doch nichts, wenn die Firmen hier Greenwashing betreiben, an anderer Stelle aber brutal zuschlagen.

  • Finde es schon wichtig. Gerade Rechenzentren kann man sehr effizient und energiesparend konzipieren. Sowas wird auch in meinem Studium behandelt.

    Weiß nicht ob das immer noch so ist, aber vor einigen Jahren war Google in den Dingen ganz vorne mit dabei.

  • laut der Tabelle ist aber Yahoo 2ter und nicht Facebook

  • Erster :P
    Ne Spaß, sehr interessanter Artikel

    Jan

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